Forum: Politik
Seehofers Abgang: Eine Farce
DPA

Horst Seehofer wird den CSU-Vorsitz im Januar abgeben, ein Parteitag soll über die Nachfolge bestimmen. Der große Spieler ist am Ende.

Seite 1 von 8
tulius-rex 16.11.2018, 17:44
1. friendly fire

Horst Seehofer bekommt jetzt das aus den eigenen Reihen zurück was er seit über drei Jahren Tag für Tag selbst veranstaltet hat: die eigene Mannschaft in der Regierung Tag für Tag verbal anzuschießen, es jedoch an Konsequenz und Weitblick fehlen zu lassen. Daher hält sich mein Mitleid für ihn in Grenzen. Menschlich tut er mir leid; politisch ist er ein schlimmer Versager.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
reminder99 16.11.2018, 17:48
2.

Herr Gathmann bringt es auf den Punkt: ein neuer CSU-Vorsitzender wird schnurstracks einen neuen Kandidaten für das Amt des Innenministers nach Berlin entsenden. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird dies der derzeitige Bayerische Innenminister Joachim Herrmann sein. Hätte Sturkopf Seehofer nach der Wahl eingesehen dass er Fertig hat, hätte Herrmann schon längst übernehmen können und Bayern hätte bei der Regierungsneubildung bereits einen neuen Innenminister installieren können. Aber nein, man lässt den Querkopf nach wie vor gewähren. Was dieser Mann veranstaltet fällt für mich unter parteischädigendes Verhalten und gehört mit einem sofortigen Parteiausschlussverfahren honoriert!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
isi-dor 16.11.2018, 17:49
3.

Wenn Crazy Horst und sein Dobrindt weg sind, kann es nur aufwärts gehen. Diese Leute haben massenhaft Wähler zu AfD getrieben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bigroyaleddi 16.11.2018, 17:49
4. Er hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt

und deshalb bestraft ihn jetzt das politische Leben. Er hätte es wissen können. Aber offensichtlich hat da das Alter doch so seine Tücken. Er sollte es wie ich machen, sich intensiv mit seiner Modellbahn beschäftigen. Das macht Spaß und Freude, da hat man auch seine Befriedigung dran und keinen dabei, der Widerworte gibt.

Die letzten Bilder, welche im Fernsehen von seiner Modellbahn gezeigt wurden, zeigten diese noch ohne Landschaft. Was für ein Arbeitsvolumen hätte er da noch vor sich. Und ich weiß ganz bestimmt, wovon ich rede ;-))

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ficino 16.11.2018, 17:54
5. Tragische Gestalt

Seehofer hat sich selbst zur Karikatur des Politikers gemacht, der einfach nicht loslassen kann/will und sich selbst für absolut unverzichtbar, wenn nicht gar für unsterblich hält. Menschlich tragisch und politisch töricht, denn am Ende wird nur er noch der einzige sein, der Bedauern über seinen endgültigen Abgang empfindet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
drent 16.11.2018, 17:59
6. In Bayern geht das so:

Der Bauer übergibt den Hof an den Nachfolger. Und geht abgesichert in den "Austrag". Das ist ein eigenes kleines Gebäude am Hof, das "Zuahäusl". Im Hof hat er nichts mehr zu sagen. Aber im Dorf sind die Austragler hoch angesehen, weil sie erfahrene Leute sind. Und so wird es ihm auch ergehen, sein Ratschlag wird gesucht und anerkannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eckawol 16.11.2018, 18:18
7. Seehofer ist nicht MdB,

folglich hat er keinen "Zugriff" auf die CSU-Fraktion im Bundestag. Diese könnte ihn am langen Arm verhungern lassen. Das dürfte Seehofer nicht goutieren und somit ist ein relativ kurzfristiger Rücktritt vom Amt des Bundesinnenministers zu erwarten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zeisig 16.11.2018, 18:18
8. Er war das Regulativ.

Nein, mir wird Seehofer in bester Erinnerung bleiben als Einer, der immer klare Kante gezeigt hat und der dafür gesorgt hat, daß Merkel, Laschet und wie sie alle heißen, nicht noch die Grünen überholen mit ihrer zu gut gemeinten Willkommenskultur. Seehofer hat es gewagt, eine Obergrenze für Asyl zu fordern und hat dafür viel Gegenwind bekommen. Für mich war und ist er ein aufrechter Politiker, der sich immer treu geblieben ist. Seinen Abgang eine Farce zu nennen ist eine Farce.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zeisig 16.11.2018, 18:20
9. Doch, er kann loslassen.

Zitat von ficino
Seehofer hat sich selbst zur Karikatur des Politikers gemacht, der einfach nicht loslassen kann/will und sich selbst für absolut unverzichtbar, wenn nicht gar für unsterblich hält. Menschlich tragisch und politisch töricht, denn am Ende wird nur er noch der einzige sein, der Bedauern über seinen endgültigen Abgang empfindet.
Er kann nicht loslassen? Habe ich da etwas falsch verstanden? Ich dachte, er will den Parteivorsitz im Januar abgeben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8