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Skandal im Verteidigungsministerium: Opposition setzt Untersuchungsausschuss zur Bera
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Erst mauerte die Große Koalition, jetzt wird die Berateraffäre im Bundesverteidigungsministerium doch parlamentarisch untersucht. Bereits am Mittag tagt der Ausschuss zum ersten Mal.

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dasfred 30.01.2019, 11:21
1. Vielversprechendes Thema

Allerdings ziehen sich dieses Untersuchungsausschüsse immer so lange, bis keiner mehr weiß, worum es eigentlich geht. Am Ende versandet das Thema entweder wegen Wahlkampf oder weil es zwei unterschiedliche Abschlussberichte gibt. Da darf man sich dann raussuchen, was man glauben möchte. Hoffentlich gibt es wenigstens ein kleines bisschen Einblick, wo die Strukturen nicht funktioniert haben.

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tomsnap 30.01.2019, 11:42
2. Haben die Berater erst einmal

den Fuß in der Tür dann bekommt man sie nur schwer wieder los... kann sicher jeder auch aus der Privatwirtschaft bestätigen der das Treiben der Berater aus der Nähe betrachten konnte. Sie verwenden häufig mehr Energie auf das Kreieren von Folgeaufträgen, Mängelberichten und Projektaufträge als auf die eigentliche Aufgabe. Networking und Alumni sind weitere Grundbausteine für die Sicherung des Geschäftsmodells. Übrigens startete das Beratergeschäft für das Militär unter Rudolf Scharping so richtig, Privatisierung der Fahrzeugflotte war eine der glorreichen Ideen die am Ende mehr kosteten als in den schönen Beraterfolien ausgerechnet....

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K. Behnert 30.01.2019, 11:54
3. lobenswert für FDP, Linke und Grüne,

aber wie mein Vorgänger schon bemerkte, wird nichts Endgültiges dabei herauskommen. Ähnlich gelagerte Fälle in der Vergangenheit haben uns konstant gezeigt, dass die Verantwortlichen bei Befragungen, deren wahrheitsmässige Beantwortungen verpflichtend sind, plötzlich von ihrem Erinnerungsvermögen verlassen werden. Oder die bestreiten mit Nichtwissen. Das sind alles Spielzeuge, mit deren Hilfe man dem Bürger vorgaukeln will, hier herrsche Recht und Ordnung. Die Auslegung dieser Prozeduren lassen genug Spielraum, um sich einer Verantwortung zu entziehen. Alles schon wiederholte Male erlebt.

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minimalmaxi 30.01.2019, 12:00
4.

Dass die CDU als Wirtschaftspartei gegen einen Untersuchungsausschuss ist, kann man erwarten. Für die SPD gilt das allerdings nicht. Mein Dank gilt deshalb der Opposition - auch wenn ich von einem Untersuchungsausschuss nichts erwarte und Konsequenzen für die Zukuft schon gar nicht.

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nikaja 30.01.2019, 12:36
5. wer regiert uns

Auch wenn es "nur" ein Untersuchungsausschuss ist, so wird zumindest ein wenig Licht auf dieses Gestruepp geworfen. Wozu unterhalten wir einen Beamtenapparat, hochbezahlte Parlamentarier, wenn die nicht mehr ausreichen, um Analysen und Loesungen zu liefern?
Was arbeiten denn dann die gewaehlten Volksvertreter? Wird das Dickicht der Verordnungen und Gesetze zu undurchschaubar muss hier als erstes Transparenz geschaffen werden.
Man bedient sich der Berater, weil kein Mensch mehr Verantwortung uebernehmen will. Die Berater kommen und gehen, liefern ihre Powerpoint-Praesentationen, kassieren und verschwinden. Gehts schief, war niemand verantwortlich. Nur der Steuerzahler wird in die Verantwortung genommen, denn er muss ungefragt diese Auswuechse sogenannter parlamentarischer Demokratie finanzieren.

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Zinnober reden 30.01.2019, 12:50
6.

Bei den grossen, bekannten Beraterfirmen die in Industrie,Handel und Banken tätig sind, dürften auch Berichter sein, die Interna an ihre Firmenzentrale weiter geben. Ich denke da an GB und USA.

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ruhuviko 30.01.2019, 12:50
7. Von SPON erwarte ich mehr

als die Feststellung, dass sich der Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss gebildet hat. Ich erwarte eine Differenzierung zwischen dem beantragten Untersuchungsgegenstand von Mitte Januar und dem jetzigen Stand. Denn Mitte Januar schien der Gegenstand den Regierungsparteien und der AfD zu umfangreich. Was hat sich also geändert: a) der Gegenstand oder b) die politische Meinung?

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petreg5544 30.01.2019, 13:11
8. mann/frau

sollte mal eine "Studie" anfertigen lassen, wozu wir "nur" 709 Abgeordnete brauchen, die anscheinend alle keine "Ahnung" zu ihren jeweiligem Fachbereich haben und Millionen an Steuergeldern verbrennen, um sich von Beratern "schlau" machen zu lassen....

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Knacker54 30.01.2019, 13:43
9. Das wird auch Zeit

Ich stimme mit dem aktuellen SPIEGEL überein: Es besteht wirklich die Gefahr einer viel zu großen Einflussnahme der "Berater" auf unser Gemeinwesen. Die Politik ist verantwortlich dafür dass die gesamte Verwaltung, also auch die Ministerien, mit kompetenten, gut bezahlten und fest angestelltem Personal in ausreichendem Umfang ausgestattet ist! Dieser Verantwortung wird unsere Regierung seit Langem schon überhaupt nicht gerecht. Das gilt übrigens auch für die DB, wo auch ein absolutes politisches Versagen vorliegt. Solange aber vdLs und Scheuers u.a. inkompetente MinisterInnen die Geschicke dieser Republik bestimmen, sehe ich leider nur noch scharz.

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