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Sozialstaat: Städtebund kritisiert Vollkaskomentalität der Deutschen
DPA

Die Sozialgesetze müssten vereinfacht und Bürokratie abgebaut werden - das fordert der Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Der Staat könne nicht alles leisten.

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wilfried.becker.50 25.12.2018, 20:31
150.

Zitat von luny
Hallo Wilfried.becker.50, reich heiraten ist natürlich IMMER eine Option :-) LUNY
Schön wärs gewesen.
Ich bin 63, Ehrenamt und Pflege meine Eltern und meine Lebenspartnerin.

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nesmo 25.12.2018, 20:33
151. Ist ihnen nicht aufgefallen,

Zitat von pepe-b
Die Forderung nach höheren Löhnen insgesamt ist volkswirtschaftlicher Unsinn. Diese ziehen eine höhere Inflation nach sich, was die höheren Löhne wieder entwertet usw und so fort. Tatsache ist: es gibt in jedem System eine Schicht, die knapp über dem Existenzminimum lebt. So ist das nun mal und es wird auch nie anders sein, denn oh Wunder: das Existenzminimum wächst mit dem Wohlstand einer Gesellschaft mit.
dass die "die Schicht knapp über dem Existenzminimum" in verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich ist. Es ist nicht eine feste Naturkonstante, wie sie suggerieren, wie groß diese Schicht ist, sondern hängt von den unterschiedlichen Verhältnissen ab. Sogar in Deutschland schwankte der Anteil dieser Schicht über die Jahrhunderte. Wenn alle Löhne um 20 Prozent steigen würden, würde keinesfalls die Inflationsrate auf über 20 Prozent steigen, weil die Personalkosten nur einen Bruchteil aller Kosten aller Produkte und Leistungen ausmachen.

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pepe-b 25.12.2018, 20:34
152. @ luny

Ich teile das Ziel ja. Aber es ist schlichtweg unrealistisch, dass das auf diesem Wege realisierbar ist. Geben Sie dem Amazon-Beschäftigten mehr, bezahlt das der Kunde. Damit sind wir wieder bei höherer Inflation usw. Das ist ein Kampf gegen Windmühlen. Vom Abstandsgebot habe ich dabei noch gar nicht gesprochen. Denn wenn Sie dem Amazon-Beschäftigten 12 Euro geben, dann wird sich die Pflegekraft beschweren, die heute 12 Euro verdient, also mehr als der Amazon-Beschäftigte, weil sie auch mehr Verantwortung hat. Die möchte dann 15 Euro, damit das Mehr an Verantwortung sich auch im Geld widerspiegelt. Geben Sie der Pflegekraft aber die 15 Euro, dann kommt der Bauarbeiter usw. Das ist eine Kettenreaktion mit dem immer gleichen Ergebnis.

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m.m.s. 25.12.2018, 20:39
153. Cum-cum-ex

Warum kümmert sich der kluge Mann nicht um das Eintreiben der Milliarden, die von Finanzbetrügern ergaunert wurden. Da hat der Vollkaskostaat doch alle Möglichkeiten in der Hand das Zurückzuholen. Vielleicht ist er in einem Inkassobüro besser aufgehoben mit seiner negativen Mentalität den Bürgern gegenüber, als Staatsbediensteter muss man sich schon mal Gedanken machen was positiv getan werden kann, und da gehören die Cum-cum-ex Milliarden dazu.

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tizian 25.12.2018, 20:45
154.

Zitat von hisch88
Sei sprechen von etwa 1,2 Millionen (bei 2-3%) von möglichen Unwilligen.
Nein, spricht Luny nicht. Die 2-3% sind auf die Hilfeempfänger bereits bezogen, nicht die Bevölkerung.

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tizian 25.12.2018, 20:50
155.

Zitat von pepe-b
Ich teile das Ziel ja. Aber es ist schlichtweg unrealistisch, dass das auf diesem Wege realisierbar ist. Geben Sie dem Amazon-Beschäftigten mehr, bezahlt das der Kunde. Damit sind wir wieder bei höherer Inflation usw. Das ist ein Kampf gegen Windmühlen. Vom Abstandsgebot habe ich dabei noch gar nicht gesprochen. Denn wenn Sie dem Amazon-Beschäftigten 12 Euro geben, dann wird sich die Pflegekraft beschweren, die heute 12 Euro verdient, also mehr als der Amazon-Beschäftigte, weil sie auch mehr Verantwortung hat. Die möchte dann 15 Euro, damit das Mehr an Verantwortung sich auch im Geld widerspiegelt. Geben Sie der Pflegekraft aber die 15 Euro, dann kommt der Bauarbeiter usw. Das ist eine Kettenreaktion mit dem immer gleichen Ergebnis.
Na dann sparen wir uns doch gleich jede Lohnerhöhung, da ja nur das die Preise treibt. Komischerweise wird uns seit mehreren Jahren erzählt, dass die Lohnsteigerungen höher sind als die Inflationsrate. Muss ja falsch sein, nach Ihnen ist die Inflatinsrate minimum so hoch wie die Lohnsteigerungen.

Apropos Lohnabstandsgebot: Wenn die Sozialleistungen so niedrig gehalten werden (der Ursprungsvorschlag von Peter Hartz war 511 €, vor ca 15 Jahren!), damit sich arbeiten "lohnt", ist das ein Zeichen für zu geringe Löhne, nicht zu hohe Sozialleistungen.

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pepe-b 25.12.2018, 21:01
156. @ tizian

Ihnen ist hoffentlich klar, dass die einzelnen Effekte immer mit Zeitversatz auftreten. Die höheren Lohnsteigerungen führen definitiv - mit Zeitversatz - zu einer höheren Inflation. Ja, das ist so. Im Übrigen ist das Thema dieses Beitrags hier nicht die Lohnhöhe, sondern die Aufgabe des Sozialstaats. Soll er nur für die Existenzsicherung sorgen oder für ein vollumfängliches Leben mit Kino, Urlaub, ja sogar Weihnachtsgeld wie ich vor ein paar Wochen erst gelesen habe? Bei dieser Frage spielt der Mindestlohn keine Rolle. Es geht nur um die Frage, welche Aufgabe der Staat haben soll. Meiner Meinung nach: Existenz sichern. Denn der Staat ist nicht irgendein abstraktes Etwas, sondern der sind wir alle. Wer mehr als die von Ihnen und mir finanzierten Grundsicherung möchte, muss halt arbeiten. Und selbst wenn er die nur seine Grundsicherung selbst erarbeitet, ist das noch mehr wert als von anderen abhängig zu sein.

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kelcht 25.12.2018, 21:06
157.

Zitat von Glaubnixmehr
Grundsätzlich sollte gar kein Geld für Bedürftige gezahlt werden, sondern es sollte für jeden deutschen Staatsbürger kostenlose Sachleistungen geben: kostenlose Kindergärten, Schulen, Universitäten inkl. Uniformen, Bücher etc. Kostenloses Essen in Bürgerkantinen, kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, kostenlose Nutzung von Büchereien, Museen, Schwimmbädern. Kostenloses Wohnen pro Person auf 25qm. Kleidungs- und sachbezugsgutscheine über einen festen Betrag pro Person und Jahr. Kostenlose medizinische Versorgung. Wer mehr als diese Leistungen möchte, muss dies selbst finanzieren bzw verdienen. Alle, die arbeitsfähig sind, müssen arbeiten,ggf öffentliche Aufgaben erfüllen zB in Bürgerkantinen etc. Der Steuersatz ist für alle Privatpersonen identisch bei zB 30%. Darüber hinaus gibt es keine Steuern und Abgaben. Die Löhne sind für alle niedrig und auskömmlich, da die Grundleistungen vom Staat gezahlt werden. Es gibt keine Möglichkeit, Steuern zurück zu erhalten. Unternehmensgewinne werden hoch besteuert, da die Unternehmen von den niedrigen Lohnkosten profitieren.
Grundsätzlich kann man sich gegen Armut versichern, was auch die Renten oder Arbeitslosenversicherung macht. Wenn dies nicht Staatlich geschieht macht man das über Versicherungen oder Banken. Ist zwar toll wenn sie z.B. jedem Bedürftigen ein ZTE Smartphone, oder Kleidung von Kik zuteilen wollen aber im Endeffekt ist das keine Marktwirtschaft. Aber es gibt z.B. Bedürftige die ein Nokia 3.1 oder Kleidung vom Tacco bevorzugen. Auch bei der Flattax ergibt sich das Problem das der Ingeneur dann dem Handwerker gegenüber bevorteilt wird und man im Endeffekt wieder weniger Handwerker hat sprich Fachkräftemangel.

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pepe-b 25.12.2018, 21:07
158. @ tizian

Man kann sich übrigens die Lohnerhöhungen nicht sparen, weil man sich die Inflation nicht sparen kann.

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tizian 25.12.2018, 21:16
159.

Zitat von pepe-b
Ihnen ist hoffentlich klar, dass die einzelnen Effekte immer mit Zeitversatz auftreten. Die höheren Lohnsteigerungen führen definitiv - mit Zeitversatz - zu einer höheren Inflation. Ja, das ist so. Im Übrigen ist das Thema dieses Beitrags hier nicht die Lohnhöhe, sondern die Aufgabe des Sozialstaats. Soll er nur für die Existenzsicherung sorgen oder für ein vollumfängliches Leben mit Kino, Urlaub, ja sogar Weihnachtsgeld wie ich vor ein paar Wochen erst gelesen habe? Bei dieser Frage spielt der Mindestlohn keine Rolle. Es geht nur um die Frage, welche Aufgabe der Staat haben soll. Meiner Meinung nach: Existenz sichern. Denn der Staat ist nicht irgendein abstraktes Etwas, sondern der sind wir alle. Wer mehr als die von Ihnen und mir finanzierten Grundsicherung möchte, muss halt arbeiten. Und selbst wenn er die nur seine Grundsicherung selbst erarbeitet, ist das noch mehr wert als von anderen abhängig zu sein.
Höher ja, aber nicht in der Höhe, die Sie angesprochen haben. Und dafür, dass die Lohnhöhe hier nicht das Thema ist, haben Sie eine Menge dazu geschrieben, bevor Sie nach meinen Anmerkungen das Thema jetzt abwürgen.

Nochmal zu Sozialleistungen: Solange das Bundesverfassungsgericht sagt, dass die Menschenwürde nicht nur ein blosses Existenzminimum in diesem Land gewährt, sondern auch Teilhabe, können Sie der Meinung sein, Existenz sichern reicht, es entspricht aber nicht dem Grundgesetz. Und würden die Löhne von 25% der Beschäftigten nicht prekär sein und von was weiss ich wievielen knapp darüber sein, würde sich niemand über Sozialleistungen aufregen. Die Hauptaufregung kommt, weil man a) sich selber einen Grund einreden will, warum man trotzdem arbeiten geht b) sich abzugrenzen von den Leuten, zu denen man nicht gehören will, aber ganz schnell gehören kann.

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