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Skandal um Nazi-Lieder: Österreich will Burschenschaft Germania auflösen
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Österreichs Regierung plant ein Verfahren gegen die deutschnationale Burschenschaft Germania. Die Truppe steht wegen eines volksverhetzenden Liederbuchs in der Kritik.

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unky 31.01.2018, 11:53
1. Was ist los mit den Menschen?

"Die FPÖ legte bei der Landtagswahl um rund sechs Prozentpunkte zu und kam auf 14,8 Prozent."
Und das, obwohl zu diesem Zeitpunkt die Meldung über die zutiefst inhumanen, antisemitischen Texte in dem Liederbuch der Germania-Burschenschaft durch alle Medien gegangen war und berechtigte große Empörung ausgelöst hatte. Was wollen eigentlich die Leute, die überall in Europa extreme rechte Parteien wählen? Ein 4. Reich? Waren zwei Weltkriege nicht genug?

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w.diverso 31.01.2018, 11:56
2. Herr Kurz

hat sicher nicht gerechnet so schnell mit den Neonazi-Auswüchsen der FPÖ konfrontiert zu werden. Aber viele in Österreich sind jetzt nicht überrascht. Warum es dem Basti (Sebastian Kurz) so geht ist irgendwie unverständlich. Jeder vernünftige Österreicher kennt doch die Rechte Neigung der FPÖ, das sollte doch auch in der ÖVP bekannt sein. Oder war der Drang zur Macht so groß?

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vogtnuernberg 31.01.2018, 12:00
3. Nur zur Info...

Nur zur Info: Diese Verbindung ist keine Studentenverbindung, sondern eine Schülerverbindung. Soviel Zeit sollte sein es korrekt darzustellen.

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wi_hartmann@t-online.de 31.01.2018, 12:03
4. Burschenschaft

Den Burschen mag die erreichte Aufmerksamkeit nur recht sein.
Von der Ankündigung eines angestrebten Verbotes bis zur Realisierung ist ein weiter Weg. Nach einiger Zeit hat sich die
erzeugte Aufgeregtheit gelegt und es bleibt wie gehabt.

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schwester arno 31.01.2018, 12:28
5.

Zitat von unky
"Die FPÖ legte bei der Landtagswahl um rund sechs Prozentpunkte zu und kam auf 14,8 Prozent." Und das, obwohl zu diesem Zeitpunkt die Meldung über die zutiefst inhumanen, antisemitischen Texte in dem Liederbuch der Germania-Burschenschaft durch alle Medien gegangen war und berechtigte große Empörung ausgelöst hatte.
Na ja, ehrlicherweise muss man sagen, dass die FPÖ In allen Umfragen vor der Wahl weit höher lag, teilweise über 20 %, auch bei der Nationalratswahl hatte die FPÖ ÜBER 25 %. Leider muss man auch kontatieren, dass man in Österreich schon letzten 20 Jahre laxer mit den gemeinsamen Jahren von 38 bis 45 umgeht als in D. Wobei man ja auch in Deutschland immer mehr Relativierer und Symphatisanten dieser Zeit antrifft.

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swische 31.01.2018, 12:34
6. Die politische Reaktion

ist vollkommen angemessen, die strafrechtliche dann hoffentlich auch. Als deutscher Burschenschafter, der einen Teil des Studiums in den 90ern in Wien verbracht hat, kann ich leider auch von derartigen Ausfällen berichten. Die Pennalen Verbindungen (Schüler) stachen dabei besonders hervor, wie auch jetzt. Nicht zuletzt mangelndes Geschichtsbewußtsein, gepaart mit Ignoranz hat ja schon vor Jahren dazu geführt, dass der größte Dachverband sich mehr als halbiert hat. Ein Trauerspiel aus meiner Sicht, der am historischen Kernauftrag aller Verbindungen deutlich vorbei geht.

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skeptiker53 31.01.2018, 13:06
7. Justiziabel

Antisemitisch, faszistisch und illegal. Wegen Verbreitung nationalsozialistisches Gedankengut in Wörter und Symbolen sollte die Verantwortlichen klip und klar vor Gericht gestellt werden. Wenn die sich zur Verteidigung auf "Traditionspflege" berufen, sollte man diese Geschichtsignoranten mal zurück zur Schule schicken. Da werden sie lernen, dass Burschenschaften mal entstanden sind zur Förderung von Freiheit und Demokratie....

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jurawel 31.01.2018, 13:08
8. Was wurde aus dem Skandal der SPÖ-Nationalratswahlkampagne?

Merkwürdig, ich wüßte nicht, was sich Herr Landbauer zum jetzigen Kenntnisstand vorzuwerfen hätte. Merkwürdig ist jedoch das von der üblen SPÖ-Nationalratskampage gegen Sebastian Kurz nichts mehr zu hören ist. Ist da alles schon aufgeklärt oder kehrt die SPÖ wie üblich wieder alles unter den Teppich? Vielleicht sollten in Österreich manche ideologischen Großsprecher und Pseudo-Moralisten eher mal vor der eigenen Tür kehren!

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newbie99 31.01.2018, 13:19
9. Was für ein Trauerspiel in Österreich!

Wie weit sind die Österreich eigentlich schon gekommen? Der Spitzenkandidat einer Partei war langjährig Vizevorsitzender einer Burschenschaft, in der zur "Traditionspflege" offen ein Liederbuch mit Naziliedern im Umlauf war - das ist aber weder für ihn selber ein Grund zurückzutreten, noch für die Wähler ihn nicht zu wählen.
Was soll man dazu sagen?

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