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Schwere Kämpfe in Donezk: Ukraine und Russland streiten um Friedensvorschläge
AP/dpa

In der Ostukraine toben die schwersten Kämpfe seit Wochen: Während sich ukrainische Truppen und Separatisten in Donezk beschießen, streiten sich Kiew und Moskau um angeblich ernst gemeinte neue Friedensangebote.

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stonecold 19.01.2015, 13:35
80.

Zitat von lieber_incognito
Und warum hat Russland nicht seinen Einfluss geltend gemacht, und sich an die neue Regierung in Kiew gewandt, um gemeinsam und friedlich dafür zu sorgen, eine Situation zu schaffen, in der diese Ängste keine weiteren Nährboden finden? Moskau hat hier massiv gezündelt, und dann die ersten Pulverfässer durch die Entsendung ihrer Spezialeinheiten unter Genossen Girkin alias Strelkow in die Luft gehen zu lassen.
Den "Kompromiss" vom 22. Februar 2014 vergessen? Der kam unter Vermittlung Russlands zustande, war aber nach 24 h hinfällig. Seitdem gab es vielfältige Gesprächsofferten auf allen Ebenen sowohl vor als auch nach Poroschenkos Wahl. Was dabei herausgekommen ist, sehen wir ja. Mit Politikern wie Jazenjuk scheint es für Russland sehr schwer zu sein, ins Gespräch zu kommen.

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MatthiasSchweiz 19.01.2015, 13:35
81.

Zitat von syracusa
Es gibt keine "Separatisten", sondern nur irreguläre russische Truppen und kriminielle Freischärler, die die ostukrainische Zivilbevölkerung als Schutzschild missbrauchen. Da mittlerweile zweifelsfrei bewiesen ist, dass es sich hier um einen militärischen Angriff Russlands handelt, sollte endlich Den Haag Anklage gegen die Verantwortlichen erheben, also v.a. gegen Putin und Labrow.
Was schreiben Sie da? Nix ist bewiesen, und leider haben Sie keine Ahnung von der Lage in der Ostukraine und den Befindlichkeiten der Bevölkerung dort. Ich könnte jetzt hier vieles darüber schreiben, aber Sie würden es ja sowieso nicht glauben wollen.

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lieber_incognito 19.01.2015, 13:41
82.

Zitat von stonecold
Den "Kompromiss" vom 22. Februar 2014 vergessen? Der kam unter Vermittlung Russlands zustande, war aber nach 24 h hinfällig. Seitdem gab es vielfältige Gesprächsofferten auf allen Ebenen sowohl vor als auch nach Poroschenkos Wahl. Was dabei herausgekommen ist, sehen wir ja. Mit Politikern wie Jazenjuk scheint es für Russland sehr schwer zu sein, ins Gespräch zu kommen.
Der Kompromiss vom 22. Februar wurde durch das Handeln von Janukowytsch praktisch obsolet. Er hat sich noch in der Nacht nach der Unterzeichnung aus dem Staub gemacht., Sein Kabinett war bereits zuvor zum größten Teil zurückgetreten. Sein Ministerpräsident bereits Mitte Januar.

Mit EM auf Regierungsseite hätte die Opposition dieses Übereinkommen denn bitteschön noch umsetzen können?
Das Parlament, welches ja 2010 von Volk demokratisch gewählt wurde, hat von daher den dringend gebotenen, und einzig richtigen Schritt unternommen, und die Amtsgeschäfte gemäß der Verfassung auf den Parlamentspräsidenten übertragen.

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stonecold 19.01.2015, 13:43
83.

Zitat von lieber_incognito
Eine höchst abenteuerliche Deutung Ihrerseits.
Warum sollte man sich sonst Sorgen um den Ausgang des Referendums machen? Wenn sie fälschen würden, hätten sie ja alles mögliche herauskommen lassen können, ohne eine vom Foristen vermutete "Bloßstellung" fürchten zu müssen.

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lieber_incognito 19.01.2015, 13:44
84.

Zitat von MatthiasSchweiz
Was schreiben Sie da? Nix ist bewiesen, und leider haben Sie keine Ahnung von der Lage in der Ostukraine und den Befindlichkeiten der Bevölkerung dort. Ich könnte jetzt hier vieles darüber schreiben, aber Sie würden es ja sowieso nicht glauben wollen.
Was könnten Sie denn schreiben?
Was haben SIE PERSÖNLICH denn für Ahnung davon, wie es dort zugeht?
Woraus begründen SIE ihre angeblich Qualifikation, dies besser zu können, als andere Foristen?

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shockG 19.01.2015, 14:09
85.

Zitat von lieber_incognito
Der Kompromiss vom 22. Februar wurde durch das Handeln von Janukowytsch praktisch obsolet. Er hat sich noch in der Nacht nach der Unterzeichnung aus dem Staub gemacht., Sein Kabinett war bereits zuvor zum größten Teil zurückgetreten. Sein Ministerpräsident ......
das es noch viele gibt, die ein jahr später immer noch nicht den putsch erkennen wollen, daran ist spon ja nicht ganz unschuldig. entscheidend ist aber, dass deutsche politiker, allen voran die kanzlerin, ihre anschauungen nicht weiter mit der "demokratischen legitimation" erklären. alleine die bilder aus den regierungsgebäuden ende februar 2014 erinnern an die machtübernahme der nazis 1933.

in kiew ist der rest der demokratie mit dem coup endgültig begraben worden, denn entgegen der weltweiten "maidan" darstellung, haben die bürger nicht für porky und jaz, nazi batallione, parteiverbote, kürzungen der sozialausgaben, einschränkung der pressefreiheit oder US-finanzminister demonstriert. merkel verkauft ein bild in europa, das von den realitäten so weit entfernt ist wie pegida von substanz.

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Bruder Theodor 19.01.2015, 14:11
86. Das As im Ärmel

Zitat von hubertrudnick1
Wenn man sich die Historie von Europa anschaut, dann wird man feststellen, dass eine Periode des Friedens nur immer eine Verschnaufpause war, denn es gibt immer Herrschende, die sich heranmachen alles erneut zu verändern.
Krieg ist die Kehrseite vom kulturellen, durch Kunst und Wissenschaft und zu gesellschaftlichen Experimenten bereiten und geprägten Europa. Europa ist ein Vielvölker-und Multi-Ethnien-Gebinde, nicht ein Vielvölker-Einheits-Staat. Europa ist von den Mentalitäten her sehr aggressiv - und damit auch progressiv. Bismarck sagte nach den Einigungskriegen, dass das Deutsche Reich keine weiteren Gebietsansprüche hat. Erst Hitler formulierte wieder Gebietsansprüche - wahnsinnige dabei. Eine Frage nach dem energiearmen Zustand ist es, gibt es den? Kann ein Land sich als "gesetzt" ansehen, oder gibt es immer wieder mal einen, der durchdreht und Kriege vom Zaun tritt?

In Kiew wurden die Leidenschaften geweckt - dort wurde etwas initiiert, etwas versprochen, etwas angereichert, etwas für möglich erklärt. Hinter einer Minderheit in der Ukraine steht das größte Land der Erde. Ob man einfach gegen diese Minderheit Krieg führen kann, die je weiter es gen Osten geht, desto weniger Minderheit und mehr Mehrheit ist sie, ohne dass das größte Land der Erde als direkter Nachbar sich nicht einschaltet, berührt als zu beantwortende Frage ein Konglomerat aus vielen de-iures und de-factos. Wenn von EU- und US-Seite aus wenigstens der charakterliche Konsens bestehen würde, dass Entvölkerung und Krieg gegen diesen armen Landstrich nicht geht, dass nationale Dogmen nicht über ethnische Tatsachen gestellt werden können, wäre man in Sachen Erkenntnis und objektiver Verhandlungsboden einen Schritt weiter. Attackiert Kiew die Ost-Ukraine nicht, geht dort erst die Staatsbildung NOVOROSSIYA weiter. Das heißt, Novorossiya etablierte sich. Ein Novorossiya, im Mindesten eine föderale Ukraine, liegt im Interesse Rußlands. Ein Novorossiya liegt auch im Interesse der Bevölkerung der Südost-Ukraine. Ohne eine statistische Erhebung, wie viele genau sich für welche der Optionen aussprechen, und Wahlen reichen hier nicht, schon gar nicht in einem gekippten Staat wie die Ukraine, lassen sich nur keine gefestigten Aussagen treffen, von denen abzuleiten wäre. Rußland soll offen eingreifen und zwischengehen, dann kann die NATO-Trommel geschlagen werden, dass die Felle reißen. Dass ein Weltkrieg losgetreten wird um fast nichts, interessiert dabei nicht.

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spiegelneuronen 19.01.2015, 14:11
87. ....

Zitat von hape5112
Die wahre Ursache für diesen Krieg, der unter dem Tarnnamen Terrorbekämpfung geführt wird, ist millionenfach dokumentiert durch US Führungspersonal. Wer das abstreitet leugnet Fakten und ist damit einer Antwort nicht würdig. Russland hat erst reagiert, als auf dem Maidan geputscht wurde......
Es ist wirklich fatal, wie schnell so viele Foristen das Engagement der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Bundesregierung -in Personen von Außenminister Westerwelle und dem Nachfolger Steinmeier, VERGESSEN.

Die Demos ab Ende November, die glühenden proeuropäischen Autoreifen und ...und ...und.
Alles Vergessen - Putin nahm die Krim, Referendum illegal - und Knall - da war die ATO da?

Ein bischen verdreht soll ja niedlich sein - das was in den meisten Kommentaren lesbar ist, wirkt allerdings wesentlich ernster und macht Sorgen um die Gesundheit.

Dagegen wirkt der obige Kommentar von hape5112 erfrischend realitätsbezogen.

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hdwinkel 19.01.2015, 14:14
88. Ato

Zitat von m.heusler
Kiew hat lange genug zugeschaut und Menschenleben geopfert um festzustellen, dass Russland nicht bereit ist an einer friedlichen Lösung mitzuarbeiten.
Nö, Kiew hat eben nicht zugeschaut, sondern die allermeisten Toten durch diese unselige Antiterroroperation überhaupt erst verursacht.
Zu Anfang haben bewaffnete Spinner ostukrainische Regierungsgebäude besetzt. Soweit so schlecht, da ist in etwa aber noch genau das passiert, was es vorher in der Westukraine auch gegeben hat (und Frau Merkel zu Sanktionsdrohungen gegen das damalige Kiew veranlassten..)
"Gegner von Präsident Viktor Janukowitsch erklärten die Großstadt Lwiw (Lemberg) für politisch autonom. Vorausgegangen war eine Nacht der Gewalt, in der Demonstranten öffentliche Gebäude besetzten und die Polizei zur Aufgabe zwangen."
http://www.n-tv.de/politik/Grossstad...e12302156.html

Der Bürgerkrieg in der Ostukraine selbst, mit seinen nun tausenden Toten begann überhaupt erst, als Kiew nichts besseres zu tun hatte als nun ausgerechnet russophobe Rechtsradikale gegen die russische Minderheit in Marsch zu setzen.

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lieber_incognito 19.01.2015, 14:31
89.

Zitat von spiegelneuronen
Es ist wirklich fatal, wie schnell so viele Foristen das Engagement der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Bundesregierung -in Personen von Außenminister Westerwelle und dem Nachfolger Steinmeier, VERGESSEN.
Vergessen tut das niemand.
Aber inwiefern rechtfertigt das Ihrer Meinung nach bewaffnete Interventionen eines Nachbarstaates.

Es ist nach wie vor eine INNERE ANGELEGENHEIT der Ukraine. Dies ist elementarer Pfeiler des Völkerrechtes.
Eben noch einer, den Russland mit Füßen getreten hat.

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