Forum: Politik
Soll der Westen in Afghanistan mit den Taliban zusammenarbeiten?

Über die richtige Strategie des Westens in Afghanistan wird intensiv diskutiert. Dazu gehören auch die Möglichkeiten, wie man künftig mit dem Widerstand im Lande umgeht. Soll im Rahmen einer Gesamtstrategie auch mit den Taliban zusammengearbeitet werden?

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Joe67 29.01.2010, 13:36
1930. Wer ist hier Freund oder Feind?

Soll die Bundeswehr mehr mit lokalen Warlords zusammenarbeiten, weil diese sich gerade im Clinch mit den Taliban befinden? Sind die Warlords besser als die Taliban? Oder auch nur mittelfristig für die Bundeswehr weniger problematisch?
Macht es Sinn den korrupten Karzai zu unterstützen? Für wen kämpfen die Afghanen morgen, die demnächst ausgebildet werden?

Die eigenen Vorstellungen von Menschenrechten in einem fremden Land durchsetzen zu wollen, mag etwas von Kulturimperialismus haben. Schlimmer ist es jedoch Warlords aufzurüsten. Damit verliert der Westen den letzten Rest seiner Legitimation.

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GeorgAlexander 29.01.2010, 13:54
1931. Nix wie raus und Tür zu!

Es sollte doch erheblich einfacher sein, die Grenzen um Afghanistan und Pakistan zu schließen, als die Taliban in den Felsen zu jagen. Die wollen dort so leben, wie sie leben und wir haben nicht das Recht, denen unsere Gesellschaftsform aufzudrängen.
Wir haben aber die Pflicht unsere Gesellschaft vor denen zu schützen. Also abschotten.
Der Aufwand, die Drogenflüsse in den reichen Westen (inzw. auch Osten) und damit die wirtschaftliche Grundlage der Taliban zu unterbinden, kann nicht annähernd so groß sein, wie das jetzige komplett ausichtslose Unterfangen, das Mittelalter mit militärischen Mitteln vertreiben zu wollen.

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Alter_Reservist 29.01.2010, 13:59
1932.

Zitat von Silverhair
Ist das Gedächnis wirklich nur noch Tagesangelegenheit? Weniger - viel weniger - für die Frauen wären die Taliban eine Erlösung von den Menschenrechtsverletzungen die Karzai und Konsorten mit Unterstützung der USA und Deutschlands errichten wollen! Die AFG-Verfassung unter Kazai IST die Sharia - allerdings in ihrer Frauenverachtensten Auslegung die auf diesem Planeten existiert!
Silberhair,
deas Gesetzt wurde doch so nie verabschiedet, nicht wahr.
Aber man kanns ja mal bringen

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idealist100 29.01.2010, 14:01
1933. Jetzt aber schnell

Statt der erwarteten 2500 kommen nun 5000 Soldaten - inklusive Kampfeinheiten und Hubschraubern.

Jetzt aber schnell Koffer packen und nix wie weg. Es kann nur noch schlimmer werden. Ich verlasse ja auch ein in Flammen stehendes Haus.

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andracksrache 29.01.2010, 14:04
1934.

Zitat von Bre-Men
1. Einmal sauber rasiert 100 Euro 2. Kein Turbantragen 100 Euro 3. Anstatt schießen, besser dealen, Übergangspauschale von 2000 Euro. Hierzu noch Aufwandsentschädigugen und Steuerbefreiungen. Damit mit unseren Steuergeldern auch korrekt umgegangen wird, wird in Kunduz eine Zweigstelle des Finanzamtes Berlin Mitte aufgemacht, was den Vorteil hat, dass damit auch Aufbauhilfe geleistet wird.
Ergänzung:

4. Peter-Scholl Latour Foto in der Brieftasche haben: - EUR 150,00 (Minus!)
5. Frau ohne Burka dabeihaben: EUR 500,00
6. Frau ohne Burka mit Ed Hardy-Shirt dabeihaben: EUR 1.500,00
7. Denunziation von Familienangehörigen: 2.500 Ostmark
8. Zuschuss für Mohnbrötchenstand: EUR 2.500,00

Nebenbei würde dem Westerwelle das Outfit von Karsai (inkl. Hut) mehr stehen, als ihm lieb sein dürfte. Das könnte er dann anziehen, wenn er mit Hr. Mronz – dem Franz Beckenbauer der Reiter (sic) – beim nächsten Ball des Sports aufläuft...

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henningr 29.01.2010, 14:04
1935.

Zitat von malso
Wieso will der "Westen" denn überhaupt mit den Taliban zusammenarbeiten? Welche Rohstoffe vermuten die USA dort damit sich der Einsatz lohnt?
Es geht in Sachen Afghanistan eher um den Abtransport von Rohstoffen (Nord-Süd-Pipeline), außerdem ist es geostrategisch bedeutsam.

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sagenhaft 29.01.2010, 14:07
1936. Der Sieg in greifbarer Nähe

Zitat von
Die Bundeswehr kann bei diesem Tempo nur staunen.
Als Frau macht mir das keine Bange - Deutsche Experten werden auch im Fall einer amerikanischen Großoffensive in ihren Bunkern jederzeit den Überblick behalten und die deutsche Bevölkerung sowie deren parlamentarische Vertreter immer genau und umfassend über den Frontverlauf informieren :YES
Ich meine auch die amerikanische Militärhilfe ist, in Zeiten totaler Überforderung deutscher Kampfmoral und zusätzlich aktuell schwächender Belastung durch abkommandieren der Geldverteiler, angemessen :YES

Zurückstaunen werden die Amerikaner eh, wenn 'uns Guido' demnächst im Camp Marmal erscheint und ganz Kabul geschlossen brüllt: 'Guido wir lieben Dich'. Mehr, mehr sprach der kleine Hävelmann - ich werde schon mal eine große Torte backen und diesem Empfang zusammen mit meinen Freundinnen am Fernseher beiwohnen . Leider mit einem weinendem Auge - denn an uns ist Guido ja leider überhaupt nicht interessiert :Heul

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Der Christian 29.01.2010, 14:08
1937. Gähn

Ich schätze, dieses Thema wird uns wohl noch länger als 10 Jahre "beglücken"...!

Also, im Westen (wiedermal) nichts neues!

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herbert nau 29.01.2010, 14:09
1938. Auf jeden Fall auch miteinander reden und verhandeln

Zitat von anathema
Das macht in der Tat stutzig! Warum tut ein „Leithammel“ so etwas Merkwürdiges? Traut er seiner Hammelherde nicht mehr so recht oder will er ihr endlich Beine machen – mit allen Konsequenzen?
Man sollte sich einfach mal die Relationen klarmachen. Die USA sind mit fast 80.000 Soldaten in Afghanistan und wollen um weitere 30.000 Soldaten aufstocken. Die Afghanistan-Konferenz wurde von G. Brown geleitet und die Afghanistan-Strategie wird maßgeblich von den USA bestimmt. Zwar in Abstimmung mit den weiteren beteiligten Nationen und der Annahme diverser Vorschläge, denen sich ja auch die Bundesregierung angeschlossen hat, aber mit einer klaren Zielvorstellung. Und G. Westerwelle saß in der dritten Reihe.

Wer glaubt denn nun, dass Deutschland mit seiner endlosen Diskussion da einen gewichtigen Anteil hat? Wir können höchstens - als gute Weltbürger - den zivilen Aufbau Afghanistans unterstützen; hoffentlich mit den Menschen des Landes, die eine afghanische Demokratie anstreben, möglichst ohne Gewalt und Korruption.

Da wünsche ich Deutschland, unter dem Schirm der USA, eine glückliche Hand und bewundere Neudeck, Dudenhöfer, Käsmann, Erös für ihr engagiertes Wirken.

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bicyclerepairmen 29.01.2010, 14:10
1939.

Zitat von Joe67
Soll die Bundeswehr mehr mit lokalen Warlords zusammenarbeiten, weil diese sich gerade im Clinch mit den Taliban befinden? Sind die Warlords besser als die Taliban? Oder auch nur mittelfristig für die Bundeswehr weniger problematisch?Macht es Sinn den korrupten Karzai zu unterstützen? Für wen kämpfen die Afghanen morgen, die demnächst ausgebildet werden?

Warum man die noch ausbilden muss erklärt uns eigentlich auch niemand und was bedeutet eigentlich Warlord ?
Herr des Krieges, oder ?
Und die sitzen ja nicht Mutterseelenallein dumm rum und puhlen in der Nase. Die schonen einfach ihre Kräfte und lassen irgendwelche blöden Infidels sich an irgendetwas abarbeiten. Und das schönste, fürs dumm rumsitzen, d.h. Waffenpflege und Ernte abwiegen werden die noch entlohnt. Ist doch kein Wunder warum die gegen einen frühen Abzug sind.

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