Forum: Politik
Schwere Kämpfe in Donezk: Ukraine und Russland streiten um Friedensvorschläge
AP/dpa

In der Ostukraine toben die schwersten Kämpfe seit Wochen: Während sich ukrainische Truppen und Separatisten in Donezk beschießen, streiten sich Kiew und Moskau um angeblich ernst gemeinte neue Friedensangebote.

Seite 1 von 17
antiru 19.01.2015, 08:35
1. Frieden mit Russland?

Das ist so wie Feuer und Wasser.
Die Russen wollen ihre gestörten Interessen durch setzen und werden niemals ernsthaft Verhandeln.
Was machen diese Aggressoren eigentlich im UN-Sicherheitsrat?

Beitrag melden
Bernhard.R 19.01.2015, 09:03
2. Die Welt verändert sich

Staaten zerfallen, Staaten entstehen. Die Politiker müssen zum Recht zurückkehren. Wenn politische Entwicklungen mit militärischer Gewalt aufgehalten werden sollen, droht eine Zerstörung dessen, was doch eigentlich geschützt werden soll.

Beitrag melden
sir wilfried 19.01.2015, 09:07
3. Poroschenko hofft auf die NATO,

und solange wird er weiter Wohnhäuser in Trümmer legen lassen, Waffen statt Lebensmittel kaufen und seinen Volkssturm rekrutieren.
Eine friedliche Lösung strebt er ganz sicher nicht an.

Beitrag melden
Herr Jedermann 19.01.2015, 09:13
4.

Die ostukrainische Bevölkerung will nicht unter das Kiewer Joch zurückkehren. Ich denke die Kiewer Machthaber sind vom Westen darin bestärkt worden (auch mit den 500Mill€), eine militärische Lösung zu suchen. Russland wird nicht zulassen, dass die russische Ostukraine in Kiewer Hände fallen wird.

Beitrag melden
Emderfriese 19.01.2015, 09:17
5. Verhandlungen

Zitat von antiru
Das ist so wie Feuer und Wasser. Die Russen wollen ihre gestörten Interessen durch setzen und werden niemals ernsthaft Verhandeln. Was machen diese Aggressoren eigentlich im UN-Sicherheitsrat?
Das kann man auch anders sehen. Russland will sich möglichst nicht weiter in diesen innerukrainischen Konflikt hineinziehen lassen. Gesetzt, die Russen träten als Vertragspartner der Kiewer im Rahmen eines Friedensabkommens auf - wie sollten dann die Vorgaben in der Ostukraine umgesetzt werden, wenn sich die "Separatisten" einer Einigung verweigern, weil ihnen bestimmte Bedingungen nicht weit genug gehen? Notgedrungen müssten dann wirklich (!) russische Truppen über die Grenze, um die "Separatisten" zur Räson zu bringen. Von da bis zu einer direkten Auseinandersetzung mit den Kiewer radikalen Bataillonen ist es nur noch ein Schritt. Und wenn man die große Erwartung Jazenjuks zum Eingreifen der Nato kennt, sollte man auch wissen, warum die Russen sich darauf berufen, dass Kiew mit den "Separatisten" zu verhandeln hat. Denn nur mit denen kann es zu einer Einigung kommen. Nur - genau das wollen die Kiewer nicht.

Beitrag melden
n.nixdorff 19.01.2015, 09:18
6. Man kann es drehen und wenden wie man will,

ohne Russland läuft nichts. Russland muss aufhören, die Separatisten mit Menschen und Material zu unterstützen, das Völkerrecht achten und zu seinen Verpflichtungen aus dem Budapester Memorandum und aus dem NATO-Russland-Vertrag stehen. Russland muss die annektierte Krim verlassen. Bei der Gelegenheit könnten Russlands Staatsmedien auch die allgemeine Hetze gegen die Ukraine und den Westen einstellen. Im Gegenzug würden die Sanktionen aufgehoben, sämtliche Kampfhandlungen auf ukrainischem Boden beendet. Sowohl Russland als auch die Ukraine haben genug mit eigenen Problemen zu tun. Die Ukraine muss die immensen Kriegsschäden beseitigen und den inneren Frieden wiederherstellen. Russland muss seine einseitig ausgerichtete marode Wirtschaft modernisieren. Da haben beide Seiten ausreichen zu tun. Zur Erinnerung: Im Budapester Memorandum erklärte Russland, „die Souveränität und die bestehenden Grenzen der Ukraine sowie dessen politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu achten“. Im NATO-Russland-Vertrag heißt es, dass die Staaten „in ihren gegenseitigen Beziehungen sowie allgemein in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen und Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt zu unterlassen sei“. Abschließend noch ein Satz zur Haltung der UN zur Krim: Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat die Angliederung der Krim an Russland verurteilt. Und zwar mit 100:11 Stimmen.

Beitrag melden
Niederbayer 19.01.2015, 09:19
7.

Zitat von Bernhard.R
Staaten zerfallen, Staaten entstehen. Die Politiker müssen zum Recht zurückkehren. Wenn politische Entwicklungen mit militärischer Gewalt aufgehalten werden sollen, droht eine Zerstörung dessen, was doch eigentlich geschützt werden soll.
Das mit dem Staaten zerfallen haben die Russen noch nicht so ganz gelernt. Von anderen wird immer verlangt separatistische Bewegungen zu akzeptieren, wenn es dem Kreml in den Kram passt. In Russland selbst ist das aber per Gesetz verboten.

Da muß der kleine Möchtegern Zar noch ein paar Nachhilfestunden in Gleichbehandlung nehmen.

Beitrag melden
Wunderläufer 19.01.2015, 09:24
8. Frage

Warum will Moskau die Ukraine nicht als souveränen Staat akzeptieren? (Annexion der Krim und Abspaltung des Donbas lassen für mich nur die Schlussfolgerung zu)
Gefahr:
Je stärker Moskau die Ukraine bekämpft, desto mehr könnten auch andere GUS-Staaten an Putin-Russland als Partner zweifeln

Beitrag melden
shockG 19.01.2015, 09:26
9. berlins dicker kumpel

statt darüber zu schreiben, wie poroschenko "den mut der soldaten lobt", wäre es für den leser aufschlussreicher was er über die frauen, kinder und alten menschen in den kellern der ostukraine zu sagen hatte. absolut erschütternd.

und der krieg flammt nicht zufällig nur wenige stunden nach merkels neuen finanzspritzen auf.

Beitrag melden
Seite 1 von 17
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!