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Seehofer-Rückzug: Bis zur letzten Patrone
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Horst Seehofer gibt sein Amt als CSU-Parteichef Anfang 2019 auf. Warum erst dann? Und weshalb will er trotzdem Innenminister bleiben? Weil er noch ein Ziel hat.

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k70-ingo 13.11.2018, 13:34
120.

Zitat von triptychon5zehn
Menschen und gerade Männer wie Seehofer benötigen wir in diesem Land nicht länger. Starrsinnig an der Vergangenheit festhalten obwohl er schon in der Zukunft lebt. Rassismus nicht erkennen obwohl ser ganze Landstrich direkt vor ihm den rechten Arm zum Gruße erhebt, eine Heimat und Kultur verordnen, bei der die meisten Deutschen nicht verstehen worauf diese gründen. Wie Trump und Konsorten, verblendet, rückwärtsgewandt hauptsache dagegenhalten, als sei ein Volkswagen immer noch ein Statussymbol und der Opel noch Admiral. Ich möchte nicht in Seehofers Kopf gucken können aber hoffe er nimmt sich, anders als andere, vor seinem Ableben die Zeit und sieht sich selbst in seinen. Ich befürchte es gibt wieder nur ein Buch, ein kläglicher Versuch auf ewig zu sein. Warum lassen alte unbedeutende (aus meiner, auch unbedeutenden Sicht) Menschen es nicht einfach bleiben sondern machen sich zum Horst auf hunderten Seiten...
Weil er nur noch ein Ziel hat: Angela Merkel an Parteispitze und in der Regierung zu überdauern. Und wenn es nur ein paar Minuten sind.

Was kann er denn sonst noch erreichen? Den nimmt doch niemand mehr ernst, weder in der Partei, noch als Minister.

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achim j. 13.11.2018, 13:38
121. Klären Sie mich auf!

Zitat von spon_2538350
Wenn Seehofer den Parteivorsitz aufgibt = gut, den Ministerposten bis zum Ende der Wahlperiode behalten will = schlecht ("er muss weg!") Wenn Merkel den Parteivorsitz aufgibt (weil die Wähler sie nicht mehr ertragen können) = schade, den Kanzlerposten bis zum Ende der Wahlperiode behalten will = gut. Kann es sein, dass die Linksgrüngutmenschen sich eingeschossen haben?
Was sind Linksgrüngutmenschen (was für ein blödsinniges Wort), und wenn es sie gibt, wieso sollte sich ein Linker scheren, was Merkel macht?

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k70-ingo 13.11.2018, 13:39
122.

Zitat von behemoth
Herr Seehofer, dass Sie trotz des Dauermobbings der Merkelschranzen in Politik, Medien und ihrer Entourage als einziges Vernunftkorrektiv in dieser grottigen Bundesregierung verbleiben wollen. Last Man Standing. Leider können Sie nicht viel dagegen ausrichten, dass Deutschland mehr und mehr zu einem clanbeherrschten Dhimmistan verkommt.
Bei Seehofer ist nichts mit Last Man Standing. Spätestens seit seinen Kapriolen mit dem Flüchtlingsgedöns nicht mehr.

Er ist nicht nur angezählt, sondern bereits ausgeknockt.
Alle wissen das, nur er will es gewaltsam nicht wahrhaben.

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StefanieTolop 13.11.2018, 13:48
123. Wenn zwei das Gleiche tun....

Komisch. Merkel hat doch genau das Gleiche getan und keiner regt sich auf. Ganz im Gegenteil: alle feiern Merkel für ihren großen "selbstbestimmten" Schritt. Dabei gibt sie doch nur den Parteivorsitz ab (den sie sowieso verloren hätte) und bleibt Kanzlerin. Also exakt das Gleiche, was Seehofer vorhat. Aber Merkel ist halt auch der Liebling der Medien, während Seehofer der Lieblingsfeind der Medien ist.

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k70-ingo 13.11.2018, 13:50
124.

Zitat von achim j.
Was sind Linksgrüngutmenschen (was für ein blödsinniges Wort), und wenn es sie gibt, wieso sollte sich ein Linker scheren, was Merkel macht?
Den Linksgrüngutmenschen macht das erbärmliche seehofersche Schauspiel eine Weile Spaß anzuschauen -man ist selbst nicht betroffen und weiß, daß es einem mehr Wähler zutreibt-, aber dann wird das staatsbürgerliche Verantwortungsbewußtsein Überhand gewinnen, denn im Gegensatz zu einem Regionalparteivorsitz ist der Posten des Innenministers kein Refugium für verantwortungslose egomanische Hanswurstereien.

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heissSPOrN 13.11.2018, 13:51
125. Ein Gedankenspiel

In ferner Zukunft klingelt bei der frischgebackenen Witwe Seehofer das Telefon und der Bestatter fragt: "Sollen wir den Horst jetzt begraben oder vebrennen?" "Ach, machen Sie beides - sicher ist sicher!"

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helmipeters 13.11.2018, 14:02
126. Seehofer

macht das was die Grünen auch praktizieren, stur seine Meinung vertreten. Seehofers Pech ist jedoch, das die Grünen die gesamte Medienvertreter auf ihrer Seite haben und alles was die Grünen machen in den Himmel loben. Schade das es so gut wie keine authentischen Politiker in den Führungsriegen mehr gibt, alle schleimen nur noch das was in der Öffentlichkeit gut ankommt.

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k70-ingo 13.11.2018, 14:08
127.

Zitat von StefanieTolop
Komisch. Merkel hat doch genau das Gleiche getan und keiner regt sich auf. Ganz im Gegenteil: alle feiern Merkel für ihren großen "selbstbestimmten" Schritt. Dabei gibt sie doch nur den Parteivorsitz ab (den sie sowieso verloren hätte) und bleibt Kanzlerin. Also exakt das Gleiche, was Seehofer vorhat. Aber Merkel ist halt auch der Liebling der Medien, während Seehofer der Lieblingsfeind der Medien ist.
Mittlerweile ist Seehofer auch der Lieblingsfeind der eigenen CSU-Parteigenossen. Von den Genossen in der Bruderpartei CDU gar nicht zu reden.

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habu 13.11.2018, 14:09
128. Ein schöner Gleichklang von Form und Inhalt Herr Kuzmany

Hatte bisher gar nicht realisiert, dass die wertvolle Kolumne von Herrn Kuzmany "Agitation und Propaganda" heißt. Ein ästhetischer Genuss, wie hier Form und Inhalt übereinstimmen. Selten etikettieren Journalisten ihre Elaborate so ehrlich. Gückwunsch, Herr Kuzmany.

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Pless1 13.11.2018, 14:10
129.

Zitat von tulius-rex
Übrigens würde man unter Männern Merkel eben als führungsstark bezeichnen.
Das kann man so nicht stehen lassen. Schon bei Kohl hat man seinerzeit heftig kritisiert, dass er nicht die Besten protegiert hat sondern nur die Loyalsten - und das ebenso zurecht wie bei Merkel.

Das Ergebnis damals wie heute: in der zweiten Reihe keine Leute von politischem Format sondern vor allem gute Technokraten. Das hätte nicht so sein müssen, es gab durchaus gute Kandidaten aus allen Flügeln der Partei: von Ole von Beust über David McAllister und Dieter Althaus bis zu Friedrich Merz und Wolfgang Schäuble.

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