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Snowden-Ziel Ecuador: Flucht zum Presse-Knebler
DPA

Erst Julian Assange, jetzt Edward Snowden: Ecuador gefällt sich in den Rolle als Verteidiger der globalen Presse- und Meinungsfreiheit. Präsident Correa profiliert sich damit als Führer des linken Lagers in Lateinamerika - dabei geht er selbst hart gegen Kritiker vor.

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wqa 24.06.2013, 09:00
10.

Zitat von jesaja43
Gelten für die USA eigentlich noch andere moralische Werte, als die, die sie selbst aufstellen??
Ja.

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thinkrice 24.06.2013, 09:00
11.

Zitat von sysop
Correas Rolle als Verteidiger der Meinungsfreiheit kommt aber mit einer gehörigen Portion Doppelmoral daher. In seinem eigenen Land hält der Präsident die Meinungs- und Pressefreiheit nicht besonders hoch.
Es geht Correa sicherlich nicht darum sich als Verfechter der Meinungs- und Pressefreiheit zu stilisieren. Es geht im schlicht und ergreifend darum seine eigene Popularität zu steigern und dem Westen einen Spiegel vorzuhalten. Wir haben diesen Spiegel auch nötig, damit wir endlich erkennen mit welcher verlogener, heuchlerischer Fratze wir der Welt begegnen und versuchen anderen Ländern unsere tote Werten überzustülpen. Wir, der Westen, sind schlicht arrogante und verachtenswerte Heuchler.

Zitat von sysop
Hätten Assange und Snowden ihre Geheimnisse in Ecuador ausgeplaudert, drohten ihnen dort vermutlich ebenfalls empfindliche Strafen.
Es ist mehr als beschämend für uns, wenn Sie, werter Autor, den westlichen Kulturkreis auf die selbe Stufe wie ein verarmten Bananenstaat stellen. Haben wir keine höheren Ansprüche an unsere Moral, an unsere Werte, an die Freiheit, als irgendein Dritte-Welt-Staat?

Haben wir uns bereits dermaßen von unseren Wurzeln entfernt, dass wir uns mit solchen Ländern vergleichen und damit unsere Handlungen versuchen zu rechtfertigen? Wollen wir etwa in solchen Verhältnissen leben? Wir sollten endlich begreifen, dass wir unsere Werte verteidigen müssen. Das wir träumen dürfen von einer anderen Welt. Einer Welt in der Volksbestimmung, Freiheit, Würde und Selbstbestimmung nicht bloß hohle Formeln im Mund irgendwelcher Volksvertreter sind, sondern gelebte Werte. Gelebt von den Bürgern und von den staatlichen Institutionen.

Oder wir gehen unter. Mit samt unserem kulturellen Erbe gehen wir dunklen Zeiten entgegen. Wir haben die Wahl! Wir haben vor gar nicht allzu langer Zeit uns aus der Knechtschafft befreit, gehen wir nun sehenden Auges in diese zurück?

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looop 24.06.2013, 09:00
12.

Ja aber ist es nicht gerade das was die westliche Presse genau hier auf dieser Internetseite mit Edward Snowden und seinen Helfern macht.Den Splitter im Auge anderer sehen aber den Balken im eigenen Auge nicht,das hab ich "gerne"!

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friedrich_eckard 24.06.2013, 09:01
13.

Drei Jahre Freiheitsentzug für Beleidigung des Präsidenten, wie gar schröcklich... Herrschaften: weiss eigentlich irgendjemand um die Existenz dieser Strafbestimmung § 90 StGB Verunglimpfung des Bundespräsidenten ? Strafrahmen drei Monate bisw fünf Jahre... abgesehen davon: ich kann das Gegreine über "Unterdrückung von Pressefreiheit" schlicht nicht mehr hören, weil nämlich Pressefreiheit in diesem Zusammenhang immer nur das das Recht prallgefüllter Bankkonten meint, durch Schreibsöldner im Sinne ihrer materiellen Interessen Meinung machen zu lassen. Mir kann dieses Recht gestohlen bleiben, und ein linker südamerikanischer Präsident, der da dazwischenfährt, tut Recht daran und hat meinen Segen dazu.

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wqa 24.06.2013, 09:02
14.

[QUOTE=nikk.uttas;13049326)Man müsste Snowden eigentlich den Friedensnobelpreis verleihen gegen die falsche Moral der USA.[/QUOTE]

Das weiß ich nicht. Aber Obama müsste man ihn wieder aberkennen. Das weiß ich ganz sicher.

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akkronym 24.06.2013, 09:04
15. NUn

Zitat von sysop
Erst Julian Assange, jetzt Edward Snowden: Ecuador gefällt sich in den Rolle als Verteidiger der globalen Presse- und Meinungsfreiheit. Präsident Correa profiliert sich damit als Führer des linken Lagers in Lateinamerika - dabei geht er selbst hart gegen Kritiker vor.

erleben wir die Grotheske: Der Spiegel der sich längst freiwillig mit Bild und Springer gleichgeschalten und zum MIetmaul der Kanzlerin geworden, mahnt indirekt und populistisch Pressefreiheit an. Der Begriff "Presse-Knebler" in den Zeilen eines populistischen Blattes, zu dem der Spiegel degeneriert ist, wirkt schon wie ein Treppenwitz.

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Atheist_Crusader 24.06.2013, 09:04
16.

Zitat von jesaja43
Gelten für die USA eigentlich noch andere moralische Werte, als die, die sie selbst aufstellen??
Klar. Die USA sind die selbsternannten Verteidiger von Demokratie und Menschenrechten. Und damit ist es völlig okay, wenn sie die Demokratie ermorden und aus ihren Knochen eine Keule bauen, und die Menschenrechte häuten und damit ihr Schild bespannen. Alle Anderen dürfen das nicht, aber die sind ja auch nicht die Guten.

Aber wären die USA das wirklich, hätten sie diesen Moment mal genutzt um innezuhalten und über sich selbst nachzudenken. Einfach mal überprüfen, ob man tatsächlich die Nation ist die man zu sein glaubt, als die man sich ausgibt, die man gern wäre. Aber nein, das ist für Leute, die den Kopf noch nicht im Arsch ihrer eigenen Selbstherrlichkeit haben Lieber jagt man dann den, der was böses gesagt hat.

Und dann wundern sie sich, wenn die Leute die sie befreien wollen, auf sie schießen. Und selbstverständlich hassen diese dann "die Freiheit", und nicht etwa die Heuchler die vorgeben sie zu bringen.

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warp0 24.06.2013, 09:06
17.

Zitat von sysop
Hätten Assange und Snowden ihre Geheimnisse in Ecuador ausgeplaudert, drohten ihnen dort vermutlich ebenfalls empfindliche Strafen.
Und wäre man Journalist, hätte man die Gesetzeslage recherchieren können und müßte nicht spekulieren.
So jedoch reiht sich dieser Artikel in die Tradition der faktenverfälschenden Putin-Diskreditierung ein.

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johnnypistolero 24.06.2013, 09:06
18. das ich nicht lache............

und jetzt will uns spon verkaufen das er sich in ein presseunterdrückendes land begibt, als wenn unsere massenmedien frei wäre, jemand weiter oben kaut denen genau vor, was sie zu schreiben haben und was sie tunlichst zu unterlassen haben, so viel zu unserer freien presse

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Wildes Herz 24.06.2013, 09:07
19.

Zitat von sysop
Erst Julian Assange, jetzt Edward Snowden: Ecuador gefällt sich in den Rolle als Verteidiger der globalen Presse- und Meinungsfreiheit. Präsident Correa profiliert sich damit als Führer des linken Lagers in Lateinamerika - dabei geht er selbst hart gegen Kritiker vor.
Im Prinzip ist das völlig egal, welche Motive Correa hat. Snowden hat keine Wahl und kann es sich leider nicht erlauben, bei seinem Asylort wählerisch zu sein. Der eigentliche Skandal besteht ja darin, dass er überhaupt Staaten wie Russland oder Ecuador für seine Flucht in Anspruch nehmen muss - das heißt nämlich nichts anderes, als dass er z.B. in Deutschland nicht sicher gewesen wäre!

Dabei hätte Frau Merkel sich um ihn REISSEN, und ihm ein Luxus-Zimmer in einem 5-Sterne-Hotel als dauerhaftes Asyl anbieten müssen! Mit Vollpension, persönlichem Butler/Sekretär/Chauffeur, goldenen Wasserhähnen und Whirlpool auf dem Zimmer.

In einer gerechten Welt...

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