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Seehofer und Merkel und die Bayern-Wahl: Er wankt, sie bangt
REUTERS

In Bayern geht es um die CSU, klar. Aber auch um die Zukunft der ganzen Union: Bundesweit kommt sie nur auf die Beine, wenn die Christsozialen liefern. Für CDU-Chefin Merkel ist dieser Wahlsonntag besonders wichtig.

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Heinrich52 13.10.2018, 11:05
20.

Zitat von sirius08/15
Diese Omnipräsenz einer Wahl in diesem wichtigtuerischen Bundesland nervt nur noch. Zum Glück ist diese bald gelaufen. Von mir aus kann diese Bayernpartei 50% der Stimmen bekommen, die Regierung stellen und aus der BRD austreten (ohne EU-Mitgliedschaft natürlich). Dann hätte die CSU keine Stimmen mehr in Berlin (ein Segen) und könnte auch keine Stümper Minister mehr stellen. Noch besser, der FC Bayern müsste nicht mehr so weit Reisen (Spitzenspiel gegen FC Nürnberg) und selbst 1860 München würde vielleicht wieder im Oberhaus spielen. Das sind doch rosige Aussichten. Liebe Bayern tut mir doch den gefallen. Vielen Dank!
Wenn die Bayern sich von Deutschland spaltet und mit den Osteuropäischen Staaten, der ehemaligen DDR sowie mit Österreich einen neuen Bund shcließen würde, wäre das Ende Deutschlands. Wirtschaftlich ist Bayern und Baden Würtenberg der größe Geldgeber beim Länderausgleich. Das müssen sie bedenken.

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haarer.15 13.10.2018, 11:07
21. Die C-Parteien sind lahm geworden

Und das hängt auch mit dem schwerfälligen Erneuerungsprozess zusammen. Personell wie inhaltlich weiß momentan keiner, wohin CDU und CSU steuern. Es gibt unterschiedliche Strömungen, die man nicht ignorieren kann. Der Kompass ist irgendwie verloren gegangen, der Wähler unsicher geworden. Die Richtungsdebatte kommt aber unweigerlich auf die einstmals große Volkspartei zu. Merkel, Seehofer und Bouffier sind schon längst Auslaufmodelle, deren Tage man abzählen kann. In Bayern ist der Absturz der CSU jedoch hausgemacht und auch das hängt nicht zuletzt mit ihren "Spitzen" zusammen. Ohne Neuaufstellung nach der Wahl geht da nix mehr.

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Andre V 13.10.2018, 11:08
22.

Zitat von Markus Frei
Wenn man den Umfragen glauben darf, verlieren Union und SPD zusammen in Bayern fast 25% in Hessen fast 17%. Man sollte bei solchen Verlusten schon fast glauben das bei den beiden Parteien so langsam mal die Frage aufkommt ob man noch die richtige Politik macht und ob es auch die richtigen Personen sind. Aber Fehlanzeige, man macht einfach weiter wie bisher. Es ist wirklich faszinierend.
Genau das ist es, was ich ebenfalls faszinierend finde. Es erinnert mich an Rolf Dobellis "52 Irrtümer, die Sie besser anderen überlassen": Man ist in einer fremden Stadt A, hat aber nur den Plan von Stadt B dabei. Also richtet man sich nach diesem...
Man macht einfach weiter mit den Mitteln von vor 50 Jahren, wundert sich aber, dass diese ihre Wirksamkeit verloren haben. Anstatt etwas neues auszuprobieren, erhöht man die Dosierung der alten Mittel.

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qjhg 13.10.2018, 11:15
23. Die ganze Entwicklung zeigt den Irsinn

der SPD mit dieses Unionschristen koaliert zu haben. Alle besonnen SPD Anhänger haben diese Entwicklung vorausgesehen und von einer Groko abgeraten. Die SPD Führung wollte aber Posten und muss nun erkennen, dass Sie die Partei an den Abgrund geführt hat. Auch in der SPD ist eine neue Führung notwendig, die die Partei zu alter Größe führen kann!

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klatschreporter 13.10.2018, 11:23
24. Sieger ist Merkel

Seehofer weg, Söder stark geschwächt, die CSU gebrochen.

Hoffentlich hat es dann auch mal ein Ende mit dem tumben Merkelbashing einer sich seit Jahrzehnten erfolglos an der Kanzlerin abarbeitenden Journaille.

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enfield 13.10.2018, 11:24
25.

Zitat von hzj
Fallen Seehofer, Söder, Dobrindt und Co so richtig auf die Nase, werden sie sich nicht halten können. Ihnen bleibt dann nichts als der Rückzug von ihren politischen Posten und Funktionen. Dann haben in der CSU endlich wieder rational denkende und handelnde Nachwuchspolitiker eine Chance, die Partei wieder zu neuer Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit zu bringen. Die haben aber gesehen, dass Seehofer mit seiner irrlichternden Politik als Heimat- und Innenminister nur Chaos verbreitet hat und auch dafür in der Bevölkerung verantwortlich gemacht wird. Daher wird sein Nachfolger, wenn er nicht auch zu den Irren gehört, den Innenministerposten nutzen, um wieder Glaubwürdigkeit aufzubauen, so dass die CSU zu den nächsten Bundestagswahlen wieder wählbar wird. Passiert das nicht, wird der CDU mittelfristig nur bleiben, sich nach Bayern auszudehnen, wenn das Land nicht auf längere Zeit für das CxU Projekt verloren gehen soll. Neuwahlen wird es nicht geben, denn dann würden SPD, CDU und CSU zu viel Macht, zu viele Posten und zu viel Einfluss verlieren. Dass die Grünen je der letzte stabilisierende Faktor in der Bundespolitik werden könnten, hätte noch vor wenigen Jahren niemand geglaubt.
Ich teile Ihre Einschätzung zu 100%. Nicht umsonst ist ja wohl auch Manfred Weber etwas mehr in die öffentliche Wahrnehmung getreten...
Ich bin (etwas) gespannt, so wie man das als Ex-CDU Mitglied und überzeugten Dauer-Grünen-Wàhler seit der EU-Wahl 2014 sein kann. Die Union ist mir mittlerweile ziemlich wumpe, ich werde auch in absehbarer Zukunft wohl meine Kreuzchen weiter bei den Grünen machen, selbst wenn die Union wieder zur Vernunft kommen sollte :-)

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flixlux 13.10.2018, 11:34
26. Sie haben Recht

Söder wankt nicht, Söder dreht sich so wie der Wind gerade kommt und DAS ist ein Grund eine Alternative zu wählen.
P. S. Das herbstliche Braun ist schon an eine, für einen denkenden Menschen, unwählbare Partei vergeben, folglich bleibt nur noch Immergrün als echte Bayerische Alternative.

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josho 13.10.2018, 11:39
27. Jetzt noch einmal von vorn....

...und einer Ermittlung der Gründe für den (angeblichen) Niedergang am Sonntag. Es ist nicht einfach, sich für Herrn Seehofer zum Verteidiger zu machen. Aber er ist nicht allein für das vermeintliche Debakel verantwortlich. Seine Kollegin Angela Merkel war es, die im Herbst 2015 die am Boden liegende AfD durch eine völlig welt-und realitätsfremde Flüchtlingspolitik reanimiert und zu neuer Blüte geführt hat - damals mit mehr oder weniger Zustimmung aller anderen Parteien. Dass sich die "braune Horde" in Bayern jetzt bis an die 10 Prozent vornehmlich aus abtrünnigen CSU Wählern speist, wird kaum einer ernsthaft bestreiten. Addiert man diese 10 Prozent zu den 35 % der CSU, dann kommt man auf 45 %, in etwa dem Ergebnis vom letzten Mal. Seehofers Behauptung, dass die "Migration die Mutter aller Probleme sei" ist so vielleicht falsch, aber wenn man statt Mutter den Namen "Angela Merkel" setzt, dann liegt er meines Erachtens richtig.

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WolfThieme 13.10.2018, 11:43
28. Kaffeesatz

Schon mein Vater konnte am Freitag überzeugend erklären, warum sein Fußballverein gewinnen würde, und ebenso überzeugend am Sonntag, warum er verloren hat.
Auch die Umfrage-Experten werden am Sonntagabend einige ihrer Prognosen revidieren müssen. Aber solange an Umfragen geglaubt wird, muss man eben dran glauben.

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demokrat2 13.10.2018, 11:46
29. Alle sorgen sich ...

.... um ihre Pfründe. Besonders die, die der CSU und der CDU den Schlamassel eingebrockt haben. Dobrindt, der um die Volkspartei CSU bangt, hat zu diesem Absturz beigetragen. Außerdem geht der Dieselskandal auch zu seinen Lasten. Wer soviel falsch gemacht hat, wie Söder, Seehefer und Merkel, muss um die Führung bangen. Alle haben ihr persönliches Schicksal zu sehr mit den Themen Flüchtlinge und Automobilindustrie verbunden. Das war ihr Fehler.

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