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Seehofer-Rückzug: Söder soll bayerischer Ministerpräsident werden
AFP

Die CSU-Landtagsfraktion hat sich einstimmig entschieden: Markus Söder soll Horst Seehofer als Ministerpräsident von Bayern ablösen - der bleibt allerdings Parteichef.

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peterpeterweise 04.12.2017, 10:08
1. Einer der Wahlverlierer handelt

Damit hat einer der Verlierer der Bundestagswahl die Weichen für eine Erneuerung gestellt. Bei den zwei anderen Parteien welche sehr starke Verluste hatten, werden die Vorsitzenden weiter bejubelt. Erstaunlich, dass eine Partei die seit Jahrzehnten in ihrem Bundesland an der Macht ist, sich besser erneuern kann, als die anderen. Oder es ist möglicherweise auch umgedreht: Weil sich die CSU auch ohne Machtverlust erneuert, ist sie so lange an der Macht. Die CDU und die SPD dagegen jubeln weiterhin denjenigen zu, die historisch schlechte Wahlergebnisse eingefahren haben.

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biesi61 04.12.2017, 10:15
2. Bayern ist und bleibt eben anders.

In jedem anderen Bundesland würde die Regierungspartei mit so einem Ministerpräsidenten sang- und klanglos untergehen. Oder sollte sich Bayern doch noch normalisieren??? Die CSU hätte ihren Untergang reichlich verdient. Herdprämie, Maut und die Zustimmung zu Glyphosat warten einfach der Zumutungen zuviel!

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seca-2004 04.12.2017, 10:16
3. Nicht dumm

sind die Wähler und die Machtspielchen waren leicht zu durchschauen. Ob Söder oder Seehofer, mit diesen Ministern holen die keine absolute Mehrheit, die bayrische Bevölkerung ist schlauer als die meinen.

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sonus_peregrinus 04.12.2017, 10:20
4. Keine schlechte Wahl?

Jan Fleischhauer hatte vollkommen recht mit seiner Einschätzung über Markus Söder: "Kann es eine bessere Empfehlung für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten geben?"
Nun ist Söder also doch das Risiko eingegangen, vor der nächsten möglicherweise verlustreichen Landtagswahl einen führenden Posten anzunehmen, was ihm ja die Verantwortung für eine evtl. bevorstehende Wahlschlappe bescheren könnte.
Ob der erfahrene Taktiker Seehofer all die kommenden Risiken für sich einkalkuliert hat, um sie doch in Zukunft zu seinen Gunsten zu nutzen? Wie dürfen gespannt sein: das bayerische Polit-Theater geht weiter!

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Izmir..Übül 04.12.2017, 10:22
5.

Wie es heißt, soll Seehofer als Trostpreis einen Ministerposten im nächsten Bundeskabinett erhalten. Dann ist ja ein programmatischer, zukunftsorientierter Neuanfang mit frischen, unverbrauchten politischen Talenten in der kommenden Bundesregierung garantiert.

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coyote13 04.12.2017, 10:25
6. OK Freunde, das war's.

Mit Söder als MP geht die CSU Mehrheit den Bach runter. Seehofer war ja schon ein Alphatier, aber Söder ist die Inkarnation der politischen Arroganz in persona! CSU - richtet euch auf 30+ % ein und sucht euch schon mal einen Koalitionspartner. Die (fast) ewige Vorherrschaft der CSU ist Geschichte! Naja, nix währt ewig . . .

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FrankH 04.12.2017, 10:28
7. Egal?

Zitat von lothar.thuermer
Egal, wie man zu Söder steht: Die Würfel sind gefallen. Jetzt geht es darum, ihn in seinem Wirken für eine gute Zukunft zu unterstützen! Das Motto jetzt muss lauten: Geschlossenheit!
Wieso sollte das "egal" sein? Ich habe durchaus häufiger CSU gewählt, zuletzt wg Seehofer nicht mehr und Söder wird meine Stimme ganz bestimmt nicht bekommen. Aigner wäre meine erste Wahl gewesen, Herrmann meine zweite - aber Söder ist so ein unangenehmer Charakter, definitiv nicht. Ganz schlechte Entscheidung. Manch einer punktet ja durch Inhalte, Ideen, ja auch mal Visionen - Söder "punktet" nur dadurch, dass er schon immer MP werden wollte. Typ Schröder - aber noch inhaltsloser.

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KingTut 04.12.2017, 10:35
8. Gut für Bayern

Ich habe Söder schon als CSU-Generalsekretär bewundert. Er ist intelligent, eloquent und seine Aussagen haben immer Hand und Fuß. Das ist erfrischend, wenn man das nichtssagende Geschwafel anderer Politiker, auch in der Union, über sich ergehen lassen muss. Er hat das Zeug, die CSU wieder zu alter Größe zurückzuführen. Das ist nicht nur gut für die Partei, sondern für ganz Bayern. Glückwunsch Herr Söder!

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grandma_moses 04.12.2017, 10:35
9. Quo cadis, CSU?

Dann hat der Herr Söder also wirklich all die Jahre still gehalten und die Demütigungen bis hin zum Mobbing des Herrn Seehofer ertragen, und nun folgt sein gerechter Lohn - so wird er es sehen. Ich möchte meine eigene Analyse entgegenstellen: Herr Söder ist der bei weitem unbeliebteste Politiker der CSU in meinem Bekanntenkreis und mit ihm als Spitzenkandidaten ist die absolute Mehrheit für die CSU meiner Einschätzung nach erst recht nicht mehr zu holen. Das sage ich wertneutral, denn die wahre Spannung liegt in der Frage, wie die Union mit einer CSU umgeht, die ihre 'Daseinsberechtigung', die absolute Mehrheit in Bayern, dauerhaft verliert. Grüße aus Bayern - und Entschuldigung dafür, dass wir die Startseite immer wieder mit Regionalgeschacher in Anspruch nehmen, evtl. hat die Farce ja jetzt ein Ende. Zumindest bis nach der Wahl.

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