Forum: Politik
Soll die Uno Palästina jetzt anerkennen?

Ein palästinensischer Staat? Vielleicht schon bald? US-Präsident Obama kommt diese mögliche Entwicklung derzeit nicht gelegen. Wie sehen Sie Möglichkeiten einer Staatenregelung für die Palästinenser? Ist die Zeit reif - und wie könnte der Staat überhaupt realisiert werden?

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nahal 22.09.2011, 18:30
170.

Zitat von klauslynx
Ihre Argumentation ist wahrheitsresistent....
Sie täuschen sich.
Meine Argumentation hat nichts mit Ihrer angeblicher Gegenargumentation zu tun.
Hier war ging es auch speizell nicht um eine Argumentation, sondern um Fakten.
Da Sie diese nicht ansprachen, gehe ich davon aus, dass Sie um sich schlagen.

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sayada.b. 22.09.2011, 19:20
171.

Zitat von klauslynx
Ihre Argumentation ist wahrheitsresistent.... Es geht darum: ... Hören Sie endlich mit Herumgeschachere und Herumdeuteln auf. Stellen Sie sich dem Völkerrecht, dem Staat Israel gehören rechtlich 0 % des Westjordanland, dem Staat Israel gehören 0 % der eroberten Golans des Staates Syrien.Alle von Ihnen gewünschten Änderungen können und sollten Thema bei Verhandlungen und Abkommen zwischen den Staaten Israel und Palästina sein. ...
Ach, Sie meinen, man sollte erst einmal den Staat Palestina ausrufen und hinterher über dessen Grenzen verhandeln?
Ansonsten hatte nahal doch nicht viel anderes gesagt, als daß es bei Verhandlungen seit 2000 darum ginge...

Golan/Syrien sind ein anderes Thema und stehen hier nicht zur Debatte.

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southern star 22.09.2011, 20:11
172.

Zitat von Landegaard
Nennen wir die Kinder doch beim Namen, dann brauchen Sie nicht um den heissen Brei zu reden und ggf. erleichtert das nahal die Antwort: Die Forderung nach einem jüdischen Israel kann doch nur bedeuten: a) damit ist die Forderung vom Tisch, dass die Refugies ein Rückkehrrecht in ihre alte Heimat haben. Deren Anzahl nebst demographischer Erwartung stellen nämlich tatsächlich eine Gefahr für ein jüdisches Israel dar. oder b) Israel hat das Recht, den jetztigen nichtjüdischen Israelis die Staatsbürgerschaft zu entziehen und nach Palästina abzuschieben. oder c), das was nahal sagte: Die Beruhigung der Israelis, dass die Expansionsbestrebungen eines Palästinas auch irgendwo enden. Gut, er müsste noch erläutern, warum sich diese Befürchtung nicht schon mit einer Anerkennung Israels verflüchtigt, denn schon das würde palästinensischen Expansionsgelüsten Grenzen setzen.
Die Forderung kann bedeuten oder nicht, genauso wie deren Verweigerung. Da kann man rein interpretieren was man will. Und sie kann für jeden was anderes bedeuten. Ich hab aber keine Lust hier im Nebel zu stochern.

Wenn nahal den Unterschied so gravierend findet sollte er auch erklären können was aus seiner Sicht den Unterschied ausmacht.

Ich habe jedenfalls noch kein zwingendes Argument gehört, warum Verhandlungen oder Vereinbarungen zwischen einem Staat Palästina und dem Staat Israel anders verlaufen sollten als zwischen einem Staat Palästina und einem jüdischen Staat Israel.

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@ Johannes 23.09.2011, 00:53
173.

http://www.haaretz.com/misc/article-...225%2C2.227%2C

[...]The Palestinians, in accordance with the unilateral method, are trying to create an correlation between the belief that the solution to the conflict includes a Palestinian state, and support for a UN decision on the matter. In other words, the Palestinians want the average person to think, "I support the creation of a Palestinian state, even the United Nations supports it, while Israel opposes it. Therefore, we should work against Israel and force it to accept the UN decision."

During the Oslo Accords, the Israeli right repeatedly warned that the agreements endangered Israeli security. The left, for its part, kept repeating that there is no solution other than negotiations, since peace is made with enemies.

Today, more than ever, it would be nice to hear the voices of those who supported negotiations, the voices of those who supported the Oslo Accords. People like Shimon Peres, Yossi Beilin, Ron Pundak and the others responsible for the Oslo breakthrough should be coming out firmly against the delegitimization campaign and the PA's unilateral strategy, and present, both to Israelis and to the world, the Palestinians' approach to the United Nations as it really is: a belligerent move that contravenes the Oslo Accords.

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@ Johannes 23.09.2011, 01:07
174.

Zitat von southern star
Wenn nahal den Unterschied so gravierend findet sollte er auch erklären können was aus seiner Sicht den Unterschied ausmacht.
Es geht ganz schlicht und einfach darum, das Recht und den souveränen Anspruch des jüdischen Volkes auf einen jüdischen Staat, einen jüdischen Nationalstaat, das Recht auf Selbstverwirklichung, auf Selbstbestimmung, ganz ebenso wie das Recht dazu jedem anderen Volk auf dieser Erde zugestanden wird, als natürlich und selbstverständlich anzuerkennen.

Im Übrigen würde gerade eine solche Anerkennung Israels grundsetzlich die Lösung des Konfliktes darstellen und sämtliche Problemstellungen, Sicherheit, Siedlungen, Grenzen aber auch Wasser, könnten im Zuge von Verhandlungen aus der Welt geschafft werden.

Unbedingte Voraussetzung aber, die Anerkennung des Existenzrechtes Israels als Staat des jüdischen Volkes.

Logisch!

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ManfredOtte 23.09.2011, 08:21
175.

Zitat von veritas75
Aber sicher werden die USA Ihr Veto einlegen. Obamas Hände sind dabei auch gebunden. Wenn er auf sein Herz und Verstand hören würde könnte er unmöglich gegen den Antrag von Abbas stimmen. Aber leider unterliegt auch er der mächtigen jüdischen Lobby in den USA, die es unmöglich .....
Ich hoffe, dass es ein Momentum in der palästineschen Führung sowohl im Westjordanland als auch in Gaza als auch bei der israelischen Regierung gibt, die einen Interressenausgleich und die Gründung eines palastinensischen Staate möglich wird. Das Staatsgebiet Israels von 1967 als auch Westjordanland und Gaza sind einfach zu klein, um nicht nach Frieden zu suchen.

Das Problem ist auf brutale und banale Art, dass die Landfläche jeweils so klein ist, dass jeder ernste Konflikt sofort Existenzängste auslösen muß. Die Männer und Frauen, die diese Quadratur des Kreises hoffentlich befrieden, haben wirklich den Friedennobelpreis verdient.Ich hoffe, das Abas nicht mit leeren Händen nach Hause kommt ( und es dort friedlich bleibt) - und Israel sich auch ruhig verhält. Hoffnung auf Frieden für Israel und Hoffnung auf ein friedliches Palestina muß der Geist sein für einen Interessenausgleich werden auf Augenhöhe.

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Hubert Rudnick 23.09.2011, 08:43
176. Palästina

Zitat von sysop
Ein palästinensischer Staat? Vielleicht schon bald? US-Präsident Obama kommt diese mögliche Entwicklung derzeit nicht gelegen. Wie sehen Sie Möglichkeiten einer Staatenregelung für die Palästinenser? Ist die Zeit reif - und wie könnte der Staat überhaupt realisiert werden?
Wer das Kosovo als einen selbstständigen Staat anerkennt, der sollte dann aber auch den Palästinensern einen eigenen Staat zubilligen, wobei sie alle schon immer vom eigenen Staat Palästina gesprochen hatten.
Die Verweigerung, oder das Hinausziehen und all die Begründungen sind nur eine Farce, sie dienen nur den Interessen Israles und ihrer Besatzer und Siedlungspolitik.
Ein Land das auf fremden Territorium seine Wohnungen baut verstößt gegen das Völkerrecht, aber da lassen es sich all die sonst ihren Mund so weit aufreißen lieber bei einer sehr leisen Kritik, die nicht mit Nachdruck endet.
Wer nein zum Palästinenserstaat sagt, der zeigt, dass er das Völkerrrecht nur für seiner Interssenlage nutzt.
HR

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southern star 23.09.2011, 09:09
177.

Zitat von @ Johannes
Im Übrigen würde gerade eine solche Anerkennung Israels grundsetzlich die Lösung des Konfliktes darstellen
Sorry, das ist einfach Quatsch. Denn wie Sie selbst schreiben.
Zitat von @ Johannes
und sämtliche Problemstellungen, Sicherheit, Siedlungen, Grenzen aber auch Wasser, könnten im Zuge von Verhandlungen aus der Welt geschafft werden.
Die eigentlichen Probleme müssen also durch Verhandlungen gelöst werden. Und jetzt hätte ich gern eine Begründung dafür, warum diese Verhandlungen zwischen einem Staat Israel und einem Staat Palästina unmöglich sind.

Zitat von @ Johannes
Unbedingte Voraussetzung aber, die Anerkennung des Existenzrechtes Israels als Staat des jüdischen Volkes.
Ah, jetzt kommt bestimmt endlich eine Begründung hierfür.
Zitat von @ Johannes
Logisch
Oh, mal wieder etwas ärmlich ausgefallen. In Deutsch gäb es für so eine ausführliche Erläuterung ein ungenügend.

Ich fasse zusammen. Die Anerkennung als jüdischer Staat löst für Sie alle Probleme, weil sie, warum auch immer, unabdingbare Voraussetzung ist, dass sich Israel bereit erklärt Verhandlungen über die eigentlichen Probleme aufzunehmen.

Logisch? Für Sie vielleicht

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klauslynx 23.09.2011, 09:24
178. Über was denn verhandeln ?

Zitat von sayada.b.
Ach, Sie meinen, man sollte erst einmal den Staat Palestina ausrufen und hinterher über dessen Grenzen verhandeln? Ansonsten hatte nahal doch nicht viel anderes gesagt, als daß es bei Verhandlungen seit 2000 darum ginge... Golan/Syrien sind ein anderes Thema und stehen hier nicht zur Debatte.
Die Grenzen des Staates Palästina stehen schon lange fest.So wie auch die Grenzen des Staates Israel.Wenn man aus praktischen Gründen Veränderungen daran machen will, dann in Vereinbarungen zwischen den Staaten Palästina und Israel.
Grundlagen:Siehe UN-Teilungsplan und Resolution von 1967 (Nr.242 der UN)
Verhandlungen haben nur dann einen Zweck, wenn die Teilnehmer an einer Lösung interessiert sind. Das ist bei der augenblicklichen Regierung in Israel nicht der Fall.Den Palästinensern kann nicht noch weitere 40 Jahre Zeit zugemutet werden, wo Araber enteignet,Siedlungen auf arabischen Land gebaut werden,Wasser der Bevölkerung entzogen wird.
Ansonsten: Der Golan hat doch Bezug auf die Gesamtproblematik.Zeigt es doch hier auch konkret die Handlungsweise der Politik des Staates Israel.
Nochmal: Lesen Sie den UN Teilungsplan Resolution 181, die Und Resolution 242.
Ihre Fragestellung ist unsinnig.

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nahal 23.09.2011, 09:35
179.

Zitat von southern star
Wenn nahal den Unterschied so gravierend findet sollte er auch erklären können was aus seiner Sicht den Unterschied ausmacht.
Habe ich, sogar ausführlich.
Extra für Sie wiederhole ich:

Die Palästinenser begehren, zu Recht, einen eigenen Staat, in dem diese ihre nationale Identität ausleben wollen.
Dieser Staat soll den Charakter der Palästinensichen Nation darstellen, Ausdruck einer Geschichte, Gegenwart und Zukunft.
Die Kraft, die aus dem geschichtlichen Leid und Erfolg dieser Nation begründet die Schöpfungskraft für die gestaltung der Zukunft.

Bisher schätze ich, können Sie mir folgen.

Das Jüdische Volk tickt nicht anders.
Es hat das gleiche Recht.

Die Weigerung, das zu akzeptieren, zwingt dazu, Skepsis hervorzurufen.
Diese Skepsis ist keine theoretisch-abstrakte Übung, sondern gründet auf geschichtliche Erfahrung.

Und noch eine Bitte:
Bevor Sie weiter Fragen dazu stellen, bitte ich zu überlegen und die Ergebnisse dieser Überlegung uns mitzuteilen:
Warum weigert sich die PA-Seite, dieses explizit zu akzeptieren?

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