Forum: Politik
Sonnenscheinpolitik: Südkorea erhöht Budget für nordkoreanisches Bahnnetz
AFP

Für die Annäherung zwischen Süd- und Nordkorea will Seoul im kommenden Jahr mehr Geld ausgeben. Wie viel, das bleibt unter Vorbehalt. Japan wiederum warnt vor Nordkorea.

fra-in-dland 28.08.2018, 09:40
1. Frage

Ich bin mir in Ihrem Artikel nicht ganz sicher ob der japanische Außenminister tatsächlich den Namen trägt, da mir der Name einmal Koreanisch erscheint und mir eine kurze Internetsuche einen anderen Namen aufzeigt

- - - - - Danke für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert. MfG Redaktion Forum

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thiak 28.08.2018, 09:49
2.

Ich mag Japan wirklich, aber wer sich die Geschichte ansieht, wird schnell feststellen, dass Gewalt und Brutalität ungeheuren Ausmasses nur von einer Seite ausging, die das zudem bis heute nicht anerkennt und Wiedergutmachung ablehnt. Ich sehe Japan in Bringepflicht für die Vergangenheit und bin überzeugt, dass sich damit die Zukunft besser gestalten liesse.

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SanchosPanza 28.08.2018, 10:16
3. Japan

Das japanische Kaiserreich hat sich in Korea und China ungeheurer Grausamkeiten und Zerstörungen schuldig gemacht, für die bis heute keine Entschuldigung und keine Entschädigungen erfolgt sind. Die koreanischen Zwangsprostituierten für die japanische Soldateska sind nur ein besonders abstoßender, aber kleiner Teil dieser Geschichte. Aus möglichen, japanischen Reparationen könnte man Nordkorea modernisieren und wieder aufbauen. Ansonsten gebührt Japan ein wenig Zurückhaltung in dieser aktuell erfreulichen Entwicklung.

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Beat Adler 28.08.2018, 10:34
4. Wieviele japanische Atomwaffen bedrohen die Welt?

Zitat von pragmat
Dass die alte Imperialmacht Japan vor der Annäherung zu Nordkorea warnt, sollte niemanden wundern. Auch in Japan gibt es Extrem-Rechte, die unter dem Herrn Abe schon lange Morgenluft wittern und an ihrem neuen/alten Imperium arbeiten. Diesen Herrschaften ist die Politik der Trump-Administration ein Dorn im Auge, weil sie ihre Vormachtstellung zum Beispiel über Korea gefährdet sehen. Solche Leute haben über Korea unsägliches Leid gebracht und möchten ihre Schandtaten vergessen machen.
Wieviele japanische Atomwaffen bedrohen die Welt?

Anders gefragt: Warum haben die Einwohner Japans keine Angst vor US-amerikanischen, russischen, chinesischen, indischen, pakistanischen und israelischen Atomwaffen aber vor Nordkoreanischen?

Sollte sich Nordkorea dauerhaft mit Atomwaffen ausruesten, dann ruesten Suedkorea und Japan mit eigenen Atomwaffen nach. Das begeistert niemand! Besonders China ist erfreut darueber! :-(

Dass Trump gegen China, die Einzigen, die Nordkorea beherrschen, den Handelskrieg vom Zaun bricht, hilft ganz bestimmt im Fall der Atomwaffenabruestung in Nordkorea!

Was Suedkorea versteht, ist die Wirkung von softpower. Wer in Nordkorea investiert, bezahlt, befiehlt auch. Dieser Weg ist weiter zu gehen.
mfG Beat

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Beat Adler 28.08.2018, 11:29
5. Kim hoechstpersoenlich drohte mit Atomwaffenangriffen gegen Japan!

Zitat von pragmat
Ihnen ist anscheinend entgangen, dass sich die USA von der nordkoreanischen Aufrüstung bedroht fühlen. Ihnen ist auch entgangen, dass sich die nordkoreanische Propaganda gegen die USA richtete. Von einer Bedrohung Japans war in den Medien bisher nie die Rede. Was man dagegen aus Japan vernommen hat, sind genau Ihre Argumente für eine Wiederbewaffnung Japans einschließlich eventueller Kernwaffen. Der Widerstand Japans gegen eine Denuklearisierung Koreas kommt dann auch auch dieser Ecke. Herr Abe und seine rechten Unterstützer wollen die Denuklearisierung stoppen, damit sie ihr militärisches Süppchen kochen können. Das ist denen auch einen Handelskrieg mit den USA wert.
Kim hoechstpersoenlich drohte mit Atomwaffenangriffen gegen Japan!

Da im Reich des allerherzliebsten Fuehrer des Volkes, dem goldenen Kranich, Kim alleine, ganz alleine, den Befehl zum Angriff mit Atomwaffen geben kann und sich auch sicher ist, dass der Befehl ausgefuehrt wird, ganz im Unterschied zu allen anderen Atomwaffenstaaten, bedrohen diese Atomwaffen beileibe nicht "nur" Suedkorea, Japan, die USA, sondern auch Russland, China und Europa. Alle Hauptstaedte der Staaten dieser Region sind im Schussbereich nordkoraenischer Langsreckenraketen.

Dass Abe in Nordkorea keine Abruestung der Atomwaffen will, damit seine Falken mit Solchen nachruesten, ist, was auf neudeutsch Fake News heisst.

Die Verantwortlichen der alleinseligmachenden, kommunistischen Einheitspartei in Beijing erklaerten bisher zwei Mal oeffentlich, dass sie keine Atomwaffen in Nordkorea dulden. Ein erstes Mal im September 2017 und ein zweites Mal anlaesslich des Besuches von Bundeskanzlerin Merkel. Seit dem Beginn des von Truump begonnen Handelskrieges gegen China ist die KP in Beijing so still, dass davon die Ohren droehnen.
mfG Beat

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neanderspezi 28.08.2018, 11:29
6. Das nord-südkoreanische Techtelmechtel stört gewisse Mächte

Die beiden Koreas machen gegenwärtig eine Politik, die sie womöglich wieder zusammenführen könnte und das passt Japan und den USA sehr wahrscheinlich überhaupt nicht. Ein vereinigtes Korea könnte zumindest für Japan ein starker Konkurrent auf dem Weltmarkt oder zumindest im asiatischen Raum darstellen und für die USA bezüglich strategischer Bemühungen in Südostasien bei der Zurschaustellung militärischer Überlegenheit sich irgendwie einschränkend auswirken. Ein gespaltenes veruneinigtes Korea ist diesbezüglich wesentlich leichter zu handhaben, um mit lang geübten Aufführungen militärischer Drohgebärden an der Seite Südkoreas gegenüber Nordkorea und deren Stützmächte ungehindert fortfahren zu können.

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korea 28.08.2018, 11:46
7. Korrektur

1) Beim ersten innerkoreanischen Gipfeltreffen seit dem Kriegsende vor 65 Jahren am 26. April hatten sich Südkoreas Präsidenten Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un für ein "ausgewogenes Wirtschaftswachstum und gemeinsamen Wohlstand auf der koreanischen Halbinsel" ausgesprochen.

-> Es handelte sich nicht um das erste innerkoreanische Gipfeltreffen, sondern um das dritte nach 2000 und 2007. Aktuell ist das fünfte in Vorbereitung.

2) Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels wurde Kang Kyung Wha als japanischer Außenminister bezeichnet. Kang ist allerdings der südkoreanische Außenminister.

-> Es handelt sich um eine Frau, daher Außenministerin. Die korrekte Transkription lautet übrigens Kang Kyeong-hwa, meinetwegen auch "Kyung", aber auf keinen Fall "Wha"!

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Beat Adler 28.08.2018, 11:49
8. Japan, Suedkorea und die USA sind in Nordkorea MACHTLOS!

Zitat von neanderspezi
Die beiden Koreas machen gegenwärtig eine Politik, die sie womöglich wieder zusammenführen könnte und das passt Japan und den USA sehr wahrscheinlich überhaupt nicht. Ein vereinigtes Korea könnte zumindest für Japan ein starker Konkurrent auf dem Weltmarkt oder zumindest im asiatischen Raum darstellen und für die USA bezüglich strategischer Bemühungen in Südostasien bei der Zurschaustellung militärischer Überlegenheit sich irgendwie einschränkend auswirken. Ein gespaltenes veruneinigtes Korea ist diesbezüglich wesentlich leichter zu handhaben, um mit lang geübten Aufführungen militärischer Drohgebärden an der Seite Südkoreas gegenüber Nordkorea und deren Stützmächte ungehindert fortfahren zu können.
Japan, Suedkorea und die USA sind in Nordkorea MACHTLOS! Nur China, ganz alleine, entscheidet ueber die Zukunft in Nordkorea.

Wenn China die Anwendung von suedkoreanischer Softpower in Nordkorea absegnet, wird sie weitergehen. Ob das Andere stoert oder nicht!
mfG Beat

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