Forum: Politik
Soziale Ungerechtigkeit: Erhöht die Steuern!

Deutschland ist ein ungerechtes Land, die Spaltung zwischen Arm und Reich nimmt zu. Doch wir können uns nicht aus der Krise sparen. Wenn wir unsere Demokratie retten wollen, müssen wir die Steuern erhöhen.

Seite 46 von 161
thorland 25.08.2011, 21:41
450.

Zitat von leser_81
Was ist das denn wieder für eine linke Neiddebatte ? Viele Menschen in Deutschland, die sehr viel verdienen sind meist sehr qualifiziert und wenn man nun die Steuerlast extem erhöhen möchte, läuft man Gefahr, dass genau diese Menschen ihre Koffer packen und sich sonstwo niederlassen. Dann haben wir eine Abwanderungswelle von hochqualifizierten.
Na klar, der Chefarzt geht nach Guatemala, weil er dort dann vielleicht weniger Einkommensteuerbelastung hat - aber eben auch NIX verdient, da das bundesdeutsche Gesundheitssystem nicht mitkommt...

Der deutsche Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Zahnarzt, Großhändler etc. kann seine Klientel ja nicht einfach einpacken und mitnehmen.

Mag sein, daß ein paar Schriftsteller, Sportler, Wissenschaftler oder Musiker ihren Wohnsitz verlegen, da deren Einkünfte nicht zwingend an einen Standort in Deutschland gebunden sind. Aber man geht nicht so einfach irgendwohin.

Aber diese Mär vom Abzug der Elite ist genauso wenig auszurotten, wie die Legende von den hohen Lohnkosten, dem Arbeitnehmer, der zu unflexibel ist, die Story vom Fachkräftemangel, die Steuerbelastung zu hoch, deutsche Arbeitnehmer zu oft krank, zu hoher Urlaubsanspruch, der Kündigungsschutz das größte Hemmnis für einen blühenden Arbeitsmarkt seien usw. usf.

Egal wie oft solcher Quatsch in Talkshows und Leitartikeln wiederholt wird, er wird dadurch dennoch nicht wahrer.

Bis neulich!

Beitrag melden
rabenkrähe 25.08.2011, 21:45
451. nene

Zitat von trident
Es gibt durchaus auch Reiche die sich selber hochgearbeitet haben: SAP, die Aldi-Brüder ...usw Wer ein 9stelliges Konto mitbringt ist in jedem Land willkomen - die Qualifikation spielt keine Rolle.
....

Es zeigt ja eben, daß trotz Globalisierung und weltweiter Überschuldung, die Staaten nicht gelernt haben, daß vor allem die Höchsteinkommen wesentlich stärker besteuert werden müssen.
Aber es finden sich immer wieder Länder, die sich als Steuerparadies preisen und damit verhindern, daß überfällige Umverteilungen einfach nicht stattfinden.
Wer eine Millionen im Monat nur aus Kapitalbeteiligungen kassiert, kommt nicht um, wenn die höchstbesteuert werden, weil sein sonstiges Einkommen davon unberührt bleibt!
rabenkrähe

Beitrag melden
weltsichtig 25.08.2011, 21:47
452. Doch, genau er ist gemeint!

sie sind auch gar nicht gemeint!
wie kommen sie darauf, sich zu den reichen zu zählen?
das ist genau die strategie der reichen. sie sagen der hart arbeitenden mittelklasse: hey ihr seid ja so reich wie wir, ihr habt ja dasselbe smartphone! Kann ja sein, dass Sie den Herrn Klingel nicht meinen, aber unser Staat meint genau ihn! Unsere staatlichen Halsabschneider wissen, dass sie an Quandt und Konsorten nicht rankommen, daher nehmen sie halt Herrn Klingel aus, soweit es nur eben geht.
Und wetten, dass daher die nächste Steuererhöhung genau Leute wie Herrn Klingel mit Gehältern zwischen 50 bis 150k€ am meisten zusätzlich belasten wird?

Deutschland bestraft Arbeit und ist vor allem ein Schlaraffenland für Nichtstuer; sowohl für diejenigen, die keine Lust zum Arbeiten haben, als auch für diejenigen, die es nicht nötig haben, weil sie reich geboren wurden.

Beitrag melden
curticurt 25.08.2011, 21:51
453. .

Zitat von sprechweise
Ich frage mich allerdings warum Buffet dann das nicht spendet was er sich mehr vorstellen kann? Warum tut man nicht dass was man für richtig hält, egal was andere tun?
Warum nicht einfach mal Google benutzen?
"Der drittreichste Mann der Welt hat ein Ziel: Er will 99 Prozent seines Vermögens loswerden. Nun hat er einen Milliardenbetrag gespendet – an eine Stiftung von Bill Gates"

Beitrag melden
Zwiebelritter 25.08.2011, 21:55
454. Guter Beitrag

Zitat von garfield
Oder halten Sie die Herrschaft einer (besitzenden) Minderheit über die Mehrheit für Demokratie?
Meine Rede. Platon sprach in diesem Zusammenhang von Oligarchie. Aber manche Leute müssen es halt unbedingt besser wissen, dann ist es eben "Schmarrn". ;-)

Zitat von garfield
Tja, Pech nur, dass es gerade die Mittelschicht ist, die schrumpft, schon mitbekommen?
Absolut richtig.

Zitat von garfield
Wer bleibt dann in Ihrer "Urdemokratie" noch als Wähler übrig?
Die oberen 10%. Dann wird ein neues Feudalsystem etabliert und der Rest der Gesellschaft darf die Almosen der Reichen vom Boden kratzen, so diese denn Almosen verteilen wollen ;-)

Wenn man sich so durchliest, was hier gepostet wird, scheint das ja geradezu die Utopie einiger Foristen zu sein.

Das unsägliche Geplärre unseres "Außenministers" beginnt wohl, Früchte zu tragen...

Beitrag melden
Vergil 25.08.2011, 21:59
455. -

Zitat von dt55929784
Ich habe gestern gelesen, dass der australische Bergbaukonzern BHP Billiton im vergangenen Geschäftsjahr 2010/2011 unter dem Strich einen Gewinn von 23,6 Milliarden US-Dollar gemacht hat. Ich gratuliere! BHP Billiton beschäftigt weltweit rund 40.000 Mitarbeiter. Eine simple Rechnung: 23.600.000.000 : 40.000 === 590.000 !!! Es könnte also im Prinzip jeder der 40 000 Mitarbeiter - zusätzlich zu seinem Gehalt - eine Jahrestantieme von 590.000 $ bekommen. Rechnen wir mal richtig fies grob: Investitionsrücklagen, Führungsebene bekommt mehr, sonstige Kosten ... sagen wir: Für den Rest die Hälfte, macht 280.000 $. Immer noch eine stolze Summe! Klar, dass das nicht passiert! Klar, dass da niemand von der Masse der Beschäftigten diese Summe bekommt! Fragt sich nur: Wo bleibt das Geld? Wer kriegt da den Hals nicht voll?
Sie scheinen zu glauben, dass ein großer Konzern keine anderen Ausgaben hat als Personalkosten. Das ist schon etwas peinlich.

Beitrag melden
Rosbaud 25.08.2011, 22:02
456. Neurotische Liebe zum Geld

Zitat von EraserFS
...inländische Steuerberater, ausländische Banken sowie Unternehmen wird es freuen... Leider müsste man sich aber wieder verstärkt Mittel und Wege überlegen, möglichst viel Einkommen vor dem Diebstahl durch das Finanzamt zu bewahren.
Sie leiden unter dem Dagobert-Duck-Syndrom. Es war ein Republikaner, Oliver Wendell Holmes, der sagte: „Ich zahle gern meine Steuern. Mit ihnen kaufe ich mir Zivilisation.“

Beitrag melden
WHO23 25.08.2011, 22:04
457. 111

Zitat von Harald Klingel
Ich habe eines der schwersten Studien (Diplom-Informatik) absolviert und dafür viel später angefangen Geld zu verdienen als z.B. Lehrlinge. Von meinem Gehalt bleiben mir schon jetzt nur knapp 40% und das reicht schon jetzt nicht, um ein Haus in Düsseldorf zu kaufen.
Ich könnte heulen, geben Sie mir Ihre Kontonummer, ich werde Ihnen jeden Monat was überweisen.
Nur knapp 40%, also 38 oder 39%?
Dafür sind sie aber nicht krankenversichert, oder doch?
Rentenansprüche haben Sie auch nicht?

100.000/Jahr, pflichtversichert, ledig, sind so grob mal
56.000/Jahr, bei 200.00 sind es 110.000.
Was erzählen Sie hier für einen Schw......

eines der schwersten Studien....ich lach mich schlapp.

Beitrag melden
rosenvater 25.08.2011, 22:05
458. Irrtum

Zitat von ALG III
Wenn aber 600 Ackermänner jährlich 10 Millionen mehr Steuern abführen müssten, dann würde das für mich - ich bin zufällig Hartz-IV-Empfänger - 1000 Euro mehr bedeuten. Damit wäre ich beinahe schon zufrieden.
Wie kommen Sie darauf, dass all die Leute, die hier vollmundig das Geld anderer fordern, genauso freigiebig sind, wenn es um das Verteilen "ihres" Geldes geht? Da waren doch schon 5 € zu viel.

Beitrag melden
weltsichtig 25.08.2011, 22:09
459. Apropos Griechen

Zitat von lohnsklave123
Bei mir reichte es für einmal pro Monat beim Griechen essen gehn. Eine Orgie habe ich mir doch immer etwas anders vorgestellt. Ich kann nicht feststellen, das die REALEINKOMMEN in den letzten 20 Jahren (inflationsbereibnigt)sonderlich gstiegen sind.
Das und vieles mehr verdanken wir dem Euro (Hallelujah!). Die Griechen haben in den letzten zehn Jahren ihre Löhne um 40% gesteigert; während das früher ziemlich egal war, da die Drachme halt im gleichen Maß gegenüber der Mark an Wert verloren hat, haben sie jetzt im Vergleich zu uns mehr Geld in der Tasche, aber wegen der hohen Kosten liegt ihre Wirtschaft am Boden und Griechenland ist pleite.
Und weil sie trotz 40% mehr Lohn ihre Schulden ncht bezahlen können, müssen sie und einige Banken, denen es ja auch immer ganz schlecht geht, von uns gerettet werden, und genau dafür müssen wir jetzt halt unsere Steuern erhöhen - das ist nicht mehr als gerecht, denn schließlich sind wir ja auch im Eintreiben von Steuern besser.

Beitrag melden
Seite 46 von 161
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!