Forum: Politik
Sexismus: Warum der Fall Brüderle in den USA unmöglich wäre

Amerika gilt vielen Deutschen als Hort der Prüderie und Heuchelei, gerade in der Politik. Doch bei einem Vergleich mit dem Fall Brüderle wird deutlich: Die USA sind emanzipierter. Als Spitzenpolitiker wäre der Mann dort so gut wie erledigt.

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sabine_atwell@sbcglobal.n 26.01.2013, 22:42
310. Wo in den USA haben sie gelebt und wie lange???

165. Ich habe jarhezehnte lange im amerikanischen Verteidigungsministerium gearbeitet und hatte sehr gute kollegiale Beziegunhen mit Maennern und Frauen? Where were you????

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Hamberliner 27.01.2013, 00:15
311.

Zitat von sysop
Amerika gilt vielen Deutschen als Hort der Prüderie und Heuchelei, gerade in der Politik. Doch bei einem Vergleich mit dem Fall Brüderle wird deutlich: Die USA sind emanzipierter. Als Spitzenpolitiker wäre der Mann dort so gut wie erledigt.
Welcher "Fall Brüderle"? Warum nicht der "Fall Öttinger", "Fall Stoiber", "Fall Kinkel" "Fall Barzel" oder "Fall Adenauer"? Was für ein Fall? Was ist denn passiert?

Und warum ausgerechnet schon wieder die USA? Warum nicht Brasilien, Indien oder Japan?

Es gibt viele gleichermaßen relevante Staaten neben den USA, diese sind nicht der Nabel der Welt. Es gibt relevantere Parteien als die FDP. Es gibt relevantere Personen als Rainer Brüderle und Laura Himmelreich. Es gibt diskriminiertere Bevölkerungsteile als die Frauen. Es gibt verletzendere Angriffe als ein gut gemeintes Kompliment aus wenigen Worten.

Wo bleibt die Relevanz?

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chrima 27.01.2013, 00:47
312.

Zitat von donatellab
Peinlich ist nur Ihre Reaktion. Der Mann hat eine Frau belästigt und damit grundsätzliche Formen des Umgangs missachtet.
Wer in diesem Fall grundsätzliche Formen des Umgangs missachtet hat, das ist tatsächlich zu klären.
Was wir bisher nur aus der Beschreibung der Frau Himmelreich wissen ist, dass sie das Gespräch mit einer unangemessenen Dreistigkeit eröffnete. Wer ein Interview sinngemäß mit den Worten einleitet "Wie kommt es, dass ein alter Sack wie Sie zum Hoffnungsträger der FDP wird?" , der oder die muss schon unglaublich dreist oder abgestumpft sein sich dann noch über vermeintlich unpassende Antworten zu beschweren.

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chrima 27.01.2013, 02:06
313.

Zitat von anders_denker
Mein Gott, wie sollen Menschen zueinanderfinden und sich ggf. Fortpflanzen wenn nicht auch der eine oder andere seine Machosprüche loslassen darf. Nur Softis und Frauenversteher gibt es eben nicht.
Vor allem sind die nicht der Typ Mann den frau im Allgemeinen zur zur Fortpflanzung notwendigen Tätigkeit aussucht (besonders während der fruchtbaren Tage steht frau eher auf den Typ Macho wie mehrere Untersuchungen feststellten).
Der Typ Softie und Frauenversteher ist dann meist erst wieder angesagt wenn es darum geht, dass frau meint sich mal wieder ausheulen und über das behaarte Tier herziehen zu müssen.

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michael.mittermueller 27.01.2013, 08:18
314. Wahlkampf auf Amerikanisch

Der Fall Brüderle ? Als ich Brüderle wenige Tage vor der letzten Wahl eines Landesparlarments, gemeinsam mit der gesammten Presse des Landes nach einer Ablösung des Parteichefs der FDP rufen hörte, dachte ich bei mir, was treibt den Mann?
Inzwischen weiss ich es. Er will die FDP ruinieren, ihr die marginalen Prozentpunkte stehlen, die ihr zum jeweiligen Erhalt oder zur Erlangung der Mehrheit in einem Länderparlarment fehlt. Im Verbund mit der Presse versteht sich, wobei er selbst sich dessen vermutlich gar nicht so bewußt ist. Brüderle ist Opfer und Täter gleichzeitig. Mich erinnert die Vorgehensweise fatal an den Kampf, den sich die FDP zuletzt um ihren Spitzenkandidaten Möllemann lieferte.
Die Akteure sind auch diesmal dieselben. Und ihr Ziel, bei Möllemann war es die Verhinderung einer Kanzlerschaft und Mehrheit Edmund Steubers, sowie eines der Deutsch Arabischen Gesellschaft angehörenden Aussenministers Möllemann, haben sie auch diesmal erreicht,
Nein Brüderle ist kein Vorbild. Und wer die Affaire um Joschka Fischer kennt, der weiss, dass die Schubladen voll sind von Einzelheiten, die gegen jeden Politiker in irgend einer Schublade eines interessierten Dienstes zu finden sind. Unsere Medien sind hier leider allzu gerne zu Diensten. Journalisten wie Peter Sichrovsky etwa oder Michael Friedmann, deren nach außen gesteilte Moralität mitunter beängstigende Formen und Dimensionen annimmt. Der Blick hinter die Kulissen, er bleibt im Falle der Politiker eher die Aussnahme. Auch der hinter die Kulissen des Pressebetriebs. Nein Brüderle ist für mich kein Vorbild. Allerdings hat das nichts mit seinem privaten Umgang mit einer Stern Reporterin zu tun, sondern eher mit der Chronischen Intreganz der gesamten FDP Spitze. Aber darin dürfte sich die FDP wohl kaum von anderen Parteien unterscheiden. Ob nun Gerhardt Schröder oder Joschka Fischer - Private Ethik und Persönliche Aussendarstellung sind zwei paar Stiefel. Wer sich im Politibetrieb den richtigen Leuten andient, dem tut die Presse dann ganz einfach nichts,
Mir sind Private Affären von Politikern, sofern sie nicht gerade mit Zwansgprostituierten stattfinden, relativ gleichgültig. Ein Bill Clinton oder ein Franz Josef Strauß mögen in den Medien deshalb über Jahre hinweg durch den Kakao gezogen werden. Was zählt ist die Billanz ihrer Arbeit. Und die heisst Arbeitsplätze, ausgeglichener Staatshaushalt, im Falle von Strauss Wiedervereinigung.
Sexualmoral hat in der Politik die Funktion einer Waffe. Ebenso wie in den sog. Plagiatsaffairen. Es geht nicht darum die Welt zu retten, es geht um eine neue Form des Wahlkampfs. Die amerikanische Variante.

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barth1808 27.01.2013, 09:08
315. Abends beim Bier ...

... mal ein dummer Spruch - und daraus wird nun eine Staatsaffäre - wow. Eurokrise vergessen, EU-Krise vergessen, Energiewende vergessen, Atommüll vergessen, Sozialstaat und Wettbewerbsfähigkeit vergessen, ...
Und zum Thema USA: Ich bin Froh, dass unsere Politiker aus Hinterschnallenbach kommen, bei Betrug zurücktreten müssen, ein Leben auch außerhalb der Politik erfolgreich führen könnnen und dann und wann ganz normale Menschen sind, die ein Bier trinken und dann auch mal einen Dummen Spruch loslassen - Also Herr Brüderle reagieren Sie jetzt wie man das in so einer Situation tut: laden Sie die Journalistin zu einem Bier ein - entschuldigen Sie sich trinken ein zweites und gut is ... ICH WILL KEINE USA POLITIK!

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derpassant 27.01.2013, 10:43
316. Zentralabitur schreibt:

30% Amerikaner sind mehr oder weniger DEUTSCH (die grösste ethnische Gruppe). Und die Mehrheit davon lebt in "Bible Belt". Ich finde bewunderswert, wie sie sich gegen die Zersetzung wehren. Die Menschen hierzulande sind von
einem ANGST GEPLAGT - als prüde, langweilige, spiessige
Michels zu wirken. Davon all diese ungeschickte, hysterische Bemühingen, "freizügiger" als alle in der Welt
auszusehen.

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felixbonobo 28.01.2013, 06:16
317. exemplarisch

Zitat von trident
Wo genau ist eine Journalistin des Stern von einem Politiker abhängig? Sie hätte einfach gehen können.
NIEMAND hätte wohl die aussage dieser journalistin in frage gestellt, hätte sie über ein jahr bei fritz müller recherchiert, um davon am ende auch zu berichten. Nun aber steht hier eine aussage als politisch motivierte anti-propaganda-lüge am pranger, und diese journalistin gleich mit.

Nun dürfen Sie mich noch mal fragen, ob da kein machtstellungsmissbrauch und damit auch abhängigkeit eines solch "gewichtigen" bis jetzt SCHWEIGENS, und gleichzeitige dreck-bewerfung der parteigenossen gegen die journalistin vorauszusagen war.
Anders gesagt, steht soetwas dann schon im raum..bringen sie es an die große glocke, streite ich nicht nur ab, sondern stelle ihre glaubwürdigkeit als journalistin gegen meine als politiker. Hätte man gar nicht aussprechen müssen, denn das nun spricht bände.

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