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Sexismus-Debatte in Berlin: "Tragen sie doch eine Burka"
DPA

Die Berliner Staatssekräterin Sawsan Chebli wirft einem Ex-Botschafter Sexismus vor. Auf Facebook erntet sie dafür antimuslimische Kommentare. Die Debatte zeigt, wie eng Sexismus und Rassismus heute verbunden sind.

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Bernhard.R 21.10.2017, 08:44
40. Bitte die Kirche im Dorf lassen!

Ob "jung und schön", oder "so jung und so schön", den Unterschied muß man schon hineininterpretieren. Ich empfinde auch die Debatte um Berührungen für übertrieben. Eine Außenministerin wird doch wohl einem Kollegen mit leisen deutlichen Worte sagen können, daß sie sich ein Betatschen ihres Oberschenkels verbittet.
In einem muslimischen Land mag das etwas anders sein. In Deutschland sind körperliche Kontakte, z. B. ein Arm-um-die-Schulter-legen oder eine Umarmung durchaus üblich.

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alexander.saturn 21.10.2017, 08:45
41. Peinlich

ist es, dass sich der Vorsitzende über seine Gäste nicht ausreichend informiert hat. Seine Reaktion offensichtlich ehrlich und plump zugleich. Oh je, auch ich gebe zu impulsiv bei "Staatssekretär/in" nicht zwangsläufig an eine junge Frau zu denken. Das zeigt sich allein dadurch, dass die Karriere von Sawan Cheblis, auch von Ihr selbst, in Talkshow thematitisiert wird.

Das allerdings Sawan Cheblis berührte Eitelkeit (nicht erkannt worden zu sein) jetzt mit Hilfe von Sexismusargumenten verteidigt werden muss, leuchtet mir nicht ein. Ihr, auf Bildzeitungsniveau eingeleiteter und verabschiedeter ("Unter Schock - Sexismus", "immer wieder"), FB-Post scheint unter dem Wunsch, aus der
teils hysterischen MeToo-Reihe ein bisschen herausstehen zu wollen, verfasst worden zu sein.

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Affenhirn 21.10.2017, 08:45
42. Augenmaß bewahren

Beiträge, wie diesen, finde ich grundsätzlich richtig und wichtig. Allerdings wünschte ich mir, dass die gleichen Akteure, die sich hier so laut über die Ungerechtigkeiten, die Frauen widerfahren, erregen, sich einmal klar werden über die Situationen, in denen sie aufgrund ihres Status' einen Vorteil ERWARTEN.
Nicht nur einmal habe ich erlebt, und nicht nur im Sport, dass ein Mädchen in einer Situation eine Veränderung (Regelauslegung oder was auch immer) zu ihren Gunsten verlangt und dies begründet mit dem Satz "weil ich ein Mädchen bin". Man sollte also durchaus die Kirche im Dorfe lassen und bedenken, dass die Geschlechterrollen bereits sehr früh eingenommen - und ausgelebt - werden. Dieses Thema jetzt einseitig auf das Verhalten von "sexistischen" Männern zu reduzieren, greift eindeutig zu kurz. Damit besteht das Risiko, dass das Thema von einem Großteil der Betroffenen in dieser Form kognitiv gar nicht erfasst wird.

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m82arcel 21.10.2017, 08:47
43.

Der Kommentar war in der Situation sicherlich nicht angemessen, aber Sexismus erkenne ich darin nicht. Die Staatsministerin wurde weder herabgewürdigt, noch benachteiligt.
Wenn künftig jedes (schiefgegangene) Kompliment sofort zu einem Aufschrei führt, werden wir bald in einem Land leben, in dem sich niemand mehr traut jemandem überhaupt noch ein Kompliment zu machen.

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areyoushure? 21.10.2017, 08:48
44. Wiederspruch

Die Kommentatorin kann sich ja mal in den höheren Ebenen der Politik umsehen. Da ist eine junge, gut aussehende, Frau Mangelware.
Ein ähnlicher Spruch könnte jemandem auch bei einem männlichen Pendant einfallen, auch das ist eher unwahrscheinlich in den „Sphären“ der Politik. Wäre also so oder so auch etwas überrascht. Aber Überraschung bekommt natürlich weniger Likes als die genannte Überschrift.

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frank-xps 21.10.2017, 08:48
45. Eine Frage an die Autorin

Seit wann sind denn Muslime eine Rasse?
Seit wann war denn der Kommentar des Exbotschafters sexistisch?
Mehr muss man zu ihrem Artikel nicht
schreiben. Sie hätten beim Neuen Deutschland auch den Sieg des Sozialismus 1989 noch beschworen.
Hauptsache die moralische Selbstbefriedigung macht freude

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zinhh 21.10.2017, 08:49
46. Hier haben wir es

offenkundig mit der Spitze des Eisberges der Problemfelder politischer Korrektheit und Zuwanderung zu tun. Deren Lösung über eine klare und deutliche Sprache sowie konsequenter Remigration möglich wären. Solange darüber jedoch kein breiter gesellschaftlicher Konsens besteht, werden weiterhin verquaste Erklärungsmuster wie in diesem Artikel dargeboten unters Volk gebracht.

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chiefseattle 21.10.2017, 08:49
47. auf dem Teppich bleiben

Na, so schlimm ist das ja nicht. Wenn Staatssekretäre angekündigt werden, denkt man an Männer, weil die unter den Sekretären die Mehrheit sind, besonders in höheren Positionen. Da ist eine Frau immer noch eine Überraschung. Und zu sagen, dass jemand schön ist, halte ich für ein Kompliment und nicht für Mobbing.

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robka 21.10.2017, 08:50
48. Abweichung von der Mehrheitsmeinung

Der vermutlich inszenierte Konflikt zeigt nur, wie abgehoben die meisten Politiker und Medienmacher bereits. Der normale Steuerzahler, ob Mann, Frau oder schwul kann das Ganze nicht nachvollziehen. Wenigstens ist die bis dahin unbekannte Staatssekretärin jetzt bekannt.

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ach-nur-so 21.10.2017, 08:53
49.

Als wäre es nicht schon unüberschaubar genug; jetzt also auch noch Rassismus. Nun gut.

Im Artikel steht: "Laut Definition [von Sexismus, Anm.] sind das Stereotype und Verhaltensweisen, die dazu führen, dass Männer und Frauen "einen ungleichen sozialen Status" haben." Der Botschafter sagte: "Ich habe keine so junge Frau erwartet. Und dann sind sie auch so schön." Das ist, laut Definition, also kein Sexismus, sondern investigatives Altherren-Geplapper. Investigativ wider Willen, versteht sich. Das sollte man sich in Ruhe ansehen und daraus lernen.

Der veranstaltete Zirkus schadet der Sache nur wieder mehr, als er ihr nützt. Von mir, einem schwulen Fast-Vierziger, bekommen Frauen vorerst jedenfalls keine Komplimente mehr. Nur noch auf Bestellung. Nennen Sie mich hysterisch; ich nenne es eine Selbstschutz-Maßnahme. Ich fühle mich vom medialen Dauerfeuer beschämt. Und es macht mich wütend. Da können Sie sich ausrechnen, wie es nicht-homosexuellen Männern gehen dürfte.

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