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Schwere Kämpfe in der Ostukraine: Die Fehler von Minsk
DPA

Welchen Wert hat noch das Abkommen von Minsk? Separatisten rücken in die strategisch wichtige Stadt Debalzewe ein, die Kämpfe gehen an anderen Stellen weiter. Die Bundesregierung hofft dennoch immer noch auf eine Umsetzung des Papiers.

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frank.huebner 18.02.2015, 13:28
1. alles nach Plan

Es läuft alles nach Plan: Minsk II hatte nie die Chance auf Umsetzung, weil Putin und seine Separatisten-Marionetten den verzögerten Waffenstillstandstermin von vornherein nutzen wollten, um Debalzewe einzunehmen. Und die Kiewer Regierung hatte garantiert schon eine Zusage der USA, dass diese im Falle eines Bruches der Waffenruhe mit Waffenlieferungen beginnen würden. Eine dipolomatische Lösung könnte nur bedeuten, dass die Separatisten sich wieder auf die Linien zur zeit des Waffenstillstandes zurückziehen würden, und das machen die nicht. Im Gegenteil, sie werden die Zeit für weitere Geländegewinne nutzen, bis evtl die ukrainische Armee durch US-Waffen etwas an Schlagkraft gewinnt. Und Putin lacht sich tot in seiner Datscha. Und die Putinfreunde hierzulande wettern nachher gegen die USA, weil diese Waffen liefert, ausblendend, dass Russland schon lange Waffen an die Separatisten liefert. Politik heute,

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nervenzusammenbruch 18.02.2015, 13:30
2. an der Realität vorbei

Wieso soll denn bitte der ukrainischen Regierung klar gemacht werden das an dem Waffenstillstand von Minsk kein Weg vorbei führt, wo es doch die Separatisten und russischen Soldaten sind die ihn direkt wieder gebrochen haben? Dieser Waffenstillstand war ein ehrenhafter versuch aber realitätsfern. Die Bewaffnung der ukraine und die härtest-möglichen Sanktionen gegen Rußland sind die einzig richtige Antwort auf ein solches verbrechen. Man kann mit putin nicht reden, er sieht diplomatische Kompromisse nur als Schwäche an. Eine derart kriminelle Aggressionen sollte nicht hingenommen werden!!!

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jpgermany 18.02.2015, 13:31
3. es gibt wirklich kaum Alternativen

das die kaum vorhandene Ukrainische Armee gegen die sogenannten Separatisten, also die Russische Armee keine Chance hat war leider schon immer klar. Das Abkommen von Minsk ist für Putin nur ein Papier um Zeit zu gewinnen, die Geländegewinne seiner Soldateska zu zementieren. Ich bin mir fast sicher, dass er auch noch den Landweg zur Krim erobern wird, und keiner kann ihn wirklich daran hindern.
Eine Bewaffnung der legalen ukrainischen Regierungstruppen bringt wenig und könnte sogar kontraproduktiv sein, da es Moskau einen wunderbaren Grund gibt, die ganze Ukraine zu überrennen.
Was bleibt also ?
Eine vielleicht etwas verwegene Idee, aber wie wäre es mit der sofortigen Aufnahme der Ukraine in die Nato unter Akzeptanz der jetzt realen Grenzen zur Ostukraine. Also ein "bis hierher und nicht weiter" an Herrn Putin welches auch Zähne hat.

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European 18.02.2015, 13:35
4. Frieden ist kein Fehler

sondern Krieg.

Tatsache ist, das der Waffenstillstand weitesgehend intakt ist was in der geifernden Presse dieses Landes nicht reflektiert wird.

Mögen die Herren von Welt, Reuters, Focus usw doch selbst die Waffe in die Hand nehmen und sich am besten gegenseitig umbringen.

Ich freue mich über den aufkeimenden Frieden im Osten Europas und habe auch sehr gut daran verdient. Am Frieden verdienen ist ja wohl nichts unanständiges...

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AllesnureinWitz 18.02.2015, 13:36
5. das geringere Übel

"Vor Minsk hatte Moskau eine Uno-Friedenstruppe ins Gespräch gebracht. Doch die Ukraine lehnt eine russische Beteiligung an einer solchen Truppe ab. Ihre Befürchtung: Eine solche Friedenstruppe werde die Teilung des Landes zementieren."
Das ausgerechnet Moskau sich als Friedensengel inzeniert ist zynisch, jedoch ist die Teilung der Urkraine kaum noch verhinderbar. Außerdem könnten die UNO-Truppen dafür Sorgen, dass die Separatisten nicht auch noch weitere Punkte ihres Neurussland-Plans umsetzen, wie die Eroberung Mariupols.
Nach einer Teilung der Ukraine könnte der Westen die Ukraine beim Aufbau unterstützen, damit sich vielleicht eine ähnliche wirtschaftliche Entwicklung wie in Polen vollzieht. Die selbsternannten Volksrepubliken werden in den nächsten Jahren eh erst einmal damit beschäftigt sein, Feinde im Inneren zu bekämpfen, wie es die Kosaken bereits zunehmend erfahren mussten, weil sie gerne autonom von Russland wären. Auch die jetzige Verfolgung und Vertreibung der Krim-Tataren wird den Russen noch auf die Füße fallen.

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bkarger 18.02.2015, 13:39
6. Endlich mal Fakten

und keine Propaganda durch SPON. Das man das noch Erleben darf.
Poroschenko hat bei Minsk II einfach nicht die Tatsachen anerkennen wollen, dass seine Truppen im Kessel von Debalzewe sitzen. Nun ziehen seine Truppen nach verlorener Schlacht ab. Er wollte dieses Thema einfach nicht verhandeln, weshalb Minsk II dieses Problem auch nicht lösen konnte. Das hätte Poroschenko sich und seinen Soldaten ersparen können und müssen. Nun steht er mit leeren Händen da - als Verlierer.

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henrikw 18.02.2015, 13:39
7. Minsk xyz

Es ist völlig irrelevant was in Minsk 2,3,4,5... vereinbart wird. Putin wird weiterhin freudestrahlend und zu Scherzen aufgelegt an solchen Meetings teilnehmen. Entscheidend ist die Frage, ob sich Putin mit der Ostukraine zufrieden gibt (dann gäbe es jetzt die Chance auf Waffenstillstand) oder ob er sich die gesamte Ukraine einverleiben will. Nur davon hängt der Zeitpunkt eines dauerhaften Waffenstillstands ab.

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überallzuhause 18.02.2015, 13:40
8. jetzt ist Friede nah

Viele werden es nicht wahr haben wollen, aber durch die Einnahme der Stadt haben die Separatisten den Frieden näher gebracht. Es gibt nun keine Kessel, keine Unregelmäßigkeiten im Frontverlauf und keine ernsthafte ukrainische Armee mit Siegesplänen.
Der jetzige Status quo ist fester als alles was wir seit dem Maidan hatten.
Ein realer Frieden hat jetzt eine Chance!

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jujo 18.02.2015, 13:42
9. ...

So bitter wie es ist, Kiew muß der Tatsache ins Auge sehen, das ein Großteil der Ostukraine verloren ist, Es kommt niemand zu Hife, ausser mit wohlfeilen Worten und mit der stumpfen Waffe der Sanktionen.
Beendet man jetzt diesen Krieg. wird mehr erreicht! Geht der Krieg weiter, wird der Verlust an Menschen, Land und materiellen Dingen nur noch größer! Je weiter die Separisten vorankommen, desto größer wird die (Land)Gier.

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