Forum: Politik
Seehofers Abgang: Eine Farce
DPA

Horst Seehofer wird den CSU-Vorsitz im Januar abgeben, ein Parteitag soll über die Nachfolge bestimmen. Der große Spieler ist am Ende.

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birdie 16.11.2018, 20:17
40. Und wenn er dann Berlin endlich freiwillig oder ...

gezwungenermassen verlässt, werden sehr viele Menschen in Deutschland befreit aufatmen. Denn seine Polit-Clownerien waren unerträglich geworden.

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saul7 16.11.2018, 20:24
41. Sie

Zitat von zeisig
Nein, mir wird Seehofer in bester Erinnerung bleiben als Einer, der immer klare Kante gezeigt hat und der dafür gesorgt hat, daß Merkel, Laschet und wie sie alle heißen, nicht noch die Grünen überholen mit ihrer zu gut gemeinten Willkommenskultur. Seehofer hat es gewagt, eine Obergrenze für Asyl zu fordern und hat dafür viel Gegenwind bekommen. Für mich war und ist er ein aufrechter Politiker, der sich immer treu geblieben ist. Seinen Abgang eine Farce zu nennen ist eine Farce.
haben hiermit vollkommen Recht. Seehofer war und ist immer noch das konservative Regulativ einer farblosen CDU, die seit Jahren - ausgelöst durch die irrlichternde Kanzlerin- mit der Annäherung an GRÜNE und SPD immer konturloser geworden ist. Seehofer war und ist in der Tat der einzige Politiker aus dem Regierungslager, der sich mutig gegen die BK Merkel gestellt hat. Dafür ist ihm zu danken. Mich wundert nur, dass fast durchgängig in fast allen Printmedien ein regelrechtes Bashing eingesetzt hat. Der Text von Gathmann ist hier auch einzuordnen, er enthält nichts Neues. Ich hoffe, dass Seehofer den Posten des Innenministers nicht aufgeben wird und weiter seinen Weg gehen wird, wenn er es sich gesundheitlich leisten kann..

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SeanFold 16.11.2018, 20:33
42.

Warum soll das bei Seehofer eine Farce sein und bei Merkel nicht? Beide verlieren komplett das Vertrauen.

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Schnaeppchenkoenig 16.11.2018, 20:36
43. der Vater aller Probleme geht endlich!

das ist die beste Nachricht seit langem in dieser an guten Nachrichten wahrlich nicht besonders reichen Zeit...
nach diesem Abgang kann es mit der politischen Kultur in Deutschland eigentlich nur noch wieder aufwärts gehen...!
und als Innenminister ist Seehofer ja wirklich jetzt nur noch eine lame duck... das sollte man allerschleunigst klar machen falls er es selber nicht einsieht...

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hansa54 16.11.2018, 20:58
44. Man

sollte hier auch gern mal die Rolle der Medien und dabei auch gern die der Kommentatoren hinterfragen! Das Ergebnis ist zum Fremdschämen und hat z. Bsp. mit Gerechtigkeit und Ehrlichkeit nichts gemein!

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ekatus 16.11.2018, 21:13
45. All das,

was hier im Artikel und vielen Leserkommentaren zu Horst Seehofer geschrieben wird, trifft 1:1 auf Angela Merkel und einige Andere ebenso zu.

Den quälend verzögerten und längst erforderlichen Abschied der Kanzlerin im Vergleich mit Seehofer gelungen zu nennen und selbstbestimmt, dazu gehört ein gehörig Maß an Chuzpe.

Ob Seehofer der "Vater allen Übels" war oder ist, wird sich nach seinem Abgang herausstellen.

Ich persönlich glaube nicht an eine relevante Besserung der Regierungsarbeit, obwohl es plausibel scheint, dass es von derartig niedrigem qualitativem Level eigentlich nur nach oben gehen kann.

Ich halte trotzdem jede Wette, dass - mit oder ohne Seehofer - der Boden politischer Kultur der Berliner Koalition noch längst nicht erreicht ist.

Die Kanzlerin tut das Nämliche wie Seehofer, sie versucht nicht zu gehen und weiter Strippen zu ziehen, vielleicht noch unbefangener und ungebremster als zuvor, denn sie muss auf keine künftige Wählermeinung mehr Rücksicht nehmen und hat, wenn es in ihrem Plan läuft, dafür auch noch 3 Jahre Zeit. Wahlergebnisse hin oder her!

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der_allerletzte_jedi 16.11.2018, 21:19
46. ja nun geht's zuende ...

... aber muss man in diesem Artikel so dermaßen nachtreten ?

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moritz27 16.11.2018, 21:20
47. Eines wird man ihm,

im Gegensatz zu vielen, vielen anderen Politikern, in den späteren Geschichtsbüchern nie vorwerfen können: Auf einer Schleimspur ist er niemals geglitten. Und versteckt hat er sich auch nie. Er war der einzige Politiker in Deutschland, der es gewagt hatte Ihrer Majestät öffentlich zu widersprechen. Alle anderen mussten beim Punkt Migration in den letzten Jahren ihre Meinung ändern, er nicht. Merkel-Kritiker in der Union trauen sich jetzt erst aus ihren Löchern. Hatte Seehofer neuere Informationen und Fakten bekommen, war er sich nie zu schade, seine vorherige Meinung auch zu revidieren. Dann hieß es: "Schaut hin, der Drehhofer". Adenauer konnte Sätze raushauen, wie "Was interessiert mch mein Geschwätz von gestern" oder "Warum ich jetzt anders entscheide? Ich bin jetzt nicht mehr meiner Meinung" und wurde als großer Politker und Staatsmann gefeiert. Der hatte das Glück, nicht aus Bayern zu stammen. Ich wünsche Herrn Seehofer, einem der letzten Aufrichtigen und Kantigen, einen würdigen Abgang aus der Verantwortung für die CSU. Neue Besen kehren gut, heißt es, aber - die alten kennnen alle Ecken.

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ruhuviko 16.11.2018, 21:22
48. Oh, er musste loslassen.

Zitat von zeisig
Er kann nicht loslassen? Habe ich da etwas falsch verstanden? Ich dachte, er will den Parteivorsitz im Januar abgeben.
Von wollen oder gar freiwillig war in diesem Jahr garnichts mehr. Wie hat er sich gesträubt, als es um den Abschied vom Amt des Ministerpräsidenten ging: Am 4. Dezember 2017 verkündete er, das Amt des Ministerpräsidenten zu Beginn des Folgejahres niederlegen zu wollen, um dann bis zum 13. März 2018 damit zu warten. Als ihm am vorigen Wochenende in München der Wind ins Gesicht wehte und "seine" Mannschaft noch in 2018 einen Wahl-Parteitag wollte, hat er sich gewunden und Zeit bis zum 19. Januar 2019 geschunden - da ging es alles schon ein wenig schneller. Und im Amt des Bundesinnenministeriums (sorry, es muß ja heißen Heimatmuseums) wird es dann auch schnell gehen.

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claus7447 16.11.2018, 21:25
49.

Zitat von moritz27
im Gegensatz zu vielen, vielen anderen Politikern, in den späteren Geschichtsbüchern nie vorwerfen können: Auf einer Schleimspur ist er niemals geglitten. Und versteckt hat er sich auch nie. Er war der einzige Politiker in Deutschland, der es gewagt hatte Ihrer Majestät öffentlich zu widersprechen. Alle anderen mussten beim Punkt Migration in den letzten Jahren ihre Meinung ändern, er nicht. Merkel-Kritiker in der Union trauen sich jetzt erst aus ihren Löchern. Hatte Seehofer neuere Informationen und Fakten bekommen, war er sich nie zu schade, seine vorherige Meinung auch zu revidieren. Dann hieß es: "Schaut hin, der Drehhofer". Adenauer konnte Sätze raushauen, wie "Was interessiert mch mein Geschwätz von gestern" oder "Warum ich jetzt anders entscheide? Ich bin jetzt nicht mehr meiner Meinung" und wurde als großer Politker und Staatsmann gefeiert. Der hatte das Glück, nicht aus Bayern zu stammen. Ich wünsche Herrn Seehofer, einem der letzten Aufrichtigen und Kantigen, einen würdigen Abgang aus der Verantwortung für die CSU. Neue Besen kehren gut, heißt es, aber - die alten kennnen alle Ecken.
Und, das Ergebnis?

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