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Sozialismus-Thesen: Kühnert legt nach
Michael Kappeler/ DPA

Die massive Kritik lässt Kevin Kühnert kalt: Im SPIEGEL erneuert der Juso-Chef sein antikapitalistisches Plädoyer, fordert seine SPD auf, sich jetzt nicht wegzuducken - und erhält Zuspruch von namhaften Genossen.

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pittiken 03.05.2019, 09:42
420.

Zitat von kk123
Keine Frage, ungebremster Kapitalismus darf nicht sein. Aber Herr Kühnert hat vergessen zu erwähnen, dass sich der allgemeine Wohlstand in den letzten 10 Jahren erheblich gesteigert hat. Die großen sozialen Probleme, wie nicht mehr bezahlbare Mieten, Bildungschancen etc. müssen gelöst werden und zwar mit konkreten Maßnahmen. Die SPD ist in der Regierungsverantwortung! Wo bleibt der Aufschrei der SPD, dass Millionen, die Jahrzehnte gearbeitet haben bei einem Rentenniveau von 48 % in Altersarmut geraten werden. Stattdessen jetzt sozialistische Spinnereien, die an das letzte Jahrhundert erinnern.
Sie fragen, wo der Aufschrei der SPD bleibt? Die SPD zusammen mit den Grünen haben doch das durchgedrückt, dieses 48%-Niveau.

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jws1 03.05.2019, 09:43
421. Es wird Zeit

Mir fällt auf, dass die Gegner von Kühnerts Aussagen nicht zur Sache argumentieren, sondern mit Allgemeinabneigung und platten persönlichen Beleidigungen reagieren. Die Empörung ist groß und der Holzhammer nicht weit. Es fehlt ihnen die Kraft der sachlichen Auseinandersetzung. Es muss doch auch ihnen klar sein, dass es so nicht weiter gehen kann. Das Sozialwesen ist an einem Punkt wie die Umwelt und es ist nicht mehr viel Zeit. Wir wollen keine weimarer Verhältnisse.

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Tingletangle 03.05.2019, 09:44
422.

Zitat von rudi_ralala
Nur sehen das andere Länder und deren Politiker anders. Die sehen es so, dass es gut funktioniert, weil sich Deutschland auf Kosten der anderen bereichert. Damit macht man sich auf der Welt keine Freunde.
nun, wenn ich mir die Milliarden so anschaue, die überallhin fließen, dann glaube ich eher wir verarmen auf Kosten der anderen.

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quidquidagis1 03.05.2019, 09:45
423. Gehen den Besitzstandswahrern..

Zitat von fridericus1
... mal einen Studiengang beenden, z.B. Ökonomie oder Geschichte. Dann könnte er seine effektheischenden Ergüsse ja noch mal einer kritischen Würdigung unterziehen.
..die Argumente aus,so wird ad hominem argumentiert.Daran merkt man doch.wie sehr Kühnert den Nerv der Zeit getroffen hat

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cogitabilis 03.05.2019, 09:45
424. Inhaltlich unsinnig, politisch und sozial gefährlich

Als differenziert und kritisch denkender Mensch kann man Herrn Kühnert und seine Argumente nicht ernst nehmen, aber sehr wohl Angst vor ihm und der Wirkung seiner Aussagen haben.

Die Begründung für das Thema im Allgemeinen und für die Argumente im Einzelnen werden die Lebensumstände und Marktbedingungen einer Minderheit herangezogen. Die Probleme, die mit der Wohnsituation dieser Gruppe einher gehen, muss man ernst nehmen und lösen, aber leider werden diese (sehr lautstark) überzogen und die damit einhergehenden Anliegen politisch missbraucht, ohne dass ein spürbarer Ansatz zur Lösung erkennbar ist.

Um die Diskussion mal auf die Füße zu stellen, ein paar Fakten: Rund die Hälfte der Haushalte wohnt im selbstgenutzten Eigentum und wiederum ein bisschen mehr als die Hälfte der restlichen Haushalte in Wohnungen die privaten Eigentümern gehören, die zwischen 1-5 Wohnungen besitzen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Von den restlichen ca. 25% der Haushalte wohnen wiederum ein Großteil in Wohnungen im Bestand von Immobiliengesellschaften (private oder kommunale), die i. d. R. kein Interesse an Mietmaximierung sondern an Mietverstetigung (d. h. möglichst geringe Anzahl an Mieterwechsel) haben. Also „reden“ wir über einen kleinen Anteil an der Bevölkerung, der Mietverhältnisse mit Personen oder Gesellschaften eingehen mussten, die diese unzulässig ausnutzen. Da muss angesetzt werden, aber nicht mit dem Bulldozer an dem Konzept des privaten Vermietens im Allgemeinen.

Aus meiner Perspektive haben Herr Kühnert und Konsortien sowie deren Handlanger im medialen Gewerbe entweder keinerlei Ahnung davon, über was sie reden und schreiben oder sie benutzen Teil- und Unwahrheiten bzw. unzulässige Verkürzungen, um ihre eigenen politischen bzw. ideologischen Agenden voranzutreiben. Ich persönlich nehme an, dass beides zutrifft.

Die stetige und über die letzten Jahre anhaltende negative Konnotation des Begriffs „Vermieter" oder auch der Gruppe der Vermieter (jetzt kommen wir zum Thema Angst) führt dazu, dass man auch als Vermieter ständig zur Rechtfertigung aufgefordert wird (ob nun tatsächlich oder gefühlt) und dadurch eine gesellschaftliche Stimmung entsteht, die die einen vor Neid zerfrisst und die anderen sich ob der ständigen Anfeindungen ins private zurückziehen lässt. Das ständige lamentieren der politischen Akteure über die (vermeintlichen) Ungleichheiten führen meiner Meinung nach zur gesellschaftlichen Trennung und nicht die Tatsache selbst.

Darüber hinaus empfinde ich die Verteidigung Herrn Kühnert mit den Worten "Die empörten Reaktionen zeigen doch, wie eng mittlerweile die Grenzen des Vorstellbaren geworden sind“ mehr als entlarvend. Es ist ein seit jeher beliebtes rhetorisches Mittel zentralistisch, totalitär denkender Menschen anders Denkende und Handelnde dahingehend zu diffamieren, dass sie nicht über ihren eigenen Tellerrand sehen können. Ziel einer solchen Aussage ist es immer die Widerständigen auszugrenzen, um sie damit als Partner in einer (hoffentlich demokratischen) Diskussion und Willensbildung auszuschalten und die eigenen Interessen als alleinige Diskussionsgrundlage zu zementieren.

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argonaut-10 03.05.2019, 09:46
425. Infantiler Unsinn

wieder einer, der den Menschen das Leben vorschreiben will. Wir haben mit der sozialen Marktwirtschaft ein recht gutes Modell. Lediglich die Ausfertigung in der Globalisierung hat Verbesserungspotenzial. So beispielsweise alle Unternehmen dazu verdonnern, auch wirklich Steuern zu zahlen, egal, wo auf der Welt. Will mir jemand wirklich erklären, dass bis zu 50% Steuerlast immer noch ungerecht sind? Was nun den Wohnungsbau betrifft, so dürften alle Parteine (SPD, CDU, CSU, FDP) sich an die eigene Nase fassen... der Verkauf von Sozialwohnungen hat deutlich zur Verschärfung der jetzigen Krise beigetragen. Und genau das mag ich an dieser Diskussion nicht... ewrst den Karren in den Dreck fahren und dann mit der Umverteilungsdebatte beginnen, um das verschleuderte Geld wieder reinzubekommen. Wenn nur ein Unternehmer handwerklich so schlecht arbeiten würde, wie die Jungs und Mädels in der Politik, dann wäre er bankrott.

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heiko1977 03.05.2019, 09:46
426.

Zitat von zauberer2112
Bitte einen Blick in die Geschichtsbücher werfen (Kommunismus - DDR - UdSSR - Stalin...), vielleicht erkennt dann den Fehler im System. Danke.
Ja einen Blick ins Geschichtsbuch hilft immer weiter (Kapitalismus - Unterdrückung- Völkermord- Ausbeutung Pinochet- ...)

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WernerHintze 03.05.2019, 09:47
427.

Zitat von Newspeak
Ja, man sollte über die Grenzen des Kapitalismus sprechen. Es gäbe sehr viel zu regulieren. Trotzdem sollte man im linken Lager mal realisieren, dass der Sozialismus in Reinform zu millionenfachem Mord und Elend geführt hat.
Es wäre aber auch nicht übel, wenn man im nichtlinken Lager »realisieren« (gemeint ist wohl: zur Kenntnis nehmen) würde, dass der Kapitalismus in jeder Form zu millionenfachem Mord und Elend geführt hat.

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quidquidagis1 03.05.2019, 09:47
428. Der Gedanke kam mir.

Zitat von spon-facebook-10000420664
Wohlstandsjüngling. Mehr fällt mir dazu nicht ein. Hat er in seinem Leben schon mal arbeiten müssen ?
..gestern auch bei Maibritt Illner ,als ich des Herrn Altmaier ansichtig wurde

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tobias127 03.05.2019, 09:47
429. 1/3 aller Menschen in Deutschland.....

..... haben mittlerweile zweifel, ob die Demokratie (mit ihrer sozialen Marktwirtschaft) noch die richtige Staatsform ist. Wenn sich Altenpfleger, Krankenschwestern, "normale Angestellte", die aus meiner Sicht die wahren Leistungsträger unserer Gesellschaft sind, keine Wohnung mehr leisten können, in Altersarmut rutschen etc..., läuft hier grundlegend was falsch. Wenn es hierzulande mittlerweile 2,5 Millionen Kinder gibt, die an oder unter dem Existenzminimum leben, läuft hier (in einem so reichen Land) grundlegend was falsch.
Ich bin ein großer Anhänger der Martkwirtschaft, wenn sie sozial ausgewogen ist. Ich gönne jedem eine große Villa mit einem Porsche (gerne auch 2 oder 3) davor, wenn er oder sie von seinem Reichtum gleichzeitig genügend an die Gesellschaft zurück gibt. Dies wird niemals auf freiwilliger Basis geschehen, sondern hier muss der Staat handeln. Ich wiederhole meine Forderung nach einer Erbschaftssteuer, denn hier bestrafe ich keinen der Leistung erbringt. Ich gebe zu, ich bestrafe den Erblasser der Leistung erbracht hat (aber der ist ja zum Glück schon tot).

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