Forum: Politik
Sozialpolitik: Armes, reiches Deutschland

Krise überwunden, Wirtschaft läuft, Arbeitslosigkeit niedrig. Also alles in Ordnung? Leider nicht.*Der Wirtschaft geht es gut,*vielen Menschen nicht.*Daran müssen sich alle Parteien messen lassen.

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Dr. Sorglos 07.07.2011, 16:03
110. Die üblichen Beißreflexe des Stammtischs

Zitat von MrBrutus
Die übliche linke schwarz-weiß-Malerei mit den guten Armen unten und den bösen Reichen oben funktioniert hier nicht so ganz und auch die ewigen Umverteilungspläne der Linken werden daran nichts ändern!
Wenn Sie den Artikel gelesen und verstanden hätten, dann bräuchten Sie hier nicht mit derartigen Stammtischweisheiten aufwarten und würden vielleicht von Ihrem stereotypen Denken in Sachen links-rechts runterkommen?

Die Umverteilung, gegen die Sie sich hier als offensichtlicher Milliardär sperren, ist doch in Wahrheit die Umverteilung von unten nach oben, die nachweislich dazu geführt hat, dass in Deutschland 10% der Menschen 2/3 alles Vermögens besitzen und 50% der Menschen über keinerlei Vermögen verfügen.
Was soll also Ihre Mutmaßung, die Linken würden Umverteilen wollen, wo doch de facto die CDU dieses Land mit kurzer Unterbrechung seit 1982 regiert und sich die reale Umverteilung, die bereits statt gefunden hat und noch täglich vor unseren Augen stattfindet (Bailout, Rettungsschirm etc. pp.) glasklar belegen läßt?

So wie sich mir die Sache darstellt, wird heute von den Linken in Wahrheit eine Position vertreten, wie sie vormals Parteiprogramm der SPD, aber auch der CDU war und wie sie von Walter Eucken, Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard vertreten worden ist, bevor durch grenzenlose Korruption und Selbstbedienung der Beteiligten das Land neoliberaler Zweckmäßigkeit und Entdemokratisierung unterworfen wurde und zur Beute einer Finanzelite gemacht worden ist.

Augstein beschreibt in seinem Beitrag daher einen Ist-Zustand und keine Ideologie.

Das können Sie nicht begreifen, oder?

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aubrac 07.07.2011, 16:04
111. ....

Zitat von Methados
nicht die parteien müssen sich messen lassen, sondern jeder einzelne selbst an seinen eigene taten. wer den willen hat, wer anpackt und nicht faul ist, der schafft auch was. wer nicht, der geht unter. früher hiess das evolution, hat milliarden von jahren super geklappt. dann kamen die sozialisten....
Ja. Und deswegen ist auch die soziale Kälte schuld, oder auch das Bildungssystem, wenn einer zu doof ist die Grundrechenarten zu verstehen. Hat er noch Migrationshintergrund und /oder lebt seine Familie schon seit Generationen von Stütze, Kindergeld und sonstigen Vergünstigen: Voila, da ist das Argument: Der Junge ist nicht zu doof, sondern zu arm das (KOSTENLOSE) Gymnasium zu besuchen. Er scheitert nicht an seinem IQ, sondern der sozialen Kälte, natürlich.
Das ist ungerecht. Deswegen wäre es nur gerecht, (da bei unserem Protagonisten auch mit 40 Stunden kostenloser Nachhilfe pro Woche niemals ein Quali herausspränge)wenn auch die Schlauen kein Gymnasium mehr besuchen dürfen. Das ist gerecht: Wenn ein Schüler, der mühelos die Relativitätstheorie kapiert und ein Gleichaltriger, dem es Mühe macht das ABC aufzusagen in der selben Klasse hocken.
Das ist die Gerechtigkeit des Sozialismus. Weniger ist mehr eben.

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think__twice 07.07.2011, 16:05
112. Richtig gesprochen, Herr Augstein.

... und wer den obigen Artikel kritisieren möchte, der führe sich bitte erst diesen Artikel hier zu Gemüte:

http://wirtschaft.t-online.de/top-ma...47824650/index
Vielleicht wird da manchem so manches etwas klarer.
Ich denke auch, dass der aktuelle Trend einer ist, der so nicht ungebrochen weitergehen sollte.
Ein so reiches Land wie Deutschland kann sich amerkikanische Verhältnisse nicht leisten - denn sie würden dazu führen, dass hier keiner mehr in Frieden leben kann, egal ob sehr arm oder sehr reich.

Das kleine Volk würde den Herren Multimillionären ihren Wohlstand, davon abgesehen, nicht neiden, wenn man ihm denn auch ein wenig Butter auf dem Brot ließe.
Aber das scheint den hohen Herren schwer begreiflich zu sein.
Sie werden letzten Endes sehen, was sie davon haben. Wer kann seinen Wohlstand noch genießen, wenn er damit nur noch in einer gated community leben kann? Ich wollte das nicht.

mfg,
think_twice

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adame 07.07.2011, 16:05
113. Vermögenssteuer

Beim dem Ruf nach Vermögenssteuer wird gern vergessen, dass Leute bisweilen ihr Vermögen durchaus durch Arbeit verdient haben und es dementsprechend bereits versteuert ist, nämlich durch die Lohnsteuer - und das nicht zu knapp. Wie fair ist es denn, das bleibende Vermögen nochmal zu versteuern? Außerdem gibt es ja auch schon eine Abgeltungssteuer für Zinseinkünfte auf eben dieses Vermögen... Wer gut verdient, zahlt bereits viel an diversen Abgaben. Irgendwann muss es doch auch mal gut sein.

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rincewind 1111 07.07.2011, 16:05
114. ...

Zitat von Bondurant
Und was ist daran so furchtbar? Ich kann mich nicht erinnern, dass 1992 in Deutschland Not und Elend herrschten. Glauben Sie an ein Menschenrecht des jährlichen Realeinkommenszuwachses?
Blöde Frage aber sind die Lebenshaltungskosten auch noch die selben? Ein Schelm wer bei solchen Beiträgen arges denkt.

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forkeltiface 07.07.2011, 16:06
115. Relative Armut

Warum sich hier über relative Armut aufgeregt wird verstehe ich nicht. Das ist ein Maß dafür, inwiefern eine Gesellschaft dazu in der Lage ist sich an der Gesellschaft zu beteiligen.
Wenn die relative Armut gering ist heißt es, dass viele sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen können. Oder glaubt hier wirklich jemand, eine Gesellschaft mit hohter relativer Armut ist erstrebenswert?

Wer will denn verneinen, dass es nicht nötig ist Designer oder Kleidung einer bestimmten Marke zu kaufen. Wenn es aber in der Schule nun einmal unter jugendlichen so ist, dass hierüber gerade ausgrenzung stattfindet, dann können Schüler deren Eltern sich das nicht leisten können kein Teil der Gemeinschaft dieser Schüler sein. Natürlich können diese trotzdem leben, aber sie werden sich nicht der Gesellschaft zugehörig fühlen.

Stellen sie sich doch einfach vor Sie würden als einzigster in einer Gemeinschaft von Superreichen leben. Sie müssten im Garten arbeiten, oder den Reichen abends Drinks servieren? Würden Sie sich dieser Gesellschaft zugehörig fühlen? Natürlich nicht daran würde sich auch nichts ändern, wenn sie ansonsten 5000€ im Monat verdienen.

Und sich darüber zu ärgern, dass ein Wirschaftsaufschwung hauptsächlich den Firmen und Vermögenden zugute kommt, aber die Leute die am Fließband stehen kaum Lohnerhöhungen bekommen nichts davon merken ist schon ein Grund sich aufzuregen.

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PD1 07.07.2011, 16:06
116.

Zitat von Asche
Nur um mal die Gleichung "Steuersenkung = kein Freibad mehr" zu korrigieren...
Dann sollten Sie sich aber die Situation in vielen Kommunen mal genauer anschauen.
Steuersenkung=weniger Einnahmen, daraus resultieren weniger Ausgaben. Da das Personal schon ausgedünnt wurde, geht es IMMER zuerst an die freilwilligen Leistungen

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Diskutant_EF 07.07.2011, 16:06
117. Kein Titel

Zitat von blackwildcat
Was sind denn das für Zahlen? Wo leben Sie denn?
Nun kommen Sie mal wieder runter von der Decke. Der Forist hat im Konjunktiv geschrieben.

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cemi 07.07.2011, 16:07
118. Tja leider nur ein Märchen der Begünstigten

[QUOTE=Methados;8228940wer den willen hat, wer anpackt und nicht faul ist, der schafft auch was.
wer nicht, der geht unter.
früher hiess das evolution, hat milliarden von jahren super geklappt. dann kamen die sozialisten....[/QUOTE]
Stimmt schon, was Sie da schreiben hat 55 Jahre lang nach dem 2. Weltkrieg super geklappt. Nur hat sich seit dem so einiges geändert, was Sie und einige Ihres Gesinnungsgenossen wohl nicht mitbekommen haben. Ich gehe mal davon aus, dass Sie schon etwas älter sind. Daher muss man Ihren Text - auf heute übertragen - ein wenig umschreiben:

"selbst wer den willen hat, wer anpackt und nicht faul ist, der kriegt noch lange keine entsprechende Gegenleistung dafür.
wer nicht (etwa 3% der Arbeitslosen), der wird bei RTL vorgeführt.
früher hiess das soziale marktwirtschaft, hat 55 jahre super geklappt. dann kamen die neoliberalen..."

Augstein hat Recht, das essentielle Problem schön auf den Punkt gebracht, und sogar die Lösung klar verständlich aufgeschrieben.

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Maynemeinung 07.07.2011, 16:07
119. Gehen wir auf dem Weg mal weiter

Zitat von Fünfeinhalb
(...)Sollte Herr Augstein reichlich geerbt haben, hätte es ausnahmsweise endlich mal den Richtigen getroffen, nämlich Jemanden, der sich ohne finanzielle Notwendigkeit für unsere Gesellschaft verdient gemacht hat - Zum Beispiel durch obigen Artikel! ...War das nicht immer das tolle Argument von konservativer Seite für Herrn zu Guttenberg...? Von wegen, "der sei so unabhängig, weil er so reich ist"?!
Sehr schön, dann haben wir also zu unterscheiden in sozial erwünschte unverdient Reiche und sozial unerwünschte unverdient Reiche? Warum nicht gleich einen Gutmenschen-Steuerbonus für Wähler von SPD und Grünen einführen?

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