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Sorge um Krisenland: Soll Deutschland der Türkei helfen oder nicht?
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Der türkischen Wirtschaft droht der Kollaps. Das hätte Folgen weit über die Türkei hinaus. In dem Land regiert Präsident Erdogan wie ein Autokrat. Wie sollte Deutschland reagieren?

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kayakclc 15.08.2018, 10:18
10. Politische Fehlentscheidungen

Deutschland ist nicht verantwortlich für politische Fehlentscheidungen eines Mannes, der wie ein Alleinherrscher ohne Kontrolle agiert. Die Türken, gerade auch die hier in Deutschland leben, haben die jetztige Regierung gewählt, also muss sie auch mit den Konsequenzen leben. Ich finde de Titel schon ein Anmaßung. Als ob Deutschland die Welt oder die Türkei retten können. Nein die Türkei kann sich nur selbst retten, in dem sie poltiisch die richtigen Entscheidungen fällt.

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newage85 15.08.2018, 10:18
11. Nicht helfen!

Die Türken haben sich die Suppe selber eingebrockt...unsere gewählten politischen Vertreter haben an der Erfüllung ihrer Versprechen zu arbeiten und sind damit jetzt schon überfordert.

Es ist also gar keine Kapazität da um sich um sowas zu sorgen.

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yoda56 15.08.2018, 10:20
12. Die Frage ist überflüssig.

Der Despot generiert seine Macht aus Konflikten mit der halben Welt, die er ständig vom Zaun bricht. Er wird jegliche "Hilfe" aus Deutschland (und dann etwa noch unter Bedingungen) kategorisch ablehnen und als Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Türkei brandmarken. Forget it.

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stadtmusikant123 15.08.2018, 10:20
13. Iwf

Ich denke, dass der IWF mit seiner kompromisslosen Vorgehensweise der einzige gangbare Weg für die Türkei ist.

Alle anderen Optionen verbieten sich, da jeder hilfeleistende Staat sich vorhalten lassen müsste, und das zu Recht, dass man die nicht-demokratische Autokratie in der Türkei mit seinen Menschenrechtsverletzungen unterstütze.

Auch ein noch so vom Militär geschätzter Nato-Partner muss sich an die Wertevorstellungen der Nato messen lassen, diesbezüglich gibt es nicht einen Millimeter Spielraum. Ansonsten würde sich die Frage stellen, was denn die Nato für einen Wertekanon vertritt?

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Atheist_Crusader 15.08.2018, 10:20
14.

"Schadenfreude sei unangemessen, es gehe nicht um Erdogan, sondern um die Türkei, um die Menschen dort und um die langfristigen Beziehungen zu dem Partner."

Einerseits schon. Andererseits sind es nunmal die Menschen die dieses Regime stützen und damit das begangene Unrecht überhaupt erst möglich machen. Ohne die Unterstützung des türkischen Volkes könnte Erdogan keine Unbequemen wegsperren, keine Kurden umbringen und keinen Expansionskrieg in Syrien führen. Man sollte das Volk vielleicht nicht gezielt bestrafen, aber irgendwann ist halt der Punkt erreicht an dem man nicht mehr so tun sollte als wenn dieses keinen Anteil am Machterhalt des Despoten hätte und zumindest mit der Rücksichtnahme aufhören.
Wer jubelt wenn der große Führer die Nachbarn überfällt, der verliert jedes Recht sich zu beschweren wenn die Gezeiten sich wenden und das eigene Land zerfällt.

Und eines sollten die letzten Jahre zweifelsfrei bewiesen haben: die Türkei ist maximal ein Handelspartner. In die EU gehören sie nicht und als NATO-Verbündeter sind sie bestenfalls hochgradig unzuverlässig und schlimmstenfalls eine gefährliche Belastung. Bis die Türkei sich wieder für irgendeine Art von vertrauensbasierter Beziehung qualifiziert, kann eine lange Zeit vergehen.

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Aha!11!eins 15.08.2018, 10:21
15.

Das Problem ist doch polemisch ausgedrückt, dass der Türkei ganz einfach nicht mehr zu helfen ist. Wenn in der jetzigen politischen Struktur mit Erdogan an der Spitze der Türkei finanziell unter die Arme gegriffen wird, wird sich rein gar nichts ändern. Da können wir die Gelder gleich die Toilette runterspülen. Hilfe, ja, aber nicht mit Erdogan und AKP an der Spitze.

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robien 15.08.2018, 10:22
16. Es wird eine Türkei und eine USA ohne ...

... Erdogan und Trump geben, ist nur eine Frage der Zeit. Im Rahmen dieser Perspektive sollten Deutschland und Europa freundschaftliche Beziehungen aufrechterhalten und auch hilfreich zur Seite stehen.

Natürlich braucht und darf man sich aber auch nicht alles gefallen lassen. Klare Worte gegenüber diesen beiden Herren sind also allemal angeraten. Gundsätzlich gute Länderbeziehungen halten das auch aus.

Bei allem gegenwärtigen Tun und Lassen kommt es auch auf eine vorausschauendes Handeln an. Die Gegenwart mit Erdogan und Trump ist nur eine Momentaufnahme, die Zukunft findet ohne sie statt. Darauf muss sich alles konzentrieren.

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Heike Friedrich 15.08.2018, 10:22
17. Untertan oder Souverän?

Helfen ja oder nein ist schwierig zu beantworten. Im eigenem Interesse ja, weil unsere Wirtschaft von diesen Sanktionen auch betroffen wird!
Eine andere Seite ist die Arroganz der USA ! Wer nicht nach ihrer Pfeife tanzt, wird bestraft. Hier sind es nur Sanktionen. Andere Länder werden gleich mit Krieg überzogen!Die Frage ist, ob wir , wenn wir nicht das tun, was den USA genehm ist, dann auch so behandelt werden. Wollen wir ein unabhängiges Land sein oder ein Untertan der USA, der jederzeit bestraft werden kann, wenn er einmal den Anweisungen dieser Regierung sich widersetzt?

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aberhalloja 15.08.2018, 10:23
18. suppe

Wäre es andererseits nicht Sinnvoll dem Herscher der Türkei auf zu zeigen, das das "Auslöffeln" seiner Suppe im direkten Zusammenhang mit deren "Köcheln" steht?
Er steuert sein Land mit Arroganz und Aggressivität vor die Wand und soll dann von uns gerettet werden?
Ihn mit allen Ehren via Staatsempfang in D zu begrüssen ist schon ein völlig falsches Zeichen.
Mit wirtschaftliche Auswirkungen eines Crashs in der Türkei kann Deutschland sicherlich Leben.

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hergen.heinemann 15.08.2018, 10:28
19. Helfen?

Sollen wir schon wieder europäische Banken retten? Auf Kosten des Steuerzahlers? Es wäre ehrenwerter, wenn die EU den IRAN gegen die wüsten US-Angriffe verteidigen würde. Und Hilfe für die Türkei gegen das Versprechen von Erdogan, irgendwelche Bedingungen einzuhalten? Versprechungen und Verpflichtungen sind nichts wert. Das kann man schon innerhalb der EU beobachten. Und wenn man warten wollte, bis Erdogan irgendwelche Bedingungen erfüllt hat, ist die Sache in der Türkei längst gelaufen. Wahrscheinlich mit einer Staatspleite. Womit wir wieder bei den 150 Milliarden der europäischen Banken sind.

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