Forum: Politik
Seehofer und die Energiewende: Bayerns Angst vor der Monstertrasse
DPA

Die Bürger in Bayern fürchten Strommasten im Vorgarten - da eilt ihnen der Landesvater zur Hilfe. Horst Seehofer verspricht den Aktivisten in Oberbayern Widerstand. Dabei ist unklar, ob er bei dem Projekt überhaupt etwas zu sagen hat.

Seite 1 von 8
samoa32 04.04.2014, 19:40
1. Es gibt Altenativen

Früher sind Unternehmen dort hingezogen wo sie an Ihre Rohstoffe kamen, so die Eisenindute, die Kohle unsw. Dadurch kam das Rurgebiet zustande. Warum zieht die Industrie, die billigen Strom will nicht in den Norden wo jetzt bereits Strom (Windkraft) ausreichend zu haben ist. Das wird allerdings Herrn Seehofer auch nicht gefallen. Die Industrie droht doch immer mit einem Wegzug wenn die Steuern oder die Kosten zu hoch sind. Dabei zieht das Ausland mit den Kosten auch hoch. Was wäre denn das geringere Übel?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pelikan10 04.04.2014, 19:47
2. Wie üblich!

Ich will alles, aber nicht in meinem Garten.
Leider ein ganz normales Verhalten, was uns aber nicht wirklich weiter bringt.
Kein Strom, kein gar nichts. Naja jedenfalls fast.
Keine Infrastruktur, kein Strom....
Und Infrastruktur kostet immer...... auch Landschaft, leider.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Malshandir 04.04.2014, 20:04
3. Standortfrage

Also, da nun politisch der Strom im Norden erzeugt wird, ist es notwendig, dass die Industrien umziehen, da die Leute zu sehr protestieren
Nun dann muessen auch die Arbeitnehmer umziehen oder sind arbeitslos.
Dann wird Bayern zum Problemfall und der Nordern freut sich.
Und der mobile Arbeitnehmer wird ja verlangt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wardawer? 04.04.2014, 20:15
4. Alternativen

Finde ich komplett in Ordnung! Wenn die Bayern das nicht in ihrem Vorgarten sehen wollen, ist das absolut verständlich. Alternativ sollte man ihnen hier einfach das nächste Atommüllendlager hinsetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Privatier 04.04.2014, 20:23
5. SPIEGELs Mahnung zu Wald, Land & Flur zerstückeln- & zerschneidenden Monstertrassen..

Zitat von sysop
Die Bürger in Bayern fürchten Strommasten im Vorgarten - da eilt ihnen der Landesvater zur Hilfe. Horst Seehofer verspricht den Aktivisten in Oberbayern Widerstand. Dabei ist unklar, ob er bei dem Projekt überhaupt etwas zu sagen hat.
...klang in guter alter Zeit noch unvergleichbar naturschützender und -verträglicher.

Ja wie eine Stimme aus völlig anderen Köpfen in einer anderen Welt:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14354828.html

Die Eindeutigkeit des Artikels läßt nahezu keine Frage offen, was ökologisch vertretbar und vernüftig ist, und belegt im Vergleich zu der heute als alternativlos heilversprechended maingestreamten Position allerbestens, wie die moderne Wahnvorstellung einer Wind und Sonne ausgelieferten "Schönwetterstromversogung" den Vollbesitz von den unsere Zukunft per EEG verzockenden und verbauenden Geistern ergriffen, und jedes früheres Verantwortungsbewußtsein ersatzlos verdrängt hat.

Bis auf die eine, letzte Frage, ob für diese schlagenmenschartige Flexibilität tatsächlich nur eine Wende ausreichte oder vielmehr eine vollständige Häutung erforderlich war.

MfG

Beitrag melden Antworten / Zitieren
r.muck 04.04.2014, 20:31
6. Konkret?

Was konkret haben die Trassengegner vorzubringen, auch bei mir im nordbayrischen Raum, Landkreis Hof, haben sich die Gegner lautstark formiert, jeder Landrat und Bürgermeister unterschreibt entsprechende Resolutionen.

Aber einen wirklich stichhaltigen Grund, warum die Gleichstromtrassen schädlich sein sollen habe ich bisher noch nicht gehört.

Wo wird denn eine Landschaft verschandelt? Ich wandere und wanderte viele Kilometer, auch mal unter einer Stromtrasse durch? So what, mein Naturerlebnis wurde dadurch nicht gestört.

Und dann die Esoteriker, die durch Magnetstrahlung um Lebensqualität gebracht werden. Gerade die immense Höhe der geplanten Trassen minimiert das Magnetische Feld am Boden erheblich. Und da es Gleichstrom ist, pulsiert es auch nicht.

Hier wird ähnlich schon wie beim sauberen, günstigen, zuverlässigen und preiswerten Atomstrom, ohne Sachverstand dämonisiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wassup 04.04.2014, 20:47
7. Das Fähnchen im Wind

Seehofer geht immer mit der aktuellen Strömung.

Fukushima-Panik? --> Sofort Atomausstieg zu den größtmöglichen Kosten.
Die Bürger merken - teure Stromrechnung? ---> Zurückrudern bei der Energiewende!
Wegen der Energiewende werden Leitungen gebaut? --> Anschluss an die Anti-Stromtrassen Bürgerbewegung.

Damit unterscheidet sich Seehofer kaum noch von den Grünen,
die ebenfalls ganz konsequent auf Populismus setzen. Versprach doch einst Trittin, die Energiewende kostete weniger als eine Kugel Eis....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pst_2012 04.04.2014, 20:49
8. welche Botschaft

hat Seehofer an Amprion gesendet? Der Bedarfsplan ist Gesetz, Amprion plant die Trasse und folgt der gesetzlichen Vorgabe. Ist nun die Botschaft, das sich die Politik nicht an Gesetze hält, bzw die jenigen angreift, die es tun? Ich hoffe mal nicht!
Übrigens sollte SPON den Unterschied zwischen Oberfranken in Nordbayern und Oberbayern kennen. Die Trase endet jedenfalls nicht in Oberbayern

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 04.04.2014, 21:02
9. ...

Was ist eigentlich an den neuen Stromtrassen anders, als an den bereits bestehenden, daß die Leute neuerdings durchdrehen?

Man sollte einfach mal jedem, der so ein Volksbegehren unterschreibt, den eigenen Strom rationieren. Wer nicht will, der hat schon. Was denken sich die Leute denn, woher die Energie kommen soll, für den ganzen technischen Schnickschnack, ohne den heute fast niemand mehr auskommt? Ach ich vergaß, denken ist aus der Mode gekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8