Forum: Politik
Sozialstaat: Städtebund kritisiert Vollkaskomentalität der Deutschen
DPA

Die Sozialgesetze müssten vereinfacht und Bürokratie abgebaut werden - das fordert der Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Der Staat könne nicht alles leisten.

Seite 12 von 24
badenser1959 25.12.2018, 18:26
110. @funkstörung

Genauso ist es, wie von Ihnen umfassend beschrieben. Diese Personen in der Verwaltung beziehen ihr "Einkommen" zu Lasten der Allgemeinheit, insbesondere aber zu Lasten der Bürger, die in der Wertschöpfungskette ihr Einkommen beziehen. Öffentliche Verwaltung ist per se keine Wertschöpfung. Jedes Jahr werden neue Vorschriften und Regularien erfunden, um den Verwaltungsaufwand noch mehr in die Höhe zu treiben. Auf der anderen Seite führt diese Flut zur gesellschaftlich allgemeinen Überforderung bis zum generellen Kollaps unseres Gemeinschafts- und Wertesystems.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
LorenzSTR 25.12.2018, 18:32
111. Natürlich

Zitat von hexagon7467
Hartz 4 sollte auf einen maximale Laufzeit (3 Jahre) begrenzt werden. Dann würden die ganzen Langzeitbezieher plötzlich wieder arbeiten gehen.
Weil es natürlich einfach nur an den phösen Hartzis liegt und die Jobs auf der Straße liegen. Selbstverständlich ist es auch vollkommen logisch, sich von reichen Erben zum Spaßtarif ausbeuten zu lassen - was sonst? Es ist so einfach: Strukturelle Probleme sind in Wirklichkeit individuelle Faulheit und Nichtwillen! Studien? Fakten? Realität? Muss Sie in Ihrer neoliberalen Fantasiewelt nicht jucken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bs2509 25.12.2018, 18:32
112. CDU- Landsberg

seines Zeichens ein der vielen Neoliberalen der CDU bläst einmal mehr ins Horn seiner Auftraggeber.
Die Gesellschaft und die Bürgerrechte am liebsten abschaffen, ganz wie seine Noch-Kanzlerin stets betont hat : eine konsumorientierte Gesellschaft . . . die nur eines soll Kaufen kaufen kaufen, aber ansonsten das Maul halten soll. Privatisieren, auf das sich die Kassen ihrer Auftgraggeber füllen.
Nur keine Kritik an den wahren Lebensverhältnissen in dieser unserer Republik.
Und was bietet sich da besser an, als die diese Thesen in einem Magazin zu veröffentlichen, dass schon HARTZ-IV mit herbeigeschrieben hat.
SPON war gestern, heute weiß man, dass es eigentlich Relotius-Times heissen sollte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tizian 25.12.2018, 18:32
113.

Zitat von hexagon7467
Ja, die Kriminalität würde mich nicht interessieren. Kriminalität kann man mit eingesparten Geld gut bekämpfen.
Klappt in den USA super (/Sarkasmus). Die machen das nämlich so (Grundsicherung zeitlich begrenzen). Eine Inhaftierungsquote gemessen an der Bevölkerung von über einem Prozent (über eine Million Menschen sind dort im Gefägnis)und Einsperr-Kosten von ca. 100 Milliarden Dollar und den zigtausenden Opfern von Kriminalität können Sie das eigentlich nicht ernst meinen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pepe-b 25.12.2018, 18:33
114. @ luny

Sie erzählen mir nichts Neues. Ich sehe das seit Jahrzehnten in meiner Familie. Und ich kann Ihnen sagen: es geht. Sie kommen zurecht. Das ist kein gutes Leben. Aber wer das will, muss eben selbst für sich sorgen - meine Meinung. Das ist nicht Aufgabe der Gemeinschaft. Und die Bedingungen, damit man Hartz4 nicht gekürzt bekommt, sind nicht wirklich hart. Ich finde es erstaunlich, dass man es als zuviel verlangt erklärt so gut es geht zuerst selbst für sich zu sorgen und es in Ordnung geht lieber nichts zu tun als etwas zu tun, das demjenigen nicht gefällt. Sorry, wem das Zuviel verlangt erscheint dem sage ich auch: meine Steuergelder können sinnvoller verwendet werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
luny 25.12.2018, 18:42
115. Nichts Neues unter der Sonne

Zitat von ghp2
Ganz ehrlich, hätte ich damals Sozialhilfe beziehen können (ohne dass meine Eltern diese dann hätten zurückzahlen müssen, so war das mal) würde ich heute ev. noch immer davon leben. In der Verwandtschaft ist das in einem Fall genauso gelaufen und es ist noch immer so - trotz guter Ausbildung und trotz guter Arbeitsangebote, erstmal nehmen was es umsonst gibt, den Rest unter Umgehung jeglichem Beitrags zum Sozialwesen erarbeiten. "Ich bin doch nicht bekloppt für andere in die Krankenversicherung einzuzahlen, über die Mehrwertsteuer bezahle ich mehr als genug Steuern!" (Dass man dann erstmal 4000-5000 Euro pro Monat ausgeben muss bevor man auch real auch nur einen Cent Steuern zahlt wird selbstverständlich erst gar nicht verstanden) Was machen Sie mit solchen Fällen? Durchaus ernstzunehmende Erbschaften verschwinden auf irgendwelchen Konten "Die können mir gar nichts!" Das sind natürlich Extremfälle, aber die Interessen der (Steuer-)Zahler sind natürlich auch zu wahren. Um da nicht missverstanden zu werden, es gibt welche für die würde ich gerne (noch) mehr Steuern zahlen.
Hallo Ghp2,

die Zahl derer, die einfach ein "alternatives Lebensmodell" verfolgten,
zu dem reguläre Arbeit nicht gehört, wurde mal mit 2 - 3% beziffert.

Dann der Auftritt des Agenda 2010-Kanzlers:

Florida-Rolf, soziale Hängematte, Fordern und Fördern, Niedriglohn-
sektor, 1-EUR-Jobs, Scheinselbständigkeit, Leiharbeit, Befristungen.

Entlastung der Arbeitgeber, Senkung des Spitzensteuersatzes, das
stand auch im Programm und wurde umgesetzt.

Und nun haben wir quasi "Vollbeschäftigung", aber leider mit
vielen prekären Arbeitsverhältnissen. Diese Arbeitnehmer sind
direkt und akut von Altersarmut bedroht.

Ich gehe davon aus, daß es immer 2 - 3% geben wird, die einfach
nicht arbeiten WOLLEN und es dann hinnehmen, sich alleine oder
mit Hilfsangeboten durchzuschlagen.

Was fehlt ist ein flächendeckender Mindestlohn, der nicht direkt
in die Grundsicherung im Alter führt und höhere Löhne/Gehälter
insgesamt.

Die Schande ist ja, daß reguläre Arbeit nicht mehr hoch genug ver-
gütet wird, um davon zu leben.

Von der Aufstockung durch Steuergelder verdienen sich ganze
Branchen eine goldene Nase.

LUNY

Beitrag melden Antworten / Zitieren
voiceecho 25.12.2018, 18:46
116. @55 Odapiel

Sie haben einige Aspekte bei ihrer Betrachtung ausgeblendet. Als Selbständiger, der auf H4 angewiesen bin, muss ich ernsthaft die Frage stellen, ob meine Selbständigkeit wirtschaftlich überhaupt Sinn macht oder ob ich ein tragfähiges Geschäftsmodell habe bzw. Ob es doch nicht mehr Sinn macht, diese Selbständigkeit aufzugeben und mir eine reguläre Tätigkeit in Abhängigkeit von einem Arbeitgeber suche und vllt. Dann nicht mehr auf Transferleistungen angewiesen wäre. Das Thema Minijobs wurde damals vom Gesetzgeber als eine Art Aufstockung für Studenten, Schüler, Renter und Hausfrauen eingeführt, damit sollten diejenigen ihr Taschengeld, Rente oder die Haushaltskasse aufbessern, es war nie gedacht als eine reguläre Tätigkeit zur Bestreitung des Lebensunterhalts mit Hilfe von Sozialleistungen! So gesehen wird diese Beschäftigungsform zweckentfremdet! Sie sollten auch bei beiden Beschäftigungsarten das Thema Schwarzarbeit nicht ausblenden, da Selbständigkeit und Minijob ein Nährboden für Schwarzarbeit bietet und dagegen sollte jeder ehrliche Steuerzahler was haben. Minijobs sind auch ein Hindernis bei der Schaffung von regulären Tätigkeiten, da diese Beschäftigungsforum für viele Arbeitgeber trotz der hohen Abgaben seitens des Arbeitgeber günstiger als Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigung ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fehlerfortpflanzung 25.12.2018, 18:53
117. In Berlin stieg der Kulturetat

Zitat von hisch88
... "In Berlin stieg der Kulturetat 2016 um rd. 36 Mio auf 400 Mio an, 2017 kommen nochmals 53 Mio dazu." https://www.kulturmanagement.net/Themen/Kultursponsoring-Das-Lied-vom-ewigen-Mangel,2144
"Mit einem Anteil von 11,6 Mrd. Euro an der Bruttowertschöpfung und ca. 235.000 Arbeitsplätzen ist die Tourismusbranche einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Stadt. Seit Jahren steigt die Zahl der Übernachtungen wie in kaum einer anderen Metropole. 2017 lag sie bei über 31 Millionen - ein Rekordergebnis! "

Da ist eine Investition von 400 Mio. doch ziemlich günstig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Haarfoen 25.12.2018, 18:53
118. Finger weg vom Kultursponsoring!

Zitat von hisch88
Sie sollten nicht nur die Kleinbeträge nennen, sondern die richtigen Brocken für Kultursponsoring: "In Berlin stieg der Kulturetat 2016 um rd. 36 Mio auf 400 Mio an, 2017 kommen nochmals 53 Mio dazu." https://www.kulturmanagement.net/Themen/Kultursponsoring-Das-Lied-vom-ewigen-Mangel,2144
Bitte nicht! Wir können uns gerne darüber unterhalten, ob es den ganzen Prestige- Kram zwingend braucht oder ob die "Top-Events" reduziert werden können. Aber lasst uns nicht unsere wunderbare europäische Kultur demontieren, nur wegen der Kohle. Wir brauchen unsere Theater, Symphonieorchester, Filmförderungen, Breitenförderung der Jugend, usw. Wir können es nicht zulassen, dass es keinen Gegenpol mehr zum Verblödungs- Fernsehen und der allgemeinen Niveaulosigkeit gibt. Kunst war schon immer (in einem gewissen Rahmen) von einem Mäzenatentum abhängig und unsere Demokratie muss der Mäzen bleiben! Kultur bietet Nahrung für die Seele, schafft Ideen, macht das Unmögliche möglich. Unsere wunderbare europäische Kultur, unsere Komponisten, unsere Bildhauer, unsere Maler, unsere Literatur machen uns stark und bilden unsere Identität. Geld kann der nicht der Maßstab sein, wir müssen unsere Kultur pflegen, der Kommerzialisierung entgegentreten!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Profdoc1 25.12.2018, 18:55
119. Dass der Hauptgeschäftsführer ...

den Nagel auf den Kopf getroffen hat, zeigen nachdrücklich die Einträge in diesem Forum. Sehr interessant. Das werden individuelle 'Probleme' dem Bund und den Ländern zugeschoben, ohne im entferntesten darüber nachgedacht zu haben, dass das Leben individuell zu gestalten und zu verantworten ist.
Wäre die Bundespolitik derzeit nicht so schwach und mutlos, müsste Sie den Bürgern darlegen, warum jedes Individuum für sich und sein/ihr Unfeld selbst verantwortlich ist, basta! ('Basta' ist als Zitat (Bk a.d. Schröder) aufzufassen). Es kann nicht sein, dass sich BürgerInnen in allen Lagen gern in Haltung und Wille 'überindividualisieren', um anschließend nach 'dem Staat' zu rufen!
Ich passt etwas ganz und dar nicht .....

Frohes Fest und guten Rutsch!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 12 von 24