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Sexismus-Vorwürfe: Koalitionspolitiker verteidigen Brüderle
AP

Eine Journalistin wirft Rainer Brüderle Sexismus vor - doch der FDP-Fraktionschef schweigt beharrlich: 90 Prozent der Befragten einer kleinen Umfrage fordern eine Entschuldigung des Politikers, sollten die Vorwürfe stimmen. Ein Parteikollege und ein CSU-Mann nehmen ihn dagegen in Schutz.

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Atheist_Crusader 27.01.2013, 10:12
60.

Zitat von ausländer33
Es gibt sicher zur Frage was Sexismus ist so ca. 42 Millionen Antworten. Soviele Frauen gibt es ungefähr in Deutschland.
Und dabei ist noch nichtmal der positive Sexismus erwähnt, den Frauen auch erleben, aber über den sich keiner beschwert.

Sie wissen schon, dieser böse, böse Sexismus der einem das Essen bezahlt, Türen aufhält, schwere Kisten schleppt, einem die Wehrpflicht erspart, Sorgerecht fast garantiert, bessere Noten und geringere Haftstrafen gibt. Dieser böse, böse Sexismus der auch ganz gezielt von den Damen eingesetzt wird, um leichter durchs Leben zu kommen.

Gegen den spricht sich aber keiner aus. Was allerdings dringend mal Jemand tun sollte, wenn man mit seinen Forderungen nach gesellschaftlichem Umdenken ernst genommen werden und nicht bloß als Rosinenpicker wahrgenommen werden will...

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Lochblech.19 27.01.2013, 10:12
61. Keine,

Zitat von doutdes
ich bin es jetzt leid,wenn roth und ihre geschlechtsgenossinnen der überwältigenden mehrheit der sich anständig benehmenden männern in diesem lande mit schnappatmigen tiraden und blocksbergsgesängen einreden wollen,dass wir zustände fast wie in indien haben.die duckenden reaktionen meiner geschlechtsgenossen offenbaren,dass nunmehr die geistige kastration im fortgang begriffen ist.
keine Sorge, dafür werden die Damen dann schon selber wieder sorgen, denn sie mögen mehrheitlich nicht die sich wegduckenden Männchen, sondern die Kerle.

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der-schwarze-fleck 27.01.2013, 10:12
62. Starre Grenzen gibt es nicht

Zitat von moe.dahool
Ich weiß nicht, wäre das fair, jemanden wegen einem im Suff getätigten Vergwaltigungsversuch Schlüsse auf seinen Charakter zu ziehen und ihn dann zum Gegenstand einer grundsätzlichen Debatte zu machen? Sie können die Worte wahllos austauschen. Wo würden SIE die Grenzen ziehen, ginge es um IHRE Tochter oder Frau? JEDE Grenzüberschreitung, ob gegenüber Frau oder Mann, ist absolut inakzeptabel
Schwachsinn, wenn es diese Grenzüberschreitungen nicht gäbe, gäbe es uns nicht. Die Grenzen sind fließend und müssen zwischen den Geschlechtern immer neu ausgelotet werden. Das, was mir meine Partnerin mir erlaubt, ist ber anderen Frauen selbstverständlich tabu. Wenn zwei miteinander anbandeln wollen, sind "kleine" Grenzüberschreitungen von beiden Seiten mehr oder weniger notwendig, das gehört zum Flirten, zum gegenseitigen Kennenlernen einfach dazu. Tauschen Sie die Protagonisten an der Bar beliebig aus und die Geschichte hätte wir nie erfahren oder sie wäre ganz anders ausgegangen. Es soll ja sogar Eheschließungen zwischen Politikern und Jounalistinnen geben, hoffentlich gab es da keine "Grenzüberschreitungen".

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Criticz 27.01.2013, 10:13
63. Nichts dureinanderbringen

Zitat von Spiegelleserin57
Wer genau liest erkennt dass die Reporterin dies vor einem Jahr beschrieben hat. Außerdem wissen Sie sich scheinbar nur in einer so undiplomaitschen Art zu wehren. Wer in einem Beruf arbeiten will muss sich überlegen ob er nicht mit der Art harrschen Methoden seinen Job riskiert besonders vor dem Hintergrund dass in der Journalistenbranche überwiegend Männer , besonders im politischen Resort, vertreten sind. Wie Sie lesen können betrachtet Herr Kubicki die Aussagen von Herrn Brüderle nur als salopp. Schon hier können Sie erkennen wie Männer über diesen Vorfall urteilen. Ich bin sicher dass Herr Kubicki mit seiner Meinung nicht alleine steht. Dass diese Meinung nun auch sehr undiplomatisch ist ist eine andere Angelegenheit. Jedenfalls werfen beide Aussagen kein gutes Bild auf die Verhaltensweisen von Politiklern in der Öffentlichkeit. Letzendlich vertreten sie den Bürger und auch Deutschland in der Öffentlichkeit. So möchte ich nicht vertreten werden.
Sie haben hier einiges nicht verstanden: Es geht nicht darum, wann die Journalistin das geschrieben hat, sondern wann sie damit an die Öffentlichkeit geht - DAS ist der Punkt. Kein Mensch, v.a. nicht die Chefredaktion vom Stern (-:, hätte sie von einem Jahr gehindert, einen FDP-kritschen Artikel zu veröffentlichen...


Und warum sagen Sie die Damen hätte ihren Job riskiert? Im "Stern" einen FDP-kritischen Artikel veröffentlichen oder Brüderle z.B. direkt zur Rede stellen und deshalb den Job riskieren?! Beim Stern? Meinen Sie das ernst?

Ob das Verhalten von Brüderle eine Grenzüberschreitung war oder nicht - darüber kann man lange streiten. Ich denke wir sind in einem Graubereich und es ist eine typische Konstellation, in der die/der eine eine Grenzüberschreitung sieht......manche aber noch nicht. Sehr individuell das Ganze.....aber wie das ganze nun inszeniert wird, darüber kann man sich eine sehr klare Meinung bilden. Und die wirft kein gutes Licht auf die Stern-Journalistin und das ganze Magazin.

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j.cotton 27.01.2013, 10:14
64. Im Wein liegt die Wahrheit!

Zitat von ongduc
Ich weiß nicht, wäre das fair, jemanden mit im Suff geäußerten Bemerkungen zu zitieren, Schlüsse auf seinen Charakter zu ziehen und ihn dann zum Gegenstand einer grundsätzlichen Debatte zu machen?
Unsere ehrenwerten Politiker alle irgendwie auf Wolke Sieben? Ganz abgehoben? Ohne ein wenig Alk das (Polit)Erleben nicht zu ertragen?
Kommt mir schon seit geraumer Zeit so vor, dass dem so ist.
Politcharaktere eben...
Und ich denke schon, dass sich aus der Größe der Leber (-werte) auch ein wenig Rückschlüsse über das Innenleben ziehen lassen, eben über ganz eigene Stärken und Schwächen.
Aber um zum eigentlichen Thema zurückzufinden: Ich zb arbeite als einzig männliche "Dorne" in einem ganzen Rosenstrauß - in der Pflege.
Das weibliche Personal ist meist (arbeitsbedingt...) aus jenem Holze, die Witze und Anzüglichkeiten, wenn, dann entsprechend deftig und auch fast alltäglich, ganz ohne schlechtes Gewissen, ist ja schließlich nur Spass. Und mir als (unterleibsgesteuertem) Manne macht das ja nichts aus. Denken die meisten/s.
Man(n) gewöhnt sich ja dran.
An manchen Tagen aber eben auch nicht.

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Kernseife 27.01.2013, 10:16
65. Am Rednerpult des Bundestages gibt sich Brüderle auch

nicht immer Wortklar, sein Lispeln ist Ausdruck, dass er sich zuvor einen genehmigt hat. Mir persönlich ist dies des Öfteren aufgefallen und auch Politiker haben dies erkannt. Die Frage die sich jetzt stellt, ob es richtig ist einen Politiker an der Spitze des Landes zu haben, der große Gedächtnislücken hat ,um sich nicht an Frau Himmelreich erinnern zu können, ansonsten hätte er sich ja mit Sicherheit entschuldigt! oder nicht?

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Beijinger 27.01.2013, 10:17
66. Wer sich in Gefahr begibt,

kann darin umkommen. Wenn eine Journalistin nachts um 1:00 Uhr einen Politiker anspricht, um zu so vorgerueckter Stunde etwas "neben dem Protokoll" zu erfahren, muss sie sich solchen Risiken bewusst sein. Zumal der Interviewte nicht nur offensichtlich angetrunken, sondern auch fuer diese "jovialen" Ausraster beruechtigt ist. Also, mal alles ein wenig weniger dramatisch sehen, zumal sich auch schon die Bundesempoerungsbeauftragte C.Roth hier einmischt. Was aber hier losgetretennwurd, ist in keiner Weise nachzuvollziehen. Emanzenaufstand, meine Guete, was bin ich froh, dass ich vor vielen Jahren Deutschland den Ruecken gekehrt habe und damit genuegend raeumlichen und geistigen Abstand von den Krampfhennengeschwadern legen konnte.

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schockschwerenot 27.01.2013, 10:17
67. "Sexismus"=Herrschaftsinstrument

Zitat von sysop
Eine Journalistin wirft Rainer Brüderle Sexismus vor - doch der FDP-Fraktionschef schweigt beharrlich: 90 Prozent der Befragten einer kleinen Umfrage fordern eine Entschuldigung des Politikers, sollten die Vorwürfe stimmen. Ein Parteikollege und ein CSU-Mann nehmen ihn dagegen in Schutz.
Diese Debatte ist verlogen. Natürlich hätte ein Politiker nach einer solchen "Affäre" wie Brüderle in den USA keine Chance mehr. Wollen wir aber wirklich Moralvorstellungen und eine öffentliche Debattte über das Privatleben wie in den USA? Dann aber konsequent: Was ist mit den Politikern, die nicht verheiratet sind? Was ist mit den Politikerinnen, die keine Kindern haben? Homos und Lesben? Bitte alle melden und zurücktreten! Aus gutem Grund legen wir solche moralischen Maßstäbe wie in USA an unsere Politiker nicht an. Mich wundert, dass sich gerade solche Leute aus dem linken Spektrum, die das bisher hochgehalten haben, in der Brüderle-Debatte das Maul aufreissen. Hier geht es in Wirklichkeit um etwas anderes. Durch die Etablierung eines "Sexismus-Vorwurfs" sollen männliche Politiker (und Männer allgemein, im Beruf etc) diskreditiert werden. Ein neues Herrschaftsinstrument also, das inhaltlich völlig unscharf ist (was bitte ist "Sexismus"?) und daher praktischerweise völlig willkürlich angewendet werden kann.
Liebe Journalistinnen/Frauen: Wenn Ihr von einem Politiker/Mann blöde angebaggert werdet, solltet Ihr als emanzipierte Frauen doch eigentlich den Mut haben, das der betreffenden Person direkt zu sagen. Glaubt mir, das kommt wirklich gut - wenn die Journalistin dem alten Brüderle vor versammelter Mannschaft den Marsch geblasen hätte!
Liebe Männer: Lasst Euch nicht das Maul verbieten und Eure Courage nehmen. Männliche Courage ist wichtig, für die gesamte Gesellschaft!

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Dzing 27.01.2013, 10:18
68. Nicht mit heftigen Reaktionen gerechnet...

Zitat von Lochblech.19
Das kommt vielleicht daher, dass kein gestandenes Personal für die Redaktionen arbeitet, unfähig eine nicht angemessene Situation, in der Situation, als solche zu bennen und zu beenden, aber fähig 12 Monate zu warten und dann intrigant eine Kampagne loszutreten.
ganz genau!! Das Vorgehen von Fr. Himmelreich und Stern ist höchst unprofessionell und wird der ganzen Branche schaden. Aber Hauptsache, man konnte kurzfristig die Auflage erhöhen. Cui bono?

Zitat Deutschland-Radio: (...) "Der Tenor ihres Artikels sollte nie sein: Sie wurde von Rainer Brüderle belästigt und jetzt will sie ihn an den Pranger stellen. Das erklärt die "Stern"-Autorin Laura Himmelreich gegenüber dem Deutschlandfunk. Ihre Absicht sei es gewesen, aufzuzeigen, dass Brüderle ein Politiker sei, der aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Und dass der 67-Jährige nun als Spitzenkandidat der FDP im Wahljahr 2013 ins Rennen geschickt wird - das passe nicht. (...) Die "Stern"-Journalistin Himmelreich erklärt gegenüber unserem Programm: Sie finde es wichtig, dass die Debatte über den Umgang zwischen Politikern und jungen Journalistinnen geführt werde. Allerdings habe sie nie beabsichtigt, diese Debatte anzustoßen. Und mit den heftigen Reaktionen - damit hatte sie nicht gerechnet."

http://www.dradio.de/aktuell/1988306/

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berliner54 27.01.2013, 10:19
69. Frage

Niemand hier im Forum war bei der Veranstaltung vor 1 Jahr in der Hotelbar dabei.
Ich stelle aber hier die Frage, ob es nicht Sexismus der Stern-Journalistin war, sich in geeigneter Kleidung einem offensichtlich nicht mehr ganz nüchternen und auch nicht besonderes cleveren Mann zu nähern, um ihn vorsätzlich zu provozieren?
Mit dem Ziel eines für den Mann unvorteilhaften Interviews?
Ich weiß es natürlich auch nicht. Aber es ist eine Überlegung wert.

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