Forum: Politik
"Sie soll zwölf Monate dauern": Koalitionspolitiker diskutieren Wiedereinführung der
DPA

Die Bundeswehr hat große Nachwuchssorgen. Nun regen Vertreter der Regierungsparteien an, eine "allgemeine Dienstpflicht" einzuführen. Die CDU will schon bald eine Entscheidung treffen.

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yippieh 04.08.2018, 17:44
70. Fragen

Tja, die Alterspyramide sagt es uns. Müsste dann mehr Steuergeld zur Rentenversicherung gehen?
Ich wär ja sofort dafür. An Werten Pflichten (und nebenbei Rechtschreibefähigkeiten vieler) mangelt es unfassbar.
Das Land bräuchte min. 1 mal jährlich eine Volksabstimmung. DAS hier wär ein gutes Thema dafür.

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tchantchès 04.08.2018, 17:45
71. Und das alles nur...

...um der AfD zuvorzukommen? Langsam wird es peinlich, wie die sich von denen vor sich her treiben lassen. - Mich wollten sie damals sowieso nicht. Wegen einer 'Leistungsfunktionsstörung'. Ich hatte ihnen gleich gesagt, ich käme gern - das würde sicher lustig - könne aber für die Moral der Truppe nicht garantieren. Daraufhin haben sie mich zum Irrenarzt geschickt. Der wollte wissen, welche Stellungen ich bevorzuge. War wohl nicht das Richtige dabei. Eine Woche später kam die Ausmusterung. ;-)

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bigroyaleddi 04.08.2018, 18:15
72. Demokratie UND Wehrpflicht gehören zusammen

Als Wehrpflichtiger hatte ich seinerzeit es als ungerecht empfunden, dass diese Wehrpflicht nur für die Männer galt. Gerade im Zuge der Gleichberechtigung müssen alle Geschlechter ran.

Und gerade deshalb ist es wichtig, dass ein möglichst breiter Teil der Bevölkerung sieht, was es mit einer Armee (Luftwaffe, Marine) auf sich hat. Nur so kann auch verhindert werden, dass sich innermilitärisch Zirkel bilden, welche - wie auch immer - ihr eigenes Süppchen kochen. Der Hinweis eines Foristen auf die Entfremdung von Soldatenfamilien zum zivilen Umfeld in den USA ist sehr hilfreich. Das sind Entwicklungen, welche uns bei einem Weiterso auch ins Haus stehen könnten.

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Patrik74 04.08.2018, 18:27
73. Die Privilegierten

Zitat von dschmi87
Vor allem der Dienst im sozialen Bereich würde so manchen gutsituierten Kind ganz gut tun, oder das er mal Befehlsempfänger ist und keine Privilegien genießen kann.... und ich wiederhole mich, einige Prinzessinnen (männlich und weiblich) bzw. fast Allen, würde ein Dienst an der Waffe oder im Altenheim etc ganz gut tun, egal was sie danach machen
Das ist ja wohl Realsatire, dass sich ausgerechnet ein Offizier über privilegierte aufregt...

Nennen sie mir bitte mal einen Bereich der Gesellschaft, in dem die Privilegierung einer kleinen Gruppe so kodifiziert ist wie beim Militär zwischen Offizier und "Fussvolk"; wo ein einzelner aus der gut geschützten Leitstelle die anderen "für die gute Sache" solidarisch ins Sperrfeuer rennen lässt, um dann Abends im Offizierskasino bei einem Cocktail wohfeil die Sinnhaftigkeit der gewählten Taktik zu diskutieren.

Nur weil sie ihren Sozialneid an der privilegierten Prinzesschen ausleben wollen, rechtfertigt das noch nicht die Versklavung einer ganzen Generation.

Sehen wir es doch realistisch; dieser Vorschlag hat vermutlich nur drei Hintergründe:

a) Nach Anhebung des Mindestlohnes und der Forderung nach einem verbesserten Pflegeschlüssel, muss nun billige Arbeitskraft rangeschafft werden, damit die privaten Träger der Pflegeheime weiterhin ihre Rendite erwirtschaften können

b) Da man offensichtlich zu unfähig ist, eine funktionsfähige Freiwilligenarmee auf die Beine zu stellen, weil es am Ende dann doch nicht genug Id...ealisten gibt, die glauben, dass es unsere Freiheit ist, die am Hindukusch verteidigt wird, muss jetzt eben die Brechstange angesetzt werden.

c) Indem man hunderttausende zwangsweise einkaserniert, kommt man sehr schnell auf 2% Verteidigungsausgaben.

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Profdoc1 04.08.2018, 18:33
74. Kinners...

Eine Dienstpflichteinführung ist verfassungsrechtlich ein 'dickes Brett'. Dazu muss es eine 2/3-Mehrheit geben. Eine Einführung der Wehrpflicht (nur für Männer) ist verfassungsrechtlich nicht mehr möglich und eine allg. Dienstpflicht.... siehe oben. Einen derartigen Prozess anzuwerfen, dauert Jahre und bringt nichts. Lieber mehr Geld in die Armee stecken, als einer Praktikantentruppe hinterherzujammern.

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dschmi87 04.08.2018, 18:58
75. Soviel Unwissenheit... haben sie überhaupt einen Dienst geleistet

Zitat von Patrik74
Das ist ja wohl Realsatire, dass sich ausgerechnet ein Offizier über privilegierte aufregt... Nennen sie mir bitte mal einen Bereich der Gesellschaft, in dem die Privilegierung einer kleinen Gruppe so kodifiziert ist wie beim Militär zwischen Offizier und "Fussvolk"; wo ein einzelner aus der gut geschützten Leitstelle die anderen "für die gute Sache" solidarisch ins Sperrfeuer rennen lässt, um dann Abends im Offizierskasino bei einem Cocktail wohfeil die Sinnhaftigkeit der gewählten Taktik zu diskutieren. Nur weil sie ihren Sozialneid an der privilegierten Prinzesschen ausleben wollen, rechtfertigt das noch nicht die Versklavung einer ganzen Generation. Sehen wir es doch realistisch; dieser Vorschlag hat vermutlich nur drei Hintergründe: a) Nach Anhebung des Mindestlohnes und der Forderung nach einem verbesserten Pflegeschlüssel, muss nun billige Arbeitskraft rangeschafft werden, damit die privaten Träger der Pflegeheime weiterhin ihre Rendite erwirtschaften können b) Da man offensichtlich zu unfähig ist, eine funktionsfähige Freiwilligenarmee auf die Beine zu stellen, weil es am Ende dann doch nicht genug Id...ealisten gibt, die glauben, dass es unsere Freiheit ist, die am Hindukusch verteidigt wird, muss jetzt eben die Brechstange angesetzt werden. c) Indem man hunderttausende zwangsweise einkaserniert, kommt man sehr schnell auf 2% Verteidigungsausgaben.
Egal ob im Militär oder Zivildienst. Sie haben wohl zu viele US Filme geschaut... sie wissen schon das während der Grundausbildung, alle, aber wirklich alle, gleich behandelt und ausgebildet werden. Da ist es egal ob Akademikerkind, Bankerssohn oder armes Arbeiterkind, alle sind gleich während der Grundausbildung... Sozialneid, wenn sie wüssten woher ich komme... haben sie meine Beiträge vorhin nicht gelesen? Eben weil ich, sagen wir aus einer sozial gesehen Privilegierten Position komme, sage ich das ein allgemeiner verpflichtender Dienst gut ist. Schon damals haben viele probiert sich freizukaufen oder mittels Doppelpass dem Wehrdienst in Israel zu entgehen... aber gerne die Vorteile der israelischen Staatsbürgerschaft nutzen wollen... ne ne viele der sozial Privilegierten tut solch ein Dienst ganz gut. Dann zu Gefechten a la Kanonenfutter... nochmal keine Ahnung... sie wissen schon das Offiziere, jedenfalls in der israelischen Armee bis zum „Aluf Mischne“ (auf deutsch müsste es der Oberst sein) die Offiziere unmittelbar an Kampfhandlungen beteiligt sind. Beispiele hierfür gibt es genug... also hören sie auf von was zu reden wovon sie keine Ahnung haben. Aber klar im letzten Libanoneinsatz haben wir Offiziere selbstlos auf unser Kasino verzichtet im Häuserkampf... soviel Ignoranz... das Deutschland nach 13 Jahren Merkel ist nicht mehr mein Deutschland... Ellenbogengesellschaft, zutiefst gespalten... offener antisemitismus von rechten, Linken und vor allem seit 2015 von einem Großteil von muslimischen Flüchtlingen (mein Vater wurde in Ulm von solchen zusammengeschlagen).

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sibbi78 04.08.2018, 19:07
76.

Zitat von Patrik74
sagen sie doch gleich Ströme von "Gewaltmigranten" oder asiatische Horden, die das heilige Abendland überfallen wollen. Wenn sie gerne ihr Land verteidigen wollen, reicht es, sich einzuschreiben - letzthin soll ja das Ableben sogar familienfreundlich organisiert sein. Uschi wird es ihnen danken. Ich weiß nicht, ob sie es in den letzten Jahrzehnten mitbekommen haben, aber das, was die Russen hauptsächlich davon abhält, ihre "Massen in Bewegung zu setzen" hat eher etwas mit Atomphysik als mit ein paar traurigen Figuren unter Stahlhelmen zu tun. Die Bundeswehr war strategisch nie etwas anderes als das Kanonenfutter, das die "Massen aus dem Osten" solange aufhalten sollte, bis der große Bruder seine eigenen Leute in Sicherheit gebracht hat, um hernach den Kontinent in eine nukleare Wüste zu verwandeln.
Wir müssen uns doch mit der Tatsache abfinden, dass sich die Welt im Umbruch befindet. Die "hinter der Tonne hocken und schaun mer mal" Einstellung ist längst überholt. Und wenn Sie der Meinung sind, dass Atombomben auch heute noch, wo scheinbar lauter Irre an der Macht sind, eine Garantie gegen Kriege sind, sollten Sie Ihre Meinung korrigieren: Selbst kleinere Staaten streben nach der "Bombe" um ein gewichtiges Wort mitreden zu können. Je mehr Atommächte, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ein(e) Staatschef/in auf den Knopf drückt.

Eine riesige russische Armee an unserer EU-Ostgrenze steht da nicht, um Flüchlinge aufzuhalten... und unsere amerikanischen Freunde sind zurzeit nchit so sehr unsere Freunde...

Es ist noch nicht so lange her, dass unser Volk "den totalen Krieg" frenetisch verlangte. Wie wir wissen, endete die germanische "Überlegenheit" in Schutt und Asche - von den Millionen Toten, Versehrten und Traumatisierten ganz zu schweigen. Hätte damals auch keiner für möglich gehalten...

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Patrik74 04.08.2018, 19:18
77. Realsatire, Teil II

Zitat von dschmi87
. Soviel Unwissenheit... haben sie überhaupt einen Dienst geleistet
"Haben Sie gedient?" - ist es mal wieder so weit?

Nein, habe ich nicht, werde ich auch nie, und bin stolz drauf! Und es soll auch kein anderer dienen - außer er/sie will es.

Es hat in der Vergangenheit genug Kriege gebeten, um zu wissen, dass weit weniger Offiziere als gemeine Soldaten sterben, und das gilt sowohl absolut wie relativ. Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, dass Offiziere im Gegensatz zum gemeinen Soldaten deutlich privilegiert sind, und zwar in jeglicher Hinsicht.

Es geht hier aber im Kern im wesentlichen darum, dass kein Staat das Recht hat, ohne ersichtlichen Grund seine Bürger zu irgendetwas zu zwingen; und es gibt keinen ersichtlichen Grund, denn es geht offensichtlich schon seit Jahrzehnten auch ohne Zwangsdienst.

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spon-facebook-10000080649 04.08.2018, 19:31
78. Zwangsarbeit

Die Wehrpflicht wäre Zwangsarbeit. Durch solche Zwangsarbeit das Versagen der Bundeswehr auffangen zu wollen bzw. der Pflege Billig-Zwangsarbeiter zuzuführen wäre zutiefst unmoralisch und perfide. Freiwillig ja, mit einem guten Gehalt, aber nicht in Form von Arbeitslager und Zwangsarbeit. Wir haben viele Asylberechtigte, die vor dem Wehrdienst in ihrem Land geflohen sind. Da geht es gar nicht, hier einen ebensolchen einzuführen.

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soldev 04.08.2018, 20:52
79.

Zitat von Datenschubser
Es ist schon ein bisschen naiv zu glauben, dass jemand der irgendwann mal die Grundausbildung gemacht und anschließend noch ein paar Monate Zeit totgeschlagen hat, im Verteidigungsfall auch nur annähernd einen Berufssoldaten ersetzen könnte. Die Wehrpflicht ist ein teurer Witz, der einzig für die Wehrstatistik gut ist und in einer modernen Gesellschaft nichts zu suchen hat.
Über die Wehrpflicht kommt man aber an Personal, dass sich evtl länger verpflichtet. Zu meiner Zeit waren das einige (inkl mir Z4). Erstmal reinschnuppern, interessanter Job (Marineflieger - Radar am Strafighter) und dann konnte man nach der Lehre auch noch ein bischen Avionik lernen. Nur damals war die BW wirklich nur eine Verteidigungsarmee - heute besteht das Risko als Kanonenfutter irgendwo auf der Welt zu enden...

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