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Sonderparteitag in Berlin: Alte FDP-Spitze verabschiedet sich mit viel Selbstkritik
DPA

Mit klaren Worten hat der scheidende FDP-Chef Rösler auf dem Sonderparteitag Selbstkritik geübt. "Mir ist es nicht gelungen, unsere Partei zu motivieren." Auch Ex-Spitzenkandidat Brüderle räumte Versagen ein - die ganze Partei habe vier Jahre viele Fehler gemacht.

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robin-masters 07.12.2013, 13:12
1. Grundlegendes Problem

Solange die FDP Liberal nur als Wirtschaftsliberal definiert... wird die FDP keine Chance mehr haben.

Mein Tipp: zur echten Bürgerpartei werden und gegen Lobbyisten, Beamten\Bonzen und gegen den Staat und seine ausufernde Bürokratie und Regulierung (im Leben der Menschen nicht in der Wirtschaft) schießen und an der Macht auch wirklich Einschnitte beim Staat durchsetzen und bei der Bürokratie aufräumen.

So eine FDP wäre dringend nötig!

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eryx 07.12.2013, 13:17
2.

Ich hatte eben die Gelegenheit, Brüderles Rede auf Phoenix zu verfolgen und da ist schon wieder sehr klar geworden, warum diese Partei zur Zeit eben nicht wählbar ist. Die Verhandlungsführer der SPD und CDU mit Mitgliedern des ZK zu vergleichen ist derart weltfremd, dass man sich schon fragt, ob der Herr noch im letzten Jahrhundert lebt. Seine Verabschiedung mit den Worten, dass man ihnen die Ehre nicht nehmen könne - offensichtlich in Anspielung auf die historische Rede von Otto Wels - hat mich wirklich sprachlos gemacht. Wie kann dieser Mann es wagen sich in eine Reihe mit diesem mutigen Politiker zu stellen?

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Liberalitärer 07.12.2013, 13:19
3. Besser spät als nie

Zitat von sysop
Mit klaren Worten hat der scheidende FDP-Chef Rösler auf dem Sonderparteitag Selbstkritik geübt. "Mir ist es nicht gelungen, unsere Partei zu motivieren." Auch Ex-Spitzenkandidat Brüderle räumte Versagen ein - die ganze Partei habe vier Jahre viele Fehler gemacht.
Man kann nur hoffen, dass die Partei jetzt auch vernünftig genug ist, das alles auszufechten und allen Flügeln der Partei einen fairen Platz zuzugestehen. Dann gibt es Mehrheitsentscheidungen und die werden dann auch resepktiert - so jedenfalls in der Theorie. Die Stänkereien einiger Landesverbände sind ja unerträglich. Sonst ist es eben aus.

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shardan 07.12.2013, 13:19
4. Mitleid ist fehl am Platz.

Die FDP hat von Anfang an haltlose Versprechungen gemacht und gnadenlos versucht, eine reine Klientelpolitik durchzuziehen. Ein eigenes Profil war nie erkennbar. Solange man Dinge wie die Mövenpick-Steuer durchsetzen konnte, war zunächst aus FDP-Sicht alles gut. Später war die FDP dann nur noch Mutti's Staublappen, im politischen Alltag nicht mehr erkennbar. Einzige Ausnahmen: Leutheusser-Schnarrenberger und ein zwei weitere, bei denen das Wort "Liberal" noch nicht durch ein Bankkonto für Lobbygelder ersetzt wurde, sondern eine Bedeutung neben "Neoliberal" hatte. Das Modell "Neoliberal" geht seinem Ende entgegen. Wenn Herr Lindner sich nicht auf das "liberal" statt "neoliberal" zurückbesinnt, wenn er die reine Klientelpolitik nicht zurückfährt, wird die FDP vielleicht noch in den nächsten Bundestag einziehen, auf lange Sicht aber sterben. Dann ist es allerdings auch nicht schade drum.

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Thyphon 07.12.2013, 13:20
5. Von wegen Selbstkritik

Seltsam, das eine Partei erst aus dem Bundestag fliegen muss, um sich das eigene Versagen einzugestehen... Hätte die FPD die 4% erreicht, würden sich die gleichen Leute heute wohl auf die Schultern klopfen.

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kael 07.12.2013, 13:20
6. Wie aus dem Wolkenkuckusheim

Was für eine Überraschung: Die Herren der FDP bekennen "viele Fehler", die sie - vermutlich aus Ahnungslosgkeit - begangen haben.

Dabei hätte es doch völlig genügt, sich die Fülle verlorener Landtagswahlen zu vergegenwärtigen und hin und wieder einen Blick in die rasant fallenden Umfragewerte zu riskieren. Schließlich hatten sie 4 Jahre Zeit, sich über ihr programmatisches und politisches Image in der Bevölkerung zu informieren.
Stattdessen übertrafen sie sich gegenseitig mit Selbstverliebtheit und markigen Parolen.

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micromiller 07.12.2013, 13:21
7. Die FDP ist keine Partei sondern eine Lobby Gruppe

Die Partei ueber einen zarten 34jaehrigen neu toupierten knabenhaften jungen Mann (ohne Lebensleistung in der realen Welt) wieder aufbauen zu wollen, zeigt, dass sich im grund nichts geanndert hat. Die F.D.P bleibt eine peiniche Satiere ihrer Ansprueche und der gelebten Wirklichkeit.

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donrealo 07.12.2013, 13:22
8. FDP war lange genug dran

und keinem Mensch war mehr klar wofür- außer Klientenpolitik - die eigentlich standen.
Es gibt heute eine bessere Alternative mit klarem, rationalem und verständlichem Programm, die in der Lage wäre, die für Deutschland wichtigen Themen anzugehen.

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fuenfringe 07.12.2013, 13:23
9. Das hieße

Zitat von robin-masters
Solange die FDP Liberal nur als Wirtschaftsliberal definiert... wird die FDP keine Chance mehr haben. Mein Tipp: zur echten Bürgerpartei werden und gegen Lobbyisten, Beamten\Bonzen und gegen den Staat und seine ausufernde Bürokratie und Regulierung (im Leben der Menschen nicht in der Wirtschaft) schießen und an der Macht auch wirklich Einschnitte beim Staat durchsetzen und bei der Bürokratie aufräumen. So eine FDP wäre dringend nötig!
für diese Partei allerdings, die Identität aufzugeben und ein ganz neues Grundsatzprogramm zu verfolgen. Das wird nicht passieren. Gerade mit dem neuen Milchbubi als Chef nicht. Lindner ist ein Wirtschaftsknecht par excellence. Ich hab mal in einer Podiumsdiskussion miterlebt, wie der Begriffe im neoliberalen Sinn umdeutet. Das ist schon toll, wie die Kader-Schmiede in der FDP Gehirnwäsche perfektioniert haben.

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