Forum: Politik
Sozialpolitik: Armes, reiches Deutschland

Krise überwunden, Wirtschaft läuft, Arbeitslosigkeit niedrig. Also alles in Ordnung? Leider nicht.*Der Wirtschaft geht es gut,*vielen Menschen nicht.*Daran müssen sich alle Parteien messen lassen.

Seite 20 von 98
sophophil 07.07.2011, 16:59
190. Auf Thema antworten

Zitat von Bondurant
Nach Lektüre vieler Beiträge klärt sich das Problem: man beklagt nicht, dass man wirklich arm wäre. Kann man ja auch kaum, wenn je nach Betrachtung der durchschnittliche Lebensstandard auf dem Niveau von 1992 oder 2000 - beides nicht direkt Notzeiten - stagniert. Vielmehr beklagt man, dass der deutsche Arbeitnehmer nicht mehr - wie es früher immer war - der bestverdienende in (West-) Europa ist. Aber warum glaubt man, darauf einen Anspruch zu haben? Wäre doch auch eine Art von Chauvinismus.
Da habe ich einen anderen Eindruck. Erstens glaube ich nicht, dass der Lebensstandard stagniert, sondern die Löhne bei steigenden Preisen. Zweitens habe ich hier keine Art von Chauvinismus entdeckt, die der von Ihnen geschilderten entspricht. Klar muss man sich fragen, warum andere Staaten es anderes gemacht haben und jetzt im Vergleich möglicherweise besser dastehen, aber aus dem Wunsch, dass sich Deutschland von der ehemaligen Spitzenposition am besten im Verhältnis zu anderen Staaten gleich hätte entwickeln sollen, einen Chauvinismus abzuleiten, läuft schon auf eine unzulässige Unterstellung hinaus. Der Vergleich mit anderen Staaten verdeutlicht ja in erster Linie nur, welche Entwicklungen IN Deutschland als schlecht empfunden werden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fünfeinhalb 07.07.2011, 17:00
191. .

Zitat von dhanz
Hmm, könnte aber auch an den Sozialausgaben liegen. Oder an der Sprache. Oder an dem Klima. Oder an der Lohnsteuer. Nun, wer weiß das schon....
Wieso, wenn die ursprünglich hier mal gearbeitet haben, wie beispielsweise die polnischen Spargelstecher, und nur inzwischen lieber in England arbeiten, dann scheiden doch Sozialausgaben, Sprache, Klima und Lohnsteuer schon mal aus, oder? Davon hat sich ja nichts zum Negativen für sie geändert, oder spricht man hierzulande inzwischen Chinesisch?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schweijk 07.07.2011, 17:00
192. AHa

Zitat von Quagmyre
Ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung ist einfach ungebildet und/oder dumm. Da hilft auch mehr Geld nicht. Ansonsten können Sie kaum die Schieflage bestreiten, die bzgl. Kapitalverteilung und Lohngerechtigkeit in diesem Land besteht.
Leute die Dumm sind brauchen ihrer meinung nach wohl kein Geld.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rincewind 1111 07.07.2011, 17:00
193. ....

Zitat von Werner Klemperer
Ihnen steht erst mal gar nichts zu ... Generationen-blablabla. Ihr "substanzloses Geschwätz" können Sie sich sonstewo hin stecken ... Hätten Sie mir jetzt ein paar Staaten aufgezählt, wo es besser wäre als Deutschland ... dann häten Sie etwas "Substanz" an den Tag gelegt.
Na da hab ich wohl einen Nerv getroffen. Ach so, seit wann steht mir das nicht mehr zu für was ich bezahlt habe, gehts eigentlich noch. Sie wollen ein paar Staaten bitte sehr, Norwegen, Dänemark, Niederlande. Über die Systeme können Sie sich selbst informieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fuenfringe 07.07.2011, 17:03
194. Knalldeppenargument

Zitat von realistischer_pessimist
Es ist klar, dass sich etwas ändern muss, aber das muss eher in Richtung Anreiz gehen wieder arbeiten zu gehen und Hartz4+andere Leistungen klar vom niedrigen einkommen zu differenzieren.
Entschuldigung - das ist doch Quatsch. Es ist immer noch so, dass Langzeitarbeitslose kaum eine Chance haben, in den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Der beste Anreiz wäre vermutlich, den Menschen einen Arbeitsplatz zu bieten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jolip 07.07.2011, 17:04
195. großes Selbstbewußtsein

Zitat von realistischer_pessimist
Und sie scheinen nicht zu wissen, dass 10% der Lohnempfänger dieser Republik mehr als 50% des Steueraufkommens erwirtschaften. Und die nächsten 10% noch mal knapp 30%. Wer.....
Wie würdigt man denn einen Arbeitnehmer, der anscheinend noch nicht einmal weiß, dass es auch indirekte Steuern gibt und seine Unwissenheit hier mit stolzgeschwellter Brust preis gibt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
a.b. surd 07.07.2011, 17:04
196. Gut so!

Zitat von sysop
Krise überwunden, Wirtschaft läuft, Arbeitslosigkeit niedrig. Also alles in Ordnung? Leider nicht.*Der Wirtschaft geht es gut,*vielen Menschen nicht.*Daran müssen sich alle Parteien messen lassen.
Ich frage mich schon seit (subjektiv erlebten) Ewigkeiten, wie es sein kann, dass deutlich über 100 Milliarden Nervenzellen pro Kopf es einfach nicht hinbekommen, sogenannten freien marktwirtschaftlichen Systemen ein endgültiges Ende zu bereiten, weil sie im Kern asozial sind.

Für die, die bedürftig sind, werden immer nur die Brotkrumen abfallen, die die Nichtbedürftigen fallen lassen. Die Nichtbedürftigen werden immer nur gerade soviele Krumen fallen lassen, wie notwendig sind, um einen Aufstand der Darbenden zu verhindern. Daraus folgt zwingend logisch, dass die Bedürftigen immer bedürftig bleiben werden, während die Nichtbedürftigen immer reicher werden.

Alles läuft daraus hinaus, dass diese ungehörige globale System irgendwann explodiert, weil mit wachsender Bevölkerung dieses Prinzip der Brotkrumenverteilung immer schwerer zu realisieren ist.

Wir leben im Spätkapitalismus, der dem Untergang geweiht ist. Und das ist gut so.

Ich schreibe dass als einer, der wirtschaftlich zu den Reichen zählt. Bevor hier wieder irgendeiner auf die Idee kommt, mit Neid zu unterstellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MrBrutus 07.07.2011, 17:05
197. Mein Gott...

Glauben Sie eigentlich selbst an den Schmonz, den Sie hier schreiben? Oder war es einfach mal wieder Zeit ein Ventil für überbordenden Zynismus zu finden? Troll er sich... Gegenfrage: Verstehen Sie wirklich nicht diese einfache Rechnung, so dass Sie nur eine Beleidigung loslassen können? Kein Wunder, dass die Linke-Wählerschaft immer größer wird.
Wir brauchen nicht mehr Umverteilung, Regelungswut bei Löhnen, wir bräuchten Haftung und keine Staatsknete für dumme, unfähige Manager, so dass nur wirtschaftlich handelnde Unternehmen (sprich ohne Manager mit Wolkenkuckucksheim-Gehältern) überleben, junge Unternehmer Chancen gegen Monopolisten haben, etc. Leider lässt die Korruptheit und der Lobbyismus so etwas nicht zu, da liegt das Übel des Systems!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Interessierter0815 07.07.2011, 17:05
198. .

Zitat von Methados
nicht die parteien müssen sich messen lassen, sondern jeder einzelne selbst an seinen eigene taten. wer den willen hat, wer anpackt und nicht faul ist, der schafft auch was. wer nicht, der geht unter. früher hiess das evolution, hat milliarden von jahren super geklappt. dann kamen die sozialisten....
Heute heißt es Wirtschaft oder Arbeitsteilung, die auf Kooperation angewiesen ist. Und Sie bekommen es einfach nicht mehr vermittelt, dass millionen Arbeiter aufstocken müssen und die Kapitaleigner ihr Kapital in der "KRIESE" vermehren konnten.

Naja, Sie bekommen den Leuten, die das ZinsesZinsSystem verstanden haben diesen ganzen Bullshit sowieso nicht mehr vermittelt. Und es werden täglich mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
42.Paradox 07.07.2011, 17:06
199. Welch ein Unsinn...

Zitat von guandi
von oben nach unten ist das erklärte Lebensziel einiger Foristen. Seltsamerweise haben eben diese Mittags Zeit, dieses einzufordern. Diejenigen, die das Umverteilte erwirtschaften, haben keine Zeit, sich hier.....
Unseren gesellschaftlichen Reichtum erwirtschaften einige wenige Unternehmer, viele Selbstständige, die oft Zeit haben, unsere traditionelle, ökonomische Stärke (Verzinsungen) und ungefähr 10% unserer Beschäftigten in den ganz großen Manufakturen (Ohne die DAX-Fließbandarbeiter beim Unternehmensnamen zu nennen.)

Von den echten Unternehmern habe ich noch nie gehört, dass sie das System für gerecht halten: Am Anfang (Gründer) gehören sie selber zu den Angeschmierten und mit zunehmendem Reichtum sind sie daher am leichtesten bereit, zu teilen.
Aber: Ganz sicher erwirtschaften den Wohlstand nicht jene Leute, die traditionell nie Zeit haben, dafür aber jeden Euro gratis in den A... geschoben bekommen: etwa aus der Berater- und Managementgilde oder der Justiz und Verwaltung.

Ich wünschte, wir würden da mal eine grundlegende Differenz machen: Es gibt Sozialschmarotzer und es gibt Sozialschädlinge. Die Schmarotzer können wir - bei unserer Wirtschaftslage - ganz leicht mitfinanzieren...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 20 von 98