Forum: Politik
Sozialismus-Thesen: Kühnert legt nach
Michael Kappeler/ DPA

Die massive Kritik lässt Kevin Kühnert kalt: Im SPIEGEL erneuert der Juso-Chef sein antikapitalistisches Plädoyer, fordert seine SPD auf, sich jetzt nicht wegzuducken - und erhält Zuspruch von namhaften Genossen.

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Rodini 03.05.2019, 07:45
120. Recht hat er, aber....

....wenn er in der SPD erstmal Karriere machen will, werden ihn die Genossen vom Seeheimer Kreis schon zurechtstutzen. Frei nach dem Motto, "Bei den Jusos dürft ihr euch die Hörner abstoßen, bei uns aber werdet ihr auf Linie getrimmt"

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mat76 03.05.2019, 07:45
121. Kampf dem Kapitalismus

Wir bräuchten mehr solcher Menschen wie Kevin Kühnert. Alle Kritiker haben nicht verstanden, dass sich etwas ändern MUSS. Es braucht neue Ideen und Innovationen und KK liefert EINE neue Idee und Möglichkeit, die es zu diskutieren gilt und die es auch wert ist.
Wer hier mit dem DDR Vergleich ankommt hat es nicht verstanden. Die DDR hat keinen echten Sozialismus gelebt und daran ist sie gescheitert. Aus diesem Fehler kann man lernen und es heute besser machen. Dafür braucht es Mut, den haben die Kritiker nur nicht. Kevin Kühnert, machen Sie weiter so

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tempus fugit 03.05.2019, 07:46
122. Eben, ....

Zitat von tymoe
Ganz ehrlich: Ich gehöre, ebenso wie viele andere, zu denjenigen, die früher die SPD gewählt haben und nun gewechselt sind. Zugegeben, ich habe es noch vergleichsweise lange geschafft, alles gut zu reden... Wenn es jmd wie Kühnert schafft, sich ein noch größeres Netzwerk in seiner Partei aufzubauen, gehöre ich vielleicht bald auch wieder zu denjenigen, die aus Überzeugung zurück wandern...
...es ist nicht der Mangel an Wählern, sondern der Mangel
an Vertrauen in eine - heutige! - SPD, Bürgerinteressen zu vertreten. Und es sind die Bürger, auch die Putzfrau, die
ihren Beitrag zum Gewinn und Ergebnis eines Ladens oder
eines Konzerns beiträgt.
Diese Menschen müssen in einer sozialen Marktwirt-schaft an den - von allen - erzielten Ergebnissen beteiligt werden.
Und die Politik - siehe Amtseid - müssen ihre Arbeit tun,
nämlich die Interessen der Bürger zu vedrtreten und zu schützen und den GG-Artikel, '..dass Eigentum verpflichtet!" nicht nur scheinheilig runtergeleiert sondern gelebt wird.
Dringt das glaubwürdig durch, dann wird kann die SPD
wieder zu ihren Wurzeln zurückfinden - und mit den
Grünen - ggfsl. der Linke - Politik machen statt den bisherigen und heutigen Filz- z.B. mit einem Blackrock-Merz - weiter zu verdichten.
Dann hätte DE fertig - im demokratischen und sozialen Sinne.

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Ulipol 03.05.2019, 07:46
123. Das braucht niemand,

stattdessen Politiker, die sich um Probleme kümmern, die etwas von Ihrem Job verstehen und Verantwortung übernehmen. Ahnungslose Parteibonzen brauchen wir nicht, auch nicht mit marxistischen oder sonstigen Visionen.

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cyberpommez 03.05.2019, 07:46
124. Ist zwar geklaut,

aber finde ich gut. Kapitalismus überwinden ist schon immer eine Forderung der Linken gewesen, aber mich stört es nicht, wenn immer mehr Menschen einsehen, dass Kapitalismus die Ursache so gut wie aller Probleme ist
Kapitalismus ist Konsum, ohne funktioniert er nicht. Konsum ist Zerstörung, ohne funktioniert er nicht. Erst wenn die letzte hohle Nuss das verstanden hat, haben wir eine Chance auf eine lebenswerte Zukunft. Und nein, unnützer Konsum ist nicht nötig um ein Lebenswertes Leben zu führen. Eigentlich ganz einfach alles, oder? Dummerweise habe ich grade gelesen, wie viele Menschen Kühnerts Visionen ablehnen.
Na dann, auf ins Verderben, anscheinend haben wir es verdient. Irgendwie schon fast lustig, das intelligenteste Lebewesen auf dem Planeten stirbt, mangels Intelligenz, aus. Ne. Doch eher traurig.

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europäer 03.05.2019, 07:46
125. #NiewiederSPD

Wer etwas hat, das die SPD ihm wegnehmen kann, von PKW über Wohnung bis zur BMW-Aktie oder Fondanteil, darf diese Partei nicht wählen!

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Boris_bombastik 03.05.2019, 07:48
126. KK zerlegt die SPD auf Zwergengrōsse

Hier zeigt sich das ganze Dielemma der SPD Führung. Wiedereinmal vor einer wichtigen Wahl bringt sich der Chef der zukünftigen Zwergenpartei in Stellung. Ich meine damit natürlich die Größe der Partei.

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Sooderauchanders 03.05.2019, 07:48
127. Gewogen und für zu leicht befunden

Witzig, wie man sich, nachdem man viel Unsinn geredet hat, ins Abstrakte retten will. Selbstverständlich gibt es (in unserer bösen „neoliberalen“ Gesellschaft) keine Grenzen des Sagbaren, notfalls nennt man es halt Kunst. Da gilt für mich immer noch das Bonmot von Helmut Qualtinger: „die moralische Empörung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen“. Nur meistens passt dieser Satz sehr viel mehr aufs „linke“ Klientel.
Es sollte allerdings doch erlaubt sein, ein paar simple Fragen zu stellen. Zum Beispiel:
Wieso soll jemand der willens und in der Lage ist, mehr zu erwirtschaften, als er zum Leben benötigt, dies noch tun, wenn er, mit Ausnahme von wahlweise bunten Anstecknadeln oder, solange Unternehmerschaft noch geduldet ist, sich wüste Beschimpfungen anzuhören, nichts davon hat? Wie sollen dann alle die, die entweder nicht willens oder nicht in der Lage sind, soviel zu erwirtschaften wie sie zum Leben benötigen oder haben wollen, dann noch Unterstützung erhalten? Eine ganz simple Frage, auf die ich noch nie eine befriedigende Antwort erhalten habe. Natürlich wird man unter Tausenden immer ein paar Handvoll Altruisten finden, aber als Gesellschaftsmodell taugt das natürlich nicht. Deshalb haben alle „ real existierenden“ Systeme immer den „neuen Menschen“ propagiert, und sind an der banalen Realität unseres Wesens zerschellt. Deshalb bin ich für den Realismus der SPD der siebziger Jahre sehr dankbar, die die soziale Marktwirtschaft als Kompromiss mit entwickelt hat. Diese gilt es meiner Ansicht nach, sowohl gegen links aber natürlich auch gegen rechts außen, vernünftig zu verteidigen.
Wie heißt es so schön: „Bist du jung und nicht links hast du kein Herz, und bist du alt und noch (nur) links, hast du keinen Verstand.“
Deshalb sind wir doch gnädig mit Kevin, aber bitte erspart ihn uns noch einige Zeit in verantwortlichen Positionen.
Finde ihn dennoch erfrischend, kann ihn aber (noch) nicht wirklich ernst nehmen.

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claus7447 03.05.2019, 07:49
128. Sozialisierung?

Ist einigen ForIsten schon mal klar geworden, das sozialisierung auch dadurch entsteht, dass Aktien oder Anteile einer Firma, eines bauprojektes in Hand der Mitarbeiter und Bewohner ist. Bei den Industrieunternehmen kann man sicher die Frage stellen bis zu welchem Grad. Allerdings bin ich sicher, dass die Klugheit der Mitarbeiter von Bayer eine Übernahme von Montesano verhindert hätte.

Insbesondere bei der Wohnsituation haben sich die Verhältnisse in den letzten Jahren massiv gedreht. Die wenigen ganz Grossen diktieren die Konditionen. So ist der freie Markt. Der kleine Bürger wird gefressen.

Gerade in den Städten werden wir immer grössere Probleme bekommen. Und dann mögen die ForIsten die hier mit Schaum vor dem Mund sich für den freien Kapitalismus äussern mir sagen, wo die Krankenschwester, der Feuerwehrmann, der Polizist noch für sein Salär eine Unterkunft findet. Oder überlassen wir die Städte dann dem grosskapital. Man man ja schon mal nach London fahren und die Auswirkungen sehen. Oder nur nach Sylt.

Enteignung hört sich brutal an, wäre es aber nicht, denn die ursprünglichen Besitzer würden ja entschädigt. Die dürfen dann gerne sich in der Schweiz niederlassen und sich Gedanken machen wo es weitere spielfelder gibt.

Ein ungebremster Kapitalismus, so wie ihn insbesondere bei uns die FDP wünscht, die C Parteien nicht weit daneben liegen hat den Steuerzahler und vor allem den Mitarbeiter in Firmen viel Ärger, unangenehmes und Verlust gekostet. Das letzte mal 2008, da wurden die Verluste sozialisiert, die Gewinne privatisiert.

Es ist schon an der Zeit darüber nachzudenken wie es weiter geht. Die "soziale Marktwirtschaft " unter Erhard ist schon lange in die Tonne getreten worden. Das Kapital hat die macht.

Dabei denke ich sicherlich nicht an Marx & Engel. Aber ich denke an verantwortungsvolle Unternehmer, wie z. B. Robert Bosch.

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gandalf446 03.05.2019, 07:49
129.

Zitat von fatherted98
[...]....also zurück zum real existierenden Sozialismus.....[...]
Ich habe mir erlaubt, den Beitrag auf die Kernaussage zu kürzen. Nur, wann und wo hat denn bei den mittlerweile sehr zahlreichen Versuchen dieser ominöse "real existierende Sozialismus" auch nur ansatzweise funktioniert? Mir ist da kein einziges Beispiel bekannt und Sie schlagen, wie auch Kühnert, vor, ein real zigfach gescheitertes Experiment noch einmal zu versuchen? Könnte ja vielleicht diesmal zumindest nicht völlig scheitern?
"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten" hat angeblich Einstein gesagt. Und ein weiteres, Sozialistisches Experiment zu starten wäre genau das, Wahnsinn.

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