Forum: Politik
Social Freezing: Warum ich den Eizellen-Plan von Apple und Facebook pervers finde
Corbis

Facebook und Apple wollen ihren Mitarbeiterinnen in Amerika die Kosten für das Einfrieren von Eizellen erstatten - damit sie vor dem Kinderkriegen Karriere machen können. Das Angebot ist verlogen.

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EvenD 16.10.2014, 12:35
1. Also wenn man das so sieht...

...dann sollte man auch verbieten, das Arbeitgeber in den USA für die Pille ihrer Mitarbeiterinnen zahlen...wofür die Frauen dort, soweit ich weiß, zur Zeit allerdings kämpfen. Ausserdem, liebe Anna, wurde wohl schon oft genug erwähnt, das keine einzige Frau dazu gezwungen wird, diese angebotene Praktik zu nutzen. (Die ICH gut finde. Aber vielleicht auch nur, weil ich ohne Hilfe garnicht erst schwanger werden kann.)

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Seen 16.10.2014, 12:38
2.

Das Angebot ist mitnichten pervers. Es sendet auch ein falsches Signal. Beide Unternehmen bieten Kinderkrippen, Elternzeit und sogar Elternzeit an. Die Eizellen einfrieren zu lassen ist lediglich ein Angebot, eine Alternative. Wir reden hier von erwachsene Menschen, die in der Lage sind selber zu entscheiden wie sie ihre Zukunft und ihre Familienplanung gestalten wollen. Meine Güte. Diese Hysterie hierzulande immer. Bloß keine Verantwortung für die eigenen Entscheidungen übernehmen!

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Leser3000 16.10.2014, 12:39
3. Wieso verlogen?

Der Vorschlag, die Arbeitskraft der Frauen auf diese Weise maximal auszunutzen zu können ist doch erstaunlich ehrlich.

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anders_denker 16.10.2014, 12:39
4. Diskriminierung

Auch Männer sollten Ihr Sperma einfrieren lassen können. FACEBOOK und APPLE sind Männerfeindlich!

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bee2 16.10.2014, 12:40
5. Raubbau an der Gesellschaft

Raubbau an der Gesellschaft zugunsten der Firma.
Politik hat verlernt Gesamtgesellschaftliche Ziele zu formulieren und Regeln verbindlich vorzugeben.
Geldverdienen als erste Option ist für ein Unternehmen richtig - nicht aber für die Gesellschaft. Ökonomie als 1. Maßstab für Alles ist pervers und politisch feige.

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Der_Franke 16.10.2014, 12:43
6. Nicht verstanden

An dieser Frage:

"Wieso in aller Welt sollte es mit 40 oder Mitte 40 einfacher sein, Kinder und Beruf zu vereinbaren, als mit 30 oder Mitte 30?"

habe ich erkannt, daß die Autorin das Ansinnen von Facebook und Apple überhaupt nicht verstanden hat. Das sind, was das Personal angeht, junge und hippe Unternehmen. Dorthin passen keine Arbeitnehmerinnen jenseits der 40 (Anmerkung: bei anderen Unternehmen verschiebt sich die Altersgrenze auch nur um max. 10 Jahre). Konkret bedeutet das, daß sich bei Apple und Facebook Beruf und Kinder ab 40 erübrigen. Dann sind nur noch die Kinder angesagt, was ein gleichzeitiges Ausscheiden bei den Unternehmen bedeutet und den Personalstamm jung hält.

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telltaleheart 16.10.2014, 12:46
7. Sehr private Altersvorsorge

Ist schon interessant wie sich die Dinge so entwickeln. Bisher kannte ich es ja so, dass die Leute wie blöd schufteten und sich auf die Rente freuten: "Dann habe ich endlich mal wieder Zeit zum Lesen." Künftig wird es dann wohl heißen: "Dann habe ich endlich mal Zeit Kinder in die Welt zu setzen." Oder: "Schatz, ich bin 70, schieb doch schonmal ne Eizelle in die Mikrowelle, ich komme gleich."

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zauselfritz 16.10.2014, 12:47
8. Unfug

"Facebook und Apple wollen mit ihrem Vorschlag attraktiver werden für junge Frauen. In Wirklichkeit senden sie das Signal: Wir wollen dich nicht mit Kindern. Erst diese Botschaft macht einen Arbeitgeber für Frauen, (und hoffentlich Männer), die sich Familie wünschen, abstoßend. Was wir wirklich brauchen sind: besser organisierte Teilzeitjobs! Da müssen die Firmen ran."

Das ist einfach mal eine Unterstellung. In Wahrheit ist die Botschaft: Egal wie du dich entscheidest, dies hier ist auch eine Option und wir bieten sie an.

Und überhaupt, was wissen Sie denn schon über die Möglichkeiten des Zeitmanagements dieser Firmen?

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TICKundTOOF 16.10.2014, 12:48
9. Wird niemand gezwungen

In Deutschland ist es statistisch vereinfacht gesagt so, dass gut gebildete Frauen keine Kinder mehr machen/kriegen wenn sie in der Studienzeit keine Kinder zur Welt bringen. Danach steht eben der Job und ggf. Karriere an; die Studienzeit muss ja auch monetär wieder reingeholt werden, ggf. auch Studienkredite abbezahlt werden. Da ist ein Kind nur hinderlich.
Insofern ist das Angebot nicht verkehrt, denn niemand wird gezwungen. Natürlich gibt es auch bessere Möglichkeiten die Vereinbarkeit von Kindern und Job zu fördern, aber darum geht es in diesem Artikel ja nicht.

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