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Sea-Watch übertreibt Opferzahl im Mittelmeer: "Das war ein Riesenfehler"
DPA

"Tausende Tote" meldete Sea-Watch vor der libyschen Küste - dabei war die Zahl deutlich niedriger. Ein Sprecher der Hilfsorganisation erklärt, was schief gelaufen ist.

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AndreHa 27.05.2016, 16:44
1.

Ob 3000 oder 300 Tote - es ist eine Tragödie. Auch 30 Tote sind 30 zu viel. Es ist unglaublich bewundernswert, was Sea-Watch an humanitärem Einsatz leistet. Jetzt über Opferzahlen zu diskutieren ist zynisch.

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Mertrager 27.05.2016, 16:50
2. 1000 Spinner

Es gibt bei vielen Hilfsorganisationen, Leute, die sich wichtig machen wollen. Meldungen aus diesen Quellen geniessen bei mir deshalb immer eingeschränkte Glaubensqualität. - Besser eine Woche warten und dann abgleichen. Mancher Weltuntergang ist dann schon wieder korrigiert. - Solche Vorgänge sind Gift für das Engagement der Leute. Denn sie machen die Welt an den Krisenherden etwas weniger grausam.

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fridericus1 27.05.2016, 16:50
3. Frage:

Wohin werden die Schiffbrüchigen eigentlich gebracht, die "vor der libyschen Küste" gerettet werden?

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Herr_Jeh 27.05.2016, 17:02
4. Fehlanreiz

Wenn man die Leute jedes mal von der libyschen Küste nach Italien transferiert, dann bindet das erstens Ressourcen und zweitens setzt das einen fatalen Fehlanreiz: die Leute begeben sich auf Boote, die gar nicht ansatzweise dafür gebaut wurden, die Strecke aus eigener Kraft zu schaffen.

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defy_you 27.05.2016, 17:08
5. Der Shuttelservice

den die Eu aufgebaut hat und der Migranten nahe der libyschen Küste aufsammelt und nach Europa bringt muss so schnell wie möglich eingestellt werden. Das ist geradezu eine Aufforderung an Migranten, sich in seeuntüchtige Boote zu setzen und die libyschen Gewässer zu verlassen. Alternativ bedürfte es eine Regelung, dass ausnahmslos alle Geretteten nach Libyen zurück gebracht werden. Damit wird die Überfahrt bzw. das In-See-Stechen (denn es wird ja fest mit der "Rettung" gerechnet) sinnlos und es wird aufhören. Dadurch würden viele Menschenleben gerettet. Diese unsinnige "Sophia" Mission ist doch Wahnsinn.

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Over_the_Fence 27.05.2016, 17:12
6. Auch nur eine Lobbyorganisation

"Hier erklärt Pressesprecher Neugebauer ...- und warum die europäischen Regierungen sich stärker bei der Seenotrettung engagieren müssten."

Was gerade vor der Küste von Libyen abläuft, ist keine Seenotrettung, sondern die Beteiligung am Schleppergeschäft finsterster Konsorten.

Die Boote schaffen es von Zustand, Beladung und Sprit her kalkuliert kaum aus der Sichtweite der Küste, schon werden unsere Samariter zur "Rettung" herbeigerufen, um die Migranten aufzunehmen, und diese in den Vorhof des gelobten Landes in die EU bringen.
Man muss sich diesen Irrsinn einmal überlegen, der da passiert!

"Die politisch verantwortlichen haben keine Ressourcen vor Ort", meint Herr Neugebauer. Wer ist denn politisch für die Küste vor Libyen verantwortlich? Angela Merkel etwa? Das wusste ich noch gar nicht.

Ich bin mal gespannt was passiert, wenn die Schiffskapazitäten der EU vor Ort nicht mehr dem Migrantenstrom hinterherkommt. Beschlagnahmung von Privatschiffen zur "Seenotrettung"? Bau von neuen Schiffen für diesen Zweck?

Von meinem Spendengeld geht kein Cent an Organisationen, die sich in dieser Migrationsindustrie beteiligen. Ich überweise mein Geld dorthin, wo es gebraucht wird: in die Heimatnähe der Flüchtlinge.

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xyza 27.05.2016, 17:12
7.

"Aktivisten" eben.

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leserich 27.05.2016, 17:18
8.

Es wird wohl etwas anders gewesen sein. Die Organisation wird auf eine Gelegenheit gewartet haben, anlässlich der eine möglichst hohe Opferzahl in die Medien kommt, um hohes Spendenaufkommen zu generieren. Das Marketing ging in diesem Falle schief und nun sucht Neugebauer zu retten was zu retten ist.

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gerald246 27.05.2016, 17:23
9. Stöpsel

aha, und die Leute auf dem Bild habe anscheinend den Stöpsel gezogen als das "Rettungsschiff" in Sicht war, um in "Seenot" zu geraten und anschliessend "gerettet" zu werden.

Ich wäre wirklich dankbar, wenn hier mal eine realistische Berichterstattung geschehen würde. Die boat people verurteile ich übrigens in keinster Weise, wen ich an ihrer Stelle wäre würde ich es ganz genauso machen...

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