Forum: Politik
Schweiz stimmt "gegen Masseneinwanderung": Land des Geldes, Land der Angst
REUTERS

Der Schweiz geht es blendend, doch sie fürchtet sich vor dem Abstieg. Mit dem Ja zu härteren Zuwanderungsregeln zieht sie jetzt die Grenzen hoch. Im Verhältnis zur EU droht eine Eiszeit - und eine neue, noch radikalere Abschottungsinitiative ist bereits geplant.

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hesse 10.02.2014, 14:01
500. Deutschland würde genau so....

Zitat von sysop
Der Schweiz geht es blendend, doch sie fürchtet sich vor dem Abstieg. Mit dem Ja zu härteren Zuwanderungsregeln zieht sie jetzt die Grenzen hoch. Im Verhältnis zur EU droht eine Eiszeit - und eine neue, noch radikalere Abschottungsinitiative ist bereits geplant.
....wählen. Und das wär auch gut so. Die EU- und Berlin-Politik zieht uns runter vom 1.Platz in die Bedeutungslosigkeit. Ziel soll es wohl sein, das untere Drittel gerade nicht verhungern zu lassen, aber das obere Drittel gut verdienen und Sparmöglichkeiten zu lassen.

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Ratzbär 10.02.2014, 14:02
501.

Zitat von annalena.rosarot
Ich als Schweizerin bin angewidert von Artikeln und Inhalten, wie sie auf Spiegel Online zur Zeit zu lesen sind. Wir haben jährlich 80'000 Nettoeinwanderer und der Platz wird immer knapper. Machen wir doch ein Agreement mit Deutschland. Pro 250 Einwanderer, die von Deutschland kommt, tretet ihr 1 km2 von eurem Land ab. Aber wir platzen bald aus allen Nähten. Unser Landschaftsbild ist derzeit geprägt von Kränen und Baustellen. Die Pendlerzüge sind proppenvoll. Und auf dem Arbeitsmarkt herrscht grosse Konkurrenz. Nicht selten werden Stellen gar nicht mehr ausgeschrieben, sondern es werden von den vielen deutschen Chefs direkt Personal aus Deutschland rekrutiert. Kein Witz. Leider wahr. Und dagegen wehren wir uns. Das hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun. Die wenigsten Schweizer sind ausländerfeindlich, sonst hätten wir mit unserem hohen Ausländeranteil von 25% plus den vielen bereits eingebürgerten Einwohnern viel viel grössere Probleme.
Da frage ich mich doch, warum es so viele "deutsche Chefs" in schweizer Unternehmen gibt??? - Sind die alle erpresst oder bedroht worden? Niemand hat die Unternehmen gezwungen sich "deutsche Chefs" zu holen.

Angebot und Nachfrage würde ich mal sagen.

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happy2010 10.02.2014, 14:03
502.

Zitat von reaktiv-substanz
a) die SNB stützt seit 2010 den Euro mit Ankäufen von inzwischen 500 Milliarden (Mrd, NICHT Millionen) Euro.
Na ja, um der Wahrheit die Ehre zu geben

Erst wurden fast 100 MRD wertlose Anleihen von EU Pleitestaaten ohne Verlust verscherbelt, der EU sei dank, und nun stützt man den Franken

Ohne diese Stützungskäufe wäre die Ch pleite, da der Franken unbezahlbar wäre

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nmw 10.02.2014, 14:24
503. Schulstoff vs. Alltag

Zitat von Ratzbär
[…] Angebot und Nachfrage würde ich mal sagen.
…, weil Sie es so gelernt haben.

Maktversagen, wahrscheinlich die, die die Hintergründe besser kennen als Sie.

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johannisbrunnen 10.02.2014, 14:30
504. und wie soll es bei uns weitergehen?

Die Schweizer verbieten keine Zuwanderung, sie wollen sie nur in sofern Einschränken, dass sie volkswirtschaftlich vertretbar ein muß. In den Traumländern der Deutschen, Australien und Kanada, ist es bereits so-da stört sich keiner daran. Nun gibt es auch hier eine Petition, die Gleiches auch in Deutschland fordert:

https://www.openpetition.de/petition/online/beschraenkung-des-zuzugs-von-auslaendischen-buergern
Ich bin gespannt, was die deutschen Politiker dazu sagen!

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AlaskaSaedelaere 10.02.2014, 14:44
505.

Zitat von manschu
Für Europa ist das eine tolle Entscheidung. Der gewaltige Wohlstand der Schweiz beruht sehr stark auf Fachkräften aus den Nachbarländern. Bei den Löhnen konnten sie sich die Besten der Besten herauspicken.
Das werden sie auch in Zukunft können.

Zitat von manschu
Müssen die in Zukunft zuhause bleiben, ist das auch gut für Deutschland.
Warum "müssen die in Zukunft zuhause bleiben"? Wissen Sie nicht, worum es in der Abstimmung ging? Die Schweiz will sich nicht abschotten, sondern lediglich den Zustrom regulieren. Etwa so wie Kanada. Qualifizierte Fachkräfte werden auch in Zukunft willkommen sein - und gut bezahlt werden.

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redwed11 10.02.2014, 14:47
506.

Zitat von johannisbrunnen
Die Schweizer verbieten keine Zuwanderung, sie wollen sie nur in sofern Einschränken, dass sie volkswirtschaftlich vertretbar ein muß. In den Traumländern der Deutschen, Australien und Kanada, ist es bereits so-da stört sich keiner daran. Nun gibt es auch hier eine Petition, die Gleiches auch in Deutschland fordert: Ich bin gespannt, was die deutschen Politiker dazu sagen!

Da besteht aber ein gewaltiger Unterschied. Die Schweiz hat mit der EU ein Vertragspaket abgeschlossen. Einer dieser Verträge bezieht sich auf die Freizügigkeit innerhalb der EU. Sollte einer dieser Verträge gekündigt werden, ist die andere Seite dazu berechtigt, auch die restlichen Verträge zu kündigen. Na dann viel Spaß liebe Schweizer, wenn der größte Handelspartner wegen der dann wieder zu erhebenden Einfuhrzölle und anderen dann wieder in Kraft tretenden Handelsbeschränkungen Realität sind. Man kann ja mal darüber nachdenken, wer davon den größeren Schaden hat, die Schweiz oder die EU.

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Lörracher 10.02.2014, 15:26
507.

Zitat von swisslife
Bei 70000 Zuzügern,In 100 Jahren hätte sich die Schweizer Bevölkerung verdoppelt.Fürwahr ein Schrecken, der den Schweizer vor der Zukunft grausen lässt.
Es sind 80000 und wenn man bedenkt, dass der Schweiz weniger als 50% als Nutzflächen zur Verfügung stehen ist das schon erheblich. Die kommen ja gar nicht nach mit dem Ausbau der Infrastruktur. Die Bevölkerung wachst im Schnitt um 1% jährlich, wenn man das auf deutsche Verhältnise anpasst, wären das 800000 Einwanderer. Anders gesagt jedes Jahr ein neues Frankfurt am Main mit ein bisschen Agglomeration. Das ist schon heftig und wäre auch für uns Deutsche auf Dauer nicht tragbar.

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Ratzbär 10.02.2014, 15:40
508. ?

Zitat von nmw
…, weil Sie es so gelernt haben. Maktversagen, wahrscheinlich die, die die Hintergründe besser kennen als Sie.
Mich erreicht nicht der Sinn Ihres Beitrags.

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Richard999 10.02.2014, 16:21
509.

Ich verstehe als Schweizer (der nein gestimmt hat) alle Kommentare hier, rückständig, provinziell, ängstlich, weiss der Hergott was. Wenn aber Blogschreiber von Grenzen schliessen und ähnlichem reden, dann geht schon ein bisschen zu weit. Zur Erinnerung: Die Schweiz hat mit 41.5 Milliarden Export und 54.9 Milliarden Import mit Deutschland ein Handelsbilanzdefizit von gut 13 Milliarden. Sollen wir dann die deutschen PWs besteuern, mit Korea, China und Japan Freihandelsabkommen machen und alle nur noch Hyundais und Hondas kaufen...? Oder 60'000 deutsche Grenzgänger jeden Morgen im Detail kontrollieren (bei Frankreich sinds übrigens 150'000)? Oder den Freibetrag für Einkäufe ennet der Grenze in Deutschland aufheben (fragt man den deutschen Handel entlang der Schweizer Grenze, wieviel Anteil die Schweizer am täglichen Umsatz haben)? Von den knapp 300'000 Deutschen, die z.T. seit zig Jahren bestens integriert in der Schweiz leben, ganz zu schweigen.

Sorry: was sollen solche Drohungen?

Kurz: Volksabstimmungen sind Volksabstimmung, mindestens hier, und auch mit 50.3% sagt hier die Regierung nicht einfach, "es war ja nur das Unwissen und die Dummheit des breiten Volkes" (wie z.B. im elitistissch-zentralistischen Frankreich). Wir werden Lösungen finden, irgendwie, manchmal dauert es, aber wir werden sie finden.

Viele Grüsse aus der Schweiz

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