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Schweizer gegen Zuwanderung: Europas mutigste Demokraten
DPA

Die Schweiz, ein Rassisten-Nest? Von wegen: Nicht aus Angst, sondern aus Kühnheit ziehen die Eidgenossen die Zuwanderungsbremse - gegen alle Widerstände aus Europa. Und aus gutem Grund.

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kritischer-spiegelleser 13.02.2014, 08:28
480. Obskures Schweizer System

das natürlich allen deutschen und europäischen Politikern aufstößt. Da will doch wirklich das schweizer Volk über das eigene Land bestimmen. Anstatt sich von der großen Politik vorgeben zu lassen was zu geschehen hat und was opportun ist.

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swiss-italian 13.02.2014, 10:34
481. jj.ll Deutscher in Italien

die deutsche und die italienische Bevölkerung in der Schweiz ist fast exakt gleich gross und die Anzahl Grenzgänger auch. Bei beiden Nachbarn sind das etwa 60.000 Menschen die jeden Tag pendeln und ungefähr 380.000 die konstant hier leben. Die tessiner Probleme kann man nicht mit jenen der anderen Kantone vergleichen. Der Kanton ist klein und hat die schwächste Wirtschaft von allen Kantonen, die Probleme sind daher umsomehr grösser. Die Italiener in den 25 restlichen Kantonen stellen entgegen ihrer Aussage überhaupt kein Problem dar und die sind längst integriert hier nach 100 Jahre langer kontinuierlicher Einwanderung. Nach der letzten Initiative in den 70er Jahren (Schwarzenbach) wurde gerade diese Bevölkerung integriert und die Italiener gelten heute SCHWEIZWEIT zusammen mit den Spaniern als die Beliebteste Ausländergruppe im Gegensatz zu den Deutschen die gleich auf mit Kosovaren und Albanern liegen. Wenn ich IHRE Kommentare lese frage ich mich auch nicht warum die Deutschen allgemein sehr unbeliebt sind. Kulturell uninteressant, kulinarisch eine Katastrophe und bei weitem nicht so Hochqualifiziert wie sie sich gerne darstellen. Glücklicherweise gibt es auch andere und genau diese sind sehr willkommmen und integriert und möchten auch nicht mehr weg. Sie können aber gerne in ihrer Realität versauern denn anscheinend haben sie den Sprung weder in die Schweiz noch zurück in die Heimat geschafft. Nochmals zu ihrer Information. Ich bin Doppelbürger, Schweizerischer Herkunft und Italiener dank 21 Jahre Leben und Arbeit in Italien. Ich nehme Italien anders war als sie aber das hat wahrscheinlich auch mit den persönlichen Ressourcen zu tun, intelektuelle und soziale. Ich habe mich dort immer wohlgefühlt und lebe jetzt wieder in der Schweiz wo es mir auch sehr gefällt. Was sie nciht können ist beim Thema zu bleiben. Es geht hier nicht um mich und nicht um Italien sondern um die Schweiz und deren Volksabstimmung. Ihre Italien Kommentare sind weder hilfreich noch interessant

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ein anderer 13.02.2014, 10:50
482. ...

Zitat von Sponposter2
Stimmt schon, die Krisen in Griechenland und Irland waren gewaltig. Trotzdem - Ihr Schweizer seht gar, dass Eure Entscheidungen sehr wohl im EU-Ausland wahrgenommen werden und dort auch Auswirkungen haben. Ihr denkt, wir stimmen halt mal für uns ab, wie wir's immer gemacht haben, und dann geht's weiter... Geht doch niemand was an.
Da auch in den EU-Mitgliedsländern vorwiegend aus der nationalen Perspektive gewählt wird und auch dadurch viele Entscheidungen zuerst zum Wohle der eigenen Wirtschaft und Bevölkerung getroffen wird scheint mir ihr Vorwurf doch erstaunlich.

Zitat von Sponposter2
Aber dass die Schweizer Abstimmung ein starkes Signal für die Front national in Frankreich (aktuell jetzt auf 34 Prozent Zustimmung gesprungen) und für etliche Rechtsaußen mehr in Europa ist, wollen die Schweizer gar nicht wahrhaben. Dass Marie le Pen als eine der ersten den Schweizern zu ihrer Abstimmung gratuliert hat? Ist doch deren ihre Sache... Davon, dass doch auch jetzt viele Unzufriedene in Deutschland die Messer wetzen und danach lechzen, per Volksabstimmung Ausländer rauszuschieben, damit's ihnen emotional (aber wohl nicht wirtschaftlich) besser geht? Was gehen uns die "Düütsche" an? Wenn die vom rechten Rand das Sagen erhalten, verursacht das eine Menge Leid und Krisen... aber das ist ja Volkes Wille, und Ihr Schweizer Trendsetter denkt, Ihr habt damit ja schon mal gar nichts zu tun.
Ich glaube jedes europäische Land, oder der Welt, hat mit einem "Bodensatz" von rechtsextremen zu kämpfen ob nun das Land Probleme hat oder nicht. Die Rechtsaussen-SVP'ler sind einfach vorhanden. Aber erst Fehler der Regierung, was sich meist in Unterlassungen zeigt Probleme zügig anzugehen, verschaft diesem Bodensatz weitere Stimmen. Aber das Schweizer System kann diesen weiteren Stimmen gehör zu den Problemen verschaffen die sie in die nähe der SVP brachten. Deshalb wird die SVP keine Regierungsmacht in unserem System erlangen. Das ist unser Weg, der funktioniert, damit eine Machtergreifung von rechtsaussen oder linksaussen unmöglich ist. Sie werden sehen wie diese Initiative so in ein Gesetz gegossen wird, dass die einfachen Leute sehen, ihre Probleme werden ernst genommen, aber sich keineswegs mit der Agenda der Rechtsaussen-SVP'ler decken wird.

Man muss sich im klaren werden, zumindest trifft das für die Schweiz zu, Populisten und Demagogen haben solange keine Macht wie die Menschen nicht das Gefühl bekommen dass ihre Probleme ncht ernst genommen werden, eine Veränderung nicht zu schnell über ihren Köpfen bestimmt worden ist. Menschen brauchen Zeit um sich einer neuen Situation anzupassen.

Auch wenn ich ihre Bedenken verstehe wie solche Abstimmungen die FN und Andere befeuert. Wenn wir das nicht mehr tun dürften würden wir genauso vor dem Problem stehen dass eine Rechtsaussen-Partei womöglich die Macht erlangt wie das von der FN drohen könnte.

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ein anderer 13.02.2014, 11:45
483. ...

Zitat von Sponposter2
...
Sorry, womöglich könnte meine vorherige Äusserung zu indirekt ausgefallen sein. Also noch einmal direkter.
Eure Probleme mit den Rechten sind Hausgemacht. Nicht wir sind in irgendeiner Form dafür Verantwortlich, dass Ihr mit einer wachsenden unzufriedenen Meute zu kämpfen habt.
Es ist die Aufgabe Eurer Regierungen den ausgeheckten Masterplan zu Europa und der ökonomisierung der Gesellschaft so zu gestalten damit keine allzu grossen Bevölkerungsteile dem rechten Bodensatz zugespielt werden.
Mich hat es immer erstaunt wie das Projekt Europa hauptsächlich auf der ökonimischen Seite vorangetrieben wird und nicht den Menschen ins Zentrum der Bemühungen stellte. Auch die Personenfreizügigkeit dient dieser ökonomischen Strategie.

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mr_shoke 13.02.2014, 12:44
484.

Zitat von swiss-italian
Kulturell uninteressant, kulinarisch eine Katastrophe und bei weitem nicht so Hochqualifiziert wie sie sich gerne darstellen.
Das Schwarzgeld hat man dann aber doch sehr gerne genommen aus Deutschland ... oder aus Europa. Das fällt jetzt weg, da will man die Ausländer dann auch nicht mehr, gell.

Erklären Sie doch mal, wie sie die 50,3% mit "Volk" begründen? Warum keine 2/3 Drittel Mehrheit? Warum haben die Regionen dagegen gestimmt, die eh nicht davon betroffen sind?

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meinemeinung: 13.02.2014, 15:48
485.

Zitat von ein anderer
Es wäre also besser wenn diejenigen eines Volkes die mit der schnellen Veränderungen nicht klar kommen, sich darob isolieren und still und leise zurückziehen sollten? Aber Menschen funktionieren nicht nach den Theorien von Darvin und werden nicht genügend schnell aussterben. Und....
Das wirkliche Problem liegt für mich im Konkurrenzkampf, im festhalten an nationalem Status als Grundlage von Beziehungen, in Ausgrenzung von Minderheiten und daraus resultierenden Konflikten. Wann immer wir aufhören Menschen als Menschen zu betrachten und ihnen Etiketten zu geben und sie auf
Grund dieser ausgrenzen entstehen Konflikte die mit hohen Risiken verbunden sind und bestehende Probleme verschärfen.
Wie lange eine solche Strategie des Gegeneinanders funktionieren kann weiss ich nicht. Die Lebensqualität ist in einer solchen Atmosphäre immer eingeschränkt und wird vor allem durch Angst und Aggression bestimmt.
Die Risiken das es zu einer Eskalation kommt, wenn man Ängste in Ausgrenzung ummünzt, statt versuchen Hürden ab und Vertrauen aufzubauen sind hoch, wie der Verlauf unserer Geschichte zeigt.

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meinemeinung: 13.02.2014, 15:58
486.

Zitat von vespa2
Mit Fremdenfeindlichkeit hat das nichts zu tun, sondern mit Vernunft. Unsere Politiker handeln hochgradig unvernüntig, wenn Sie eine unbegrenzte Zuwanderung zulassen. Sie riskieren damit nicht nur den Zusammenbruch der Sozialsysteme, sondern sie gefährden obendrein auch den Frieden in Europa.
Durch wenn wird der Frieden gefährdet? Durch Menschen die sich dafür einsetzen Vertrauen aufzubauen und Hürden abzubauen, oder durch Menschen die Ängste schüren und Horrorszenarien wie das von ihnen genannte aufbauen.
Was wollen sie? Wollen sie wirklich Frieden?
Mit Vernunft hat es für mich nichts zu tun, wenn Menschen nur nach ihrem Nutzen oder nationaler Zugehörigkeit beurteilt werden.
Was sagt ihnen dieses Zitat von Jakob Wassermann:
"Solange Wohlstand und scheinbare Ordnung herrschen, ruht das Opfer in uns. Wenn es aber in Zeiten von wirtschaftlicher Not und politischem Chaos erwacht, erwacht auch der Haß gegen uns selbst und die Notwendigkeit, diesen Haß auf »Feinde« abzuwälzen. Und so lassen wir das Böse in dem Maße zu, in dem wir selbst von Nicht-Liebe geformt worden sind."
Die Ursachen solcher Konflikte liegen viel tiefer. Ich glaube das es sehr wichtig ist sich damit auseinander zu setzen, wenn wir nicht unsere Geschichte ständig wiederholen wollen.

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meinemeinung: 13.02.2014, 17:00
487.

Zitat von vespa2
Die EU gefährdet zunehmend den Frieden und die Freiheit der europäischen Völker untereinander mit ihrem Spaltpilz, dem Euro. Beide werden hoffentlich recht bald im Orkus der Geschichte verschwinden.
Ihre Antwort ist klar. Ich kann nur hoffen das Menschen mit solchen Vorstellungen nicht die Zukunft bestimmen werden. Es würde jede Möglichkeit Konflikte abzubauen unmöglich machen, und das Gegenteil bewirken. Ich glaube allerdings kaum das dies in irgendeiner Weise dazu führt das Sie ihre Meinung ändern werden.

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andre_22 13.02.2014, 17:10
488.

Es gibt doch Faktisch garkeine wirkliche Freizügigkeit! Dieses Konstruck gilt doch nur für die EU! Auch in Deutschland darf sich nicht jeder niederlassen der will! Die EU wird mit den USA ein Freihandelsabkommen aushandeln, da wird freizügigkeit auch kein Thema sein oder glaubt hier jemand ernsthaft das die USA da mitmachen würde?Wo ist also der Unterschied zwischen Verträgen mit der Schweiz oder der USA oder mit Kanada oder oder!

Und jetzt bitte nicht mit Europa kommen! Die freizügikeit ohne jedwede einschränkung kann aus rein Ökonomischen Gründen nicht funktionieren auf dauer! Jeder Mensch folgt wenn es um einen Job geht dem Ruf des Geldes. Das hat nichts mit freizügikeit zu tun sondern lediglich mit wirtschaft! Ein hochqualitativ ausgebildeter Deutscher geht doch nicht in die Schweiz weil er in Deutschland keinen Job bekommt sondern weil er in der Schweiz mehr Geld für seine Arbeit bekommt! Den gleichen Grund haben weniger Qualifizierte Arbeitskräfte! Mann bekommt die möglichkeit dahin zu gehen wo man einen Job bekommt und das meiste verdient. Also ziehen aus wirtschaftlich Schwachen Regionen Europas vermehrt Menschen in wirtschaftlich starke Regionen! Vollkommen normal oder man kann auch Menschlich sagen! Die folge ist das in ein Land mehr Leute einwandern die man braucht und aus anderen die Leute weggehen die für den Wirtschaftlichen aufschwung dieses Landes wichtig wären! 14.000 Rumänische Mediziner gehen in andere Länder aber auch rund 3000 Mediziner verlassen im Jahr Deutschland ( rund 35.000 seit 2003) Die Deutschen gehen aus dem gleichen Grund weg ,aus dem die Rumänen kommen! Geld! Und das kann ohne Regelungen auf dauer nicht gut gehen!

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motztgern 13.02.2014, 21:58
489.

Zitat von thomas_gk
EU-Parlamentspräsident Schulz sagte gestern : „Schulz: Ich wäre froh, wenn die EU ein Einwanderungssystem hätte. Wir sind ein Einwanderungskontinent. Da braucht man nur ans Mittelmeer schauen. Was wir endlich brauchen, ist ein legales Einwanderungsrecht. Da kann man sich bewerben, da gibt es Regeln, nach denen man kommen oder auch abgelehnt werden kann. Dass wir das immer noch nicht haben, ist kaum zu glauben.“ Und wenn die EU ein Einwanderungsrecht hat, dann muss dieses ja auch die einzelnen Staaten runtergebrochen werden. Die derzeitig propagierte Lösung – ja gerne nehmen wir gut ausgebildete Facharbeiter, Ingenieure, Ärzte, kann ja nicht die Lösung sein. Das verschärft die Probleme in den Ländern, aus denen diese gut ausgebildeten Kräfte wegziehen um so mehr. Insofern ist es nur rechtens, dass nachvollziehbare Regeln aufgestellt werden. Und unter diesen Regeln wird es dann auch im Einzelfall begründbare Ablehnungen geben.
Die Probleme, die am Mittelmeer deutlich sichtbar sind, sind hausgemacht. Die haben was mit der Ausbeutung dieser Menschen in ihrer eigenen Heimat durch globalisierte Konzerne zu tun. lasst denen dort also ihr Land und wir haben an den Stränden eben keine Probleme mehr.

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