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Sozialismus-Thesen: Kühnert legt nach
Michael Kappeler/ DPA

Die massive Kritik lässt Kevin Kühnert kalt: Im SPIEGEL erneuert der Juso-Chef sein antikapitalistisches Plädoyer, fordert seine SPD auf, sich jetzt nicht wegzuducken - und erhält Zuspruch von namhaften Genossen.

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hileute 03.05.2019, 09:19
360. Wenn andere Parteien gegen das System gerichtet agieren

haben sie sofort die vmänner im Nacken. Aber wenn man ein sogenannter Sozialdemokrat ist scheint man ja jeden noch so absurden Quatsch vortragen zu dürfen. Bin mal gespannt wie viele Wohnungen kühnert und seine genossen vermieten, obwohl das ja absolut inakzeptabel ist ...

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kelburn 03.05.2019, 09:19
361.

Ich habe eher den Eindruck Herr Kühnert zementiert mit seinen Aussagen seine politischen Ambitionen und befeuert seine Karriere...wirklich ernst meinen kann er es nicht. Verstaatlichung von Unternehmen bedeutet, dass die Unternehmen pleite gehen werden...siehe Landesbanken und Berliner Flughafen. Enteignung von Wohnraum schafft nicht einen neue Wohnung! Aber ich stimme zu, das es in diesem Land genug Baustellen gibt und das ein „weiter so“ nicht die Lösung ist

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muunoy 03.05.2019, 09:19
362. Die Quandts interessieren nicht

Zitat von bessernachgedacht
Selbst als tief in seine Heimat verwurzelter bekommt man angesichts dieser Diskussion direkt Lust aufs Auswandern. Dorthin, wo die Leistung anerkannt wird und man mit dem erarbeiteten etwas schaffen kann. Das Grosskapital wird ganz schnell verschwinden, weil es denen noch viel leichter Fällt. Am konkreten Beispiel Quant: ab ins Ausland und BMW von dort aus halten. Gibt ordentlich Entschädigung bei Enteignung vor internationalen Gerichten oder Schiedsgerichten. Bald 100 Jahre nach dem Krieg wird Deutschland dann vielleicht endlich leergefegt sein vom seinen alten Werten. Was für eine geniale späte Rache der Kommunisten. Wer hat uns verraten? Soziald....
Dabei sind noch nicht einmal die Quandts von Interesse. Denen gehören nur knapp über 20% von BMW. Weit über 30% von BMW sind im Streubesitz und somit im Besitz eines Kollektivs. Dummerweise würde auch dieses Kollektiv, zu dem ich gehöre, das Land verlassen, sollten die Linksextremisten jemals wieder an die Macht kommen. Das ließe sich auch nicht ganz so leicht verhindern wie damals. Man müsste nämlich um ganz Deutschland eine Mauer herum bauen. Das geht nicht so schnell.
Ich finde es übrigens immer wieder putzig, wenn Linkspopulisten immer ein paar superreiche Erben oder Unternehmer als Negativbeispiele nennen, um daraufhin Repressalien gegen einigermaßen Wohlhabende zu fordern. Von Rundfunksteuern gepamperte superreiche Fußballer, Stars und Sternchen werden nie genannt. Es gibt also guten und schlechten Reichtum. Das für die Linkspopulisten Wirtschaft bäh ist, ist der durch wirtschaftliches Aktivitäten erzeugte Wohlstand anscheinend auch bäh.

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Kurt-C. Hose 03.05.2019, 09:19
363. Liebe SPD

Lt. Bundestagsdrucksache 19/7000 habt Ihr ein Reinvermögen von 200 Mio. Euro, einschließlich diverser Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen (stille Reserven) und Immobilien (stille Reserven)… Ich finde als aller erstes sollte man über die "Vergesellschaftung" Eures Vermögens nachdenken. Jedenfalls lange bevor IHR über die "Vergesellschaftung" anderer Leute Vermögen nachdenkt. Lasst doch den Kevin mal ein paar gute Ideen dazu entwickeln.

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jo126 03.05.2019, 09:20
364. Nicht?

Zitat von misterknowitall2
Das mal vorweg. Als wenn es drauf ankommt, ob er in seinem Alter ein Studium absolviert hat.
Wenn einer so altklug daherredet und unser im internationalen Vergleich sehr gut funktionierendes System meint, ohne Sach- und Fachkenntnis ändern zu wollen, würde ich schon gerne wissen, ob da außer Rumlabern noch was hinter steckt. Ausbildung, abgeschlossenes Studium, Erfahrung...

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liberaleroekonom 03.05.2019, 09:20
365. Wie gut, dass unser BVerfG das Grundrecht auf Eigentum schützt

Zitat von freidenker49
Jeder sollte Eigentümer seiner schuldenfreien Wohnung sein und keinen Mietzins mehr zahlen müssen. Die Mitarbeiter eines Unternehmens sollten auch Miteigentümer des Unternehmens sein und an seinen Gewinnen beteiligt sein, auch an seinen Verlusten. Damit würden Eigentum und Verantwortung besser und gleicher verteilt. Durch persönliche Betroffenheit würde eine stärkere Identifikation und dadurch ein höheres Engagement für Wohnung und Unternehmen entstehen. Und der Weg dorthin führt schrittweise über Gesetze. Bei Wohnungen z. B. Kein Ausländer darf mehr deutsche Wohnungen erwerben. Wohnungsunternehmen müssen ihren Bestand an die Mieter verkaufen. Der Staat unterstützt die Mieter bei der Finanzierung durch Bürgschaften und das Eigenkapital ersetzende Darlehen. Das ist jedenfalls besser als das Modell: Alle Wohnungen gehören allen, werden von allen subventioniert. Und alle Unternehmen gehören allen. Und keiner ist richtig betroffen und übernimmt Verantwortung.
Wie kommen Sie auf die Idee, dass Herr Kühnert oder die SPD jeden zum Eigentümer einer schuldenfreien Wohnung machen will?
Leider ist das genaue Gegenteil der Fall und die SPD bekämpft und erschwert den Erwerb von Wohneigentum mit allen ihr zur Verfügung stehen Mitteln wo es nur geht. Bisher hat die SPD jeden Versuch die relativ niedrige Quote der Wohnungseigentümer in Deutschland zu erhöhen im Bundestag erfolgreich abgewehrt. Das geht sogar soweit, den Ländern zu verbieten jungen Familien beim Kauf einer Wohnung beispielsweise die Grunderwerbsteuer (über einen Freibetrag) zu erlassen.
Siehe hierzu beispielsweise:
https://www.bundestag.de/presse/hib/2018_06/559920-559920

Und dass Wohneigentum eine der besten Absicherungen gegen Altersarmut ist, hat die SPD bis heute auch noch nicht erkannt. Sonst würde sie nämlich den Erwerb fördern und nicht bekämpfen. Wer dann auch noch auf die Idee kommt eine Wohnung zur Aufbesserung seines Einkommens und später seiner Rente zu vermieten, betreibt nach den Worten von Herrn Kühnert kein legitimes Geschäftsmodell. Da fehlen einem echt die Worte.

Mit der Grundsteuerreform, die aus Sicht der SPD unbedingt wertbasiert erfolgen muss - obwohl es auch wesentlich einfachere Modelle gäbe - schafft Herr Scholz außerdem gerade die Voraussetzungen zur Wiedererhebung der Vermögenssteuer.
Für die SPD hat Eigentum offensichtlich vor allem den Zweck, daraus Einnahmen für den Staat zu generieren.

Die SPD und allen voran Herr Kühnert haben offensichtlich ein extrem gestörtes Verhältnis zu Eigentum. Wie gut, dass wir ein Bundesverfassungsgericht haben, dass hoffentlich auch weiterhin das Grundrecht auf Eigentum (Artikel 14 GG) beschützen wird.

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goose fraba 03.05.2019, 09:20
366.

Zitat von hansfrans79
Und in den Staaten, wo kapitalistisch gewirtschaftet wird und die Märkte offen sind, gibt es also keine Armut? Und wieso Kuba? Weil sie ein besseres Gesundheitswesen und Ernährungsprogramm haben, als alle ihre Nachbarn und von vielen beneidet werden?
Klar gibt es Armut in kapitalistischen Ländern. Der Unterschied ist nur, dass in sozialistischen Ländern alle arm sind. Und wenn jemand dagegen meckert, ist er gegen das System. Die Folge: Gulag!
Die Kapitalisten dagegen können sich sogar noch sowas wie ein "soziales Netz" leisten in dem selbst den Schwächsten noch alles zur Verfügung gestellt wird. Denn niemand muss bei uns auf der Staße leben. Niemand muss verhungern und jeder hat Anspruch auch medizinische Versorgung. Wenn das mal kein Luxus gegenüber den vielen ärmeren Ländern ist, dannn weiss ich auch nicht.

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fridericus1 03.05.2019, 09:21
367. Vielleicht sollte der Herr Kühnert ...

... mal einen Studiengang beenden, z.B. Ökonomie oder Geschichte. Dann könnte er seine effektheischenden Ergüsse ja noch mal einer kritischen Würdigung unterziehen.

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Kurt-C. Hose 03.05.2019, 09:21
368.

Zitat von puzzleteil
Da muss was passieren, auch Marktwirtschaft muss ihren Grenzen haben. Das was in großen Städten passiert, ist nicht mehr zumutbar und Grundgesetz relevant. Wie sollen die Rentner und Alleinerziehende das zahlen.
Sie meinen, dass wir so viel Wohnfläche ABSOLUT und so viel Wohnfläche PRO KOPF haben, wie noch nie in unserer Geschichte, ist weder ein ökologisch noch sozial haltbarer Zustand? Da stimme ich Ihnen zu. Am Besten reguliert man das über den Preis. Die Mieten sind einfach zu niedrig.

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allufewi 03.05.2019, 09:22
369. Dem Gedanken

einer Umverteilung von Vermögen von oben nach unten, oder noch besser, in die Mitte, werde ich mich nicht verschließen.

Vollkommunistische Spinnereien wie etwa effektive Unternehmen über Kollektivierung zu vernichten oder Eigentumsbegrenzungen bis runter aufs Kleinklein (max 1 Wohnung/Immobilie p.P.), werde ich jedoch per Stimmzettel bekämpfen. Ich bin der Meinung dass dem System die Kanten geschliffen gehören, nicht dass es nach linksradikaler Art bekämpft werden muss.

Dass er BMW als Beispiel genannt hat wundert mich übrigens etwas. BMW hat neben ein paar Großaktionären, am bekanntesten eben jene Klattens, einen sehr hohen Anteil an Streubesitz (>60%) und ist in gewisser Weise bereits ziemlich sozialisiert. Ein nicht so kleiner Anteil der Bundesbürger dürfte zum Beispiel über Umwege seiner privaten Altersvorsorge indirekt an BMW beteiligt sein.

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