Forum: Politik
Soll die Große Koalition vier weitere Jahre regieren?

Der Wahlkampf brachte wenig Konfrontationen und Kontroversen zwischen den Regierungsparteien, das TV-Duell zeigte eher Harmonie als Streit. Wettkampf um Wählerstimme: nur eine Alibi-Veranstaltung von Union und SPD? Sollte angesichts der anstehenden Probleme vielleicht besser gleich die Große Koalition weitere vier Jahre im Amt bleiben?

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Adran 19.09.2009, 10:09
1.

Zitat von sysop
Der Wahlkampf brachte wenig Konfrontationen und Kontroversen zwischen den Regierungsparteien, das TV-Duell zeigte eher Harmonie als Streit. Wettkampf um Wählerstimme: nur eine Alibi-Veranstaltung von Union und SPD? Sollte angesichts der anstehenden Probleme vielleicht besser gleich die Große Koalition weitere vier Jahre im Amt bleiben?
geht´s noch?
Wahlen abschaffen?
Groko forever?
Ich bin im falschen Film..

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Der demographische Viktor 19.09.2009, 10:15
2. Die Zeit ist noch nicht reif für Rot/Rot/Grün - Schwarz/Gelb/Grün

Zitat von sysop
Der Wahlkampf brachte wenig Konfrontationen und Kontroversen zwischen den Regierungsparteien, das TV-Duell zeigte eher Harmonie als Streit. Wettkampf um Wählerstimme: nur eine Alibi-Veranstaltung von Union und SPD? Sollte angesichts der anstehenden Probleme vielleicht besser gleich die Große Koalition weitere vier Jahre im Amt bleiben?
Das würde der SPD Zeit geben, sich neu zu formieren und alte überkommene Abgrenzungen zu überdenken. Der CDU bliebe die ganze Legislaturperiode die Alternative mit Gelb und Grün die große Koalition zu beenden.

Nach den ersten 4 Jahren große Koalition sind die braun dunkelroten Ränder eher kleiner geworden... in Sachsen verlor die NPD deutlich Wähler. Die befürchtete Stärkung der Ränder durch Rot/Schwarz trat also nicht ein.

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ddorfer 19.09.2009, 10:27
3.

Zitat von sysop
Der Wahlkampf brachte wenig Konfrontationen und Kontroversen zwischen den Regierungsparteien, das TV-Duell zeigte eher Harmonie als Streit. Wettkampf um Wählerstimme: nur eine Alibi-Veranstaltung von Union und SPD? Sollte angesichts der anstehenden Probleme vielleicht besser gleich die Große Koalition weitere vier Jahre im Amt bleiben?
Darauf läuft es wahrscheinlich hinaus,denn weder schwarz-gelb,noch rot-rot-grün werden eine klare Mehrheit haben.
Und selbst wenn die zweite Konstellation eine Mehrheit bekäme,so denke ich nicht dass die SPD bereit ist mit der Linken auf Bundesebene zu koalieren,noch.

So bleibt uns wenigstens Herr Westerwelle als Minister erspart :-).

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Petra Raab 19.09.2009, 10:28
4.

Zitat von sysop
Sollte angesichts der anstehenden Probleme vielleicht besser gleich die Große Koalition weitere vier Jahre im Amt bleiben?
Beide Parteien ob zusammen oder getrennt,
haben es geschafft, dass von zwei Drittel der Mittelschicht,
in 10 Jahren, ein Drittel in die Armut abgerutscht ist.
Wie um Himmelswillen, sollte einer von den beiden die
anstehenden Probleme lösen, sie haben sie erst verursacht.
Anhand dieser Umstände und der sehr ersichtlichen
Harmonie dieser beiden Parteien, erkennt man nur, dass
es im Grunde immer schon eine Partei war und der Wähler
sich nur in dem Irrglauben befunden hat, dass es zwei
wären.

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SaT 19.09.2009, 10:36
5.

Zitat von Adran
Groko forever?..
Nein nicht für immer. Die “große Koalition” würde mit der Zeit klein werden (schon jetzt ist sie weitaus kleiner als noch beim ersten mal in den 60 er). Die SPD würde mit der Zeit eine Splitterpartei die sich nicht mehr einkriegt vor Freude wenn sie Zünglein an der Waage sein darf. Heute hat sie ja schon keinen Anspruch mehr darauf Volkspartei zu sein – ihr erklärtes Wahlziel ist Schwarz/Gelb zu verhindern und nicht selbst stark zu sein. Über drei Landtagswahlen mit 24%, 18%, 10% kommt ehrliche Freude auf. Man möchte den Wahlkampf von 2005 wiederholen. Wir erinnern uns an diesen sagenhaften Wahlkampf: Er endete mit einer Kanzlerin Merkel.

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Huuhbär 19.09.2009, 10:37
6.

Zitat von sysop
Der Wahlkampf brachte wenig Konfrontationen und Kontroversen zwischen den Regierungsparteien, das TV-Duell zeigte eher Harmonie als Streit. Wettkampf um Wählerstimme: nur eine Alibi-Veranstaltung von Union und SPD? Sollte angesichts der anstehenden Probleme vielleicht besser gleich die Große Koalition weitere vier Jahre im Amt bleiben?
Die Wähler und Wählerinnen werden am Sonntag, den 27. September 2009 darüber abstimmen und nicht die Medien oder Parteien. Von daher gesehen finde ich die Diskussionen im Vorfeld darüber merkwürdig - wer mit wem koaliert und mit wem man auf keinen Fall eine Koalition eingeht. Das ist in meinen Augen kein demokratisches Verhalten gegenüber den Bürger und Bürgerinnen von den verschiedenen Parteien. Hier wird die Demokratie mit den Füssen getreten.

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Sozialfuzzi 19.09.2009, 10:46
7.

Zitat von SaT
Nein nicht für immer. Die “große Koalition” würde mit der Zeit klein werden (schon jetzt ist sie weitaus kleiner als noch beim ersten mal in den 60 er). Die SPD würde mit der Zeit eine Splitterpartei die sich nicht mehr einkriegt vor Freude wenn sie Zünglein an der Waage sein darf. Heute hat sie ja schon keinen Anspruch mehr darauf Volkspartei zu sein – ihr erklärtes Wahlziel ist Schwarz/Gelb zu verhindern und nicht selbst stark zu sein. Über drei Landtagswahlen mit 24%, 18%, 10% kommt ehrliche Freude auf. Man möchte den Wahlkampf von 2005 wiederholen. Wir erinnern uns an diesen sagenhaften Wahlkampf: Er endete mit einer Kanzlerin Merkel.
Hierin stecken im Prinzip meine "Hoffnungen", d.h. beide wurschteln weiter, die Mittelschicht stürzt weiter ab und der Wähler kapiert irgendewann endlich, dass diese beiden Dinsosaurier definitiv der Vergangenheit angehören. Ich will endlich frischen Wind im Bundestag!

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ischrock 19.09.2009, 10:49
8. Wenn

es wieder eine Griße Koalition gäbe, wäre Deutschland am Ende. Deutschland ist jetzt schon dank politischen Stillstands und gesellschaftlicher Verwahrlosung seit 27 Jahren schwerkrank. Geeignete Ärzte sind nicht in Sicht.

Mir graut's vor einer Fortsetzung des derzeitigen deutschen Desasters.

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Der demographische Viktor 19.09.2009, 10:49
9. Der Wahlkampf der Journalisten ist verbissener als der der Politiker

Zitat von Petra Raab
Beide Parteien ob zusammen oder getrennt, haben es geschafft, dass von zwei Drittel der Mittelschicht, in 10 Jahren, .
Hart aber Fair halte ich vor der Wahl für keine verlässliche Quelle. Die Journalisten und Moderatoren führen einen verbisseneren Wahlkampf als die Politiker selbst.

So bleiben Sie mit Ihrer einseitigen Sicht auf die Bevölkerungsbewegung absichtlich im Dunkeln wie hoch der prozentuale Anteil der Menschen ist, die wegen einer Arbeit aus der Armut zurück in die Mittelschicht aufgestiegen sind. Denn immerhin ging durch Rot/Grün und Rot/Schwarz die Arbeitslosigkeit in den letzten 5 Jahren wieder deutlich zurück unter die 3 Millionen Marke. Das waren doch nicht überwiegend Top Manager oder Geringverdiener

Zitat von Petra Raab
Wie um Himmelswillen, sollte einer von den beiden die anstehenden Probleme lösen, sie haben sie erst verursacht.
Verursacht hat viele Probleme Schwarz/Gelb. Aus verschiedenen Gründen. Rot trat an erst mit Rot/Grün, dann mit Rot/Schwarz die Schäden zu beseitigen, die Schwarz/Gelb in Gestalt von Helmut Kohl/Genscher/Kinkel/Möllemann in 16 Jahren angerichtet haben zu beseitigen. WIr haben noch keine Vollbeschäftigung, wir haben noch keine Mindestlöhne... also geht die Schadensbekämpfung für Rot weiter. Gegenwärtig ist real für Rot die Situation so, dass die SPD bei der Durchsetzung dieser Ziele leider nur auf einen begrenzten Parteien-Pool zugreifen kann. Gegenwärtig ist da - wenn nicht unerwartete Überraschungen eintreten - die große Koalition drin.


Anhand dieser Umstände und der sehr ersichtlichen
Harmonie dieser beiden Parteien, erkennt man nur, dass
es im Grunde immer schon eine Partei war und der Wähler
sich nur in dem Irrglauben befunden hat, dass es zwei
wären.[/QUOTE]

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