Forum: Politik
Sicherheitsrisiko Clinton: Was für Trump spricht
AP

Gibt es wenigstens einen einzigen Grund, auf einen Sieg von Donald Trump zu hoffen? Ja: den Frieden. Hillary Clinton will im Syrien-Krieg die militärische Konfrontation mit Russland riskieren. Das kann Deutschland nicht wollen.

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GinaBe 21.10.2016, 14:03
370. Unzufrieden...

Nee, Herr Augstein, sie können zwar im wahrsten Worte "leisten" hier Ihre Gedankenwindungen zu folgen und sie zu veräußern, aber ernst nehmen kann ich Ihre Überlegungen nicht.
Was in den USA stattfindet, ist- demokratisch betrachtet- eher als Skandal denn als abwägende Berichterstattung über ein Auswahlduell zu bezeichnen.
Auch WENN eine derartig persönlich werdende Verbalaggression auch hierzulande bereits den Mainstream erreicht hat und diese Schlammschlacht auch hier demokratisch geduldet wird, kann sie politisch keine relevante Auswirkung zeigen, es sei denn, der Untergang von Regierung(en) sei längst schon beschlossene Sache.

Das Gegenteil solcher Kampagnen sollte besonders aus sozialistisch- linksorientierten kreisen hervorgerufen werden wollen, nämlich zu starken Argumenten zurückzukehren, mit eibnem vernünftigen konzept, wie mit den Problemen und Herausforderungen der Gegenwart konstruktiv umgegangen werden kann, ohne sich an den Rockzipfel des Finanzkapitals zu hängen, der unter allen Umständen bemüht ist, auch im kleinsten, weiteres "Wachstum" hervorzurufen, weches jedoch immer auch Ressourcen zehrt und eine wachsende Gleichheit nicht hervorruft, sondern abermals die eh schon reiche Elite begünstigt.

Mitnichten dürfte weder Frau Clinton noch herr trum wahrlich an einem nuklearen krieg mit russland oder eine der anderen atommächsten interessiert sein, sondern es geht - wenn überhaupt in Sachen Kriegstreiberei- lediglich um Rüstungs- Absatzmärkte kombiniert mit geopolitischen Strategien, die abermals Privilegien für eine Nation oder einen Staatenbund herstellen wollen, von den wirklichen Nutznießern dieser Handelsabkommen ganz zu schweigen.
In der vor der Türe stehenden Frage des neuen amerikanischen Präsidenten erscheint auch die Zuweisung der kleineren Übels eher als peinlich, da es sich dabei immer noch um den Vorsteher der größten Volkswirtschaft der Erde handelt.

Glauben Sie mir: Frau Merkel oder vielleicht ein anderer Kanzler wird in einem Jahr den US- Präsidenten in aller Diplomatie empfangen müssen und das trifft auch zu, wenn er Trump oder Clinton heißt.

Was nun soll also diese weinerliche Litanei?

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elikey01 21.10.2016, 14:05
371.

Zitat von StFreitag
Trump hat im Gegensatz zur Clinton noch keinen Krieg angezettelt und denkt eher isolationistisch. Die Amis können zwischen Pest und Cholera wählen.
@StFreitag, 17.
Echt jetzt? Welchen Krieg hätte Clinton angezettelt - während Trump zwar noch gar keine Gelegenheit dazu hatte, aber sich diesbzgl. auch nicht gerade (automar) zurückhaltend gibt?

Die Wahlbeteiligung liegt in den USA i.d.R. unter 50 % (in Russland noch darunter). Wer meint, sich lediglich zw. Pest und Cholera entscheiden zu sollen/zu können, wird sein Wahlrecht nicht wahrnehmen. Das Misstrauen in die Washingtoner Admin ist traditionell ohnehin sehr groß. Da pflegt man lieber seine Waffenaffinität im alten Pioniergeist - und dazu "passt" eben Maulheldentum a'la Trump. "MEHR" spricht - hies. Wahrnehmung/Meinung nach - nicht für ihn.

Inzw. wandten sich selbst populäre REP-Mitglieder von Trump ab, unterstützen gar offiziell Clinton. In traditionell, erzkonservativen REP-Staaten verliert Trump zunehmen, liegt z.B. derzeit in Texas gerade noch zwei Punkte vor Clinton.
Doch schließlich hatte die einstige REP-Vize-Präs.Kandidatin Sarah Palin zu ihren "schwachen" Auftritten auch ihre "Jubelperser"...

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C. Goldbeck 21.10.2016, 14:08
372. Worum geht es?

Zitat von ruhrpottsonne
Ihre Zeilen sind recht widersprüchlich. Auf der einen Seite verachten Sie offensichtlich Alles, was irgendwie nach Autokratie und Gewaltherrschaft aussieht und auf der anderen Seite goutieren Sie eine starke Hand, die mit gewählten Repräsentanten anderer souveräner Staaten einmal richtig Schlitten fährt. Wenn Sie Frau Clinton toll finden, was haben Sie dann eigentlich gegen Herrn Putin? Ist der Ihnen nicht skrupellos genug?
Es geht nur darum, dass es zwei Optionen für die US-Präsidentschaft gibt - Clinton und Trump. Eine bessere Option gibt es nicht.

Augstein vertritt die These, dass Trump für den Frieden der geeignetere Kandidat und für Deutschland besser ist. Warum eigentlich? Mit Clinton mahlt er den Teufel an die Wand, dass es zum dritten Weltkrieg eskalieren könnte. Ich halte das für Panikmache und groben Unfug, so wie von anderer Seite oft behauptet wird, Putin hätte keine Skrupel die NATO anzugreifen.

Trump hat mehrfach bewiesen, dass er oft ahnungslos ist und sich nicht im Geringsten für Europa interessiert. Die baltischen Staaten würde er z.B. über die Klinge springen lassen, um Machos von seinem Schlag, die er bewundert, zu besänftigen. Trump tickt wie ein Zocker, Hauptsache sein "Business" läuft gut. Solche Zockertypen waren schon in der Bankenkrise gefährlich, als Präsident einer Atommacht können die noch weitaus größere Schäden anrichten. Trump steht nicht für eine weitsichtige Sicherheitspolitik mit klarer Richtung.
Und wie sieht es mit Clinton aus? Clinton und Putin sind beide knallharte Politiker, die sich wohl gegenseitig ernst nehmen. Trump wäre hingegen einem Putin hoffnungslos unterlegen. Und Verhandlungen laufen immer dann am produktivsten, wenn sich ebenbürtige Menschen gegenüber stehen, die hart um ihre Interessen ringen können. Da sehe ich definitiv eher Clinton auf Augenhöhe mit Putin als Trump.

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elikey01 21.10.2016, 14:14
373. Fakten ...

Zitat von Justitia
Herr Augstein liegt völlig daneben. Trump war für den Irak-Krieg, also für die Mutter aller Kriege im Nahen-Osten, im Gegensatz zu den Demokraten, die genau diesen Krieg nicht wollten. Trump behauptet trotz eindeutiger Faktenlage heute das Gegenteil. Im Gegensatz zu Clinton hatte Trump gestern trotz Nachfrage durch den Moderator auch nicht eindeutig erklärt, dass [...] Hat Herr Augstein in Spon Zeilen füllen müssen, oder weshalb sonst hält er sich in seinem Artikel noch nicht einmal an die Fakten?
@Justitia, 45,
.. werden anscheinend bevorzugt vom gaaanz linken Flügel der LINKEN (zu dem sich Augstein bekennt) ignoriert, wenn diese nicht in deren Weltbild passen. Und jene ganz LINKEN reden i.S. Außenpolitik weiterhin pro NATO-Austritt und davon, die BW von allen Auslandseinsätzen zurück zu ziehen, was inzw. nicht mal mehr die GRÜNEN für klug od. machbar erachten.
Auch dass sich Clinton von ihrer einst. Zustimmung zum Irak-Krieg - unter falschen Voraussetzungen erteilt - längst distanzierte, sich zum Fehler bekannte, wird ausgeblendet, weil mutmaßlich auch nicht ins Weltbild passend. Von Trump habe ich dgl. Bekenntnis bis dato nicht vernommen. Im wurde/wird nachgewiesen/bescheinigt, dass er lügt, bestenfalls unverkennbar Fragen ausweicht.
Wenn Augstein also von "was für Trump spricht" auf dessen Friedfertigkeit abhebt, so "irrt" er m.M.n. nicht, er artikuliert mit dieser SEINER MEINUNG einfach nur, wo er steht, nämlich gaaanz links. Und so ideologisch-philosophisch-esoterisch wie seine Meinungs-Kolummnen - auf mich zumind. - wirken, kann man sie sehen: realitätsfern, faktenressistent. Aber er hat sie nun mal und darf sie selbstverständl. haben und artikulieren, auch wenn Fakten und Realitäten darin nicht vorkommen.
Wie Trump als völlig unerfahrener, sich als beratungsressistent erwiesener, cholerisch maulheldenhaft auftretender Politiker, eine erfolgreiche Außenpolitik sowohl für Amerika als auch für den Rest der Welt einleiten/mitgestalten könnte/würde, lässt erhebliche Befürchtungen zu. Ob Herr Augstein dies (u.a.) auch mal mit einbezieht in sein "was für Trump spricht"?

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KarK 21.10.2016, 14:15
374. Der einzige Grund ...

… pro Trump zu sein ist doch die Angst vor dem, was Hillary Clintons Politik für Europa bedeutet.

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Auron 21.10.2016, 14:26
375. Grundlegender Fehler

Im Grundsatz kann ich Hr. Augstein nur zustimmen, aber leider eben nur im Grundsatz. Was leider überhaupt nicht zur Sprache kommt und - meiner Meinung nach - journalistisch ein grober Patzer ist, sind insbesondere zwei Punkte:

1. Die Sicht der Dinge von Trumps Vize, der sich ähnlich wie Frau Clinton geäußert hat und in sicherheitspolitischen Fragen sicherlich eine große Rolle spielen würde.

2. Das Unvermögen Trumps zu seinem Wort und seinen Aussagen zu stehen. Insbesondere vor dem Hintergrund seiner, seien wir mal großzügig und nennen es "Strategie" im Umgang mit dem IS, kann doch nicht ernsthaft geglaubt werden, auch von einem nicht-krieg-wünschenden Europäer, dass Trump Gewalt als Mittel ausschließen wird oder? Seine aktuellen Reden tropfen nur so von Hass und Gewaltaufrufen z.B. zur Sicherung der Wahlbüros und gegen die korrupten Demokraten.

Trump hat gute Ansätze, das möchte ich ihm gar nicht einmal absprechen, aber leider fehlt ihm jede realistische Darbietung, die bezeugen könnte, dass er diese auch umsetzen will. Ein Opportunist, der sich mit seinem Gerede aus allem rausmanövrieren kann, ist sicherlich ein Geschäftsmann, aber kann man sojemanden auf einer anderen Ebene ernst nehmen? Für mich gibt es hierfür nur eine eindeutige Antwort und die ist "NEIN"
Trump hat sich durch sein Verhalten in den letzten Wochen selbst disqualifiziert und da reicht es eben nicht, wenn man eine - vermeintlich - gute Idee hat.

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Robert_Rostock 21.10.2016, 14:26
376.

Zitat von KarK
pro Trump zu sein ist doch die Angst vor dem, was Hillary Clintons Politik für Europa bedeutet.
Könnte bitte, bitte vielleicht mal jemand deutlicher sagen, WAS denn Hillarys Politik für Europa bedeuten würde?

Darauf, dass ich mal eine Antwort auf meine Frage bekommen, WARUM denn nach Meinung etlicher Foristen das einzige Ziel Clintons der Dritte Weltkrieg ist und was sie bzw. die USA davon haben, wage ich ja gar nicht mehr zu hoffen.

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meinemeinungpunkt 21.10.2016, 14:26
377. Unabhängig...

...von den Gegebenheiten und Problemen bzgl der Verbündeten-Verhältnisse wäre also fuer Sie also eine akzeptable Option die zivilen "Kollateralschäden" (aktiv/passiv) hinzunehmen und wegzuschauen, wenn Assad und Putin mit ihrer momentanen Vorgehensweise weitermachen? Heute in Aleppo, morgen dann anderswo in Syrien und wenn wir schon nicht hinschauen, dann immer weiter so (Assad hier natürlich nur Syrien-spezifisch, aber wenn keiner/der Westen nicht mehr hinschaut, wer weiss was noch von Interesse ist)? Liebe Leute....

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snigger 21.10.2016, 14:26
378. gegenargument

gerade WEIL fr.clinton aussenpolitisch so berechenbar ist, und meistens das TUT, was sie ankündigt ...

sollte und wird sich hr.putin es sich ganz genau überlegen, wo seine rote linie ist.
er hat es doch im fall der ukraine vorgemacht. genauso handelt fr.clinton jetzt.

und deswegen ist der nichtberechenbare hr.trump in diesem fall die schlechtere wahl.

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jws1 21.10.2016, 14:37
379. Hillary Clinton macht einem Angst

Ich habe Videos von Hillary Clinton im Wahlkampf gesehen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Sie ist launisch und unbeherrscht. Sie schreit wütend ihre Mitarbeiter an: "I can't see your face anymore" und macht diese dafür verantwortlich, warum sie nicht 50 Punkte vor Trump liegt. In der UN hat sie bei einer Rede von Lavrov entnerft ihre Übersetzungs-Ohrhörer auf den Tisch geknallt. Sie hat schwache Nerven und ist unberechenbar und launisch (We came, we saw, he died).

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