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Sozialpolitik: Armes, reiches Deutschland

Krise überwunden, Wirtschaft läuft, Arbeitslosigkeit niedrig. Also alles in Ordnung? Leider nicht.*Der Wirtschaft geht es gut,*vielen Menschen nicht.*Daran müssen sich alle Parteien messen lassen.

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Mathesar 07.07.2011, 15:15
40. ...

Zitat von glen13
Noch nie hat jemand meine Meinung so perfekt wiedergegeben. Danke Herr Augstein!
Na ja, dann ab in den Sack er Realitätsverleugner und Ideologen mit Ihnen...

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fast_weise 07.07.2011, 15:16
41. Liebe

Zitat von christiane006
Sie haben das Problem nicht verstanden, Menschen wollen keine Almosen, sie wollen eine Perspektive für´s Leben.
Christiane006, ich gehöre lt. Statista in Deutschland zu den Unterdurchschnittsverdienern, ich habe das Problem verstanden, mag es aber nicht, wenn durch Erbe millionenschwere Berufslinke irgendetwas von sozial faseln und dabei Rotwein meines Tageslohns schlürfen. Von dieser Sorte gibt es viele, warum glauben Sie denn , dass die härtesten Sozialeinschnitte unter Rot-Grün waren. Man stelle sich vor Kohl hätte HartzIV einführen wollen, da wäre es wohl bei Gerds Rütteln am Kanzleramt nicht geblieben...

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Yami 07.07.2011, 15:19
42. amerika

Zitat von tieger
Mit viel Geld hat der Sozialstaat nicht verhindert, dass die Unterschicht wächst. Die Zahl der Sozialhilfemütter steigt. Amerika hat vorgemacht, welche Reform hilft: die Begrenzung der Sozialhilfe auf fünf Jahre.
wenn man dann die kriminalitätsrate inkl. morde und die kosten für unmengen von häftlingen vernachlässigt und akzeptiert das die gesellschaft noch rauher und ungerechter wird, mag das ein weg sein.

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rincewind 1111 07.07.2011, 15:19
43. ...

Zitat von VorwaertsImmer
Selbst Arme haben in Deutschland mehr Geld, als viele Wohlhabende in anderen Ländern. Trotzdem gibt es Unterschiede hinsichtlich der körperlichen Konstitution, der sozialen Integration in der Gesellschaft, der Bildung. Mag das vielleicht doch am Verhalten liegen? Beispiel Zahnfäule bei Kindern. Die meisten Eltern bringen ihren Kindern bei das man Zähne putzt. Kinder armer Eltern haben jedoch schlechtere Zähne. Das liegt nicht weil sich die Eltern die Zahnpasta nicht leisten können. Es liegt daran, das die Eltern einfach nicht genug kontrollieren. Mehr materielle Umverteilung hilft nicht - ja vielleicht kaufen die Eltern sogar mehr Süssigkeiten, die Zahnfäule nimmt zu. Denn durch das Verhalten werden Menschen letztlich arm oder reich. Wer z.B. Zähne putzt, der muss nicht für Zahnersatz zahlen, verarmen! Augsteins rein materialistischer Ansatz hilft nicht. Diese Art der Diskusion ist ebenso unbefriedigend wie der unsägliche Steuersenkungsfetischismus der FDP.
Ich möchte Sie wahrlich nicht beleidigen, da Sie aber anderseits bei den Armen unserer Gesellschaft kein Problem damit haben, gestatten Sie mir die Frage ob Sie falls vorhanden beim Schreiben Ihres Beitrags das Hirn eingeschaltet haben oder nur die B..d Zeitung wiedergeben. Ein bisschen mehr Niveau könnte nicht schaden.

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deppvomdienst 07.07.2011, 15:19
44. Für das Recht auf absolute Armut!

Niemand hat das Recht, sich von anderen aushalten zu lassen, indem er dem Sozialstaat auf der Tasche liegt. Wer nicht leisten will, obwohl er/sie es könnte, muss in einer freien Gesellschaft die Wahl haben, unter der Brücke oder im Wald schlafen zu dürfen, sich in Lumpen oder sonstwas zu hüllen und von Beeren und Wurzeln zu ernähren. So viel Freiheit muss sein.
Wer aber von der Gesellschaft "Sozialleistungen" erwartet, muss auch zu geben bereit sein. Wenn dieses - realistische - Angebot nicht angenommen wird, entsteht schon aus dem Versuch ein Anspruch auf angemessene Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Und erst recht, wenn jemand "nichts anzubieten hat", weil zu jung, zu alt, zu krank, ... dann muss eben die Gesellschaft sehen, wie dieser Zustand zu überwinden ist und hierauf hinarbeiten!

Bitter ist nur, dass unsere Gesellschaft Arbeit immer auf Erwerbsarbeit reduziert. Was sich nicht auf Euro und Cent rechnet, ist nichts wert. Deshalb trifft Armut in unserem Land unverhältnismäßig viele Kinder und Erziehende. Aber die arbeiten doch! Wer kleine Kinder ordentlich erzieht, kann sich die 40-Stunden-Woche an 5 Tagen mit 6 Wochen Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall an die Backe putzen und muss sich dafür noch als fauler Minderleister ausgrenzen lassen.

Hieran zu arbeiten wäre vordringlichste Aufgabe unserer Volksvertreter! Und wenn das Armutsproblem von Erziehenden und Kindern gelöst ist, kann man sich der Restgruppe zuwenden. Aber sooo viele bleiben dann nicht mehr übrig!

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syracusa 07.07.2011, 15:19
45. @ tieger

Zitat von tieger
Das Problem mit der relativen Armut ist: Sie ist per Definition unausrottbar. Relative Armut orientiert sich am Durchschnittseinkommen. Nimmt es zu, nimmt auch die Armut zu. Mit viel Geld hat der Sozialstaat nicht verhindert, dass die Unterschicht wächst. Die Zahl der Sozialhilfemütter steigt. Amerika hat vorgemacht, welche Reform hilft: die Begrenzung der Sozialhilfe auf fünf Jahre.
Sie sind ja ein Witzbold. Sie behaupten also ernsthaft, dass die radikal asoziale US-Politik die Armut verringert hat?
Wie man's richtig macht, kann man in Dänemark lernen. Dieser Staat ist trotz allerbester Sozialeistungen wesnetlich besser als Deutschland auf die Anforderungen der Globalisierung eingestellt. Dank des guten Sozialsystems konnte sich Dänemark als Hochlohnland behaupten, das Auseinanderklaffen der sozialen Schere wurde nicht nur verhindert, sondern sogar eingedämmt. Gleichzeitig hat diese Politik zu einer adikalen Rückführung der Staatsverschuldung geführt.

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Heinz-und-Kunz 07.07.2011, 15:20
46. Ungleicheit ist keine Ungerechtigkeit

Menschen sind nun mal nicht alle gleich. Gleich klug, gleich fleißig, gleich... Wenn dazu noch ein Sozialsystem kommt, dass es ermöglich mit "Stütze" und etwas Schwazzarbeit gut zu leben, dann muß man sich über den Arbeitsunwillen bestimmter Personen nicht wundern.

Das mit der Armut ist Nonsense. Arm ist laut UN wer weniger als einen best. Teil(50%) des landesweiten Durchschnittseinkommens hat. Daher wird ein Teil der Bevölkerung immer scheinbar arm sein. Ob man mit weniger als 50% gut über die Runden kommt spielt keine Rolle.
Der angesprochenen UN-Bereicht ist sehr fragwürdig, da er ungeprüfte Behauptungen und falsche Zahlen beinhaltet.
http://www.tagesschau.de/inland/rueg...chland102.html

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Jay's 07.07.2011, 15:20
47. Das Verhalten

Zitat von VorwaertsImmer
Selbst Arme haben in Deutschland mehr Geld, als viele Wohlhabende in anderen Ländern. Trotzdem gibt es Unterschiede hinsichtlich der körperlichen Konstitution, der sozialen Integration in der Gesellschaft, der Bildung. Mag das vielleicht doch .....
der Armen aendert sich, wenn sie mehr Geld haben. Sie sind nicht arm auf Grund ihres Verhaltens.

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reinhard_m 07.07.2011, 15:21
48. Mich kann keiner mehr betrügen

Zitat von fast_weise
Christiane006, ich gehöre lt. Statista in Deutschland zu den Unterdurchschnittsverdienern, ich habe das Problem verstanden, mag es aber nicht, wenn durch Erbe millionenschwere Berufslinke ......
Das ist war. Der kleine Mann, der kleine Arbeiter wurde und wird durch Rot-Grün schärfer und blutiger rasiert, als das die Schwarz-Gelben je hinbekommen würden.

Ich für meinen Teil habe eine Lehre daraus gezogen. Ich wähle niemals mehr die spießigen rot-grünen Sozialfasler und Selbstbereicherer sondern nur noch Extremisten gleich welcher Art.

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garfield 07.07.2011, 15:21
49. Immer noch kein Titel

Zitat von trafozsatsfm
Da kaum ein Vermögender, ob Herr Augstein oder sonst jemand, freiwillig für die Allgemeinheit spendet, muss eben der Staat für eine angemessene Verteilungspolitik sorgen - was er eben im Moment nicht tut. Guter Artikel.
Genau, das ist nämlich seine ureigenste Aufgabe - für Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen. An einen Zumwinkel, Ackermann und Nonnenmacher würde ich mit so einem "Ansinnen" auch nie herantreten.
Davon abgesehen, dass es ja durchaus Vermögende gibt, die Moral und Verstand noch nicht irgendwo abgegeben haben und seit Jahren ihre eigene Mehrbelastung fordern, weil ihnen selbst langsam unheimlich ist, wohin dieses Land driftet, möchte ich auch und dennoch kein Land, dass sich aus freiwilligen Wohltaten finanzieren muss.
Dann wären wir nämlich bald beim "großen Vorbild" angelangt, wo wir uns nicht mehr über Erst- und Zweitklassenmedizin streiten, sondern wer auch bei letzterer bereits durch den Rost fällt.

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