Forum: Politik
Sondierung von Union und SPD: Stunde der Taktierer
REUTERS

Jetzt geht's los: In Berlin kommen 21 Politiker von Union und SPD zu Sondierungsgesprächen zusammen, drei Stunden soll das Treffen dauern. Beim Thema Mindestlohn soll es bereits einen Kompromiss geben.

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downloaddude 04.10.2013, 12:37
60. das war nicht der Wählerwille

Zitat von der_bulldozer
Die CDU/CSU hat 311 Sitze im Bundestag. Die SPD, die Grünen und die Linke zusammen 319 Sitze, also eine satte Mehrheit von acht Sitzen. Außerdem hat die SPD im Bundesrat eine satte Mehrheit. Was soll also das Theater. Frau Merkel hat die Wahl verloren, da ihr aus gutem Grund der Koalitionspartner abhanden gekommen ist. Die Linken haben die Wahl gewonnen und sollten dem Wählerwillen folgen und eine Regierung bilden. Alles andere ist politischer Selbstmord für jede Partei, die eine Koalition mit der Union aus CDU und CSU eingeht.
Das Ergebnis kommt nur durch die Filterung der 5%-Hürde zusammen. Bedenkt man noch die 4.8% von FDP sowie AfD gibt es mitnichten eine linke Mehrheit...

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pom_muc 04.10.2013, 12:38
61.

Zitat von satservice
An alle Bundestagsabgeordnete: Es wird jetzt Zeit sich um den Wählerwillen und nicht um Parteipolitischen tacktischen Machtanspruch zu kümmern. Bei zustandekommen einer großen Koalition mit der CDU/CSU werde ich als Stammwähler der SPD nicht mehr SPD wählen. Nach "Schröder und großer Koalition danach"sollten sich die Führungskräfte mal nach der Basis richten.
Die SPD hat einen großen Teil ihrer Wähler dem Versprechen zu verdanken dass sie nicht mit den Linken koaliert.

Sie kann gerne ihre Position ändern. Allerdings dann mit Neuwahl die den getäuschten SPD-Wählern die rot-rot-grün ablehnen einen Wechsel erlaubt.

Also Neuwahlen mit klarer Aussage von SPD und Grünen zu rot-rot-grün.

Und dann schauen wir mal ob dieses Bündnis in D tatsächlich mehrheitsfähig ist.

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ludwig49 04.10.2013, 12:39
62. Eine große Koalition...

...hätte den Vorteil, gemeinsam und zügig sämtliche Versäumnisse zu beheben, die man sich bisher in gegenseitigen Schuldzuweisungen um die Ohren geschlagen hat. Das Problem ist nur: Nach der Wahl ist vor der Wahl! Wer schöpft dann den Rahm ab? In jedem Falle sollte man unterlassen, Wahlergebnisse in den "Wählerwillen" ummünzen zu wollen und auf denkbare Koalitionen zu schließen. Wähler versuchen Rosinen herauszupicken und auch Denkzettel zu verpassen, nicht mehr und nicht weniger, sieht man von der fundamentalen Basis ab. Aber selbst die ist kein sichere Karte mehr.

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Levator 04.10.2013, 12:39
63. Es geht doch

vorrangig um die Zukunft der deutschen Politik und nicht um die Befindlichkeiten einer SPD.
Die von dieser Partei geforderten Punkte wie Mindestlohn, Solidarrente, Abschaffung des Beteuungsgeldes und der Einführung einer doppelten Staatsbürgerschaft, ist angesichts des Wahlergebnisses der SPD, sehr vermessen.

Zur Erinnerung: Im Jahre 2005 lagen Union und SPD nur einen Prozentpunkt auseinander, im Wahljahr 2013 sind es schon mehr als fünfzehn Prozent.

Insofern ist eine Verhandlung auf Augenhöhe schon nicht gegeben.

Nichtsdestotrotz will ein gewisser Herr Gabriel die rund 470.000 SPD-Mitglieder befragen.
Man darf sich wirklich hierüber wundern, es sei denn, dieser Partei ist das EIGENE WOHL wichtiger, als das Wohl dieses Landes...

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KingTut 04.10.2013, 12:43
64. Gebetsmühle

Zitat von klube
die Linke ist momentan nicht regierungsfähig ! .... Ich bin auch gegen eine GROKO, weil damit Mutti alles was an unangenehmen Reformen passieren muss der SPD in die Schuhe schieben wird. ....
Ich stimme Ihrem Beitrag # 41, was Ihre Aussagen über die Linken betrifft, voll und ganz zu. Was soll allerdings die Behauptung, Frau Merkel ziehe ihre Koalitionspartner über den Tisch und würde bei Wahlen stets von deren Leistungen profitieren? Überlegen Sie doch mal selbst was Sie und Andere damit sagen. Nämlich dass die Koalitionspartner allesamt Luschen sind, die nicht imstande sind, dem Volk ihre eigenen Leistungen zu vermitteln. Man kann es sich ja so leicht machen, indem man einen Sündenbock sucht, anstatt die eigenen Fehler und Versäumnisse ernsthaft zu analysieren und daraus seine Schlüsse zu ziehen. Mit Verlaub, aber diese gebetsmühlenartige Schuldzuweisung an Frau Merkel ist eines der lächerlichsten Argumente, die ich je vernommen habe.
Schönen Tag noch.

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frentzen001 04.10.2013, 12:45
65. Nie wieder SPD

Ich habe das letzte mal SPD gewählt sollten es zu einer grossen Koaltion kommen ohne das die Mitglieder über eine Rot Rot Grüne Option abgestimmt haben. Es ist nicht zu glauben, daß die einmalige Chance zu einer linken Mehrheit wieder weggeschmissen wird. Warum glaubt eigentlich die SPD Führung mit der CDU mehr Schnittmengen zu haben als mit der Linken. Schämt euch!!!!

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rvb 04.10.2013, 12:46
66. Gute Anmerkung

Zitat von biobayer
Wie kommen Sie eigentlich zu der Annahme, dass die Grünen selbstverständlich zu einer Koalition mit der Linken bereit wären? Bis jetzt habe ich keinen einzigen maßgeblichen Grünen-Politiker gehört, der zum jetzigen Zeitpunkt eine Rot-Rot-Grüne Koalition befürworten würde. Insofern ist es schon bemerkenswert, dass alle Hobby-Architekten einer RRG-Koalition ihre Rechnung ohne die Grünen machen.
So sieht es wohl aus. Allerdings habe ich schon einige Grünen Politiker gehört, denen auf einmal eine Mitgestaltung an der Energiewende ausreichend scheint und die alles weitere anscheinend verdrängt haben. Umweltschutz kann man ja auch mit den Unternehmen zusammen machen war wohl die Bewerbung um den Fraktionsvorsitz. Sieht irgendwie nach Schwarz-Grün aus. Allerdings könnte es die Grünen bei diesem Kurs auch zerreissen.

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frankmerkel 04.10.2013, 12:48
67. @Walther Kempinski

"Was denn für ein Verrat?" Die SPD hat einen billig und Sklavenarbeitsmarkt mit Armutslöhnen geschaffen. Angemessen bezahlte Arbeitsplätze wurden und werden vernichtet. Die Dumpinglöhne darf der Staat jährlich mit Milliarden an Steuergeldern subventionieren. Ja wahrlich die SPD hat Arbeitsplätze geschaffen.
"Nun da der Kuchen gebacken ist" wird die Folge massivste Altersarmut sein. ie meinen: heute ist für einige sicher besser als vor der Agenda 2010? Vor allen für die die vorher 53% Spitzensteuersatz bezahlten.
Während man die Superreichen entlastet hat, wurde gleichzeitig die menschenverachtende Harzgesetze umgesetzt und das Existenzminimum mit der Begründung, es sei nicht genug Geld da, kleingerechnet. 25% der Bevölkerung leben davon oder von prekären Arbeitsverhältnisse.

Die SPD ist eine Arbeiterpartei, ja. Aber das meint eine soziale Klasse, und der gehören auch arbeitslose Arbeiter an.

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rvb 04.10.2013, 12:51
68. Falsche Rechnung

Zitat von Levator
Die von dieser Partei geforderten Punkte wie Mindestlohn, Solidarrente, Abschaffung des Beteuungsgeldes und der Einführung einer doppelten Staatsbürgerschaft, ist angesichts des Wahlergebnisses der SPD, sehr vermessen.
Das Stimmengewicht zwischen Union und SPD ist ca. 3:2 und nicht 9:1, auch wenn anscheinend viele Union Anhänger dies, aus welchem Grund auch immer, anders rechnen. Was sollte also an den Forderungen vermessen sein? Bleiben noch genug Punkte, in denen die Union sich durchsetzt.

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Linksruck 04.10.2013, 12:53
69. Machtgeilheit um jeden Preis

Zitat von sysop
"Das Letzte, was die Menschen wollen, ist die Fortsetzung des Wahlkampfs, an dessen Ende Neuwahlen stehen."[/url]
Vor ein paar Tagen betonte Gabriel noch, die SPD hätte keine Angst vor Neuwahlen.
Vor der Wahl wollte er Merkel ablösen.
Was wird er den SPD-Wählern erzählen, wenn die Partei 2017 mit 12 bis 14 Prozent der FDP folgt?

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