Forum: Politik
Schulz zu muslimischen Feiertagen: "Man muss darüber nachdenken"
DPA

Politiker von CDU und CSU sprechen sich gegen den Vorschlag aus, doch der SPD-Chef zeigt sich gesprächsbereit: Über muslimische Feiertage in Deutschland müsse man reden können, sagt Martin Schulz.

Seite 11 von 12
morkvamork 14.10.2017, 17:22
100. na, ganz so extrem ..

Zitat von tommy1808
Statt Feiertage anderer Religionen einzuführen, sollte man die der Christlichen Kirchen abschaffen, und einfach systematisch auf Freitage und/oder Montage verteilen. Die Weihnachtsfeiertage machen sich sicher prima als 31.12. und 2.1.. Gruß Thomas
.. würde ich das nicht machen mit Weihnachten (übrigens der einzige christliche Feiertag in USA).
Aber die USA-Lösung wäre nicht schlecht. 10 Feiertage ohne christlichen Hintergrund. Und wenn der 4th of July auf einen Samstag oder Sonntag fällt, wird er Freitag vor- oder Montag nachgefeiert.
Aber solange wir im öffentlich-rechtlichen Rundfunk täglich das Wort zum Sonntag hören, kann ich wohl lange davon träumen.

Beitrag melden
fiegepilz 14.10.2017, 17:22
101.

Wie wäre es, den ganzen religiösen Murks, auch den christlichen, rauszunehmen, und alle Feiertage Wissenschaftlern zu widmen? Tesla-Tag! Der hätte es mal verdient!

Beitrag melden
akeley 14.10.2017, 17:23
102.

Über christliche Feiertage braucht man nicht so ein Bohei machen. Wie viele der deutschen Christen - Taufscheinchristen - gehen denn noch monatlich oder häufiger in die Kirchen? Wie viele können denn Glaubenssätze oder Dogmen korrekt wiedergeben, oder befolgen diese sogar? Umfragen ergeben da Werte von 5% der Bevölkerung, oder weniger.

Deshalb wären Feiertage als Tag des Menschen, Tag der Grundrechte usw viel gemeinsinniger. Warum wollen Politiker ständig das Trennende der Religionen durch mehr Religion beheben?

Beitrag melden
Frietjoff 14.10.2017, 17:23
103.

Zitat von TC Matic
Christliche Feiertage sind allenfalls in bestimmten Regionen arbeitsfrei.
Karfreitag? Ostermontag? Christi Himmelfahrt? Pfingstmontag? Weihnachten? 2. Weihnachtstag? Alle in ganz Deutschland frei!

Beitrag melden
bigroyaleddi 14.10.2017, 17:25
104. Was mich immer wieder verwundert ...

... ist, dass hier Foristen sich gegen Schulz äussern (was ihr gutes Recht ist), von denen man meistens nur lesen kann, dass die SPD doch sowieso nix für sie ist. Ich könnte auch gerne über den noch amtierenden Innenminister hierziehen, aber eine Auseinandersetzung mit diesem Thema wäre das beileibe nicht.

Und da fällt mir noch eine Kleinigkeit ein: war es nicht unter der Kohl-Ära, dass der Buß- und Bettag abgeschafft wurde? Von allen christlichen Feiertagen hatte man ausgerechnent diesen ausgeguckt, aber sämtliche katholischen beibehalten. Da könnte ich als Protestant aber auf ganz merkwürdige Ideen kommen.

Im Übrigen ist das mit den Feiertagen generell so eine Sache. Wie machen das die Amis? Wenn ich richtig informiert sind, feiert da jeder seinen Feiertag, so wie er ihn braucht und will. Also - geht doch auch!

Beitrag melden
fordman94 14.10.2017, 17:25
105. Muslimscher Feiertag

Wir sind ein christlich geprägtes Land,ich möchte das muslimsche Land sehen z.b Iran,Saudi-Arabien in dem auch nur ansatzweise über einen christlichen Feiertag gesprochen wird.Wir sollten aufhören jeder Minderheit nachdem Mund zu reden,wer seine muslimische Feiertage haben möchter der darf gerne in ein muslimisch geprägtes Land ziehen.

Beitrag melden
curiosus_ 14.10.2017, 17:28
106. Gleiches Recht für alle

Da stellt sich dann die Frage in welchen Bundesländern? Gesetzliche Feiertage werden von den Bundesländern festgelegt. Feiertage, die nicht in allen Bundesländern gelten gibt es in den Bundesländern in denen die Bevölkerungsgruppe, die den Tag feiert, die überwiegende Mehrheit stellt. Z.B. Mariä Himmelfahrt in Bayern (und z.B. auch in dem katholischen Italien) - der wird von den Katholiken gefeiert, aber nicht von den Protestanten. In anderen Bundesländern, in denen die Katholiken in der Minderheit sind ist der Tag kein gesetzlicher Feiertag. Da müssen die Katholiken privat feiern.

Also, gleiches Recht für alle: In den Bundesländern, in denen die muslimische Bevölkerung in der Mehrheit ist darf von mir aus ein gesetzlicher muslimischer Feiertag eingeführt werden.

In den anderen nicht - eben genau so wie es bei den christlichen Kirchen gehandhabt wird. Alles andere wäre eine, meiner Meinung nach grundgesetzwidrige, Bevorzugung einer bestimmten Religion. Dann könnten natürlich sofort die Katholiken in z.B. BW auf die Einführung von Mariä Himmelfahrt klagen.

Beitrag melden
tinnytim 14.10.2017, 17:30
107. Integration durch Respekt

Zitat von ich-geb-auf
Erklären Sie mir bitte mal aus welchen Gründen ein muslimischer Feiertag zur Integration beitragen soll.
Ich erledige das mal eben für den Mitforisten ,kann aber natürlich nicht für ihn sprechen:

Es würde stark dazu beitragen, dass die Muslime sich nicht mehr als Aussätzige fühlen oder sich ängstigen müssten an ewig Gestrige in einer dunklen Ecke zu geraten (einige Mitforisten dürfen gerne zweimal darüber nachdenken). Darüber hinaus wäre es wichtig, den Eindruck zu vermitteln, dass ihre Kultur genauso wert geschätzt wird, wie die eigene.

Beitrag melden
Noch ein Leser 14.10.2017, 17:32
108. Sonst noch was?

Und dann bald auch noch einen hinduistischen und einen buddhistischen? Und einen für den Konfuzianismus und für den Daoismus? Der Islam ist NICHT Teil Deutschlands und darf es auch nie werden.

Beitrag melden
frankunderwood 14.10.2017, 17:32
109.

Natürlich kann man über De Maizieres Vorschlag diskutieren.
Ich seinen Parteikollegen aber zustimmen, auch wenn ich die Union ansonsten überhaupt nicht mag. Wir sollten muslimische Feiertage nicht gesetzlich anerkennen. Muslime sind hierzulande immer noch eine Minderheit und ich wundere mich immer wieder wieso eine Minderheit sich für so wichtig hält. Die Religionsfreiheit muss in diesem Fall ausreichen und wer an einem muslimischen Feiertag unbedingt frei haben will, besitzt immer noch die Freiheit Urlaub zu nehmen.

Beitrag melden
Seite 11 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!