Forum: Politik
Sicherheitsrisiko Clinton: Was für Trump spricht
AP

Gibt es wenigstens einen einzigen Grund, auf einen Sieg von Donald Trump zu hoffen? Ja: den Frieden. Hillary Clinton will im Syrien-Krieg die militärische Konfrontation mit Russland riskieren. Das kann Deutschland nicht wollen.

Seite 25 von 38
marccuse 21.10.2016, 01:01
240. Frieden und Profit

Die Blumen für Trump sind fehl am Platz.
Er will US-Streitkräfte als Söldner vermieten. Z.B. an Japan und an Natopartner zudem ist er Marionette der Waffenlobby. Clinton spricht von Frieden und wird ihn auch erreichen, gemeinsam mit Europa und Russland.
China dürfte die größte Herausforderung im Machtwettkampf werden. Im Pazifik enbenso wie in muslimischen, latino- und afro-asiatischen Schwellenländern.
Clinton hat den größeren Weitblick und international viel mehr Vertrauen als Trump.
Wir dürfen auf ihre Innen- und Außenpolitik positiv gespannt sein.

Beitrag melden
querleser2 21.10.2016, 01:04
241. Und dann?

Und, lieber Herr Augstein: Was ist die Alternative? Die Welt sieht weiter zu, wie Assad und Putin die Zivilbevölkerung abschlachtet? Und wenn es mal wieder ein Foto von blutverschmierten Kindern aus Aleppo in unsere Medien schafft, schütteln wir sehr betroffen den Kopf - ach je, ach je - und klicken uns mit dem Cappucino in der Hand zum nächsten Beitrag weiter. Trump ist nicht deshalb in erster Linie völlig ungeeignet als US Präsident, weil er charakterlich "unfit" ist, sondern weil er keinerlei Lösungen für irgendeines der zahllosen Probleme der USA anbietet. Und genauso wenig ist es eine Lösung im Umgang mit zwei Massenmördern, schnöselig zu verkünden, man werde sich als führende Militärmacht der Welt künftig raushalten. Dann doch sehr viel lieber Hillary Clinton, die wenigstens die Karte einer Flugverbotszone weiter im Blatt hält, auch wenn das Putin vielleicht nicht daran hindern wird, weiterhin zu machen, was er will.

Beitrag melden
m89 21.10.2016, 01:15
242. Nach diesem Beitrag...

könnte Trump die Antwort auf den zukünftigen Weltfrieden sein. Wirklich ein nach eigener Beurteilung ein gelungener und zu derzeit der Wahrheitsgemäß beste Beitrag. Nach meinen eigenen Beobachtungen sehr realistisch, aber auch Realistisch?!? Was kommt dann als nächstes. Ich denke wir Menschen konnten damals noch nicht mit der Welt umgehen und werden es auch nach der Wahl nicht können... Es wird so kommen wie auch alle anderen vergangenen Ereignisse nicht vorhersehbar waren. Aber hoffentlich ohne einen 3. WW.

Beitrag melden
yorktonite 21.10.2016, 01:17
243. Guter Text

Der Westen pocht auf die Umsetzung absoluter Moral und verzockt dadurch seine Zukunft. Ich sehe hierin das Verhalten einer alternden Gesellschaft. Das Verlangen, gut zu sein, entspricht der fuenften Stufe von Maslow's Beduerfnispyramide, dem Beduerfnis nach Selbstverwirklichung. Wer alles andere schon hat, moechte sein Lebenswerk kroenen.

Beitrag melden
NietzscheNatsche 21.10.2016, 01:26
244. Reichlich konstruiert Charakterisierung von Trumps

Nun ist es schwer in den widersprüchlichen Aussagen Trumps eine kohärente Politik zu erkennen. Was Herr Augstein hier macht, ist aber eine reichlich einseitige Interpretation von Trumps Intentionen, denn Trump hat auch ganz andere Dinge gesagt. Unter anderem steht er für eine weitere Konfrontation mit dem Iran, mehr Rüstung, Proliferation von Nuklearwaffen, dem gezielten Töten von Angehörigen von Terroristen, generell einem verschärften militärischem Vorgehen gegen den internationalen Terrorismus, etc. Die Aussage Clintons ist in der Tat Besorgnis erregend. Die Beißreflexe gegen sie - aus beiden extremen politischen Lagern - nehmen aber immer groteskere Züge an. Auch wenn sie als secretary of state kein pazifistischer Friedensengel war, eine Kriegstreiberin war sie gewiss nicht, und es ist unwahrscheinlich, dass sie das als Präsidentin werden wird. Ich hoffe es handelt sich nur um einen Versuch ihre Wählerschaft zu vertrösten, die über die Hilflosigkeit des Westens im Syrienkonflikt entsetzt ist. Ich mag in meiner Hoffnung ja falsch liegen, aber Trump mit seinen simplen Vorstellungen ist gewiss nicht die pazifistischere Alternative.

Beitrag melden
didaskalos 21.10.2016, 01:43
245. ... und ewig singen die russischen Wälder ....

Es drängt sich der Gedanke auf, dass die Jubel-Beiträge hier über eine persönliche Kolumne eines Herrn Augstein inhaltlich und sprachlich fast kongruent sind mit den üblichen (völlig unkritischen) Jubel –Beiträgen bezüglich eines Herrn Putin und seiner Politik.
Letztendlich penetrant hilflose Versuche, die Sichtweise von Russlands originärer Staatspropaganda hier ständig zu implementieren. Und ich unterstelle mal, dass die russischen "Leitmedien" in ihren Foren nicht – umgekehrt wie hier - mit "westlichen Sichtweisen" über politische Geschehnisse total überflutet werden ….. :-)

Beitrag melden
Afrojüdischer_Sozi-Sinti 21.10.2016, 02:09
246. So

Zitat von rainerseiferth
Ein bisschen Trump auch nicht! Entweder oder, dazwischen gibst nichts. Hillary Clinton als Kriegstreiberin zu malen ist schwach, ganz schwach. Wie wärs mal mit Putin zur Abwechslung? Bei dem gibt es nichts zu mutmaßen: Ostukraine, Syrien sind Fakten.
und wie sähe eine realistische und bessere politische Alternative zu Putin aus?
Eben.

Beitrag melden
appendnix 21.10.2016, 02:32
247. Friedensengel Augstein

Kein Wort zu den Kriegsverbrechen Putins und Assad in Aleppo, stattdessen Vorwürfe an die Aufständischen in Aleppo, die die Stadt nicht verlassen, stattdessen präventive Vorhaltungen an die USA. Herr Augstein, der einzige Eindruck der bei mir von Ihrem Kommentar bleibt ist, wie verbohrt und rücksichtslos Ihr Motto "Im Zweifel links" zu verstehen ist!

Beitrag melden
gandhiforever 21.10.2016, 03:11
248. Trump steht fuer Frieden?

Ja, Frau Clinton ist bereit, den Standpunkt der USA durchsetzen zu wollen, notfalls auch durch Gewaltanwendung.

Und das betrifft nicht nur Russland, sondern auch Iran. Doch wuerde sich Frau Clinton hueten, gegen den Willen der Europaeer die kriegerische Konfrontation mit Russland zu suchen. So viel zu Frau Clinton.

Doch zu folgern, dass Herr Trump fuer Frieden steht, ist ein grosser Irrtum. Er will vielleicht nicht Krieg mit Russland, schliesslich stehen hier Geschaeftsinteressen auf dem Spiel, aber ansonsten?

Was, bitte, soll denn "Make America Great Again" bedeuten? Soll es bedeuten, dass Mexiko klein beigaebe und seinen Zaun finanzieren wuerde? Soll es bedeuten, dass China freiwillig seine Exporte in die USA reduziert?

Hewrr Trump ist ja nicht nur davon ueberzeugt, dass diese beiden Staaten die USA schaedigen. Er sieht die USA von vielen Staaten, auch von der BRD, geschaedigt.
\
Und das will er aendern. Und wenn diese Aenderungen nicht freiwillig erfolgen, was dann? Der Typ sagt ja, er wolle unberechenbar sein. Das heisst im Klartext, dass auch Gewaltanwendung zur Durchsetzung dieser Ziele nicht ausgeschlossen werden kann.

Herr Trump uebersieht natuerlich sehr grosszuegig, dass die USA dank der Leitwaehrung Dollar eher auf Kosten anderer Laender leben denn umgekehrt.

"Make America Great Again" ist kein Bekenntnis zu Frieden, es ist ein Bekenntnis zum Imperialismus. Und Imperialismus steht wohl nicht fuer Frieden, jedenfalls nicht fuer gerechten Frieden.

Beitrag melden
jalee 21.10.2016, 03:47
249. Im ernst?

Eine Konfrontation mit Russland ist nicht zwingend der falsche Weg. Die USA sind neben China die einzige militärische Macht, die Russland die Stirn bieten kann. Und die Rolle, die Russland in Syrien spielt ist sicherlich nicht im Sinne Europas. Ein Stellvertreterkrieg in Syrien ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einem direkten Krieg zwischen Russland und den USA, und keine zwingende Folge. Putin ist ein Realist, der sich genau so viel Macht nimmt, wie Europa und die USA ihm erlauben. die EU Staaten müssten eigentlich im eigenen Interesse geschlossen Putin n die Schranken weisen. Russland ist militärisch bei weitem nicht so stark wie im kalten Krieg. einen Konflik mit den USA würden sie scheuen. und Trump ist unberechenbar. ob er wirklich weniger aggressiv gegenüber Russland und den anderen Konfliktparteien wäre, lässt sich überhaupt nicht einschätzen. Clintons korrupte politischen Verbindungen zur Wall Street sinken zum Himmel. Aber eine "wild card" wie Trump zum Oberbefehlshaber des schlagkräftigsten Militärs zu machen ist wirklich unverantwortlich

Beitrag melden
Seite 25 von 38
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!