Forum: Politik
Sollte der Bundespräsident Thilo Sarrazin aus dem Vorstand der Bundesbank entlassen?

Gleich zu Beginn seiner Amtszeit steht Bundespräsident Wulff vor einer wichtigen Entscheidung: Soll er nach den Kontroversen um Thilo Sarrazin und sein Amt den streitbaren Bundesbanker aus seinem Vorstands-Amt entlassen?

Seite 116 von 627
Exilschorsch 05.09.2010, 12:52
1150.

Finde ich gut das Herr Sazzazin den Themenbereich endlich mal direkt angesprocht. Das hat mit Rassismus garnichts zu tun. Eher schon mit der Erlebniswelt vor meiner Haustür.

Beitrag melden
ingrid wild 05.09.2010, 12:53
1151. Ein Traum ist das, mehr nicht

Zitat von goodtimes
Ich wünsche mir Menschen mit Weisheit und Güte, mit Klarheit und: mit Herz!!, welche unser Land gestalten!
... und wird wohl ein frommer Wunsch bleiben

Beitrag melden
systemfeind 05.09.2010, 12:55
1152. Broder ist nicht tapfer sondern nur clever

Zitat von therude
Broder ist ein Glücksfall in solcherlei Diskussionen und das nicht erst seit Sarrazin. Es ist ein Vergügen ihm zuzuhören, wie cool und abgeklärt er ist. Keine besserwisserischen Attitüden eines M. Friedman, keine sozialromantischen, selbstvergessenen Einlassungen von tumben Gutmenschen. Ein Mann mit natürlicher Gelassenheit, Witz, Besonnenheit. DER sollte unser nächster Bundespräsident werden. Ein tapferer Mann, der Broder. His Majesty of discussion.
Broder unterscheidet zwischen öffentlich-rechtlicher Neusprechmeinung und der öffentlichen Meinung ; man muss kein Genie sein um den Paradigmenwechsel zu antizipieren ; Broder will bei der neuen Debatte mitmachen ; ein pro-israelischer Rechtspopulismus geht sowieso ( siehe Wilders ) ; also : die Linke begreift : Broder und Co ändern mal eben ihre Meinung und das rote juste milieu steht ratz-fatz am anderen Ende der Schießbahn .

Beitrag melden
Edgard 05.09.2010, 12:55
1153. Ob dieser Rattenfänger...

... den rassistischen Mist erfunden hat oder nicht ist dabei keineswegs irrelevant - nachdem die Rassenlehre längst als unrichtig erkannt wurde nimmt Sarrazin sie wieder auf.
Warum nur?
Gerade wir Deutschen sollten klüger geworden sein.
wir können aber anscheinend nicht einmal falsche von richtigen Zahlen unterscheiden, berechtigte Kritik von Hetze unterscheiden oder eben diese Kritik sachlich Werten und nicht auf pseudowissenschaftliche und menschenverachtende Thesen aufsatteln.

Nein, wir Deutschen haben nichts, aber auch garnichts gelernt.

Nichts aus "Der Untertan", nichts aus dem kleinen böhmischen Gefreiten, nichts vom kurzen Aufflackern einer "Protestpartei" des charakterlosen, koksenden "Richter Gnadenlos".

Kaum holt hier ein Rattenfänger seine Flöte raus und pfeift das Lied der einfachen Lösungen gehen die Kolonnen wieder geschlossen Richtung Abgrund .. auch ich werde "dann mal wech" sein.

Dieses Volk ist anscheinend das Papier nicht wert auf dem das Grundgesetz und seine humanitären Werte geschrieben wurde.

Was ich mir wünschen würde? Einen Monat "Deutschland ohne Migranten". Wie es dann wohl hier aussehen würde?

Beitrag melden
n8nebel 05.09.2010, 12:56
1154.

Zitat von shatreng
"Fast jeder fünfte Deutsche würde einer Emnid-Umfrage zufolge eine neue Protestpartei wählen - vorausgesetzt deren Chef hieße Thilo Sarrazin." Sehr interessant, was jeder Fünfte da so wählen würde. Was sind denn die politischen Forderungen von Sarrazin? Ich kann keine erkennen. Er kam, goss Öl ins Feuer, lieferte keine Lösungen und geht wieder. Grandiose Leistung.
Sinn einer Protestpartei is ja auch nicht das Parteiprogramm oder gar eine Lösung zu liefern und diese auch umzusetzen. Es geht schlicht und einfach darum, ein Thema aktuell zu halten was unsere großen Partein dazu zwingt, sich damit zu beschäftigen.


Etwas sollte die Politik mMn dringend umsetzen:
Niemand sollte einen deutschen Pass erhalten wenn er der deutschen Sprache nicht mächtig ist. Hierbei darf es keine Rolle spielen ob es sich um Ehepartner, Kinder oder Eltern handelt. Damit macht man es niemadem unnötig schwer sich zu integrieren, denn Deutsch will man dafür ja eh lernen. Auf der anderen Seite stellt man somit aber sicher, dass Immigaranten gut genug Deutsch sprechen um im vollen Umfang am sozialen Leben teilnehmen und sich auch mit den Behörden verständigen können.
Zusätzlich filtert man noch nach Qualifikation, wer nichts kann, kommt auch nicht rein, ganz einfach. Andere Länder machen das genauso, warum also nicht wir auch?

Damit schafft man einen geregelten Zustrom von integrationswilligen und qualifizierten Migranten. Ist das gelungen, kann man dafür sorgen, dass jene, die bereits im Land sind, die bestmöglichen Integrationsförderungen bekommen.
Frei nach dem Prinzip: Es hilft nichts, Wasser aus dem Killer zu pumpen, so lange der Rohrbruch nicht geflickt ist.

Beitrag melden
Waldbahner2 05.09.2010, 12:56
1155.

Zitat von tj424
Ein großer Prozentsatz der Einwanderer in die USA kommen im Rahmen der Familienzusammenführung. Sprachkenntnisse werden nur bei Einbürgerung verlangt. Zudem sind englische Sprachkenntnisse tatsächlich nützlich, wogegen Deutsch für fast nichts mehr wichtig ist. Nein, der Grund warum Deutschland kaum qualifizierte Einwanderer bekommt ist, dass Deutschland schlicht weg nicht attraktiv ist: der Prozess ist zu bürokratisiert und die Deutschen sind zu fremdenfeindlich. Deutschland ist dritte oder vierte Wahl unter Einwanderern, eine Notlösung, oder ein Übergang, um dann später doch in die USA, Kanada oder Australien zu gehen.
Absolut korrekt beschrieben. Kein normaler Mensch mit Bildung und Qualifikation will nach Deutschland.

Auch deshalb landen viele Menschen hier die wir eigentlich nicht brauchen.

Wie ich schon einmal schrieb. Auch die Billigarbeiter, Gastarbeiter mit scheinbar geringem Nutzen
können schlaue Kinder haben wenn man ihnen Bildung und Entwicklung möglich macht.

Ohne Kinder, von wem auch immer, verschwindet deutsche Kultur auch vom Globus.
Hier liegt die Betonung auf "Auch".

Mir scheint es gleich ob wir so oder so verschwinden mit der
deutschen Kultur. Mir wäre lieber wenn sie erhalten bliebe.

Wer sich die rassistischen Theorien eines Herrn Sarrazin zu eigen macht beschleunigt aus meiner
Sicht bei unserer Altersstruktur den Verfall der deutschen Werte.

Beitrag melden
henso 05.09.2010, 12:57
1156. Immer freundlich nicken und winken!!

Zitat von christian.stuermer
Der Bundespräsident hat sich dazu doch schon bereits im Vorfeld geäußert. Alles andere als eine Entlassung würde gegen das Kontinuitätsgebots der deutschen Politik verstoßen und unserem Land schaden.
Die Frage ist doch. "Welcher Schaden wäre der Größere von beiden?" Immer freundlich nicken und winken in Sachen Integrationspolitik bringt auf dauer nichts und schadet unserem Land national und international auf lange Sicht mehr als eine objektive Debatte und eine anschließend harte aber faire Gestzesänderung. Wenn doch kein Problem besteht, warum seh ich dann in jeder Umfrage, ob n-tv, rtl, pro sieben, zdf, n24, sowie verschiedene Tageszeitungen (ausgenommen Bild) das rund 3/4 aller Teilnehmer an einer Umfrage zum Thema, "Hat Sarrazin recht?", für Herrn Sarrazin stimmen. Also besteht doch eine große negative Haltung gegen die jetzige Integreationspolitik.

Es ist schon sehr wichtig das eine Lösung für die Integrationsfrage gefunden wird. Diejenigen, die nichts von den möglichen Problemen in der Integrationsfrage hören möchten und mal wieder versuchen per "Nazikeule" das Thema bei Seite zu schaffen, legen mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit die Lunte für den nächsten nationalen Flächenbrand.

Man wünscht sich von uns eine Tolleranz gegenüber den Menschen, die sich integrieren möchten. Diese Tolleranz ist in Deutschland deutlich mehr gegeben wie in anderen deutschsprachigen Ländern. Aber man darf sich nicht wundern, wenn aus der helfende Hand ein Faust wird, sobald man sie immer wieder bespuckt, missachtete und demütigt. Der Anteil der Integrationswilligen gegenüber den Ingegrationsunwilligen steht in keinem gesunden Verhältnis mehr zueinander. Man muss kein Prohpet sein um zu wissen wohin das auf lange Sicht führt.

Vielleicht sollte man unsere, garnicht mal so alte, Vergangenheit revue passieren lassen und sich fragen: "Was hat eigentlich dazu geführt das die braune Brut damals an die Macht gekommen ist?" Man erkennt erstaunliche Parallelen. Sowas darf einfach nie wieder passieren.

Beitrag melden
gd01 05.09.2010, 12:57
1157. Unfähig

Zitat von Stefan D.
Erbärmlich ist das, was Herr Sarrazin von sich gibt. Er ist ein Volksverhetzer, der von von Nichts eine Ahnung hat. Unterste Schublade. Schlimm, dass ihm so viele in Deutschland auf den Leim gehen. Scheinbar können die Leute mit Demokratie nicht mehr umgehen. Aber die Schuld liegt natürlich bei den anderen, bei der Presse und den Politikern. In Wirklichkeit sind weite Teile des Volks unfähig. Unfähig, sich mit der konstruktiv mit der Realität auseinanderzusetzen. Und schon ist er wieder da, der Ruf nach dem starken Mann und der starken Partei, die alle Probleme löst. So einfach ist das.
Sie schrieben: "In Wirklichkeit sind weite Teile des Volks unfähig. Unfähig, sich mit der konstruktiv mit der Realität auseinanderzusetzen."

Ich weiß nicht ob weite Teile des Volkes unfähig sind sich konstruktiv mit der Realität auseinander zu setzen.
Ich habe jetzt durchaus einen anderen Eindruck.

Bei Ihnen bin ich mir allerdings sicher, daß Sie es nicht können.

Wir können ja einen Kompromis schließen und feststellen, daß

weite Teile der Bevölkerung unfähig sind sich mit Ihrer Realität konstruktiv auseinander zu setzen.
Dann paßt es wieder.

Beitrag melden
tapuzim 05.09.2010, 12:58
1158.

Zitat von gd01
das kann man abkürzen - wir haben offenbar zuwenig Arbeit für ungebildete Personen. warum holen wir dann immer noch mehr herein?
Der wohlmeinende Bundespräsident hat sich nicht nur zu Sarrazin sondern auch zu dessen Thematik geäußert. Die Mehrzahl neu angekommener Bürger nehme erfolgreich an Integrationskursen teil, ließ er uns wissen. Schön und gut, nur, eine erfolgreiche Immigration gab es noch in keinem der klassischen Einwanderungsländer auf grund von Integrationskursen, sondern durch den Einfallsreichtum und den Arbeitswillen der Eingewanderten. Man wurde im Glücksfall vom Tellerwäscher zum Millionär, vom Integrationskursteilnehmer aber wird man häufig genug zum Hartz- IV-Empfänger.

Es gibt zwar kein größeres Problem, wie man uns zu versichern nicht müde wird, aber, so hören wir aus der Politik, eine Besorgnis in der Bevölkerung, die ernst zu nehmen sei. Wir wollen jetzt nicht fragen, wieso es eine Besorgnis gibt ohne ein Problem. Wir möchten etwas anderes fragen: Wieso eigentlich brauchen wir eine Einwanderung, wenn wir vier Millionen Arbeitslose haben, und wieso brauchen wir diese Einwanderung, wenn unter den Eingewanderten die Zahl der Arbeitslosen prozentuell höher ist als die unter den Einheimischen?

Beitrag melden
melko 05.09.2010, 12:59
1159.

Ich sprach nicht davon ,dass es an Bildungsmöglichkeiten fehlt,sondern von einem "gesetzlichen Bildungszwang"
Das täte auch manch einem Deutschen gut,nicht nur Migranten.
Wenn schon ein Grundlehrer die Entscheidung darüber hat welche Weiterführende Schule mein Kind besuchen darf,dann wäre es mir durchaus recht wenn gesetzlich entschieden wird ,dass z.B. ein Realschulabschluss,egal ob Migrant oder Deutscher,zur Pflicht wird.Per Gesetz.
Einem Migranten sollte man nicht als Schuld ankreiden,das er seine Kinder von der Bildung fern hält. Denn da wo er herkommt hatte er selbst die Möglichkeit nicht.Oder glaubt hier einer,dass es ihm in seinem Heimatland gut ging und er es hier nur besser haben wollte.Ein solches" Zwangsgesetz"hätte einen Beitrag zur Integration geleistet.Stattdessen wird denen hier ein paar Cents in die Hand gedrückt und dann sich selbst überlassen.Wenn man mich derart in China loslässt,hätte ich auch als erstes die Deutsche Kolonie aufgesucht und die ghettoisierung hätte seinen Lauf genommen.Mann sollte auch mal den Mut haben Schuld bei sich zu suchen,statt dauernd auf Minderheiten einprügeln.Meistens gibt es nicht nur einen Schuldigen.

Beitrag melden
Seite 116 von 627
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!