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Sozialdemokratie in der Krise: Faymann, Gabriel, Hollande - der Niedergang der Genoss
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Europas Sozialdemokratie belügt und betrauert sich nur noch selbst. Zum Überleben bräuchte sie neue Personen mit klaren Konzepten. Hat sie aber nicht.

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hschmitter 10.05.2016, 17:16
130.

Zitat von harald_haraldson
dass die Sozialdemokratie in Schwierigkeiten steckt, wo seit Jahren Politik gegen das Volk gemacht wird. Das Wundersame an der aktuellen Entwicklung ist lediglich, warum CDU/CSU nicht gleichsam in der Krise sind.
Vielleicht sind sie (noch) leidensfähiger?

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Iggy Rock 10.05.2016, 17:18
131. Asozialdemokratie

Wenn Sozialdemokraten so viele Jahre asoziale Politik betreiben, haben sie nichts anderes als den Untergang verdient. Zwei Mal haben die sich nun, seit der Demontage des Sozialstaates durch den SPD Kanzler Schröder, von der Union fesseln lassen um anschließend angeblich möglichst wenig für soziale Gerechtigkeit tun zu können. Wenn die SPD eine Leistung seit 1998 hinbekommen hat, war das der Mindestlohn, aber selbst der ist für die Verhältnisse in diesem Land viel zu niedrig ausgefallen und kam mehr als 10 Jahre zu spät.

Ich sehe bei all dem auch keine Umkehr mehr. Wenn die Führung die eigene Parteibasis dauerhaft überhört, fährt man mit den Leuten am Steuer eben noch tiefer auf das Riff.

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HighFrequency 10.05.2016, 17:22
132.

Zitat von Brass
Ich finde dieses mittlerweile Mainstream SPD Bashing nur noch nervend und langweilig. Dass der Spiegel ebenfalls in diesem Mainstream schwimmt, ist enttäuschend.
Enttäuschend ist wohl eher der Zustand der SPD, über den hier völlig zurecht Klage geführt wird.

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Spiegelwahr 10.05.2016, 17:22
133. Der Verrat hat einem Namen

Der Seeheimerkreis ist das Unglück der SPD. Eine Partei, die ihre Wähler verraten hat. Die Geschichte der SPD ist von Verrat gezeichnet. Ich nenne nur ein paar Partei, die sich aus der SPD gegründet haben. In Folge des 1. WK USPD und KPD. In Folge Argenda 2010 Bildung der Linken aus SPD Mitgliedern, Gewerkschaftsmitgliedern und der PDS. Zustimmung zu den Kriegskredit für den 1. WK. Führte Deutschland gemeinsam mit den Grünen in den ersten Krieg nach 45 (Jugoslawie). Rente mit 67, wer hat es gemacht SPD Münte. Armut für alle, Hartz4 unter der Regierung Schröder SPD Spitzname Genosse der Bosse. Zerstörung des Rentensystem mit Totgeburten wie Riesterrente und Rüruprente. Vielleicht war mal die SPD sozial, aber das muss lange her sein und sie war gewiss nicht an der Macht. Jedesmal hat sie sich als Lobbypartei der Reichen erwiesen und ihre Wähler verraten. Sie bekommt das, was sie verdient. Jetzt sind ihre Wähler die gleichen, wie für die FDP. Wer Poltik zum Nutzen der Minderheit und zum Nachteil der Mehrheit macht bekommt am Wahltag die Quittung.

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bestrosi 10.05.2016, 17:23
134. den Blick weiten

Jeder Neuanfang beginnt mit einer ehrlichen Analyse: die westlichen Gesellschaften sind ausgewachsen, unser aller natürlichen Lebensgrundlagen brechen weg, die Entwicklungsländer (außer den arabischen, wie merkwürdig!) schließen ökonomisch zu uns auf, die Weltbevölkerung wächst nur noch langsam und wird rasch älter, angesichts vieler Krisen haben westliche Bürger ein hohes Sicherheitsbedürfnis, die Schere zwischen Arm und Reich wächst weiter. Was folgt daraus für Sozis? "Arbeit" und Einkommen trennen, Grundeinkommen und Höchsteinkommen, nichtmaterielle Sinnstiftung wie Bildung und Kunst fördern, internationale Solidarität mit nationaler Souveränität verbinden.

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moistvonlipwik 10.05.2016, 17:23
135.

Der Sozialdemokratie wird die Adaption der Lehren (besser: Leeren) Thatchers und Reagans zum Verhängnis. Indem sie die "Trickle-Down" Theorie und die damit verbundene "angebotsorientierte Wirtschaftspolitik" übernahmen, machten sie sich von Kräften abhängig, die sie nicht kontrollieren konnten und die als erstes Unterwerfung verlangten.
Hinzu kam ein historische Fehlverständnis der Aufgaben des Sozialstaates: der ist nämlich nicht nur für die Armen da, sondern vor allem für die Mittelschicht, deren Existenz er überhaupt erst ermöglicht.
Jetzt sind sie in den Folgen der eigenen Politik gefangen: die von ihnen selbst geschaffene scharfe Standortkonkurrenz verhindert genau die Politik, die erforderlich wäre, die Probleme zu lösen. Schlimmer noch: aufgrund des Misstrauens der Wählerschaft ist ihr Kredit dahin - sie müssten erst liefern, und würden dann wieder gewählt.

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naklar? 10.05.2016, 17:24
136. Und was heißt hier Sozialdemokratisch. Sozial gegenüber wem und ...

... demokratisch für wen. Und warum will die SPD unbedingt der Bevölkerung erneut Gauck als BuPr aufdrücken. Die meisten Normalbürger wollen Ihn nicht und das aus gutem Grunde. Auch da sollten die Politiker mal aufs Volk schauen, denn so fängt Demokratie an. Das Volk wünscht sich einen BuPr der auch für das Volk da ist und nicht nur für den Adel.

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Isegrim1949 10.05.2016, 17:25
137. Was spricht dagegen ?

Zitat von Bernhard.R
... Ein Außenminister, der gestern noch sagte, "keine Waffen in Krisengebiete", und heute für die Kurden aber eine Ausnahme macht, hat seine Reputation eingebüßt. Der Niedergang der SPD ist selbstgemacht. ...
Die Kurden verteidigen ihr Recht zu leben, dazu benötigen sie Waffen. Es ist unwichtig wer Waffen, bekommt, wichtig ist wozu sie benutzt werden sollen. Da sind doch die Lieferungen an die Saudis bedenklicher. Die SPD muss endlich wieder den Mut finden Entscheidungen zu treffen (zu fordern) die auf Kritik stoßen werden (Entscheidungen für deutsche Interessen, Ende des Embargos gegen Russland , Ablehnung TTIP, konsequente Ausweisung krimineller Ausländer nach der ersten Tat) Weiterhin muss man Stehvermögen beweisen und nicht einknicken. Was wurde aus Gabriels Forderung nach einem Sozialprogramm für Deutsche ? Wenn man so eine Forderung ausspricht, dann muss man auch dazu stehen wenn es "heiß" wird. Selbst wenn der weiche Sessel wackelt !

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amuseemanc 10.05.2016, 17:25
138. Ausgerechnet Schröder!

Der Mann hat die Partei erst so richtig gegen die Wand gefahren, Mithilfe seiner ganzen neoliberalen Kamarilla, Clement, Eichel, Scholz usw. Die brauchen sich nicht wundern und jammern, dass ihnen die Wähler das nicht vergessen haben und sie nun immer weiter abrutschen.

Aber wir wissen ja, Leute wie der Autor und nicht wenige der Journaille wollen uns ja heute noch weismachen, wie richtig und wichtig das war und ohne die Agenda 2010 etc. , wäre in Deutschland ja längst das Licht ausgegangen.

Pech nur, so dumm sind die Wähler mittlerweile auch nicht mehr. Aber es ist natürlich klar, wer von den "Segnungen" dieser so richtigen und wichtigen Politik nicht betroffen war und ist, kann es sich leisten, das eben ganz anders zu sehen. Und genau daran krankt doch mittlerweile der ganze politische Betrieb.

Sie weigern sich vehement die wirkliche Lebensrealität der meisten Menschen zu sehen und reden sich die Dinge zurecht wie sie sie brauchen. Das geht eine Weile gut, aber irgendwann kommt dann doch die Quittung.

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DougStamper 10.05.2016, 17:25
139. Lanze brechen

Die SPD sind doch in der aktuellen Koalition diejenigen die ihre Programmpunkte (Rente mit 63, Mindestlohn) durchgebracht haben. Wer also 2013 SPD wählte, hat bekommen was er wollte. Gut, ttip und vorratsdatenspeicherung, beides Mist aber Kompromisse muss man eingehen. Wer allerdings als nicht oder nicht bald Rentner weiterhin diese zukunftszerstörer wählt hat unser Rentensystem nicht verstanden.

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