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Sexismus-Streit in der Berliner CDU: Zur Sache, Schätzchen
DPA

Machosprüche, Gerüchte, eine angebliche Liebschaft mit Merkels Generalsekretär: In der aktuellen Debatte um Sexismus in Parteien wird alles miteinander vermischt. Das ist unerträglich.

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joerg.braenner 26.09.2016, 19:39
50. Ach Du lieber Himmel

Was ist das wieder für ein Sturm im Wasserglas? Eine junge Frau tritt der CDU bei und beschwert sich dann über Macho-Sprüche und Sexismus. So what? Das ist, als würde man der AfD beitreten und sich dann darüber aufregen, dass rechte Sprüche geklopft werden.
Aber was ist dass denn bitteschön auch für ein Pseudo-Skandal? Ist "Süße Maus" genannt zu werden jetzt schon sexuelle Belästigung? Werden Komplimente jetzt bald zum Straftatbestand erklärt? Maas, übernehmen Sie! Für mich erscheint diese Affäre schon sehr durchsichtig. Die junge Dame konnte sich in der CDU offenbar nicht in gewünschter Weise hochschlafen und inszeniert sich jetzt als armes Opfer. Hauptsache Schlagzeilen und mit dem Opferbonus schafft man es vielleicht auch auf den gewünschten Listenplatz...

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vera gehlkiel 26.09.2016, 19:41
51.

Ich finde Jenna Behrends sehr klar in ihrem offenen Brief. Sie stellt sich dort als eine junge Frau dar, der sehr bewusst ist, dass sie die in Berlin als uncool geltende CDU auch "aufhübschen" sollte. Die aber genau weiss, wo die Demarkationslinie verläuft; und diese öffentlich benennt, auch wenn es ihrer Karriere sicher nicht dienlich ist. Wenn es in der Konkretion darum geht, dass sie ihr Boss eine "süsse Maus" nennt und sich, vielleicht hatte er ja gerade einen Schweiger-Tatort zuviel geguckt, beiläufig seitlich weg erkundigt, wer die so flachlegen darf, muss dieses einen empören; und sollte es eigentlich sogar als Mann! Statt ihren Mut zu loben, fallen ihr allerdings ausgerechnet zwei Frauen in den Rücken. Und zwar mit einer peinlichen öffentlichen Petzerei, die mich ehrlich gesagt etwas ans Landschulheim früher, als wir alle schon pubertierten, erinnert. Die beiden deutlich älteren Frauen (Cegla hat, wenn ich's recht weiss, sogar einen schon fast erwachsenen Sohn) haben zuerst die "üblichen Frauengespräche" (wie Ramadami mit einer Wortwahl niederschreibt, bei der wohl jeder Sexist von innen hell aufleuchtet), dann redet man etwas über die Wirren der Liebe und dabei fällt, streng vertraulich, ein prominenter Name. Den, ausgerechnet, sie jetzt herausbringen, um Behrends streng öffentlich mit dem Verdacht zu konfrontieren, sie sei vermutlich eine Intrigantin. Wobei sie selbst natürlich diesen Namen erst lancieren. Dass es dabei um Tauber geht, einen Merkel-Vertrauten, dürfte dem nach der selbst verschuldeten Wahlschlappe verbitterten Henkel zumindest nicht ausgesprochen betrübt haben. Das alles wäre einigermassen egal, so ein Parteihickhack eben. An Tauber wird wohl kaum was hängen bleiben, und Henkel hat ja schon abgedankt. Schlimm ist aber, dass das wichtige Thema Sexismus in der Politik jetzt ausgerechnet von Frauen selbst so runter gezogen und das, soweit ersichtlich, redliche und notwendige Bemühen von Jenna Behrends, auf eingeschliffene Missstände und Denkweisen gerade bei einer Volkspartei hinzuweisen, in ein ganz schiefes Licht gesetzt wird.

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robeuten 26.09.2016, 19:43
52. hm....

"Man muss endlich ernsthaft diskutieren, warum im Berliner Abgeordnetenhaus oder im Bundestag nur rund ein Drittel Frauen sitzen."

WIESO? Das widerspiegelt ziemlich genau die Geschlechterverteilung bei den Parteimitgliedern, Grüne ausgenommen (bei denen ja schon seit Ewigkeiten Männer massivst diskriminiert werden). Also, wenn Frau kein Bock auf Parteiarbeit hat, soll Frau dennoch nominiert werden?!? Das ist genau der larmoyante Pseudofeminismus, auf den wir Männer nun überhaupt keinen Bock mehr haben - wie im Beruf, wo die Minderleisterinnen meinen, qua Geschlecht befördert werden zu müssen, und dann von irgendwelchen "gläsernen Decken" schwafeln, wenn es nicht klappt.

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skylarkin 26.09.2016, 19:46
53.

'Frank Henkel hat seinen Kollegen offenbar nicht aus privater Neugierde über das Sexualleben von Frau Behrends gefragt, ob die beiden miteinander Sex haben, sondern weil er utnerstellt, dass eiune junge, attraktive Frau nur dann Karriere in der Politik (oder sonstwo) machen kann, indem sie mit verantwortlichen Männern schläft, die ihr dann gnädigerweise Posten geben'
Wie kommen sie darauf das dies offenbar so ist? Es gibt keinen Anlass das anzunehmen und es wird auch nicht angedeutet, außer sie sehen nur noch Sexismus und Frauenverachtung wohin man auch schaut, dann schon!

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fletcherfahrer 26.09.2016, 19:49
54. Wie soll man das verstehen?

Zitat von laureen17
Und: ihre "Fehltritte" entschuldigen in keinem Fall seine!!!!
Frau darf Fehltritte machen, Mann nicht?

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laureen17 26.09.2016, 19:52
55.

Paulpumpa: "na ja, er hätte wissen müssen, daß diesbezüglich alles umgedeutet und vorsätzlich mißverstanden wird. Die "große süsse Maus" mag Ihnen ganz ausserordentlich vorkommen, wenn Sie mal das Forum quer lesen werden Sie feststellen, daß Menschen jenseits der 50 arge Probleme haben darin nun gleich den Untergang des Abendlandes zu erblicken."

Hört sich für mich an wir: "Kleine Maus, komm erstmal in mein Alter, dann kannst du mitreden." Ich hoffe, Ihre Kolleginnen nennen Sie ab morgen "kleines Eselchen" oder "süßes Äffchen". Seien Sie bitte entzückt - so macht man das heutzutage!

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kenterziege 26.09.2016, 19:54
56. Sehr gut kommentiert!

Zitat von Freundschafter
Sicherlich ist es total geschmacklos wenn ein Herr Henkel auf Stammtisch-Niveau fragt ob jemand Sex mit einer anderen Person hat. Der Unterschied zu einem Frauengespräch "Und? Habt ihr es gemacht?" ist inhaltlich aber gleich Null. Niveaulosigkeit ist noch kein Sexismus! Und an pauschales Anrecht auf Anerkennung in einer politischen oder ökonomischen Organisation gibt es auch nicht! Von daher waren die vorgebrachten Vorwürfe wahrscheinlich mehr der eigenen Karriere zugedacht! Damit wird dem echten Sexismus ein Bärendienst erwiesen!
Genau so ist es! Gerade Frauen fragen untereinander so. Hier kommt jemand, dem es mit der politischen Karriere nicht schnell genug gehen kann und der (die!) Kontakte zur Parteispitze hat, um damit die untere Ebene aufzumischen. Frau Behrend hat sich selbst disqualifiziert und zwar bei den örtlichen CDU-Männern und -Frauen!
Zur Politik gehört auch ein wenig Lebenserfahrung und eigentlich eine Basierung in einem ausgeführten Beruf. Nichts ist mir mehr zuwider, als Leute, die noch nicht mal "fertig" sind - aber schon alles wollen. Soll sie dich in die Junge Union gehen, da ist sie unter Gleichen!

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produster 26.09.2016, 19:56
57. Schöne neue Welt: seim willkommen!

Immer die alten weissen Männer! Die sollten langsam mal aus der Öffentlichkeit entfernt werden. Können es einfach nicht lassen. Benutzen schlimme Wörter wie ficken und so. In dem Alter sind die auch lernresistent, da sehe ich nur eine Möglichkeit: ab ins Lager. Da würden dann auch eine Menge Arbeitsplätze frei. Für Flüchtlinge z.B. Dass würde die Stimmung heben. Vorrausgesetzt hier, die Integration ist erfolgreich. Aber das schaffen wir ja, Stichwort Benimmkurse. Damit hätte man eben schon vor 50 Jahren anfangen müssen. Die Politik ist da wohl Schuld. Jetzt hilft nur noch ein konsequentes Verbot für Herrenwitze, wenn überhaupt. Aber die junge Generation ist ja korrekt durchgegendert, die wissen gar nicht, was ein Herrenwitz ist. Und welches Geschlecht sie haben auch nicht. Da kann man, zugegeben, gar nicht mehr sexistisch sein. Das würde sich ja vielleicht gegen einen selbst richten... Schöne neue Welt: seim willkommen!

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Afrojüdischer_Sozi-Sinti 26.09.2016, 19:59
58. Soso

Zitat von Chris_7
Männer sind auf Masse aus (und geben sich daher weniger Mühe/ sind weniger subtil), Frauen suchen eher "den einen".
Und alle Männer und Frauen deren Verhalten nicht auf Ihre Idealvorstellung zutrifft sind was? Unormal? Krank? Im falschen Körper?

Es ist wiedermal schlicht unglaublich was hier wieder für absurde Ansichten über den Menschen kursieren.

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taglöhner 26.09.2016, 20:07
59. Mint

Zitat von auswerter25
Ihre unangemessenen Kommentare sind beschämend. Nix gelernt seid der Einführung des Frauenwahlrechts. Auf die Argumentation mit dem Balzverhalten muss man erst mal kommen. Widerlich.
Auf die Argumentation mit dem Balzverhalten kommt jeder, der sich mit Evolution und Ökologie beschäftigt. Sie ist demgemäß aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht exotisch, sondern Mainstream.

Wenn auch von dem Kommentator hier etwas flapsig formuliert.

Was das mit dem Frauenwahlrecht zu tun hat erschließt sich mir nicht.

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