Forum: Politik
Slowjansk: Separatisten berichten von Angriff der ukrainischen Armee
REUTERS

Nahe der ostukrainischen Stadt Slowjansk sind Schüsse und Explosionen zu hören. Die prorussischen Separatisten sprechen von einer Offensive der ukrainischen Armee - und brüsten sich mit einem angeblichen Hubschrauber-Abschuss.

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dalethewhale 02.05.2014, 09:04
40. Lesen sie das Abkommen von Genf nochmal durch

Zitat von gatto1
Wenn ukrainische Truppen nun tatsächlich mit Waffengewalt vorrücken, dann müssen sofort alle Zusagen für finanzielle Unterstützung der Ukraine auf Eis gelegt werden! Die ukrainische Übergangs-Putschregierung ist keine vertrauenswürdige Verhandlungspartnerin und bricht mit dieser Aktion das Abkommen von Genf!
und dann Kommentieren sie neu.
Oder einfacher: Seit wann ist einem Land nicht erlaubt auf eigeen Grund und Boden für sicherheit gegen Terroristen zu sorgen?

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stonecold 02.05.2014, 09:05
41.

Zitat von mistermoe
Ich habe mit ein paar Ukrainern hier gesprochen und die Mehrheit denkt das die Armee am nächsten an der Bevölkerungsmischung der Ukraine dran ist. Das heisst, wenn die jetzt gegen die "Selbstverteidiger" vorgehen, sist wohl die Mehrheit doch der Meinung das diese ausschliesslich sich selbst und nicht die Bevölkerung vertreten.
Oder es wurden Einheiten für den Sturm ausgewählt, die ethnisch/regional halbwegs homogen sind, daran schon mal gedacht? Auch in der Ukraine werden sich ein paar Regimenter finden, die vorwiegend mit Westukrainern besetzt sind. Gerüchten und Ankündigungen von Jarosch zufolge werden übrigens auch "Einheiten" des Rechten Sektors eingesetzt.

Schauen Sie sich nur mal an, wie oft die "Übergangsregierung" in den letzten Tagen und Wochen Schlüsselpersonen in der ukrainischen Armee, in der Miliz und in den Spezialeinheiten entlassen und neue eingesetzt hat, weil die bisherigen keine Gewalt gegen die eigene Bevölkerung einsetzen wollten- dann haben Sie die Antwort auf die Frage, wie "gewillt" die Sicherheitskräfte sind, gegen die Aufständischen vorzugehen.

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EduardtStorberg 02.05.2014, 09:08
42. Polizei?!

Zitat von gog-magog
Der Polizeieinsatz gegen illegale Kämpfer war zu erwarten. Man kann nur hoffen, das sie die Lage in den Griff bekommen und dann bis zu den Wahlen Frieden einkehrt.
Wo bitte ist das ein "Polizeieinsatz"? Dort wird mit Militär gegen die eigene Bevölkerung vorgegangen! Durch solche Einsätze wird die Situation nicht gelöst und schon gar nicht wird die Lage so in den Griff bekommen. Es scheint mir doch ganz schön naiv, wenn hier geglaubt wird, dass Gewalt das erste Mittel der Wahl ist.

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stonecold 02.05.2014, 09:08
43.

Zitat von kiranabc
Ich dachte das wären russen darum ist der Kreml so besorgt. Also wird nicht auf Landsleute geschossen
Ihr Post zeigt Ihr fundiertes Verständnis der Ausgangslage. Es handelt sich um ethnisch russische ukrainische Staatsangehörige. Dass den russischstämmigen, obwohl sie um die 8-10 Millionen Einwohner stellen, mehr und mehr gezeigt wird, welche Rolle/welches Schicksal ihnen in der "neuen Ukraine" zugedacht ist (ich erinnere an Timoschenkos Hetztirade), führt sicher nicht zur Entspannung der Krise.

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citropeel 02.05.2014, 09:09
44. Falsch informiert

Zitat von hastdunichtgesehen
nicht auf seine Bevölkerung schießen lassen, aber jetzt steht auch die USA hintern den ukrainischen Truppen, die ohne jegliche Skrupel sind. Man nennt das Völkermord.
Die Demonstranten auf dem Maidan hatten aber auch keine schweren Waffen und habe mit Panzerabwehrkanonen und Granatwerfern um sich geschossen. Auch Janukowitsch hätte das, was und wie die Milizen in der Osturkaine vorgehen, nicht toleriert. Und was den Völkermord angeht, wollen wir doch bitte mal die Kirche im Dorf lassen. ;)

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stephanrundkowski 02.05.2014, 09:09
45. Der Tschechoslowakische Weg

Warum muss es einen Bürgerkrieg geben? Warum muss sich die Welt entzweien? Wenn es doch einem ganz einfachen Weg gibt: den Tschechoslowakischen. Dazu benötigt man halt einen intellektuellen Staatsführer, vom Format eines Vaclav Havel. Der hat 1993 für einen Politiker das 'Unmögliche' geschafft hat: er hat die Slowakei ziehen lassen. Das Ergebnis: keine Toten. Keine Feindschaft. Keine Blockbildung. Kein kalter Krieg. Das können halt vermutlich nur Nichtpolitiker.

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polarisz 02.05.2014, 09:22
46. endlich.

Es wurde auch höchste Zeit. Während in Kiew Hunderttausende mit Stöcken und Steinen kämpften, hat man hier wenige Hunderte, dafür mit Sturmgewehren und offenbar sogar Boden-Luft Raketen bewaffnet (ich gehe mal davon aus dass zumindest letztere eher selten in Polizeistationen lagern). Woher die kamen wird wohl so langsam klar. Nichtmal im Osten genießen die Separatisten den Rückhalt einer Mehrheit der Bevölkerung, also setzen sie ihre Interessen mit Waffen und purer Gewalt durch. Zudem besteht der Haufen zu einem großen Teil aus Russen, wie der "Bürgermeister" es auch selbst sagte. Das Nehmen von Geiseln scheint da auch völlig ok zu sein. Jeder Staat hat das Recht sich dagegen zu wehren, denn in dem Fall ist es keine politische Bewegung mehr, sondern Terrorismus. Diese Leute müssen gestoppt und unschädlich gemacht werden, selbst wenn nur noch die Option der Gewalt dafür bleibt.

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klark 02.05.2014, 09:23
47. Das muss man sich mal vorstellen

Da sind Schwerbewaffnete, die unter der Führung eines selbsternannten Bürgermeisters eine Stadt einnehmen und Geiseln nehmen. Und hier wird sich darüber echauffiert, dass der Staat dagegen vorgeht. Über Russland verliert hier niemand ein Wort, wie kann man nur so wenig Objektivität walten lassen?

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Zündkerze 02.05.2014, 09:24
48. Die einzige Option

wenn Kiew nicht dem fremdgesteuerten Zerfall zusehen möchte. Die Wahlen für die neue Regierung wurden viel zu spät angesetzt.

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stonecold 02.05.2014, 09:24
49.

Zitat von stephanrundkowski
Warum muss es einen Bürgerkrieg geben? Warum muss sich die Welt entzweien? Wenn es doch einem ganz einfachen Weg gibt: den Tschechoslowakischen. Dazu benötigt man halt einen intellektuellen Staatsführer, vom Format eines Vaclav Havel. Der hat 1993 für einen Politiker das 'Unmögliche' geschafft hat: er hat die Slowakei ziehen lassen. Das Ergebnis: keine Toten. Keine Feindschaft. Keine Blockbildung. Kein kalter Krieg. Das können halt vermutlich nur Nichtpolitiker.
Vaclav Havel war aber leider ein anderes Format, als das, was seit 20 Jahren in der Ukraine an die Macht gespült wurde, egal ob "prowestlich" oder "prorussisch".

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