Forum: Politik
Schulz zu Gauland: "Sie gehören auf den Misthaufen der deutschen Geschichte"
REUTERS

Der AfD-Fraktionschef hat im Bundestag die Kanzlerin scharf kritisiert. Ex-SPD-Chef Martin Schulz schaltete sich ein - und konterte leidenschaftlich.

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draco2007 12.09.2018, 15:54
260.

Zitat von tucson58
Bekämpft doch lieber die Ursachen für diese Stimmung im Land die solche Parteien als Ausdruck von Protest erst in den Bundestag bringen , darüber wird aber nie geredet
Das tut er doch.

Die Ursache für die Stimmung in diesem Land ist die außer kontrolle geratene Propagandamaschinerie der AfD und anderer Nazi-Organisationen.

AfD-Wähler, Pegidisten, Hutbürger und ähnliche leben doch in einer gefühlten Realität aus Angst und Wut, die mit der realen Welt NICHTS gemein hat.

Ohne diese Hasschürrerei würde sich die Stimmung in diesem Land normalisieren und man könnte endlich die Probleme in diesem Land angehen, ohne diese Dagegen Partei, die nur "Den Muslim" als Problem sieht.

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Entsetzen 12.09.2018, 15:55
261. Liebe AFD-Mitläufer

Ich finde es sehr interessant, dass Menschen, die hinter Politikern her rennen, die verbal in keinster Weise differenzieren, von deren politischen Gegnern einfordern, doch zu differenzieren. Wenn ihr uns Demokraten dann in euren Lagern untergebracht habt, werdet ihr, so befürchte ich, uns das auch noch erläutern wollen. Es sei denn, wir schaffen es, das zu verhindern.

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davornestehtneampel 12.09.2018, 15:58
262.

Zitat von pinkmoon
"Bezogen auf eine Äußerung von Gauland, die Hitlergrüße in Chemnitz seien "widerlich", sagte Schulz: "Das Zeigen des Hitlergrußes ist eine Straftat, die strafrechtlich verfolgt werden muss." Ich muß SPON an dieser Stelle eine bewusste Unterschlagung von Fakten bescheinigen, denn Herr Gauland hat sehr wohl in seiner Rede davon gesprochen, daß das zeigen von Hitlergrüßen widerlich und STRAFBAR ist (in der Aufzeichnung der Rede Gaulands bei 06:43 nachzuhören). Aber durch das weglassen wesentlicher Teile einer Aussage lässt sich natürlich vortrefflich die Aussage ins Gegenteil verdrehen. Mit Qualitätsjournalismus hat das nichts zu tun, sondern mit ideologisch blindem Kalkül!
Der erste Satz zitiert in indirekter Rede Martin Schulz. Wenn man schon nach Qualitätsjournalismus ruft, sollte man wenigstens in der Lage sein, ihn sprachlich auch erfassen zu können.

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kraus_adam 12.09.2018, 16:00
263.

Zitat von bayerns_bester
Ich fürchte, das wird die meisten "besorgten Bürger", jedenfalls den Typus "Hutbürger" nicht davon abhalten, AfD zu wählen. Die Tatsache, dass bei der AfD eben kein Rentenkonzept vorhanden ist, dass es sich bei der AfD letztlich um eine braun-blaue, neoliberale FDP 2.0 handelt, um eine Partei der kleinen Leute (aber nicht für die kleinen Leute) schreckt diese Klientel nicht ab. Denen reicht aus, dass da jemand ist, der "gegen die Invasoren" ist. Die Lösung der wirklichen Probleme, sei es weltweit die Bekämpfung der Fluchtursachen oder hierzulande die diversen Missstände (fehlender bezahlbarer Wohnraum, Pflegeproblematik, Steuerungerechtigkeiten bei der Besteuerung von Großvermögen und internationalen Konzernen.... alles nicht so wichtig für die.
Es gibt eben Leute, die von Rentenkonzepten, Altersarmut, Pflege, Wohnraumknappheit schlicht und ergreifend nicht betroffen sind. Der Selbständige der ein Aktiendepot und mehrere Immobilien zur Altersvorsorge hat, im Alter sowieso nicht mehr in Deutschland weilt und auch sonst seine Schäfchen im Trockenen hat z.B.. Derjenige interessiert sich für weniger Steuern, weniger "Hineinregieren" des Staates in seine Angelegenheiten, dass seine Tochter wieder nachts sicher über den Alexanderplatz laufen kann. Das ganze Geplänkel der "etablierten Parteien" über Gendertoiletten, Frauenquoten usw. interessiert diesen Menschen weniger als überhaupt nicht.
Was hat dieser Mensch denn noch für eine Wahl? Der KANN doch nichts anderes mehr wählen als die AfD; weil keine einzige andere Partei im deutschen Politikspektrum mehr seine Interessen vertritt!
DAS ist doch das Dilemma in dem wir uns momentan befinden!!
Ich finde das als "geborener" Antifaschist, der seine halbe Familie im "tausendjährigen Reich" verloren hat einfach nur furchtbar!!

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apollon23 12.09.2018, 16:01
264. die Empörung war echt

Ich glaube, dass viele Schulz' Vortrag deshalb gut fanden, weil ein klares Wort an die Spalter der AfD einfach überfällig war. Und das lag nicht an der parlamentarischen Sommerpause. Ich hab es so satt, dass so viele diesen Hetzern hinterher laufen. Eigentlich nicht satt, es macht mir wirklich Sorgen. Nichts, was im Land falsch läuft, sollte so eine Fahrlässigkeit rechtfertigen können. Und es gibt wirklich viel, über das man nicht zufrieden sein kann. Aber diese Leute sind einfach nicht die Alternative, die sich viele offenbar wünschen.

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aushilfsschnarcher 12.09.2018, 16:04
265. Armes Deutschland

Das braune Gesocks bricht sich Bahn. Die Mütter aller Probleme sind nicht die Migranten sondern die Superreichen die immer weniger Steuern zahlen. Jeder Harz4 Empfänger ist gläsern aber bei den Millionären und Milliardären gibt es keine Transparenz. Die agieren schön im Verborgenen. Weiter so Deutschland!

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uffta 12.09.2018, 16:05
266. Äpfel und Birnen

Zitat von felix.milla
Die Zahlen illustrieren vielmehr, dass Zuwanderer etwa so kriminell sind wie deutsche junge Männer. Das geht aus einer Studie des Kriminologen Christian Walburg hervor, die er auf der Grundlage der PKS erstellt hat. Er vergleicht darin die Gruppe der Zuwanderer nur mit jungen deutschen Männern, weil diese kriminalitätsbelastete Gruppe unter Zuwanderern überrepräsentiert ist. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, kommt Walburg zu dem Ergebnis, dass ebenso viele Zuwanderer wie junge deutsche Männer polizeilich in Erscheinung treten, nämlich 8 Prozent.
Nun, der Forist, den sie kritisieren schrieb, dass die Einwanderer überproportional in der Kriminalstatistik vertreten sind, ohne irgend welche Altersgruppen zu nennen. Sie bringen einen Vergleich, in der nur junge deutsche Männer auftauchen und der Rest des deutschen Bevölkerung unter den Tisch gekehrt wird, mit dem Ergebnis, dass die Zahlen in etwa gleich sein sollen. Was glauben Sie, würde passieren, wenn man sich auf Seite der Deutschen nicht auf die besonders gefährdete Altersgruppe beschränkt? Kann es sein, dass der kritisierte Forist mit seiner Aussage Recht hat? Die aufgeführten 8% finde ich übrigens eine alarmierende Zahl!

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Zoroaster1981 12.09.2018, 16:05
267. AFD vs. Rest

Mich würde mal ganz neutral interessieren, wieso die AfD als die "Partei ohne Antworten", "Nazipartei", "Populisten" oder ähnliches dargestellt wird, während die anderen sich so darstellen, als hätten sie keine "einfachen Antworten".
Sicherlich hat die AfD einige Nazis drin, die früher in der CDU bzw. auch in der SPD waren (kannte früher einige alte SPD-Mitglieder, die sich betont antikatholisch, aber dafür nationalistisch gaben). Aber grundsätzlich sehe ich sie als Oppositionspartei, die eine unbedingt notwendige Diskussion anstößt.
Das Thema "Flüchtlinge" ist kein kleines Problem. Es kommen viele Männer aus anarchischen, teilweise brutalen Gesellschaften, niedrig qualifziert, für bestimmte Tätigkeiten zu schade, usw.
Man mag der AfD vorwerfen, kein anderes als dieses Thema zu haben, aber letztlich muss dieses Thema auch mal angegangen werden. Wir sind als Einwanderungsland für Hochqualifizierte sehr unattraktiv und das kommt nicht davon, dass hier einige gegen die Zuwanderung demonstrieren.
Nein, da muss gearbeitet werden. Aber mit dieser Art von Zuwanderung werden wir im Gegenteil noch unattraktiver. Die Mär, dass unser Ruf geschädigt werden würde, wenn wir ein restriktivere Einwanderungspolitik betreiben, glaube ich jedenfalls nicht.
Als Beispiel: ich war dieses Jahr mal im Iran und mir wurde ziemlich unverhohlen gesagt, wieso DE so dumm sei, solche Leute aufzunehmen. Und ja, kein Mensch dort hält mich für einen "Nazi", wenn ich mich ebenso äußere.
Von daher: ein Alternative zu den etablierten Parteien hat derzeit einfach ihre Existenzberechtigung. Ob dauerhaft, das mag dahingestellt sein und sich vielleicht irgendwann wieder erledigen. Aber die derzeitige Entwicklung in der Gesellschaft bereitet mir jedenfalls Sorgen.

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Ezechiel 12.09.2018, 16:05
268. Der Herr Schulz ....

Die Schimpfkanonade von Schulz hatte die Emotionen und den Tonfall wie sein "es gibt keine weitere GroKo mit der SPD" nach der Bundestagswahl. Aber was er gesagt hat ist richtig. Es wird aber weder die AfD-Politiker noch ihre Wähler beeindrucken. Die AfD bekommt man nur mit mehr volksnaher Politik weg. Ich habe heute morgen in einer Klinik nach einem Termin gefragt. Die erste Gegenfrage war, ob ich privat versichert bin oder in einer gesetzlichen Krankenkasse. Die Antwort in einer gesetzlichen Krankenkasse zu sein, hat mir zu einem Termin in 6 Wochen verholfen. Da wollte die SPD doch auch etwas ändern, oder haben "die Schwatten" da wieder nicht mitgemacht ?

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friedrich_eckard 12.09.2018, 16:12
269.

Zitat von quacochicherichi
Ein Mensch wurde niedergestochen, diese Tat ist zu verurteilen. Man könnte also meinen, dass jeder Mensch mit ein wenig Vernunft sich guten Gewissens an einem Protest gegen diese Tat hätte beteiligen könnte. Das kann er aber nicht, wenn er selbst nur als Ausländer und Asylant angesehen wird. Welcher Afghane, Somalier oder was auch immer, hätte sich ohne Angst um sein Leben dem Protest in Chemnitz anschliessen können? Keiner! Es ist schlicht verlogen so zu tun, als wäre das ein Protest der Aufrechten gewesen. Das war ein fremdenfeindlicher Aufmarsch, wo die Herkunft des Menschen und nicht seine Haltung zur Tat entscheidend war.
Bei voller Zustimmung im Übrigen: "Protest gegen diese Tat"?... hmm! Gegen was genau soll man denn da protestieren? Totschlag oder vielleicht, je nachdem, was die Ermittlungen ergeben, auch Mord sind schwerste Straftaten, vollkommen unabhängig von der Nationalität des oder der Täter/s und des Geschädigten, und sie sind mit den härtesten Strafen bedroht, die das Gesetz vorsieht - da versteht sich das moralische Unwerturteil von selbst. Die Haupttatverdächtigen sind gefasst und sitzen, wie sich das gehört, in U-Haft, und nun mögen Ermittlungsbehörden und Gerichte ganz einfach ihre Arbeit machen. Landsleute der Tatverdächtigen, die in Deutschland leben, haben sich diese Landsleute nicht ausgesucht und nicht aussuchen können, und dafür, dass sie mit diesen Tatverdächtigen mehr als eben die Nationalität gemeinsam haben spricht zunächst einmal überhaupt nichts. Gegen eine öffentliche Bekundung der Trauer um den Getöteten ist natürlich nicht das Geringste einzuwenden, aber da sollten sich dann ehrlicherweise nur Personen beteiligen, die ihn persönlich gekannt und die ihm persönlich nahegestanden haben.

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