Forum: Politik
Sollte der gesamte Drogenhandel entkriminalisiert werden?

Der Drogenkrieg in Mittelamerika ist nach Ansicht des Grünen-Politikers Koenigs für Polizei und Militär nicht zu gewinnen - der Bundestagsabgeordnete fordert ein radikales Umdenken: Alle Drogen müssten weltweit erlaubt werden. Eine richtige und effiziente Idee?

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Petra Raab 08.11.2010, 12:44
1.

Zitat von sysop
Eine richtige und effiziente Idee?
Nein.
Dann gibt es kein Flatrate-Trinken mehr mit
Alkohol, sondern wer setzt sich den besten
Schuß.
Was das Legalisieren von Drogen bewirkt hat,
kann man ja sehr schön am Alkohol erkennen.
Es fangen schon Kinder damit an.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...660194,00.html

Nach der Legalisierung liegen dann die toten
Kinder am Spielplatz mit dem goldenen Schuß.

Das Legalisieren von Drogen ist eine Kampagne, damit
das Volk noch leichter zu kontrollieren ist.
Schönes Beispiel sind die Indiander gewesen.
Durch Drogen schafft man sich ein absolut williges
Volk, das durch die Drogen bedingt, sein volles
Potenzial nicht mehr ausschöpfen kann.

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Ghede 08.11.2010, 12:54
2.

Zitat von Petra Raab
Nein. Dann gibt es kein Flatrate-Trinken mehr mit Alkohol, sondern wer setzt .....
Ich wüsste nicht, dass Alkohol in Deutschland jemals illegal gewesen wäre? Man hat in allen Jahrhunderten kräftig getrunken, und trotzdem gibt's uns noch. Und die Prohibition in den USA anno dazumal war ja alles andere als ein Erfolg.

Nicht, dass ich ein Fan von der Idee wäre, sämtliche Drogen zu legalisieren. Aber die Idee hat eindeutige Vorteile, über die sich zumindest mal nachzudenken lohnt. Auch, wenn es ohnehin eine rein akademische Überlegung wäre, weil das nie und nimmer geschehen wird, ganz egal, worüber sich unser Bundestag so unterhält.
Ich selbst bin da bisher ziemlich gespalten.

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oglokea 08.11.2010, 12:55
3. Nein, nicht frei Drogen..

Zitat von "sysop
Der Drogenkrieg in Mittelamerika ist nach Ansicht des Grünen-Politikers Koenigs für Polizei und Militär nicht zu gewinnen - der Bundestagsabgeordnete fordert ein radikales Umdenken: Alle Drogen müssten weltweit erlaubt werden. Eine richtige und effiziente Idee?"
... am liebsten wäre für mich wenn die Leute, welche viel Geld haben zum Drogen zu kaufen, im Gefängnis gehen.
Wenn Jugenlichen mit 13-14 Jahre ausprobieren ein Drogen, greift der Polizei sie auf und kommt der grosse Schwerigkeiten auf den Eltern. Gut so. Was ist mit diese neue Gesellschaftsordnung?

Wo leben wir? Diskutieren wir über Jugendlichen Drogendieler, jugendlichen Prostitution, und jugendlichen Drogenkonsum! Ich denke langsam, wir haben versagt, wir alteren Menschen mit der Beispiel Zeigung und mit unseren -im Aktivzeit noch- Arbeit im Arbeitplatz, mit Arbeit in dem Gesellschaft und Politik, und nicht im letzten Stelle, in dem Famillie! Ich auch!
Wenn das nich so gewäsen wäre, warum taumelt so viele Kinder alkoholisirt auf dem Strasse? Neben frei Drogenkauf was werden unseren -aus der Natur noch- unvernünftigen Kinder, Enkelkinder tun? NA, W A S ?

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kdshp 08.11.2010, 13:05
4.

Zitat von oglokea
... am liebsten wäre für mich wenn die Leute, welche viel Geld haben zum Drogen zu kaufen, im Gefängnis gehen. Wenn Jugenlichen mit 13-14 Jahre ausprobieren ein Drogen, greift der Polizei sie auf und kommt der grosse .....
Hallo,

so ist es und deswegen sollten endlich DIE einstigsdroge NR1 auch verboten werden sprich den alkohol.

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brasilpe 08.11.2010, 13:09
5. Ein vernünftiger Ansatz.

Zitat von Petra Raab
Nein. Dann gibt es kein Flatrate-Trinken mehr mit Alkohol, sondern wer setzt sich den.....
Mag sein, daß man die Zahl der Drogenabhängigen dadurch nicht reduzieren kann. Die gesamte Drogenkriminalität allerdings würde in sich zusammenfallen, weil dieser so sehr verlockende Weg zum leichtverdienten Geld dann versperrt wäre.
Das wäre doch auch etwas, oder ?

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Astir01 08.11.2010, 14:10
6. Nur ein Aspekt

Die Forderung von Herrn Koenig ist vor dem Hintergrund sinnvoll, dass eine Handelsbeschränkung für eine Droge lediglich die Gewinne der illegalen Drogenhändler vergrößern hilft. Dadurch, durch das Geld, durch die Macht des Geldes, gewinnen die Drogenhändler Einfluss auf ganze Staatswesen. Sie bestechen Polizisten und Politiker, legen illegal gewonnenes Drogengeld in der legalen Wirtschaft an und zersetzen so das gesamte Staatswesen. Beispiele hierfür sind Panama, Mexico und auch Italien.
Um diesen Einfluss nicht noch weiter steigen zu lassen, wäre die Legalisierung des Drogenhandels ein erster Schritt. Ob bestehender Einfluss zurückgedrängt werden kann, mag man aber bezweifeln.

Den gesellschaftlichen und gesundheitlichen Aspekt ungezügelten Drogenkonsums klammert Herr Koenig jedoch aus.
Es mag zwar sein, dass durch die billigen Drogen die Süchtigen sich nicht länger finanziell ruinieren müssen, um ihre Sucht ausleben zu können. Es könnte aber im Gegenzug sein, dass bei ungezügelten Konsum eine steigende Anzahl von Menschen immer größere Mengen an Drogen konsumiert, und so weiter Teile der Gesellschaft im Drogenrausch versinken, während gleichzeitig das Gesundheitssystem an den Folgen des Konsums kollabiert.

Ob ein Weg der goldenen Mitte möglich ist, in dem der Handel staatlich kontrolliert abläuft, der Konsum aber weiterhin strikten Regeln unterliegt, vermag ich nicht zu sagen. Ein solcher Weg wird aber gefunden werden müssen. So, wie es bisher läuft, muss die weltweit praktizierte Drogenpolitik als gescheitert angesehen werden.

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Thomas Müntzer 08.11.2010, 14:15
7.

Zitat von oglokea
m liebsten wäre für mich wenn die Leute, welche viel Geld haben zum Drogen zu kaufen, im Gefängnis gehen.
Na, dann können sie ja gleich mal mit Ihren Zigaretten als Beweismittel sich bei der Polizei stellen, und Ihren Alkohol und Zigarettendealer, und Ihren Konditor(Zucker/Fett-Droge, gleich anzeigen.
Gehen Sie bitte mal zu Ihrem Spiegel. Sehen sie den Balken?
Armseelig diese Doppelmoral!! Auch wenn sie womöglich noch gut gemeint ist. aber das ist sie immer. Bloss eben mindestens auf einem Auge blind.
Zitat von oglokea
Wenn Jugenlichen mit 13-14 Jahre ausprobieren ein Drogen, greift der Polizei sie auf und kommt der grosse Schwerigkeiten auf den Eltern. Gut so.
Na dann Rauchen sie mal noch eine, Nikotin die Droge mit den zweitmeisten Todesfällen in Deutschland. ca. 140 000 im Jahr. Ca. 320 am Tag. Nur am Fett und Zucker sterben mehr.
Das entgeht natürlich der allgemeinen Blindheit/Verblendung.
Zur Verdeutlichung, es sterben an allen illegalen Drogen zusammen ca 1300 Menschen im Jahr. In dieser Zahl sind auch die Mischkonsumenten mit Nikotin , Alkohol, alle möglichen Pillen enthalten. Meist als Unfall nach längerem Haftaufenthalt, oder nach einer Therapie, in dessen Zeit die Toleranz abgebaut wurde, was häufig in der aufgestauten Gier unberücksichtigt bleibt.
Dann auch darin enthalten ca. 30 % von Suiziden, weil das von der Gesellschaft ihnen zugemutete Leben nicht mehr ertragen wurde. Viele mit suizidalen Tendenzen, nehmen Drogen, nur um ihr bisschen Lebenswillen aufrecht erhalten zu können.
Zitat von oglokea
Was ist mit diese neue Gesellschaftsordnung?
Die ganze Gesellschaft ist Traumatisiert. Seelisch versehrt durch Jahrhunderte mit immer wieder grossen Kriegen.
Machen sie die Augen auf, Balken weg, und Sie werden es sehen. Wenn Ihre Verdrängung es zulässt. Schauen Sie sich die Wirklichkeit an!
Zitat von oglokea
Wenn das nich so gewäsen wäre, warum taumelt so viele Kinder alkoholisirt auf dem Strasse? Neben frei Drogenkauf was werden unseren -aus der Natur noch- unvernünftigen Kinder, Enkelkinder tun? NA, W A S ?
[/QUOTE]
Kinder sind von Natur aus Vernünftig. Dies ergab ein Experiment, in dem Kinder Essen durften was sie wollten.
Udo Pollmer- Prost Mahlzeit, krank durch gesunde Ernährung.
Das Experiment ergab, dass diese Kinder sich perfekt ernährten. Je nachdem, was der Körper brauchte. Bei einem bestimmten Mangel wurde sogar Lebertran freiwillig aus einer inneren Stimme heraus konsumiert.
Und ein Biochemischer Mangel wird immer zu Substanzen führen, die diesen Mangel ausgleichen.
Ein ausgeglichener Haushalt wird Drogen als unangenehm empfinden. Der Organismus strebt zum Ausgleich, zum Gleichgewicht. Entsprechend wird dies im Belohnungssystem als Falsch oder richtig im emotionalen Gedächtnis abgelegt. Auch darüber gibt es schon Wissenschaftliche Ergebnisse.
Sie sollten auch bei dem was sie Denken über Drogen und Sucht zu Wissen bei Null anfangen. Alles weg und Neu.
Raus aus den Rosa Träumen, Zurück in die Lebenswirklichkeit.
Die ist,dass unsere Kultur nur duch Drogen am Laufen gehalten wird. Und da das so ist, sollten wir Wert darauf legen, dass wir die besten Drogen nutzen, wenns schon sein muss. Und nicht solchen tötlichen Dreck wie Nikotin oder Alkohol. Oder Fressen!
Sagen sie ja zum Leben!

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Roller 08.11.2010, 14:19
8.

Zitat von Petra Raab
Nein. Dann gibt es kein Flatrate-Trinken mehr mit Alkohol, sondern wer setzt sich den besten Schuß.
Eine Legalisierung ist keine generelle Freigabe von Drogen. Zitat von Petra Raab
Was das Legalisieren von Drogen bewirkt hat, kann man ja sehr schön am Alkohol erkennen. Es fangen schon Kinder damit an.
Daher sollte es Alkohol und die anderen harten Sachen nur auf Rezept geben.

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Lebesque 08.11.2010, 14:21
9. Eindeutig JA!

Ich meine damit nicht, dass man sich Morphium in der Apotheke kaufen kann, wie Kaugummi. Das ist eine gefährliche Substanz, aber Süchtige sollten nicht kriminalisiert werden.
Ich war selbst betroffen von dieser Problematik. Meine Frau war heroinsüchtig. Sie war da schon vor unserer Ehe reingeschlittert. Ich habe da Schreckliches erlebt, ihre qualvollen Entzugserscheinungen, wenn ihr dieser Stoff ausgegangen war. Dann fuhr ich herum, um das Zeug aufzutreiben. Das war auch für mich furchtbar mit diesen gewissenlosen, betrügerischen Drogenhändlern in Kontakt zu kommen. Oft war das Zeug derart gestreckt, dass meine Frau nichts davon hatte. Aber es kostete wahnsinnig viel Geld. 5000 Mark pro Monat gingen dafür etwa drauf, und ich verdiente kaum mehr.

Dann habe ich die Reißleine gezogen, habe meinen Job gekündigt und bin mit ihr nach Indien, wo man dieses Zeug billig und in hoher Qualität erstehen kann, wenn man die notwendigen Beziehugen zu den Einheimischen dort hat. Meine Frau genoss da Heroin in der allerhöchsten Qualität und in einer unerschöpflichen Menge. Wir konnten dabei endlich ein normales und sorgloses Leben führen. Aber nach 3 Monaten dramatisierte sich die Situation. Ihr Körper hatte sich so an das Heroin gewöhnt, dass es kaum noch Wirkung zeigte. Sie konnte in der Nacht kaum noch 4 Stunden schlafen, ohne durch Entzugserscheinungen zu erwachen. Und das war der Punkt, dass sie richtig verstand, was die Eigenschaften des Heroins sind, und selber nicht mehr so weitermachen wollte. Der Heroinvorrat ging aus, sie wollte keine Erneuerung, und fiel natürlich schlagartig in furchtbarste Entzugserscheinungen. Wir hatten noch Glück, dass wir uns gerade in New-Dehli befanden, wo es einen Arzt gab, mit dem ich befreundet war. Er gab mir eine Adresse, wo ich Opium kaufen konnte, und damit haben wir die Heroin-Sucht in den nächsten Monaten langsam ausgeschlichen.

Meine Frau hat seitdem keine Opiate mehr angerührt. Sie trinkt am Abend ein paar Gläser Rotwein und qualmt wie ein Schlot. Aber das ist ja nicht existenzbedrohend. Wir haben zwei Kinder, die erfogreich studieren. Das Leben wäre nach Aussage meiner Frau nicht so gelungen, wenn wir nicht nach Indien gegangen wäre. Denn erst dieser Überfluss an Heroin hat ihr die Augen geöffnet, was für ein fieses Zeug das ist. Zuvor in Deutschland hatte sie das Gefühl, dass es sich um eine sehr wertvolle Substanz handle, weil es so teuer ist und so schwer ranzukommen.

Daher bin ich für die Abschaffung des Betäubungsmittelgesetzes. Drogenabhängige sollten ihre Suchtmittel auf ärztliches Rezept bekommen, damit sie nicht aus der Gesellschaft rausfallen und die Chance haben, ihr jeweiliges Suchtmittel bis zum Letzten kennenzulernen, was danb fast zwangsläufig zum Entschluss führen wird, damit aufzuhören.

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