Forum: Politik
Sozialstaat: Städtebund kritisiert Vollkaskomentalität der Deutschen
DPA

Die Sozialgesetze müssten vereinfacht und Bürokratie abgebaut werden - das fordert der Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Der Staat könne nicht alles leisten.

Seite 1 von 24
eiffe 25.12.2018, 14:23
1.

Dann streicht bitte auch die Steuern. Wozu in einem Land mit den höchsten Steuern der Welt leben, wenn der dafür gebotene Service so mies ist?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Freifrau von Hase 25.12.2018, 14:31
2.

Geld ist genug da. Es konzentriert sich nur bei immer weniger Menschen. Also: Geld dort einsammeln, wo es liegt. Dann ist noch ganz schön viel Vollkasko möglich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
voiceecho 25.12.2018, 14:36
3. Vollkommen richtig!

Die Kritik ist kommen richtig und trifft den Nagel auf dem Kopf, der Sozialstaat ist zwar wichtig und notwendig, muss aber massiv entbürokratisiert und entschlackt werden, Ausnahme und individuelle Gestaltungen ausgeschlossen werden, insbesondere das angeschobene Bildung und Teilhabepaket von der damaligen Arbeitsministerin Ursula von der Leyen ist eine Katastrophe in jeglicher Hinsicht, da der Bürokratieaufwand das Nützen bei weitem übersteigt und viele Stellen u.a. Jobcenter, Wohngeldstellen und Jugendämter damit mit Arbeitsaufwand fast lahmgelegt werden, bei einem Betrag von 10 Euro monatlich! völliger Unsinn! H4 muss auch dringend reformiert werden und Ausnahmen ausgeschlossen werden! Minijobber und Selbständige dürften keine Leistungen bekommen, da sie keinerlei Beiträge in die Sozialkassen einzahlen! Ehegattensplitting ist auch unzeitgemäß und diskriminierend für Singles und Paare ohne Eheschein! Der Reformstau muss angegangen werden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
funkstörung 25.12.2018, 14:37
4. vernünftig

klingt vernünftig, wird allerdings nichts werden.

die deutsche bürokratie wächst und wächst und wächst.

das personal der deutschen bürokratie speist sich im wesentlichen aus angehörigen der akademischen fettschicht die im wesentlichen gerne irgendetwas mit verwaltung und sozialem studiert und natürlich "wichtige" einkommens- und betätigungsfelder braucht, und wo findet man die am sichersten ?

in einem behörden- bürokratie-verwaltungsdschungel, jedem kahlschlag wird vehement entgegen getreten werden - und mit ziemlicher sicherheit auch erfolgreich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
einwerfer 25.12.2018, 14:38
5. Es fehlt ein Hinweis

Nämlich der Hinweis darauf, dass der Herr nicht nur Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes ist, sondern auch Mitglied der CDU. Das erleichter die Einordnung seiner Aussagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dietz 25.12.2018, 14:41
6.

Dann bitte auch zuerst die Datenschutzverordnung auf das Wesentliche konzentrieren, dann könnte viel Zeit, Geld und Bürokratie gespart werden

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pepe-b 25.12.2018, 14:47
7. Agenda 2010

Genau dieser Ansatz war der Grundgedanke der Agenda 2010 - die ich genau deshalb heute noch sehr begrüße. Ich kenne kaum ein Land auf der Welt wo die Bevölkerung derartige Ansprüche an den Staat stellt. Wir sind ja inzwischen soweit, dass der Staat am besten bedingungslos nicht nur das Existenzminimum sichern, sondern auch unter dem Schlagwort Teilhabe auch noch Kinobesuche, Urlaube und wer weiß was sonst noch finanzieren soll. Wir sind dermaßen staatsgläubig geworden, dass man - wie ich sicher auch gleich - schon verbal angegriffen wird, wenn man fordert, dass jeder zuallererst für seinen Lebensunterhalt selbst zu sorgen hat. Selbst von Hartz4 mit all seinen Bedingungen träumen die Menschen aber nur in den meisten Staaten dieser Welt. Ja, man kann damit keine großen Sprünge machen, aber man kann davon leben. Aber woraus man den immer lauter werdenden Anspruch ableitet, dass ein Sozialstaat mehr als das leisten muss, ist mir schleierhaft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MarkusW77 25.12.2018, 14:49
8.

unterschiedliche Menschen reagieren unterschiedlich auf Hilfe. Vielleicht sollte das mehr berücksichtigt werden. Die einen nehmen Sozialhilfe dankbar an, und versuchen alles, davon unabhängig zu werden, die anderen ruhen sich darauf aus und im Grunde genommen verkümmern sie damit, bzw vergeuden ihr Leben. Ich denke, weniger ist mehr. Gib einem Menschen einen Fisch, und du ernährst ihn einen Tag, lehre ihn zu fischen, und du ernährst ihn ein Leben lang. ( fischen=Geld= Geld verdienen)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Suppenelse 25.12.2018, 14:55
9. Die Deutschen wollen halt nicht.

Herr Landsberg hat völlig Recht mit Diagnose und mit Lösungsvorschlägen - wird allerdings nichts werden. Es ist immer noch schick, vor allem im politisch tendenziell linksorientierten Lager, nach mehr Staat, mehr Geld, mehr Personal, mehr Bürokratie zu rufen. Jedes Jahr erfinden wir in Deutschland, dem Land mit der - nach Belgien - höchsten Gesamtlast an Steuern und Abgaben, neue bürokratische Ungeheuer. Vereinfachungen wurden und werden immer wieder vorgeschlagen, übrigens auch im Steuersystem, sind aber offenbar nicht mehrheitsfähig in Deutschland. Also kommt, beschwert euch nicht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 24