Forum: Politik
Sea-Watch übertreibt Opferzahl im Mittelmeer: "Das war ein Riesenfehler"
DPA

"Tausende Tote" meldete Sea-Watch vor der libyschen Küste - dabei war die Zahl deutlich niedriger. Ein Sprecher der Hilfsorganisation erklärt, was schief gelaufen ist.

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Medianet 27.05.2016, 18:24
30. die meisten

vergessen, dass das Spiel heisst..rette mich.
Die Leute rechnen fest damit, dass sie von irgend jemandem an Bord gezogen werden. Ich wette die Schleuser selber argumentieren damit.
Wenn man aufhört diese "Pseudosicherheit" zu verbreiten, werden die Boote weniger. Dazu sollten alle "Geretteten" in ein Auffanglager gebracht werden, indem Sie bis zur Klärung Ihres Status verbleiben muessen.

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xlabuda 27.05.2016, 18:33
31. vollkommen richtig. Diese sogenannten

Zitat von Over_the_Fence
"Hier erklärt Pressesprecher Neugebauer ...- und warum die europäischen Regierungen sich stärker bei der Seenotrettung engagieren müssten." Was gerade vor der Küste von Libyen abläuft, ist keine Seenotrettung, sondern die Beteiligung am Schleppergeschäft finsterster Konsorten. Die Boote schaffen es von Zustand, Beladung und Sprit her kalkuliert kaum aus der Sichtweite der Küste, schon werden unsere Samariter zur "Rettung" herbeigerufen, um die Migranten aufzunehmen, und diese in den Vorhof des gelobten Landes in die EU bringen. Man muss sich diesen Irrsinn einmal überlegen, der da passiert! "Die politisch verantwortlichen haben keine Ressourcen vor Ort", meint Herr Neugebauer. Wer ist denn politisch für die Küste vor Libyen verantwortlich? Angela Merkel etwa? Das wusste ich noch gar nicht. Ich bin mal gespannt was passiert, wenn die Schiffskapazitäten der EU vor Ort nicht mehr dem Migrantenstrom hinterherkommt. Beschlagnahmung von Privatschiffen zur "Seenotrettung"? Bau von neuen Schiffen für diesen Zweck? Von meinem Spendengeld geht kein Cent an Organisationen, die sich in dieser Migrationsindustrie beteiligen. Ich überweise mein Geld dorthin, wo es gebraucht wird: in die Heimatnähe der Flüchtlinge.
warum soviele "Flüchtlinge" auf diese schwimmenden Särge gehen.

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tolate 27.05.2016, 18:35
32. Das Faß ohne Boden

Hilfsorganisationen helfen, und zwar sich selber, ihren fund raisern, also ihren professionellen Spendeneinwerbern, ihrer eigenen Organisation, wobei die Bezahlung der Hauptamtlichen regelmäßig üppig ausfällt. Das, was sie machen, behebt das Elend, dessen sie sich annehmen, meist nur marginal. Das wird deutlich an den Lebensmittelspenden, und das wird deutlich an der Migrationsunterstützung, wie sie derzeit in ganz großem Stil betrieben wird. Seit vielen Jahren wird überwiegend spendend geholfen, dagegen sind die Projekte, mit denen andere in die Lage versetzt werden, sich selbst zu helfen, Mangelware. Die Bettler bleiben die Bettler, und die Wohltätigen die Wohltätigen. Jetzt aber kommen die Bettler zu den Wohltätigen, weil sie meinen, dabei szu ein sei schon alles, was nötig ist. Und da wird es spannend. Professionelle Schlepper, Hilfsorganisationen und die Marine, Hand in Hand. Derweil wird das Elend immer größer.

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Over_the_Fence 27.05.2016, 18:45
33. Zwangsbeglückung?

Zitat von sfk15021958
... Effizient und wenig personalintensiv und vor allem weniger Tote gäbe es, mit Fähren nach Libyen zu schippern, Klappe auf und laden und nach Europa transportieren!? Dann könnte man auch die Hartleibigen Aufnahmeländer beglücken und Italien würde aufatmen?
Soso, sie möchten gerne per Fährdienst die hartleibigen (Nicht-) Aufnahmeländer beglücken?

Ich fürchte da machen Sie die Rechnung ohne den Wirt.

Weder wollen die Migranten in die hartleibigen Länder, sondern in maximal 4 Länder der EU einreisen (D, A, S, UK).
Außerdem werden die Länder auf die Sie anspielen sich bedanken, wenn der deutsche Herrengutmensch ihnen beibringen will, wen sie auf ihrem Staatsgebiet zu dulden haben. Ich glaube da gibt es historisch bedingt sehr große Sensibilitäten, die mindestens so groß sind wie die Russland gegenüber.

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sarkasmis 27.05.2016, 18:49
34. Nützliche Idioten

Die Flüchtlinge in Seenot zu bringen ist ein Teil des Schleppergeschäftsmodells. Boote die absaufen können nicht zurückgeschleppt werden, wo sie herkamen sondern wer in Seenot ist muss gerettet werden. Dieses extremst zynische Spiel spielen Marinen und Freiwillige mit. Dabei könnte man die illegalen Migranten nach dem Auffischen einfach wieder in Libyen absetzen. Wenn die Route übers Mittelmeer keine Aussicht auf Erfolg mehr verspricht muss auch niemand ertrinken. Soweit denken viele Moralapostel nicht, oder sie nehmen es billigend in Kauf weil sie offene Grenzen wollen. Die wenigsten Bootsinsassen sind Libyer. In Libyen herrscht gerade ein Bürgerkrieg. Wir haben es also mit Migranten zu tun die sich freiwillig in Gefahr begeben, schon wenn sie aus einem sicheren Land nach Libyen reisen. Denen geht es also nicht um die Rettung ihrer Haut (dann wären es humanitäre Flüchtlinge) sondern man nimmt Kosten und Gefahren in Kauf in der Hoffnung auf eine massive Wohlstandsverbesserung. Diese Logik sollte auf keinen Fall beförderd, sondern unterbunden werden. Afrikaner können ihre Länder genau so aufbauen wie Deutschland im 19. Jhd. oder nach den Weltkriegen.

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thelix 27.05.2016, 18:52
35.

Zitat von SeasickSteve
Bei allem Respekt: Hier hat es keine Kommunikationspanne gegeben, hier wurde jemand beim Lügen ertappt. Was wundert ist, dass SPON darüber schreibt. Denn jeder, der sich die Hose nicht mit der Kneifzange anzieht weiß, dass es zum Genom dieser selbsternannten "Menschenrechtsorganisationen" gehört, Zahlen zu manipulieren oder gar zu erfinden, um erst Stimmung und dann Politik zu machen. Können sie sich i.d.R. doch darauf verlassen, dass ihre Gesinnungsgenossen in Presse, Funk, Fernsehen und „Sozialen Medien“ diese Zahlen ungeprüft und unwidersprochen unters Volk bringen. Und dass die links-grünen Freunde in der Politik die entstandene Empörung am Lodern halten und kanalisieren. Zugleich hilft es diejenigen, die der Merkel‘schen Flüchtlingspolitik kritisch gegenüberstehen, als gewissenlose Menschenfeinde zu brandmarken. Das alles hat bisher sehr gut funktioniert …
Schön, schön. Und wenn es irgendwann in der Zukunft zu den "Flüchtlingsprozessen" kommen wird, werden Sie vermutlich eine schon '45 sehr beliebte Antwort geben: "Ich habe von nichts gewusst" oder "Das konnte doch niemand ahnen".

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ichbinsjetzt 27.05.2016, 18:53
36. Menschen die sich selbst helfen

deren Ego zu befriedigen. Letztendlich spielen sie den kommerziellen Schleppern in die Hände. Diese brauchen nur die Menschen in Boote zu setzen und einen Notruf absetzen. Sind damit teilweise schuld dass Menschen sterben. Legale Einreise? Wie abgehoben von der Realität muss man sein? Konsequenz ein Bürgerkrieg durch Invasion?

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Over_the_Fence 27.05.2016, 19:03
37. Was ist es denn sonst?

Zitat von thelix
Ernsthaft, Shuttleservice ?? Zynischer geht es wohl nicht. Deutlicher als Sie kann man die eigene Unmenschlichkeit wohl kaum unterstreichen!
Ich muss da den Mitforisten in Schutz nehmen.

Wenn
- die Schlepper absichtlich ein Schlauchboot komplett überladen, und mit so wenig Treibstoff betanken, daß es gar keine andere Insel erreichen kann
- vor der Küste EU/NATO Schiffe kreuzen, um genau diese Boote zu suchen und die Passagiere nach Europa zu bringen...
- die Schlepper kurz nach Auslaufen der Schlauchboote per Satellitentelefon diverse europäische Rettungsrufnummern anrufen, um den Standort der Schlauchboote mitzuteilen

Was ist das anderes, als eine besondere Form von Fährdienst?
Das hat nichts mit Zynismus zu tun.
Stellen Sie sich bitte mal neben sich, und betrachten diesen Vorgang nüchtern und ohne Emotionen: das ist absolut irre, was da passiert.

Zwischen dem o.g. Vorgehen, und dem Entsenden von Fähren in den Hafen von Tripolis, um dort die Migrationswilligen aufzunehmen und nach Europa zu bringen, liegen im Endeffekt ein paar handvoll Seemeilen.

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crossbow17 27.05.2016, 19:04
38. Diese Organisationen setzen für Viele erst...

...die Anreize die gefährliche Fahrt anzutreten. Sie gehen davon aus schon gerettet zu werden wenn was passiert und das ist eben oft nicht so. Das Beste wäre Rückverbringung an den Startort, das wäre das richtige Signal.

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cedebe 27.05.2016, 19:10
39.

die meisten Kommentare hier sind ekelhaft. Menschen zu unterstellen, sie würden in untaugliche Boote steigen, weil sie mit der Rettung auf hoher See rechnen. Würden Sie das tun, wo jedesmal Menschen dabei sterben? Glauben Sie alle hier so sehr an Ihre Quote, dass Sie ein russisch Roulette spielen würden? Nein? Selbst wenn die Flüchtlinge damit kalkulieren würden. Fragen Sie sich mal, wie furchtbar es den Menschen gehen muss, dass sie dieses Risiko eingehen. Sea-Watch leistet großartige Arbeit. Sie sind hier einfach nur widerliche, herzlose Menschen.

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