Forum: Politik
Schweiz stimmt "gegen Masseneinwanderung": Land des Geldes, Land der Angst
REUTERS

Der Schweiz geht es blendend, doch sie fürchtet sich vor dem Abstieg. Mit dem Ja zu härteren Zuwanderungsregeln zieht sie jetzt die Grenzen hoch. Im Verhältnis zur EU droht eine Eiszeit - und eine neue, noch radikalere Abschottungsinitiative ist bereits geplant.

Seite 1 von 56
smokyfields 09.02.2014, 18:57
1. Prognosen....

sind sehr unsicher, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Abgedroschen, ich weiß. Doch mit welcher Sicherheit Experten schon wieder Zukunftsbilder fertig haben, ist erstaunlich. nun lasst doch erst einmal den Satz sich setzen. In CH werden dann die Freunde des vielen Redens (Politiker) erst einmal ihre verbalen Kanonenrohre neu ausrichten müssen. Schließlich wird ja doch vieles so funktionieren, wie es ursprünglich gemeint war (in Analogie zur Bundestagswahl)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
recepcik 09.02.2014, 18:59
2. Die Schweiz liegt in Mitten von Europa

und will sich von Europa abschotten. Gegen die Zuwanderung außerhalb von Europa hat die Schweiz schon Quoten eingeführt. Hier geht es in erster Linie um Zuwanderung aus der EU. Die EU sollte sich dies nicht gefallen lassen und selber die Schweiz isolieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cato-der-ältere 09.02.2014, 18:59
3. Vertrauen?

Bevor jetzt unsere Super-Strategen in den politischen Führungsgremien wieder seufzen über die Doofheit der Masse, sollten sie mal überlegen ob nicht eigene Fehler diese Ängste legitimieren. Solange man nicht zu den "Eliten" (man muss es leider immer in Anführungszeichen setzen) zählt, kann man sich durchaus bedroht fühlen von Zuwanderung. Die Schweiz ist nicht die EU und Deutschland, aber hierzulande haben die Verantwortlichen, sagen wir mal signifikante hohe, Zuwanderung, in die ohnehin von Kleinlichkeit und Repression gezeichneten Sozialsysteme sehenden Auges in Kauf genommen. Sie betrifft es ja nicht...
Für Millionen ist aber die Konkurrenz um das bisschen würdigen Wohnraum hierzulande, und Überlebenshilfe durchaus ein existentielles Problem.
Es ist zu offensichtlich dass sich Unternehmer und Neoliberale eine willige, billige Unterschicht wünschen. Die darf auch gerne etwas größer sein...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cato. 09.02.2014, 19:00
4. ...

Zitat von sysop
Der Schweiz geht es blendend, doch sie fürchtet sich vor dem Abstieg. Mit dem Ja zu härteren Zuwanderungsregeln zieht sie jetzt die Grenzen hoch. Im Verhältnis zur EU droht eine Eiszeit - und eine neue, noch radikalere Abschottungsinitiative ist bereits geplant.
Prinzipiell ist es vollkommen in Ordnung die Zuwanderung zu begrenzen, macht die ganze Welt und die EU bei ihren Außengrenzen, abgesehen von der Schweiz ja auch. Und innerhalb der EU ist die Debatte inwieweit die Arbeitnehmerfreizügigkeit gehen soll und ob damit auch die Einwanderung in besser ausgebaute Sozialstaaten gemeint sein kann alles andere als umfassend geklärt.

Was aber wirklich bedenklich ist, dass die Einwanderer die keinen Schweizer Pass haben bei der Arbeitsplatzvergabe per staatlicher Anordnung diskriminiert werden sollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schollinski_8703 09.02.2014, 19:00
5. Wasn

Was ne dämliche Einleitung!!! Niemand will sich abschotten. Die Schweiz will lediglich die Zuwanderung stärker kontrollieren. Das ist auch gut so, jeder der was anderes behauptet ist einfach nur realitätsfern. Warum soll ich denn jemanden in mein Land lassen, wo ich von vornherein weiß, dass diese Person ein Riesen Problem haben wird auf meinem Arbeitsmarkt Anschluss zu finden?!?!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
singpat 09.02.2014, 19:01
6. Auch wenn es

linkem Meinungsmainstream nicht gefaellt: Jedes Land hat das Recht, zu bestimmen wer zuwandern soll und wer nicht. Schlaue Laender (USA, Kanada, Australien, Singapur und nun wohl auch die Schweiz) fuehren Kriterien ein und waehlen aus. Dumme Laender (zB Deutschland) lassen jeden rein und alimentieren diese auch noch. Es liegt auf der Hand, wohin die Leistungswilligen und wohin die Handaufhalter hingehen. Man kann dann auch ahnen, was wohl langfristig erfolgreicher sein wird...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
supermario 09.02.2014, 19:02
7. Willensnation

So sehr ich die Initiative auch ablehne, aber nit der Darstellung der schweizerischen Identität als Nicht-Zugehörigkeitsgefühl macht es sich der Autor des Artikels doch sehr einfach. Zur Erinnerung: Die Schweiz entstand, war auch schon multikulturell, als der desaströse Nationalisierungswahn in einigen anderen Gebieten, in denen ein westgermanischer Dialekt gesprochen wurde. Das Bekenntnis, etwa nicht zu Deutschland gehören zu wollen, kann nicht ausschlaggebend gewesen sein, da es ein Deutschland ja noch gar nicht gab! Was soll schlecht sein, bei der Wahl, auf welches Kriterium man bei der Staatszugehörigkeit achten will, auf andere als Sprache oder "Ethnie" abzustellen? Dies scheint mir doch eher ein Nährboden für Nationalismus zu sein als die übrigens substanzlose Behauptung, die Schweiz sei die Schweiz, weil sie reich sei. Ich erachte die Schweiz durchaus nicht als das ideale Staatswesen, abet bei der Lektüre dieses Artikels drängt sich mir
der Verdacht auf, dass der Autor die Lehren aus zwei Weltkriegen immer noch nicht verstanden hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derbergischelöwe 09.02.2014, 19:03
8. Kleines Land, großer Egoismus

Die Schweiz bekommt aus Deutschland jede Menge - vom dt. Steuerzahler ausgebildete - Chefärzte während wir Deutschen reichlich Einwanderung ins soziale Netz erleben. Aber da sieht man mal, wie nationalistisch und fremdenfeindlich unsere Nachbarn sind, was wäre in der Schweiz los, wenn dort Roma einwandern würden und diesen sofort Hartz4 zugesprochen würde wie bei uns. Tja so geduldig ist eben nur der dt. Michel. Ich mochte den engstirnigen, überzogenen Schweizer Nationalismus nie, das hat sich nicht gerade geändert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schaeffler 09.02.2014, 19:03
9. Freizügigkeitsabkommen lässt Ausnahmen zu!

Sie schreiben: Im Verhältnis zur EU droht eine Eiszeit..
Wenn Sie den offiziellen Text des bilateralen Übereinkommens zwischen der Schweiz und der EU genau lesen, werden Sie feststellen, dass "Ausnahmen" - wie in der Verfassungsänderung vorgesehen - möglich sind. Wozu dieser Hetze gegen die Schweiz! Wir sind erwachsen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 56