Forum: Politik
Signal an China: USA schicken Kriegsschiff in Straße von Taiwan
Marcus L. Stanley/U.S. Navy/ REUTERS

Diese Botschaft dürfte in Peking angekommen sein: Die US-Navy hat ein Schiff durch die Straße von Taiwan fahren lassen. China beäugt angebliche Ambitionen einer Abspaltung des Territoriums mit größtem Argwohn.

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quark2@mailinator.com 25.07.2019, 05:37
1.

Leider habe ich noch nie einen Zeitungsartikel gelesen, der dazu Stellung nimmt, was es die USA pro Jahr so kostet, die ganze Welt unter Kontrolle zu halten und wieviel Gewinn sie dadurch macht. Hätte man diese Zahlen, könnte man sie mit Population und Produktivität in Relation setzen und ausrechnen, wie lange diese Dominanz ökonomisch noch zu halten sein wird. Das wäre dann wirklich mal eine Basis, um solche Ereignisse historisch einschätzen zu können. Ansonsten darf man sich darauf "freuen", daß in 20 Jahren chinesische Trägerkampfgruppen im Mittelmeer oder vor Hawaii rumschwimmen und wenn sich jemand aufregt, heißt es nur "Ihr habt das 70 Jahre lang vor unseren Küsten gemacht, jetzt machen wir es vor Eueren.". Das hilft ganz bestimmt unglaublich weiter. Rein taktisch ist die Sache klar - Formosa ist nur zu halten, wenn man es nuklear bewaffnet und damit hätte man die Cubakrise reloaded. Ohne Nuklearwaffen ist die Verteidigung auf die Dauer für die USA eine ziemliche finanzielle Belastung.

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suferone 25.07.2019, 07:41
2. Wer glaubt daran?

Glaubt tatsächlich jemand daran das wenn China mit seinem millionen Heer über Taiwan herfällt die USA konventionel etwas dagegen setzen könnten und die Okkupation verhindern könnten? Andererseits darf man natürlich eine Demokratie, die Taiwan tatsächlich ist, nicht einfach so China preisgeben. Selbst in Hong Kong sieht man wohin der Weg geht. Aber wenn man ehrlich ist hat man nicht viel entgegen zu setzen. Das einzigste ist der Preis dafür muss so hoch wie möglich für China sein. Soll heißen Taiwan muss von der freien Welt wirtschaftlich unterstützt und militärisch so hoch wie nur möglich ausgerüstet werden damit die chinesischen Planer eine kosten-nutzen Rechnung machen müssen. Wenn China in Hong Kong tatsächlich seine zusagen einhalten würde, würde in Taiwan vielleicht sogar eine Mehrheit für den Anschluss sein aber die Realität ist halt eine andere und das sehen die taiwanesen ganz genau!

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Geopolitik 25.07.2019, 07:48
3. Gut so!

Selbst wenn das demokratische Taiwan nicht mehr wäre und die Bonzenrepublik China es sich einverleibt hätte, bliebe die Straße von Taiwan laut internationalen Seerecht internationale Gewässer mit Durchfahrtsrecht für alle - siehe auch die weitaus schmalere Straße von Kerch bei der Ukraine/Krim. Allerdings schert sich Peking nicht ums internationale Recht wenn es um die Umsetzung ‘tausendjähriger’ Gebietsansprüche geht - siehe Südchinesisches Meer. Wir können den USA nur dankbar sein, wenn Sie zu Chinas Expansionsgelüsten klare Kante zeigen, es sei denn wir wollen die Welt territorial aufgemischt sehen was ein so Friedensbemühtes Volk wie die heutigen deutschen wohl nicht will.

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auweia 25.07.2019, 08:29
4. Hier haben die USA recht

Auch wenn die FONOP-Fahrten unter der Trump-Administration durchgeführt werden sind sie wichtig und notwendig um China darauf hinzuweisen, dass es nicht nach Belieben offene Seegebiete annektieren kann. Die VR China hat unilateral den Status quo in der Region zum Nachteil aller anderen Beteiligten geändert. Die USA sind das einzige Land, dass diese Patrouillen glaubhaft durchführen kann. Sie sind auch der einzige Faktor, der China (noch) daran hindert, Taiwan - das demokratische China - „heim ins Reich“ zu holen (Analogie wurde bewusst gewählt) Deutschland sollte die USA hier (zumindest politisch) unterstützen, auch wenn es wirtschaftlich weh tut.

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demokratie-troll 25.07.2019, 08:42
5. Okkupationsdurst

Taiwan ist ein selbständiger Staat, auf das China keinerlei Ansprüche hat. Da es über keine Atomwaffen verfügt wird es früher oder später ein Fraß der Aggressionspolitik Chinas werden. Zwei mit Atomraketen bestückte U-Boote, die gleichzeitig die Großstädte an Chinas Küste und Peking angreifen könnten, würden das Problem dauerhaft lösen. Chinas Okkupationsdurst wäre abgekühlt. Eine andere Überlebensmöglichkeit hat Taiwan eigentlich nicht, dafür ist China inzwischen technologisch zu weit aufgerüstet.

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mariomeyer 25.07.2019, 09:22
6. Yo!

Vielleicht ist die Rechnung der US-Amerikaner ganz einfach: Hin und wieder mit einem Schiff oder auch einem Geschwader durch die Chinesischen Meere zu fahren, kommt am Ende günstiger, als im Kriegsfall etwaigen Bündnispartnern (und das sind fast alle der Länder östlich von der Volksrepublik China bzw. Russland) beispringen zu müssen, wozu sich die USA, auch aus eigenem Interesse, nach dem II. Weltkrieg bereiterklärt hatten, um die gesamte Region nach diesem Krieg wieder zu stabilisieren - weshalb im Gegenzug eben diese Länder, die unter den militärischen Schutzschirm der USA genommen wurden, sich verpflichtet haben, ihre Aufrüstungsbemühungen vergleichsweise moderat auszugestalten. Anders gesagt: Ohne diese Fahrten der US-amerikanischen Marine durch diese Gewässer wäre die gesamte Region zwar immer noch ein Pulverfass - aber eben auch bis an die Zähne bewaffnet. Insofern verstehe ich diese Manöver eher als friedenserhaltende Maßnahmen denn als Rasseln mit dem Säbel. Sie sollen den Status Quo garantieren. Mehr nicht.

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theeuropedeal 25.07.2019, 09:22
7. der Chinese nimmt sich was er will...

und wo wird das enden?
Die größte Gefahr der freien Welt ist China.... jetzt machen sie schon was sie wollen.... was wird erst passieren wenn das gesamte Militär modernisiert ist...? sollten wir es soweit kommen lassen?

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-snowlife- 25.07.2019, 09:28
8. @quark2@mailinator.com

was es die USA ökonomisch kostet ist bereits jetzt klar. Die USA ist bankrott, sehen sie die Verschuldung an. Wer würde den USA noch Kredit gewähren, müssten viele Staaten und Firmen nicht ihre $ irgendwie anlegen. Die USA sind innerhalb Wochen zahlungsunfähig, wenn der Welthandel keine $ mehr akzeptieren würde. China, Russland, Venezuela handeln untereinander nicht mehr in Dollar.

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Rainer Heidelberg 25.07.2019, 09:39
9. danke USA

für eine klare Ansage. China's Aggression, militärisch, wirtschaftlich und teritorial muss Einhalt geboten werden. In Peking schert man sich weder um Menschenrechte, Tierwohl, fremde Kulturen, Landesgrenzen, Patentrechte fremder und internationales Recht. Dem muss die westliche Welt geschlossen entgegentreten. Leider haben nur die USA den Wille und Mut dies zu tun. Ich war beruflich mit China eng verbunden. Meine Erfahrungen in Bezug auf Ehrlichkeit und Fairness sind erschreckend. Danke USA für deinen Einsatz uns alle zu verteidigen!

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