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Sonderparteitag in Berlin: Alte FDP-Spitze verabschiedet sich mit viel Selbstkritik
DPA

Mit klaren Worten hat der scheidende FDP-Chef Rösler auf dem Sonderparteitag Selbstkritik geübt. "Mir ist es nicht gelungen, unsere Partei zu motivieren." Auch Ex-Spitzenkandidat Brüderle räumte Versagen ein - die ganze Partei habe vier Jahre viele Fehler gemacht.

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enoughnow 07.12.2013, 14:06
40. Mitgefühl...?

für den jungen unsicheren Schnösel, der nur markig rüberkam als er den Schleckerfrauen .........ach wie eklig. Wenn jemand nicht merkt, dass ihn seine "Führungskumpel" nicht ernstnehmen, ist selbst daran schuld. Das hätte es doch in seinem freien Bundeswehrstudium lernen sollen. Einfach unappetitlich diese boy band mit dem alten Vorzeige-Senior. Weg mit ihnen - für lange.

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Notion 07.12.2013, 14:09
41. spooky

Letztes Jahr nahm ich mal an einer FDP-Veranstaltung des sog. Schaumburger-Kreises teil. Anwesend waren fast nur Leute die als Beruf "Sohn" hatten. Im Gespräch konnte man den Eindruck gewinnen, dass Verständnis dieser Leute vom Kapitalismus beschränkt sich auf die einfache Formel: "Papas Firma = jedes Jahr neuer Porsche".
Diejenigen, die dann schon selbst Verantwortung übernehmen musste, litten auch sichtlich darunter, dass die Gleichung "jetzt meine Firma = jedes Jahr neuer Porsche" irgendwie nicht aufging. Aber die Schuldigen waren schnell ausgemacht - die unverschämten Arbeitnehmer und Gewerkschaften.
Ich wage mal die Prognose, dass bei solchen Mitgliedern sich nichts grundsätzlich verbessern wird.

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ThieryMZ 07.12.2013, 14:11
42. Das Schöne...

...am nicht mehr Vorhandensein der FDP ist, dass man die Visagen von Typen wie Niebel, Döring und Brüderle nicht mehr vorgesetzt bekommt. Der Lindner scheint als Pleitier besonders geeignet für den Parteivorsitz. Die FDP sollte ziemlich weit zurückblättern. Irgendwann würde ein gewisser Karl-Hermann Flach, ehemals Generalsekretär, auftauchen. Seine damaligen Thesen sind auch heute noch relevant! Ansonsten wünsche ich der FDP mehr Typen von der Art Wolfgang Kubickis. Langweiler gibt's in der FDP und anderswo genug.

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Berg 07.12.2013, 14:15
43.

Zitat von jan.lolling
Eine reine Lobby-Truppe braucht niemand. Die früheren Merkmale die man als liberal erkennen konnten sind verschwunden und die Spitze rafft es immer noch nicht... Für diese Partei scheint es keine Hoffnung zu geben.
Etwas detaiillierter: in den Jahrzehnten der "alten" Bundesrepublik gehörte die freie-liberale Denkrichtung zur Ankurbelung und Gestaltung der freien Marktwirtschaft dazu. Nach der Wende steuerte die uferlose Freiheit in die bekannten Krisen, Verluste und Finanz-Katastrophen, und es erwachte der allgemeine Bedarf an staatlicher Kontrolle, Einflussnahme, Ausgleich, Regulierung, Kapitallenkung, Zinsdiplomatie - also das Gegenteil von frei, liberal und marktwirtschaftlich. Die "alte" FDP steht im Abseits: längst bestimmt nicht mehr das ach so freie Ungternehmertum, sondern UNO, Weltbank, EZB, IWF, G9-Regierungs-Gipfel usw. das Geschehen. Mit einem FDP-Außenminister, zeitweise als Parteichef, der viel herumkommt, hätte man das bemerken müssen.

Nun ziehn die FDP-Granden in den Hintergrund, in die Schmollecke zu Genscher&Co.

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joG 07.12.2013, 14:17
44. Leider versprechen die meisten Redner und Kandidaten....

...keine Änderung der Grundeinstellung zur Politik und wollen bspw die Immer Tiefere Union mit der gleichen List, Tücke und Illegitimität weitervertreiben wie bisher. Man will offenbar die Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit weiterhin unter anderen auch auf diesem existentiellen Gebiet der Koalitionsfähigkeit unterordnen . So wird das nichts.

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munsterm 07.12.2013, 14:20
45. Zersplittertes Parteienwesen

Die Parteien FDP, AfD, Freie Wähler und Piraten kannibalisieren sich leider gegenseitig, dank der 5% Klausel mit verheerenden Konsequenzen, so können sich CDU und SPD im Parlament unglaublich breit machen....bei der Wahl hatten sie ungefähr 2/3 der Stimmen, nun im Bundestag eine 80% Mehrheit. Eigentlich müssten AfD und FDP zusammen als liberale und als staatseinflussabbauende Parteien sich vereinigen, um ihre Kräfte zu bündeln. Naja ich weiß so wird es natürlich nicht kommen, aber es wird für beide Parteien im momentanen Zustand halt schwer über 5% zu kommen.

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wibo2 07.12.2013, 14:21
46. ... Für diese Partei scheint es keine Hoffnung mehr zu geben.

Zitat von jan.lolling
Neoliberal ist gescheitert Eine reine Lobby-Truppe braucht niemand. Die früheren Merkmale die man als liberal erkennen konnten sind verschwunden und die Spitze rafft es immer noch nicht ... Für diese Partei scheint es keine Hoffnung zu geben.
Es gibt gegenwärtig eine unheilige Allianz zwischen der neoliberalen
Rechten und der postmodernen Linken. Eine FDP braucht niemand
mehr, selbst die Geld Eliten können darauf verzichten. Der Mohr hat
seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.

Die Systematische Ausbeutung von Arbeitskräften, bis hin zu einer
totalen Ökonomisierung und Merkantilisierung des Menschseins,
jegliche Abwertung, die in Richtung Entmenschlichung,
Entwertung und auf eine authoritär-vorbestimmte sogenannte
Selbstbestimmung zielt. Niedriglohn, Prekäre
Beschäftigungsverhältnisse, das rücksichtslose Treiben enthemmter
Gewinn maximierender BWL-Manager.

All das repräsentierte die FDP, wovor die Menschen sich fürchteten.
Der vielfach kritisierte wirtschaftliche Neoliberalismus drückt eben
dies genau aus: Eine soziale Kälte ohnegleichen, die von 97% der
Deutschen einfach nicht akzeptiert werden kann, was die Demoskopie
ja auch eindeutig ermittelt hat. Jetzt soll die FDP aus dem
Europaparlament auch noch rausfliegen, damit wird sie endlich
für immer los sind!

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tanmenu 07.12.2013, 14:23
47. Nun ja

Zitat von eryx
Ich hatte eben die Gelegenheit, Brüderles Rede auf Phoenix zu verfolgen und da ist schon wieder sehr klar geworden, warum diese Partei zur Zeit eben nicht wählbar ist. Die Verhandlungsführer der SPD und CDU mit Mitgliedern des ZK zu vergleichen ist derart weltfremd, dass man sich schon fragt, ob der Herr noch im letzten Jahrhundert lebt. Seine Verabschiedung mit den Worten, dass man ihnen die Ehre nicht nehmen könne - offensichtlich in Anspielung auf die historische Rede von Otto Wels - hat mich wirklich sprachlos gemacht. Wie kann dieser Mann es wagen sich in eine Reihe mit diesem mutigen Politiker zu stellen?
die Volkskammer der BRD zeigt ja nun wirklich Tendenzen, die jenen der SED ähneln. Selbst die Vorsitzende der Einheitspartei haben sie sich aus der FDJ geholt. Mir wird angst und bang bei diesem Handschlag zwischen Gabriel und Merkel.Wenn man hört was Steinmeier schon jetzt vor den Arbeitgebern an Liebedienerei vollführt scheinen die nächsten vier Jahre ohne Opposition in der Volkskammer, sehr teuer für uns werden.

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gerd.lt 07.12.2013, 14:24
48. Anteil am Versagen

Wenn die alte FDP-Spitze erst nach 4 Jahren Fehler erkennt, so spricht das nicht für sie, denn wenn eine Partei im öffentlichen Bild zu mindestens 50 Prozent aus Fehlern besteht, hätte das doch früher auffallen müssen. Alle Personen die jetzt in Rede stehen, haben ihren Anteil am Versagen dieser Partei - was muss man also jetzt erwarten? Zumindest sollte man sich die Frage stellen, ob diese Partei noch gebraucht wird, oder ob das Personal sich ihren Überzeugungen gemäß anderen Parteien anschließt, denn das Rad braucht nicht neu erfunden werden.

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marwin42 07.12.2013, 14:25
49. "Selbstkritik" bei den anderen...

Zitat von sysop
Mit klaren Worten hat der scheidende FDP-Chef Rösler auf dem Sonderparteitag Selbstkritik geübt. "Mir ist es nicht gelungen, unsere Partei zu motivieren." Auch Ex-Spitzenkandidat Brüderle räumte Versagen ein - die ganze Partei habe vier Jahre viele Fehler gemacht.
Im Wortlaut kann ich keine deutliche Selbstkritik des Führungspersonals erkennen. Vielmehr sind es verklausulierte Exculpationen, wie man es spätestens seit dem unseligen Lügenbaron gewohnt ist.

„Es ist mir nicht gelungen, unsere Partei zu motivieren“ soll heißen „Die Partei ist ein träger Haufen, den nicht mal ich voranbringen konnte“. „Dafür trägt die Führung die Verantwortung“ soll heißen „Wir sind aufgrund unserer Position haftbar aber nicht aufgrund unseres persönlichen Fehlverhaltens“. „Ich konnte meinen Auftrag nicht erfüllen“ soll heißen „Mit den ganzen Minderleistern ist kein Staat zu machen“.

Es wird versucht, die Fehler der letzten Jahre auf die Partei zu schieben und damit zu sozialisieren. Den meisten Wählern ist doch der Parteiunterbau ziemlich egal und hat die FDP eher wegen ihres Führungspersonals und des „Nichtlieferns“ in der Regierungsverantwortung abgestraft. Und genau hier weichen die Herrschaften wieder einmal aus und nutzen die vordergründig als Selbstkritik erscheinenden Äußerungen zur eigenen Erhöhung.

Herr Rösler ist weder eine integrative Führungskraft noch ein begnadeter Redner. Vielmehr fehlt ihm jegliches Gespür für Sprachrhythmus und Intonation. Für seine Position eigentlich unabdingbare Eigenschaften. Herr Brüderle ist die personifizierte pöbelnde Impertinenz und Herr Döring eine armselige Gestalt, die im realen Leben nicht einmal dazu in der Lage war, die Verantwortung für einen von ihm abgefahrenen Außenspiegel zu übernehmen...

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